Auch Wind kam auf, Wind

Januar 25th, 2012

Am Wochenende ging’s nach einem bisher unsportlichen Winter – hat sich hier in der Gegend aber auch nicht so viel Angeboten, von wegen Schwäbischer Alb oder so – mal wieder dem alpinen Wintersport frönen. Auf dem Programm stand Bregenzerwald, bekannt schon vom Skiurlaub
letzten Winter in Mellau.

Claus hatte eine Unterkunft in Schoppernau, schon vom Namen her total sympathisch, ausgeguckt und dank freiem Freitag ging’s auch zeitig um 07:00 los. Dank Dreckelwetter schon auf der Fahrt zog sich das alles und so waren wir erst nach 12:00 in Mellau, wo auf Grund des herrschenden Windes kein Liftbetrieb war. Die Fahrt nacht Schröcken war dann eher weniger erfolgreich, wir kamen zwar hoch, aber am ersten Parkplatz war’s schon wie in Alaska im Schneesturm, so dass wir wieder umdrehten. In Au selbst versuchten wir dann noch den Diedamskopf auf, dort war aber nur der Übungslift offen.

Schneereiche Anreise in den Bregenzerwald

Wenig zu holen am Diedamskopf

Nach einigem Beratschlagen öffnete zum Glück die Gondel bis zur Mittelstation, so dass wir uns eine Nachmittagskarte kauften. Bei der zweiten Abfahrt bog ich dann ein Mal falsch ab und landete auf einem Tiefschneefeld – mein Versuch, den Weg zur Piste abzukürzen in dem ich quasi abseits in Tal fuhr, war am Ende schon erfolgreich, aber sehr schweißtreibend und eher fragwürdig. Und meinem Vater hatte ich noch versprochen, nicht Freeriden zu gehen… ;)

Mehr als die zweite Abfahrt wäre allerdings eh nicht drin gewesen, denn die Gondel war dann schon wieder zu. Mehr als den Übungslift mal ausprobieren war dann auch nicht sinnvoll und so ging’s dann zeitig in die sehr geräumige Bude, wo es erst lecker Kübert’sche Bolo, äh, Asciutta, gab (Hint an Deutsche und Ösis: da ist eines so falsch wie das andere, siehe auch hier bei Wikipedia), bevor wir uns über das Bayernspiel aufregen durften – war immerhin gut, um sich in den Schlaf zu weinen.

Claus in der Gondel am Diedamskopf

Herr Kübert in der Gondel am Diedamskopf

Herr Kübert im Nirgendwo

Asciutta, is klar

Am Samstag ging’s nach lukullischem Frühstück erstmal daran, das Auto freizuschaufeln, denn über Nacht waren selbst im Tal mehr als 30cm Schnee gefallen. Nach getaner Arbeit ging’s nach dann nach Mellau, wo leider die Gondel Richtung Damüls gar nicht in Betrieb war – sie wurde zwar angefahren und wir standen auch zwanzig Minuten davor, am Ende ging aber doch nix, wobei man munkelte, dass wohl Leute drin gewesen wären, auf Grund des Windes aber wieder rückwärts zur Station gefahren worden wären. Was auch immer, die Lifte in Mellau sind halt schon übersichtlich, vor allem verteilt sich das alles ganz schön schlecht wenn erst mal nur die Schlepplifte offen sind und die auch noch alle zwei Minuten stehen bleiben. Am Ende war’s dann aber doch ein relativ guter Tag mit gutem Schnee; die Talabfahrt hätten wir uns allerdings schenken können, ein einziger Ziehweg, zum guten Glück regnete es unten auch noch. Nächstes Mal hab ich’s bestimmt wieder vergessen, fahr sie nochmal und reg mich wieder auf. ;) Abends ging’s dann gemütlich in der fußläufig erreichbaren Ur-Alp essen – lecker und ganz nett gemacht, das mit dem “lebendigen Wasser” ist aber auch Käse, macht mir den Laden schon wieder unsympathisch…

Natürlicher Sanwald-Kühli

Herr Kübert in der Uralp

Am Sonntag ging’s nach morgendlichen Packem nach Damüls, damit wir auf der sicheren Seite wären, falls die Gondel nicht ginge. Natürlich ging die Gondel dann, eh klar. War dann aber ein guter Tag mit frisch präparierten Pisten, quasi null anstehen und echt vielen Pistenkilometern. Nicht dass ich ein großartiger Heizer wäre, aber am Sonntag konnte man’s wenigstens auch mal laufen lassen. Zur Krönung gab’s am Ende sogar noch ein bisschen Sonne, fain. Gegen 16:00 ging’s dann auch wieder auf den Weg nach Stuggi, die Fahrt ging zügig und gegen viertel nach Acht war ich dann wieder daheim, ganz ehrlich auch schon ein Stück weit gemolken. War aber ein lohnenswerter Ausflug, mal sehen ob das dieses Jahr eventuell noch mal was wird.

