FC Bayern München – VfB Stuttgart 2:1 (1:1)
Mai 15th, 20112:1 zum Auftakt, 2:1 zum Abschluss, ein recht ähnlicher Spielverlauf noch dazu – das ist das Fazit des letzten Bayern-Heimspiels in dieser Saison, zu dem es mit Claus dank Vollsperrung des Lämmerbuckeltunnels recht zeitig auf nach München ging. Ein Saisonabschlussweizen vor dem Spiel war dann auch noch drin, bevor es wieder in den Oberrang ging – ich hatte meine Karte eh da, Claus eigentlich im Unterrang, das war aber nie ein Problem. Dieses Mal wurden wir allerdings von der Polizei verjagt, konnten uns nach einem Abstecher nach unten aber wir nach oben stehlen, komisch war’s allemal.
Die Bayern machten vom Anpfiff weg nicht den Eindruck, Leverkusen durch eine frühe Führung eventuell unter Druck setzen zu wollen. Trotzdem gab’s ein paar gute Chancen, Klose versiebte eine 100%ige Chance nach toller Robben-Vorarbeit, als er den Ball aus zwei Metern über das leere Tor drosch – für mich war das quasi unmöglich dass der Ball nicht rein ging, deshalb dachte ich es wäre Abseits gewesen und erst in der Wiederholung sah ich dass er den Ball allen ernstes drüber geschossen hatte. Der VfB stand an sich gut, konterte auch gut und bestrafte die Bayern mit dem 0:1, nachdem Contento auf dem Flügel eine Flanke von Harnik nicht verhinderte. Der extrem gut aufgelegte Robben, eigentlich der einzige der wirklichen Einsatzwillen versprühte, setzte kurz darauf Gomez nach einem sehenswerten Sololauf in Szene und der schob den Ball unter Ulreich zum 1:1 ein – Gomez 28. Streich. Das Unentschieden zur Halbzeit ging dann in Ordnung, auch wenn Pogrebnyak noch mit einem schönen Schlenzer an Butt scheiterte.
In der zweiten Halbzeit sorgen eher die Zwischenstände auf den anderen Plätzen für Spannung als das Bayern-Spiel. Zwischenzeitlich war sogar meine Wunschkombination eingtreten: Wolfsburger direkter Absteiger, Frankfurt in die Relegation, Gladbach sicher – wie’s ausging ist ja bekannt, Wolfsburg sprang noch aus der Gefahrenzone und die anderen beiden rutschten einen runter – immerhin ist Daum weg, auch wenn ein nicht so schlechtes Auswärtsspiel weg fällt. Hoffenheim ist halt auch zu nichts zu gebrauchen… Wie auch immer, eine der wenigen Chancen nutzte Schweinsteiger nach einem schönen Freistoß von Kroos von der Seitenauslinie, als er knapp vor Ulreich am Ball war, immerhin schon sein zweites Kopfballtor.
Für Gomez gab’s dann immerhin noch die Torjäger-Kanone, ansonsten war’s das mit dieser verkorksten Saison dann auch endlich, immerhin mit einem Heimsieg zum Schluss.
Einziger Aufreger auf der Heimfahrt war dann der Bora, bei dem sich die Motorraumabdeckung mal wieder gelöst hatte, was dazu führte dass ich auf einem Rastplatz unter dem Auto rumkriechen musste um sie komplett abzuschrauben. Ansonsten war’s gechillt, auch wenn ich, weil ich Claus heim fuhr, etwas später zu Hause war als üblich. Noch eine Pizza bei Pavone geholt, Film geschaut, das war’s dann auch.
VfB Stuttgart – Benfica Lissabon 0:2 (0:1)
Februar 27th, 2011Straffes Programm stand am Donnerstag auf dem Programm: Georginas Abschiedsfeier, danach ein kurzer Abstecher zum Post-IRMOS-Essen mit Greg, bevor es dann nach Cannstatt ging, um Kollege Axel Axeltenschert zu treffen und sich auf den Weg zum EL-Heimspiel gegen Lissabon zu machen. Das erst spät auf Donnerstag 19:00 terminierte Nachholspiel der Kickers gegen die Lilien musste ich folglich wohl oder übel ausfallen lassen, aber immerhin konnte ich Meister Claus meine Dauerkarte überlassen.
