FC Zürich – FC Bayern München 0:1 (0:1)

August 25th, 2011

FC Zürich zum zweiten, ebenso der Letzigrund – selbigen hatte ich ziemlich genau vor zwei Jahren schon gekreuzt, damals allerdings bei einem GCZ-Spiel. Dank Claus ging’s dieses Mal also zum FC und zum Quali-Rückspiel. Wiedermals dank Resturlaub gab’s zwei Tage frei, eindeutig die richtige Entscheidung, denn so konnte wir morgens erstmal an den Rheinfall, den ich vor fünf Jahren mit Basti, Nina und Thomas schon mal besucht hatte. Bei echtem Sommer-Wetter (nix mit Arschloch) war das eine feine Sache, allerdings haben sie etwas aufgerüstet und der Rheinfall kostet jetzt Eintritt – das war glaube ich vor fünf Jahren noch nicht so, da hatten wir nur etwas für die Rheinquerung bezahlt. Das Geld war’s aber auf jeden Fall wert, ist immer wieder beeindruckend. Danach ging’s nach Zürich, zum altbekannten Parkplatz und in Ermangelung von Kleingeld per pedes Richtung City. Auf dem Weg passierte Claus allerdings ein Missgeschick, denn er wurde von einer Wespe in die Lippe gestochen – sehr unfein, und so ging’s erstmal zum Auto zurück, um Fenistil aufzutragen. Dann war’s auch zu spät nochmal in die Stadt zu gehen, so dass wir beim Migros Vesper kauften und selbiges am Auto verputzten – war halb so wild, wir hatten ja eh noch den nächsten Morgen zum Sightseeing; der Wespenstich war dann wohl, dank Fenistil und Kühlung, nicht ganz so schlimm, Glück im Unglück.

Das Spiel war dann so ein bisschen eine Kopie vom Hinspiel, ein frühes Tor, dieses Mal nach einem schönen Spielzug über Kroos auf Müller, der Gomez schickte und der gleich mit der ersten Chance zum 0:1 einnetzte. Damit war die Sache eh erledigt, Zürich harmlos und Bayern spielte die erste Halbzeit gemütlich zu Ende. Erst gegen Ende der Partie ging nochmal was, wobei Ribery einen Sahnetag hatte und echt Alarm machte, allerdings im Abschluss etwas glücklos. Meiner Ansicht nach hätte es durchaus auch einen Elfmeter an Ribery geben müssen, eine zweite Szene sah auch nach Elfer aus. Im Endeffekt aber egal, die Stimmung war gut, die Bayern-Fans mit unglaublich viel Pyro-Einsatz und am Ende stand der Einzug in die Gruppenphase. Die Mannschaft war wohl auch heilfroh und kam sogar quasi geschlossen in die Kurve, um sich feiern zu lassen. Sehr fein, auch wenn’s kein spielerischer Leckerbissen war, aber wen interessiert das schon.

Danach ging’s zu den Schweizer Franken, die witzigerweise im gleichen Haus wie zwei FCZ-Spieler wohnen und die uns freundlicherweise Asyl für die Nacht gaben. Am nächsten Tag lud uns Uli erst zum Frühstück zu Google ein und führte uns dann ein bisschen rum – echt Hammer, da muss ich noch mal gesondert was zu schreiben. Danach ging’s zum Zürich-Sightseeing und später zur Seequerung, die ich glücklicherweise, weil ich so früh an der Kasse war, auch erfolgreich absolvieren konnte – knapp 42 Minuten beim gemütlichen Tempo, sehr nett. Für mich der einzige Negativpunkt am ganzen Trip war dann die Heimfahrt aus Zürich raus – anderthalb Stunde für die ersten 60 Kilometer, danach anderthalb Stunden für die restlichen 150 Kilometer… war trotzdem ein guter Trip, danke für die Übernachtung und die Google-Führung, nächstes Jahr schwimmen wir zusammen. ;)

FC Basel – FC Bayern München 1:2 (1:0)

