Dank Philip kamen wir gestern zum Rollerderby in der Scharrena, der Turnhalle die unter der neuen Untertürkheimer Kurve eingebaut ist. Rollerderby muss man nicht kennen, im wesentlichen geht’s dabei um Rollschuhfahren im Kreis, bei dem Punkte durch Überrunden gemacht werden können, Details kann man bei Wikipedia nachlesen. Erstaunlich war, dass da ganz schön viel los war, 1.300 Zuschauer wurden zum Spiel der Stuttgart Valley Rollergirls gegen Stockholm gemeldet, die Stimmung war auch nicht schlecht. Sah so aus, als wären da wenig unbeteiligte Zuschauer und viele Verwandte und Bekannte der Spielerinnen beziehungsweise Rollergirls aus anderen Teams da gewesen.
Philip elegant am Blockeingang
Das traumhafte Trio
Der Kampfplatz
Strafbank
Das Stuttgarter Team
Das Spiel war ganz amüsant und ging am Ende an die Stockholmer. Taktisch fand ich’s irgendwann nicht mehr so spannend, weil in jedem “Jam”, also quasi einer Spielrunde, relativ schnell klar war, wer die Punkte einfährt. Ist jetzt auch nichts, was ich jedes Mal anschauen müsste, aber für mal ganz amüsant. Nach dem Spiel und einer Fast-Schlägerei im Bus, die enstanden wäre, weil Philip zurecht einen lamösen Typen auf sein asoziales Verhalten hinwies, im Bus auf den Boden rotzen, ging’s noch auf einen Absacker ins Goldmarks am Charlottenplatz – ganz nett, aber eine Raucherkneipe… natürlich war das meinem geplanten Lauf am Sonntag nicht zuträglich, aber trotz Schneeregen machte ich mich auf zum langen Lauf und erledigte die 24km relativ schmerzfrei mit einer 6:00/km-Pace. Danach ging’s auf zum verdienten Brunch ins Amadeus, mehr als ein bisschen am PhD-Seminar-Vortrag für Morgen arbeiten war dann auch nicht mehr geboten.
Gestern war mal wieder das Vollplaybacktheater im Theaterhaus zu Gast, gegeben wurde dieses Mal die sehr klassische ???-Folge “??? und die schwarze Katze”. Gestärkt vom vorherigen Abendessen im Wichtel in Feuerbach – note to self: Wichtelkuchen A8 ist äußerst mächtig – genossen Axel und ich uns das wie immer exzellente Schauspiel. Wer die Chance hat, das Vollplaybacktheater mal live zu sehen: äußerst empfehlenswert.
Endlich hab ich’s am Samstag mal zu Eure Mütter geschafft, Name des Programms: Nix da, ‘Leck mich!’ Auf geht’s!
Meine zweite Karte konnte ich zum Glück an Kollege Alexey abtreten und musste sie so nicht umständlich sonstwo verscherbeln. Eure Mütter ist ja irgendwie immer ausverkauft, dieses Mal hatte ich echt Glück, dass ich das Konzert noch rechtzeitig gesehen hatte, die Plätze in Reihe 6 Mitte auf der Tribüne waren auch exzellent. Eure Mütter sind waschechte Stuttgarter, insofern auch ein Muss für jeden Wahlschwaben. War jedenfalls herrlich komisch, nur das Mädel neben mir, dass sich arg hysterisch gebärdete, ging mir etwas auf den Zeiger, sowas verdirbt mir irgendwie immer den Spaß, wenn Leute zu extrem reagieren.
Kleine Kostprobe:
Auch sehr gut, aber wohl nur auf der Bühne mit Video geil: Tu’s mischen.
Irgendwann ist mir mal aufgegangen, dass der Birkenkopf zwar der höchste Berg in den inneren Stuttgarter Stadtbezirken – Mitte, Nord, Ost, Süd, West – ist, aber nicht der höchste im Stadtgebiet, da ist der höchste Berg nämlich die 549 Meter hohe Bernhartshöhe, die damit 38 Meter höher ist als der Birkenkopf. Näher ist man dem Himmel aber in Stuttgart woanders, nämlich auf dem Fernsehturm: der steht auf dem 485 Meter hohen Hohen Bopser, auf der oberen Aussichtsplatform ist man 152,40 Meter höher, macht stolze 637,40 Meter.
Wie der Birkenkopf lässt sich die Bernhartshöhe bequem vom HLRS aus anjoggen, meine Grobplanung ergab so knappe 3km. Am Mittwoch Morgen ging’s deshalb mit Kollege Axel auf einen frühen Lauf, der sich dank falsch einprogrammiertem Zielpunkt im GPS und völliger Orientierungslosigkeit in diese Richtung bis zur Bernhartshöhe schon auf knapp 7,5km erstreckte – ohne zwei hilfreiche Waldarbeiter währen wir wahrscheinlich gar nicht hingekommen.
Die Fernsicht ist leider wenig prall, denn der Gipfel ist von Bäumen umgeben und außerdem gibt’s dort, außer der A8/81/831, wenig zu sehen. Zurück ging’s dann, Crosselemente eingeschlossen, auf quasi direktem Weg, so dass am Ende gute 11km zu Buche standen. Durchaus ein netter Lauf mit einigen ordentlichen Steigungen, kann gerne mal wiederholt werden, jetzt wo wir auch den richtigen Weg kennen. Unabhängig von unserer Orientierungslosigkeit muss man sagen, dass man schon wissen sollte, wo man hin muss, die Ausschilderung ist relativ sparsam.
Lange geplant, endlich realisiert: mit Kollege Axel ging’s gestern ins Badzentrum nach Sindelfingen. Das hat nicht nur ein echt breites 50m-Becken sondern auch eine Kletterwand am Springerbecken, von der aus man sich nach getaner (oder ungetaner) Arbeit einfach ins Wasser fallen lassen kann.
Erstmal spulten wir aber natürlich unser Schwimmprogramm ab, bei mir waren’s die üblichen 1.000m die sich auf der mittlerweile wieder ungewohnten 50m-Bahn recht gut erledigen ließen. Danach ging’s ein bisschen klettern – ist jetzt nix was ich jeden Tag oder bei jedem schwimmen gehen brauche, aber ist schon mal lustig. Zudem kostet der Eintritt studentisch günstige 2,80€, dagegen können die Stuttgarter Hallenbäder (Ermäßigung nur bis 25 Jahre, Einzeleintritt in Heslach 4,10€) für mich nicht anstinken. Mit der Klettergruppe gehen wir sicherlich nochmal hin, ansonsten muss ich mittlerweile auch schauen dass ich 10er- und Geldwertkarte noch bis Ende der Hallenbadsaison leer mache.