Sonne am Sonntag in Mellau

Mein ganz privater Silvesterlauf

Dezember 31st, 2011

Eigentlich wollte ich heute beim Silvesterlauf in Weilimdorf mitmachen; 11,11km, das wäre relativ gechillt geworden. Allerdings konnte ich mich natürlich nicht bis zum 29. entscheiden, ob ich mitlaufen wollte und die Anmeldung vor Ort war mir dann auch zu blöd, da hätte ich bis spätestens eine Stunde vor dem Lauf da sein müssen und dann ne Stunde rumstehen müssen, dann auch noch bei Regenwetter, alles irgendwie nicht so attraktiv, zudem ging der Lauf auch noch über zwei Runden, da steh ich ja auch nicht so drauf.

Also erstmal zwei Stunden dissertiert morgens, dann ein bisschen aufgeräumt und mich schließlich doch für einen privaten Halbmarathon entschieden, perfektes Laufwetter bei 3-5° und Regen. ;) Körperlich war’s eigentlich kein Problem, mein Bein merkte ich irgendwann relativ dumpf, aber nicht akut schmerzhaft. Mental war’s aber ganz schön anstrengend, kann mich an keinen langen Lauf erinnern, bei dem ich so wenig Lust hatte, fertig zu laufen. Aufhören ging natürlich trotzdem nicht so kam ich nach knapp 2:06 (Pace um Haaresbreite unter 6:00/km) am Österreichischen Platz an und nahm punktgenau die nächste U14 nach Hause.

Danach ging’s kurz in die Wanne – wer mal richtig schwitzen will und nicht in die Sauna will, sollte auch mal in der Wanne eine heiße Suppe essen, klappt echt gut. ;) Jetzt rauche ich noch die letzte Shisha des Jahres und schaue Once Upon a Time in America fertig, bevor’s zu Stulip zur Silvesterfeier geht.

Silvestereinkäufe (und Yoshi)

s.Oliver Baskets Würzburg – FC Bayern München (Basketball) 64:55

Dezember 24th, 2011

Letzte Sportveranstaltung dieses Kalenderjahr war ausnahmsweise mal nicht Fußball sondern erneut ein Spiel der FC Bayern-Basketballer. Von Stuggi aus ging’s zeitig auf nach Würzburg, Weihnachtsverkehr war zum Glück keiner und so war ich zeitig genug in der Sanderau um einen perfekten Parkplatz zu ergattern und im Auto eine Runde zu mützen. Von unserer ursprünglich geplanten vierköpfigen Truppe blieben am Ende nur Flopsi und ich übrig, die Karten für Daniel und Dennis mussten wir dann zum Glück auch nicht abnehmen.

In der ausverkauften Halle verzogen wir uns nach oben an den Rand, wo wir eine gute Sicht auf’s Geschehen hatten und einen Traumstart des FCB erlebten. Die Bayern gingen 12:0 in Führung, das Viertel endete allerdings 17:16 – kleiner Vorgeschmack auf das, was noch kommen sollte. Größtes Manko auf Bayern-Seite war im ganzen Spiel eine eklatante Rebound-Schwäche (die Würzburger hatten ingesamt 19 Offensiv-Rebounds!), auch 3-Punkte-Würfe kamen von Bayern quasi keine, während Würzburg immer wieder erfolgreiche 3-Punkter erzielte. Trotzdem endete das zweite Viertel 26:29, nach dem dritten war bei 44:44 noch für beide Teams alles drin. Die letzte Bayern-Führung gab’s dann zum 44:47, danach drehten die Würzburger aber auf und die Bayern hatten nichts mehr entgegenzusetzen. Gutes Spiel, spannend bis kurz vor Schluss, gute Stimmung in der Hallte, war ein nettes Event, bevor’s dann zum traditionellen 23. Dezember-Umtrunk in’s Städtchen ging. Ein Rätsel bleibt aber noch: what the fuck soll das Maskottchen für ein Dingens darstellen?