Mit einer 1:2-Auswärtsniederlage im Gepäck war für den VfB prinzipiell noch viel drin, gegen abgekochte Lissaboner war allerdings nicht viel zu holen. Nach einer schlechte geklärten Ecke zog Salvio knapp außerhalb des Strafraums ab und der Schuss ging wie ein Strich ins linke Eck – nichts zu machen für Ziegler, dessen Beförderung zur Nummer 1 ich nicht wirklich verstand, wirkt ein bisschen wie Klinsmann letzter Versuch, damals mit dem Austausch Rensings gegen Butt noch irgendwas zu ändern. Naja, das hatte sich eh schnell erledigt, weil Ziegler nach der Halbzeitpause mit Gaitan zusammen rauschte und bewusstlos liegen blieb – Ullreich kam also schneller wieder ins Tor als erwartet. Ullreich hielt gut, konnte gegen Cardozos perfekten Freistoß, der vom Innenpfosten der Mauerecke ins Tor sprang, aber nichts machen. Benfica verwaltete das 0:2, wie der Kicker so schön schreibt war “die Messe damit gelesen”, der VfB hätte ja auch 5 Tore gebraucht um jetzt noch weiter zu kommen. Letztes Highlight war die Nachspielzeit von sage und schreibe sieben (!) Minuten, in der sich Kuzmanovic nach einem humorlosen Tritt gegen Carlos Martins noch glatt Rot abholte.
Damit war das Abenteuer EL für den VfB also gelaufen und wir begaben uns auf den Weg Richtung Wilhemlsplatz/Mercedesstraße. Ärgerlich, dass die Shell in der Mercedesstraße auch nicht von dem “kein Alk zwischen 22h und 5h”-Geblödel verschont blieb, so musste ich mich nochmal fürchterbar aufregen. Abhilfe war zum Glück möglich und so ging’s dann immerhin mit einem Wegbier zurück nach Heslach.
VfB Stuttgart – FC Bayern München 3:6 (2:2)
Dezember 23rd, 2010Junge Junge, schon das 3:5 am Sonntag war spannender als mir lieb war, aber das Spiel heute hat dem ganzen noch die Krone aufgesetzt: nach 8 Minuten 0:2 vorne, da hätte man schon denken können, das Spiel wäre gelaufen gewesen. Aber nee, zwei Aussetzer in der Abwehr und schon steht es 2:2 zur Pause. Da schwante mir ehrlich gesagt nichts gutes, vor allem nachdem Gomez schon nach einer halben Stunde raus musste. Dank ähnlich starker Defensivleistung konnte dann ausgerechnet Klose, dem ich nach seiner langen Verletzungspause wenig zutraute, zum 3:2 einschieben. Auch das sollte allerdings nicht reichen, obwohl der VfB bei slapstickhafter Bayern-Verteidigung erst nur die Latte traf: Butt verschuldete relativ dämlich einen Elfmeter den er dann zwar auch hielt, aber drei Minuten später durfte Gentner nach einer Ecke – hohe Bälle sind momentan eine kolossale Schwäche der Bayern – zum 3:3 einköpfen. Zehn Minuten zu vor hatte Boulahrouz Gelb-Rot gesehen, aber gegen 10 Mann taten sich die Bayern unglaublich schwer, überhaupt mal nach vorne zu kommen. Irgendwie ging’s dann aber doch und Müller konnte das 3:4 erzielen – alles andere als beruhigend, nur ein Tor Vorsprung, aber immerhin. Als Klose dann das 3:5 machte und Delpierre auch noch mit Gelb-Rot vom Platz musste war ich dann doch ziemlich sicher, dass das Ding nicht mehr in die Hose gehen würde – treffend skandierten wir also, nach dem “Am Mittwoch gibt’s die nächsten fünf” für den VfB “Und das waren die nächsten 5″, ehe Ribéry mit einem Kopfball den 3:6-Endstand besorgte.