Oktober 2nd, 2010

In der letzten Zeit habe ich ja jede Saison ein internationales FCB-Spiel auswärts besucht – dieses Jahr gibt’s mit mindestens zwei Spielen schon einen neuen Rekord, denn für Klausenburg hatte ich schon gebucht als Claus die Tickets für das Auswärtsspiel beim FCBö bekam. Hat halt nicht so den Flair von CL-Auswärts-Fahrten, wenn man in weniger als 3 Stunden schon mit dem Auto hingefahren ist, aber gut. So konnte ich das wohl von außen hässlichste Stadion Europas nochmal bei ordentlicher Stimmung besuchen, denn bei meinem Besuch vor fast genau 4 Jahren war die Muttenzer Kurve nach Ausschreitungen beim Saisonfinale gegen Aarau gesperrt.


Vor 4 Jahren im Joggeli

Nach einem frühen Feierabend ging’s also mit dem Auto nach Basel, wobei sich die A8 und die A5 sehr entspannt präsentierten. Vor dem Spiel war also noch Zeit, in der Stadt eine Kleinigkeit essen zu gehen – immerhin waren wir spät genug, um einer Keilerei zu entgehen, denn gegen 16:00 hatten wohl ein Basler Bayer-Fans verprügeln wollen und sind, als die Polizei kam, abgehauen. Die Bayern-Fans wurden festgenommen, die Basler hat man nicht erwischt. Insgesamt wurden dann 95 Bayern-Fans festgenommen – inwieweit die alle “offenbar gewaltbereit” waren würde ich auch gerne mal wissen. Eine gute Stunde vor Anpfiff waren wir dann am St. Jakob-Park, wie gesagt von außen unglaublich hässlich – eine Seite hat Allianz Arena-Stil, die Hintertor-Seiten ein anderes Kunststoffdesign und auf der anderen Tribünenseite dominiert die Betonfassade eines Altersheimes – kein Scherz – das Bild und es sind noch ein paar Läden im Erdgeschoss. Insofern nicht so schlimm, dass die Bilder im Dunkeln nicht sonderlich gut wurden, auf den alten Bildern kann man genug erkennen.


Vor 4 Jahren auch schon hässlich

Mit vielen Fans ist die Atmosphäre innen dann doch ganz anders, wobei die Schweizer sehr zu meinem Leidwesen keine Pyrotechnik einsetzten – schade, macht ja immer eine gute Stimmung. Vor dem Spiel betonte der FCBö noch, dass das ja das Spiel der Saison sei, der große FC Bayern zu Gast. Nach dem Anpfiff ging’s dann wenig beeindruckt los, die Basler gingen früh drauf und störten die Bayern schon beim Spielaufbau von hinten raus. Trotz allem spielte Bayern dominant, zumindest bis van Buyten einen Ball genau einem Basler in den Fuß schob. Schnell gekontert, van Buyten nochmal am Ball vorbei gestolpert – 1:0, spitze. Ab da ging dann nix mehr bei Bayern, Basel mit mehr Einsatz und durchaus der Möglichkeit die Partie früh klar zu machen. Die van Bommel-Taktik, erstmal das 1:0 zu sichern ging soweit immerhin auf, dass man mit dem einen Gegentor in die Kabine ging. Nach der ersten Möglichkeit für die Gastgeber in der zweiten Halbzeit gab’s einen wohl berechtigten Elfmeter, den Schweinsteiger zum 1:1 verwandelte. Danach ging’s munter hin und her, Basel mit teils exzellenten Chancen, aber auch Bayern gut dabei. Die kalte Dusche für die Gastgeber gab’s dann kurz vor Schluss, als Schweinsteiger wie gegen Wolfsburg noch den Siegtreffer erzielte. Schlussendlich verdient, hätte aber genauso gut 2:1 oder 1:1 ausgehen können.

Nach dem Spiel gab’s dann erst mal eine halbe Stunde Blocksperre, so dass es ganz gut war, dass wir in Basel übernachten konnten und nicht noch nacht zurück fahren mussten. Alles in allem ein guter Trip, drei Punkte im Sack, auf den Rest (schlechtes Spiel, lange Blocksperre, …) scheißt der Hund, wie man so schön sagt.

