Dezember 17th, 2010
Fußball oder Musik? Frieren oder Schwitzen? Neckarstadion oder LKA Longhorn? VfB Stuttgart oder Die Happy? Das war die Entscheidung, die für gestern Anstand. Europa League kann man sich ja eigentlich immer schmerzfrei anschauen, aber schlussendlich entschied ich mich gegen den VfB und für Die Happy, die normalerweise nur um Weihnachten rum – zwischen 23. und 27. Dezember – in Stuttgart spielen.
Witzigerweise war ich schon mal bei Die Happy als der VfB Heimspiel hatte, am 1.10.2003 in der Batschkapp in Frankfurt mit meiner Schwester. Das mit dem Heimspiel – ein 2:1 gegen Manchester United in der CL, weiß ich auch nur noch so genau, weil ich das Spiel aufnehmen wollte um es eventuell nach dem Konzert zu schauen. Gesagt getan, Heim gekommen, erst mal Bier bereit gestellt und dann gemerkt dass mein Vater aus Energiespargründen den bereits laufenden Videorekorder ausgeschaltet hatte und nur die ersten fünf Minute drauf waren – hab ich mich gefreut.

Marta beim abgehen
Gestern war’s jedenfalls trotz der 6 Tore beim 5:1 vom VfB gegen Odense – die sich nur 14.000 Zuschauer anschauten, naja – die richtige Entscheidung. Schon die Vorband, Blind aus Koblenz, spielte echt gute Musik und war sehr gut drauf und Die Happy ging dann gut ab. Auch die Interaktion mit dem Publikum war sehr cool, alles in allem ein echt gelungener Abend.
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November 10th, 2010
Zum Stelldichein des SVW beim VfB kam Ex-Roomie Martin mit Bruder Stefan vorbei. Los ging’s erst mal mit einer kleinen aber feinen Stadtführung, deren Highlight leider, leider ins Wasser fiel – hätte ich ja niemals gedacht, dass der Brunnenwirt Sonntags erst um 17:00 aufmacht. Da konnten wir dann von der Tür stehend aber auch wirklich nichts machen und parkten halt trotzdem wie geplant Richtung Cannstatt um. Mehr oder weniger problemlos fanden wir dann einen Platz in der Elwertstraße an der Straßenbahnwelt, was bezüglich Abfahrt Richtung Ansbach nach dem Spiel fast optimal war. Schnell einen Döner eingeworfen und bei unfein nasskaltem Nieselwetter ab ins Stadion. Es stellte sich heraus, dass wir gar keine Karten kaufen hätten müssen, denn für den Gästeblock gab es sogar noch Abendkasse – konnte man natürlich vorher auch nicht mit Sicherheit sagen. Immerhin kam ich so in den Genuss, auch mal bei Werder Bremen Karten zu bestellen, kann mir ja fast nichts schöneres vorstellen.
A propos Gästeblock: sehr schön, dass man da noch mit Bargeld bezahlen kann! Gibt’s auch selten, ist schon eine faire Geste vom VfB. Das war aber auch so das einzige, worüber sich die Bremer an diesem Abend erfreuen konnten: mit 6:0 gab’s eine dermaßen deutliche Packung, dass den Bremern schier hören und sehen verging. Bereits nach 10 Minuten setzte Marica einen Sonntagsschuss von halbrechts an den Innenpfosten – passte ja, war ja auch Sonntag. Danach war’s nochmal kurz ausgeglichen, den Ausgleich verpasste Frings allerdings, als er in der 24. Minute einen mehr oder weniger glücklich erhaltenen Elfmeter ziemlich kläglich verschoss. Zwei schnelle Konter brachten den VfB dann noch vor der Pause durch einen Doppelpack von Cacau mit 3:0 in Führung, da war eigentlich schon klar dass die bereits Messe gelesen war.

Da war Martin schon nicht mehr froh
Nach der Pause ging’s unverändert weiter, dem VfB gelang bis auf den von Cacau verschossenen Elfmeter alles und so hieß es am Ende 6:0 – das Wort “Packung” scheint hier durchaus angebracht zu sein. Einzige humoristische Aktion auf Bremer Seite war der Marsch in die Kurve danach, vor allem von Mertesacker: erstmal am Kopf gekratzt weil er nicht so recht wusste was er machen sollte, dann immerhin entschuldigend die Hände gehoben – mehr wäre da auch nicht angebracht gewesen.