Zumindest mit der Mannschaft waren die VfB-Fans wohl trotzdem zufrieden – verständlich eigentlich. Krasse Sache, zwei unglaubliche Spiele innerhalb von vier Tagen mit insgesamt 17 Toren! Ich hab ja schon viel erlebt, aber das Spiel heute ist ganz oben dabei auf der Liste der absurden (Live-)Spiele, neben dem 3:3 in Getafe. Und der VfB schießt jeweils 3 Tore gegen die Bayern und kriegt trotzdem auf den Sack. Von der Einstellung her würde ich aber sagen der VfB steigt nicht ab, aber ist natürlich fraglich wie man gleich das zweite solche Spiel verkraftet. Jetzt heißt’s jedenfalls erst mal Winterpause, nach 68 Spielen in 2010 – neuer Rekord, bisher waren’s 63 und dabei gab es dieses Jahr noch drei Spielausfälle bei den Kickers. Selbige ist allerdings nur kurz, denn am 3. Januar 2011 geht’s gleich wieder ab nach England mit Captain Wacky.
VfB Stuttgart – FC Bayern München 3:5 (0:3)
Dezember 21st, 2010Dank Claus kam ich doch nach an eine Karte für das Gastspiel der Bayern beim VfB, denn das Online-Ticketing – also die Anfragen – bei Bayern wurde am Saisonanfang so schnell geschlossen, dass ich mich nicht mal mehr bewerben konnte. Vom Kletterkurs auf der Waldau ging’s also zum Neckarstadion und in den unseligen Block 62a – gelinde gesagt eine Unverschämtheit, was man für 23€ – plus Gebühren – in einem Stehplatzblock (!) geboten kommt: Stadionneubau und dann nicht mal freie Sicht auf’s Spielfeld, der Zaun ist dann zum Hohn sowieso für die Füße. Dass die Bayern-Fans dann lieber die ganze Zeit Fahnen schwenkten, dafür kann zwar der VfB nix, trug aber auch nicht zu meiner Erbauung bei. Stimmung ist ja schön und gut, aber singen kann man auch ohne Fahnen und vielleicht würde der eine oder andere auch gerne mehr als 20% vom Spielfeld sehen. Zum Glück fielen alle drei Tore in der ersten Halbzeit auf der Seite vor dem Block, so dass man immerhin diese mehr oder weniger gut sehen konnte, je nachdem wie gerade die Fahnen standen; auf der anderen Seite war gar nichts zu sehen.
Mit ungläubigem Kopfschütteln über den Halbzeitstand verzogen wir uns dann nach weiter oben, wo lustigerdings noch ein Sitzplatzblock ist – bestimmt auch eine tolle Sicht, direkt von hinter den Stehplätzen. Der Abgang war weder unten noch oben geräumt, was zwar das hoch kommen erschwerte, aber immerhin konnten wir so einfach auf selbigem stehen bleiben. Und wie befürchtet und schon oft in dieser Saison passiert gelang dem VfB gleich der Anschlusstreffer. Triple-Gomez machte mit seinen Treffern zwei und drei dann vermeintlich alles klar, aber die Bayern ließen den VfB dann doch noch mal kommen. Anscheinend hat das Tradition dass ich das kritischer sehe als die Medien, denn sowohl im Kicker als im Fernsehen wurden die Gegentore 2 und 3 nur der Schludrigkeit der Bayern auf Grund der hohen Führung zugeschrieben. Das Spiel am Mittwoch ist jedenfalls noch lange nicht gewonnen, aber die wichtigen drei Punkte sind auf jeden Fall eingefahren. Auch wenn ich dem VfB an sich nicht schlechtes Wünsche: Mittwoch soll zumindest die Tendenz die gleiche sein.