FC Thun – Grasshopper Club Zürich 2:2 (0:1)

August 4th, 2010

Während in Villabajo noch gesommerpaust wird – mal von der 3. Liga, wfv-Pokal und sonstigen Sachen abgesehen -, wird in Villariba schon wieder gekickt. Am Samstag stand schon der 3. Spieltag in der AXPO Super League auf dem Programm und es ergab sich die Gelegenheit zu einem Abstecher nach Thun. Erstmal ging’s bei strahlendem Sonnenschein ins Strandbad und den Thuner See, danach ins Stadion Lachen, das in direkter Nachbarschaft liegt. Dort empfing Aufsteiger FC Thun unter Trainer Murat Yakin den GC unter Trainer Ciriaco Sforza, immerhin dritter des Vorjahres, bisher aber mit nur einem Punkt und einem Tor. Thun dagegen mit bisher 4 Punkten durchaus gut dabei.


Am Thuner See

Das Stadion ist zwar landschaftlich sehr reizvoll – wie gesagt direkt am See gelegen und mit Blick auf Eiger, Mönch und Jungfrau -, gibt aber ran sich nicht viel her: mit Laufbahn, einer alten Tribüne und einer neuen, größeren Stahlrohrtribüne daneben; Platz für nicht ganz 10.000 Zuschauer, davon fast 8.000 Stehplätze. Immerhin sorgten die GC-Fans für etwas Unterhaltung, als sie gleich mal wieder mit Pyrotechnik loslegten. Was der Stadionsprecher zu diesem Zeitpunkt noch zu Recht anprangerte waren dann später allerdings nicht mehr die GC-Fans sondern sich außerhalb des Stadions befindende Leute, die wegen des Bundesfeiertages ein paar Böller hoch gehen ließen.

Das Spiel war auf keinem sonderlich hohen Niveau, der GC machte quasi gar nichts, Thun war immerhin bemüht. Wenn dann ging’s auf beiden Seiten meistens nur nach Fehlern im Spielaufbau des Gegners nach vorne. Thun nach fast 20 Minuten dann auch mit der ersten großen Chance, allerdings rettet der Pfosten für den GC. Mit einer der wenigen Offensivaktionen gab’s einen nicht eindeutigen Handelfmeter für den GC und so ging’s mit 0:1 in die Pause. Kurz nach der Pause dann der verdiente Ausgleich für Thun, als Scorione drei Zürcher stehen ließ und den Ball vom linken Strafraumeck in den rechten Winkel schlenzte. In der Nachspielzeit ging Thun dann nach einem nicht abgewehrten Freistoß sogar in Führung, die Freude währte allerdings nur äußerst kurz, denn der GC machte das, was bisher so erfolgreich lief: Angriff, Handelfmeter, Tor. Glücklich für den GC, weil die Handelfmeter auch beide nicht eindeutig waren, aber gut. Ansonsten nicht das zum Bundesfeiertag im Stadionheft angekündigte Offensivfeuerwerk, aber trotzdem vier Tore.


Sekunden vor dem 2:1 für Thun


Thuner Freude


Letzte Aktion: Elfmeter zum 2:2


Spielbericht

Fehlen noch Bellinzona, Neuenburg, Sion und St. Gallen, dann wäre nach der Regionalliga Süd noch eine Liga abgehoppt. ;)

FC Luzern – AC Bellinzona 2:1 (1:1)

Februar 22nd, 2010

Heute stand das kleinste Stadion der Schweizer Axpo Super League auf dem Programm, das Stadion Gersag. Dort spielt eigentlich der FC Emmenbrücke, aber während des Umbaus des Stadion Allmend trägt der FC Luzern dort seine Heimspiele aus. Das Stadion Gersag bietet 8.700 Zuschauern Platz; urig ist die alte Haupttribüne mit sieben Sitzreihen, die Gegentribüne (Stahlrohr) ist natürlich deutlich größer, auf den Hintertorseiten gibt es jeweils Stehplätze.


