FC Barcelona – CA Osasuna 8:0 (5:0)
September 21st, 2011Dienstlicher Barcelona-Trip, was da lag da näher als endlich mal den mir kaum auf die Nerven fallenden FC Barcelona abzuhoppen? Eigentlich wollte ich den FC und Espanyol mitnehmen, allerdings wurde das Espanyol-Spiel unglücklich auf Donnerstag terminiert – naja, kann man nix machen, immerhin FCB also und am Sonntag stand ja noch ein Drittliga-Spiel auf dem Programm.
Am Samstag ging’s mit dem Flieger echt zeitig los, 6:50 ab Stuttgart, passend nach einem Skatabend, musste so natürlich kaum früh raus, netterweise hat mich Kollege Axel Axeltenschert an den Flughafen gefahren, es soll nicht umsonst gewesen sein, das Souvenir hab ich schon gekauft (der Fairness halber muss man eigentlich sagen, dass ich mich selbst an den Flughafen gefahren habe und Axel nur das Auto zurück, aber gut
). In der Stadt bin ich erstmal ins Hostel, mein Gepäck loswerden, bevor ich die Tickets abholte – a propos, 44€ als günstigste Karte für ein Spiel gegen Leichtgeweicht Osasuna, gelinde gesagt eine Unverschämtheit, aber gut, was will man machen, ein Mal musste das halt sein. Die Karten ging übrigens hoch bis glaube ich circa 170€, wohlgemerkt ambulant für ein stinknormales Ligaspiel. Immerhin ging das bestellen und abholen problemlos, danach konnte ich erst mal an den Strand, wo mir – das Glück ist mit den Dummen – mein Rucksack nicht gestohlen wurde, ungleich Kollege Alexey, dem genau das passierte, zum Glück im Unglück war nichts wichtiges drin. Danach begab ich mich auf die Suche nach einer kurzen Hose, da ich vor lauter Skatabend vergessen hatte, eine einzupacken. Das erwies sich als relativ schwierig, schlussendlich war ich aber dann doch erfolgreich, ist immer so eine Sache wenn schon die Herbstmode präsentiert wird…
Gegen 18:00 ging’s dann zum Treffen mit Alexey auf die Plaza Catalunya und von da ab zum Stadion. Per Metro ist das aus der Innenstadt problemlos erreichbar, von den verschiedenen Optionen wählten wir die zum Palau Real, so dass wir noch einen Sight auf dem Weg mitnehmen konnten. Das Stadion ist von außen jetzt kein Highlight, viel Beton, wenig Atmospähre. Die Größe kann man schon erahnen, aber von außen wirkt es nicht so mächtig wie von innen. Das sieht vom Oberrang, wo unsere Sitze waren, schon ganz anders aus, ist das doch quasi der 4. Rang. Das Camp Nou fasst 99.354 (!) Zuschauer und ist damit das größte Stadion in Europa. Trotz der Größe und der Höhe im Oberrang war die Sicht nicht schlecht; die Spieler sind natürlich etwas klein, aber gut, das war ja zu erwarten.
Tja, dann zum Spiel. Ich denke mal die Taktik von Osasuna war “kein frühes Tor kassieren und hinten sicher stehen”, was auch 5 Minuten funktionierte: flacher Pass nach innen, 1:0 Messi. Das sollte der Auftakt zu einer Demontage Osasunas sein, das tatkräftig mithalf und das 4:0 in der 40. gleich noch selbst erzielte, ehe Messi eine Minute später noch zum 5:0 vor der Pause erhöhte. Der FC konnte machen was er wollte, Osasuna hatte das Spiel wohl relativ früh abgeschrieben, bis auf Torwart Andres Fernandez, der aber natürlich alleine keine Chance hatte auch nur irgendwas zu verhindern. Am Stande 8 Kisten für Barcelona auf der Anzeigetafel, 3 Mal trafen die Blaugrana noch Aluminium – Osasuna war also mit dem 8:0 nicht mal so ganz schlecht bedient.
- Mit nagelneuer Hose
- Sonnenuntergang
- Osasuna-Fanblock
- Barca-Fanblock
- That’s all, folks!
Zur Stimmung muss ich sagen, dass die, 8:0 hin oder her, nicht besonders war. Erst mal waren nur 70.549 Zuschauer da – klar, immer noch viel, aber fast 30.000 weniger als rein passen – und dann war die Stimmung relativ mau. Fanblock gibt’s nur einen ganz kleinen, am lautesten ist die Stimmung wohl je vor der Halbzeit, wenn das Vereinslied läuft. Ansonsten ist auch klar dass man bei einem Spiel gegen Osasuna jetzt nicht die Hammerstimmung erwarten darf, da ist man in Barcelona halt auch andere Gegner gewöhnt – ist wohl auch ein Operettenpublikum. Gab halt ein bisschen La Ola und so, aber wie gesagt, alles in allem überschaubar.
Für uns ging’s nach dem Spiel noch mal auf die Rambla und für Alexey das erste Mal zum KFC, bevor’s dann für mich ins Hostel und für Alexey ins Hotel ging. War dann auch echt Zeit, denn nach dem frühen Start in den Tag war ich ganz schön gemolken.



