Merte noch unentschlossen

Geste gefunden!
Martin und Stefan begleitete ich dann noch zum Auto, bevor ich mich dann weiter zur Mercedesstraße und in die U1 begab, wo ich zu meiner Erheiterung noch ein interessantes Gespräch über Stuttgart 21 anhören konnte.
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Oktober 22nd, 2010
Work outing zum Fußball, auch mal ne Sache. Mit Axel Axeltenschert, Le Pierre und Zeus ging’s am Dienstag über die Noodle Box in Cannstatt – wie weiland beim Segelkurs – zum Europa League-Spiel gegen Getafe, zu dem sich ganze 17.400 Fans eingefunden hatten – VfB halt. Immerhin 114 Gästefans waren da, wobei die sich glaube ich hauptsächlich aus einheimischen Spaniern rekrutierten. Leider gibt’s beim VfB – zumindest in der Europa League – keinen Bierverkäufer mehr, demletzt gegen Dortmund konnte ich bei selbigem immerhin noch Bier gegen Bargeld erwerben. Bei der Cash Card darf man erst mal 5€ für die Karte bezahlen, das war mir dann doch nix, zahlen, um zahlen zu dürfen.
Das Spiel war ansonsten vom VfB relativ solide geführt, in den Zweikämpfen hatten die Spanier wenig zu melden und auch offensiv lief gegen die aufmerksame VfB-Abwehr wenig. Das 1:0 durch Marica in der 29. Minute war dann auch durchaus verdient, unglücklich dabei Gästetorhüter Ustari, der den ersten Schuss parierte, beim Nachschuss aber nichts mehr ausrichten konnte. Im wesentlichen behielt der VfB die Oberhand, vergab dann aber gute Chancen leichtfertig, so dass Getafe auch noch zu einem Punkt hätte kommen können. Keine hochklassige Partie, vor allem bei dem unangenehm kaltem Wetter, aber gut, internationalen Fußball vor der Haustür hat man halt auch nicht alle Tage. Mal sehen ob ich beim letzten EL-Heimspiel wieder beim VfB bin, wird am 16.12. sicherlich ne kalte Partie.
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August 31st, 2010
Ich hatte ja schon ein schlechtes Gewissen, dass wenn ich mit Nina Fußball schaue, Dortmund immer ordentlich auf die Mütze bekommt, egal ob Live oder vor dem Fernseher. Aber die Hoffnung stirbt zuletzt und so besorgte uns Nina zwei Tickets bei ebay – leider in der Untertürkheimer Kurve, die momentan den VfB-Fanblock beheimatet… war aber nicht so ganz klar was genau wo wie an Blöcken ist, also konnte man da wenig machen. Im Endeffekt war’s trotzdem okay, auch wenn man halt seine Emotionen da nicht so zeigen kann wie man gerne wöllte. Vorher waren wir noch im Wichtel in Feuerbach, wo’s leider keine Kässpätzle gab, aber durchaus gutes hausgemachtes Bier und lecker Wichtelkuchen gab. Gut gesättigt ging’s also mit der U13 Richtung Cannstatt und per pedes über den Wasen zum Stadion. Flugs noch einen Schal gekauft und den dann gleich wieder abgegeben bei der Kontrolle, aber wir wären schon selbst schlau genug gewesen, den nicht offen zu zeigen.


Schal kaufen






Zaungäste
Das Spiel war dann hoffentlich Balsam genug auf Ninas wunde Dortmund-Seele, denn der VfB präsentierte sich als guter Gastgeber, schenkte sich das erste Tor gleich selbst ein und ließ Dortmund dann vor der Pause noch zwei machen. Auch nach der Pause hatte der BVB erstmal die besseren Chancen, ehe Cacau dann zu spät immerhin noch ein Tor für den VfB erzielen konnte. Trotz der arg mauen Leistung des VfBs war die Stimmung gar nicht so schlecht, da wir den VfB-Block zwischen uns und dem Gästeblock hatten, konnten wir leider von den Dortmundern nicht wirklich was hören. Interessant ist auch, dass man wohl momentan als echter Zaungast kostenlos zum Zuschauen kommen kann, denn von der Empore hinter der momentan nicht existierenden Cannstatter Kurve hat man wohl einen ganz guten Blick auf’s Spielfeld.
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August 5th, 2010
Stadionverbote sind ja, zumindest unter Fans, ein oft diskutiertes Thema. Wenig Diskussion dürfte es allerdings um dieses Stadionverbot geben:
Gemäß § 4 Nr. 2 der Polizeiverordnung zur Aufrechthaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung anlässlich von Sportveranstaltungen in den Sportstätten Mercedes-Benz Arena und GAZi-Stadion auf der Waldau sowie gemäß § 4 Nr. 1 der Stadionordnung ist es untersagt, Gegenstände mitzuführen, die ihrer Art nach zu Verletzungen von Personen geeignet sind. Der Ordnungsdienst ist daher anzuweisen, sämtliche Vuvuzelas sicherzustellen und während der Sportveranstaltung zu verwahren. Nach Ende der Veranstaltung hat eine Aushändigung zu erfolgen. Sollte sich im Laufe der Saison die Mitnahme von Vuvuzelas als Massenproblem herausstellen, wird durch das Ordnungsamt eine Allgemeinverfügung zur zusätzlichen Regelung erlassen.
(Quelle: Stuttgarter Kickers)
P.S.: “Allgemeinverfügung ist ein Verwaltungsakt, der sich an einen nach allgemeinen Merkmalen bestimmten oder bestimmbaren Personenkreis richtet oder die öffentlich-rechtliche Eigenschaft einer Sache oder ihre Benutzung durch die Allgemeinheit betrifft.” (Quelle: Verwaltungsverfahrensgesetz für Baden-Württemberg, §35).
Edit: Passend dazu via GraphJam:

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