Die alte Haupttribüne


Die neue Gegentribüne (und das 1:1)


Mannschaften mit FCL-Fanblock

Dem Überraschungsdritten der Liga – mit den Bekannten Rolf Fringer, Boubacar Diarra und Hakan Yakin – war der AC Bellinzona zu Gast. Für studentenrabattierte 19 sFr kam ich an der Tageskasse noch in den Genuss einer Stehplatzkarte, nachdem ich in der Listrigstraße beim katholischen Pfarramt geparkt hatte – Schweiz und Parkplätze ist ja so eine Sache für sich, aber fünfzehn Minuten Fußweg waren durchaus akzeptabel.


Sehr einfallsreich: Siegfried und Leu

Weniger akzeptabel war das Spiel, in dem sich der Favorit Luzern gegen die tief im 4-5-1 stehenden Gäste äußert schwer tat. Bellinzona ging sogar kurz vor der Pause noch in Führung, was dem Spiel durchaus gut tat – was ein Tor halt oft tut. ;) Luzern wachte auch und bekam ein Tor wegen Abseits nicht anerkannt, glich dann aber vor der Halbzeit noch durch einen Elfmeter aus (“Die Tessiner konnten sich kaum noch entblössen und plötzlich lag Michel Renggli im strafräumlichen Morast des Gästesechzehners. Schiedsrichter Wermelinger kompensierte das Vorangegangene und zeigte auf Penalty. Davide Chiumiento trat an und traf sicher zum hochverdienten Ausgleich” – herrlich :D ). Auch nach der Pause ging es munter weiter, mit der ersten Chance hätte Bellinzona erneut in Führung gehen können, vergab aber leichtfertig. Danach war im wesentlichen Luzern am Drücker, vergab aber viele gute Chance, ehe wiederum Chiumiento für die Luzerner durch einen schönen Freistoß den Endstand herstellte. Zehn Minuten lang drückte Bellinzona überraschend stark auf den Ausgleich, blieb aber gerade um den 16er rum auf zu viele Fehler der Luzerner angewiesen. Von den ersten 42 Minuten abgesehen also ein durchaus unterhaltsames Spiel. Bleiben nur noch 4 Grounds in der aktuellen Super League, die mir fehlen. ;)

Links:
Spielbericht beim AC Bellinzona
Spielbericht beim FC Luzern

Zwei Fliegen mit einer Klappe?

September 4th, 2009

Muammar al-Gaddafi ist in letzter Zeit nicht so gut auf die Schweiz zu sprechen, das kriegt man in Deutschland aber nicht so mit; Hintergrund ist, dass Gaddafis Sohn Hannibal mitsamt seiner Frau kurzzeitig in Genf inhaftiert wurde, gegen eine Kaution von 500.000 Franken kam er wieder frei. Seitdem spielt Libyen das trotzige Kind, stellte Erdöllieferungen an die Schweiz ein, zog Anlagevermögen, verbot der Swiss, in Tripolis zu landen und verbot zwei Schweizer Staatsbürgern die Ausreise. Reichlich kindisch, bei den Vorwürfen “Körperverletzung, Drohung sowie Nötigung zweier Hausangestellter [in einem Hotel in Genf]” ist zumindest eine Festnahme – wenn vielleicht auch diplomatisch ungeschickt – juristisch einwandfrei. Diplomatisch korrekt wäre es wohl gewesen “dass man ihn aufforderte, das Land zu verlassen“. Würde mich ja mal interessieren wer der sich daheim benimmt.

Naja, jedenfalls passte das den Libyern nicht und Gaddafi und speziell Sohn Hannibal nicht. Hannibal will die Schweiz am liebsten gleich mit Atomwaffen von der Weltkarte bomben, Vater Muammar hat aber einen besseren Vorschlag: die Schweiz zerschlagen! Deutschschweiz an Deutschland, Romandie an Frankreich, Tessin an Italien – zack, erledigt. Könnte man da aber nicht gleich noch den Nahost-Konflikt lösen und Israel umsiedeln, zum Beispiel auf das Gebiet des Schweizer Reduit? Vielleicht sollte er seinen Vorschlag, den er ernsthaft vor der UN-Vollversammlung stellen will, mal damit anreichern. ;)