Sodele, der letzte lange Lauf ist erledigt, jetzt stehen noch drei kurze Trainingseinheiten auf dem Programm, bevor heute in einer Woche dann der Mühen Lohn wartet: nochmal 4:00-4:15 Laufen.
Wie gesagt hab ich mir ja überlegt, ob ich versuche, unter 4:00 zu Laufen und zu diesem Zweck hab ich heute mal geschaut ob die MARCO-Lauftaktik was ist. Kurz gesagt gibt’s quasi drei verschiedene Möglichkeiten den Marathon zu laufen: gleichbleibende Pace, am Anfang schneller als am Ende oder am Ende schneller als am Anfang (MARCO). Am Anfang schneller ist denke ich quatsch, weil dann später eher die Energie fehlt und da ich nicht weiß ob ich die passende Pace für unter 4:00 durchhalten täte, kommt mir eh der MARCO-Plan entgegen: wenn’s halt nicht für schneller reicht nach dem ersten Drittel komm ich trotzdem unter 4:15 raus, ansonsten kann ich schauen wie weit ich die Zeit drücken kann – ist ja alles auch von Tagesform und Wetter abhängig.
Heute standen eigentlich 24km in 6:10/km auf dem Plan, aber ich dachte ich mach lieber noch ein bisschen Tempoarbeit und laufe in einer Pace von 5:30/km. Dann hieß es, die Entfernung in drei Drittel einzuteilen und das erste Drittel nochmal zu splitten. Der umgerechnete MARCO-Plan für die 24km war dann wie folgt:
- 0-2km in 5:40/km
- 3-8km in 5:36/km
- 9-16km in 5:30/km
- 17-24km in 5:23/km
Am Ende gibt das die gleiche Zielzeit wie ein konstanter Lauf in 5:30/km. Wie man sieht sind die Unterschiede in den Zeiten recht klein, das geht also nur bedingt gut, die genau einzuhalten. Im wesentlichen wollte ich aber auch nur schauen, wie das mit dem schnellen Ende am Ende geht – und ich muss sagen es ging erstaunlich gut und eigentlich war ich auch bei den Zeiten nicht so weit ab. Nach einem Kilometer einlaufen ging’s auf den ersten Teil, den ich in 5:38/km lief, den zweiten lief ich in exakt 5:36/km und den dritten wieder leicht schneller in 5:28/km. Am Ende ließ ich es dann einfach laufen, was sich dann so ab Kilometer 21,5 doch richtig anstrengend bemerkbar machte – das war natürlich passend auch nach dem Anstieg vom Neckar hoch zum Schloss Rosenstein, der haut schon rein. Naja, jedenfalls bin ich die letzten 8km in einer Pace von 5:03/km gelaufen, Gesamtpace lag also bei 5:23/km.
Den Vergleich zur 5:23/km in konstanter Pace habe ich jetzt natürlich nicht, aber so war’s eigentlich ganz angenehm, denn ich hätte am Ende ja eh nicht so schnell laufen müssen wie ich es gemacht habe, 5:23/km für die letzten 8km hätte schon gereicht. Ich werd’s also mit dem gleichen Plan mal probieren nächsten Sonntag, man wird sehen was dabei rauskommt. Ich bin mal so vermesse und erwarte jetzt dass ich eh finishen werde, wenn nichts unvorhergesehens passiert; das einzige was mir Sorgen macht ist, dass der Start erst um 9:30 ist – da muss ich schön durch die brütende Mittagshitze laufen wenn’s warm ist.
Vielleicht sollte ich zumindest die drei kurzen Einheiten kommende Woche auch Mittags machen, um mich ein bisschen dran zu gewöhnen.
Egal wie’s aussgeht, den Trainingsplan habe ich quasi komplett durchgezogen. War nicht ganz einfach, von wegen Meetings, Dienstreisen und Renovieren, aber alleine deswegen bin ich schon ein bisschen stolz auf mich.
Und gebracht hat es auch unglaublich viel, ich bin die 24km heute quasi fast so schnell gelaufen wie den Zeitung-Lauf letztes Jahr, mittlerweile bei 10km unter 50 Minuten und habe eine komplett andere Wahrnehmung, was Entfernungen angeht (“Was, am Sonntag stehen nur 24km auf dem Plan?”
).