TV Bittenfeld – GWD Minden 23:30 (11:16)

November 6th, 2011

5 Jahre Stuttgart und nicht ein Mal beim Handball und/oder in der Porsche-Arena gewesen, außer zum Startunterlagen für den Zeitung-Lauf abholen, da kam das Heimspiel des – ausgerechnet – TV Bittenfeld gerade recht. Mit Kollege Axel Axeltenschert ging’s nach Cannstatt, wo wir noch Stulip aufgabelten und uns erst mal bei der Noodle Box versorgten, auf Grund der Sprachschwierigkeiten – zum Glück waren wir nicht betroffen – auch eine durchaus humorige Angelegenheit. Ebenfalls eher witziger Natur war der Falschparker auf den U11-Gleisen in der Mercedesstraße, wie auch immer man meinen kann, die Straße ginge auf den Gleisen weiter, so unübersichtlich ist das eigentlich nicht

An der Arena angekommen ging’s erst mal ans Karten wichteln, dann weiter zum Bier wichteln und ab auf die Plätze. Hintertor, relativ weit oben, gute Sicht, kann man nix sagen. Es ging auch gleich relativ spektakulär los, die Mannschaftsansage erinnert ein bisschen ans Eishockey, dazu gab’s noch Pyrotechnik- und Raucheinlagen, ganz nett gemacht, hätte ich bei einem Zweitligaspiel jetzt auch so nicht erwartet. Zu Gast war GWD Minden – GWD steht übrigens für “Grün-Weiß Dankersen” – letztjähriger Meister der Nord-Staffel der zweiten Liga, allerdings in den Playoffs gescheitert. Bittenfeld hielt eine gute Viertelstunde mit, eigene Fehler und der starke Mindener Torwart bedeuteten aber zur Halbzeit schon fünf Tore Rückstand. Nach der Pause zog Minden relativ schnell auf acht Tore Differenz davon, am Ende stand mit 23:30 eine doch recht deutliche Niederlage zu Buche, wobei der Mindener Torwart wohl Mann des Spiels war. Ganz nett am Handball ist, dass man eigentlich immer auf’s Klo oder an den Bierstand kann, weil ja eh genug Tore fallen – hat auch was. ;)

Nach dem Spiel ging’s für uns wieder per pedes zum Wilhelmsplatz und dann nochmal auf einen Absacker an den Palast, nachdem uns die “Selekteuse” – ja, das gibt’s wirklich, eine Türsteherette mit aufgehübschter Berufsbezeichnung – nicht ins “5″ lassen wollte, wobei ich mich eh frage, warum man in so einen Laden will. Der Rest zog dann an die “Schankstelle” weiter, wobei ich bei 4€ für eine halbe dankend ablehnte mir das anzuschauen (O-Ton Betreiber: “Bei der Größe sind wir nicht darauf angewiesen, Abend für Abend 800 Leute durchzuwinken” – ja, klar, bei den Preisen auch nicht…), des weiteren auch deswegen, weil am nächsten morgen endlich mal der beim Hochschulsport gebuchte Schwimmkurs besucht werden sollte. Nette Sache, das Handball jedenfalls. Nix, was ich jetzt dauernd brauche, aber durchaus anschauenswert.

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P.S.: Das interessante Maskottchen der “Wild Boys” aus Bittenfeld heißt übrigens Johnny Blue, das kennen wir doch irgendwoher:

P.P.S.: Auch witzig, der Besserwisser, der meinte uns belehren zu müssen, als wir uns über die Namensherkunft von Charlottenplatz etc. unterhielten, als wir mit der U1 in die Stadt fuhren. Der zuckte schon immer ganz hektisch und traute sich dann, war aber leider nicht belesen genug, uns weiter zu helfen. Ist halt doof, weil a) niemand kann Besserwisser leiden und b) wenn schon besserwissen, dann auch wirklich was hilfreiches beitragen.

Excusez-moi, desolée

Oktober 10th, 2011


Squash (Rémi Gaillard) von nqtv

Okay, so witzig war’s nicht anzuschauen, dafür hab ich aber auch nicht alleine gesquashed sondern mit guten Stulip zusammen. Muss ewig her sein dass ich das letzte Mal war, eventuell noch mit Kollege Heekchen, weiß ich aber gar nicht mehr. War jedenfalls lustig und schweißtreibend, kann gerne demnächst wiederholt werden. :)