Februar 27th, 2011
Straffes Programm stand am Donnerstag auf dem Programm: Georginas Abschiedsfeier, danach ein kurzer Abstecher zum Post-IRMOS-Essen mit Greg, bevor es dann nach Cannstatt ging, um Kollege Axel Axeltenschert zu treffen und sich auf den Weg zum EL-Heimspiel gegen Lissabon zu machen. Das erst spät auf Donnerstag 19:00 terminierte Nachholspiel der Kickers gegen die Lilien musste ich folglich wohl oder übel ausfallen lassen, aber immerhin konnte ich Meister Claus meine Dauerkarte überlassen.
Mit einer 1:2-Auswärtsniederlage im Gepäck war für den VfB prinzipiell noch viel drin, gegen abgekochte Lissaboner war allerdings nicht viel zu holen. Nach einer schlechte geklärten Ecke zog Salvio knapp außerhalb des Strafraums ab und der Schuss ging wie ein Strich ins linke Eck – nichts zu machen für Ziegler, dessen Beförderung zur Nummer 1 ich nicht wirklich verstand, wirkt ein bisschen wie Klinsmann letzter Versuch, damals mit dem Austausch Rensings gegen Butt noch irgendwas zu ändern. Naja, das hatte sich eh schnell erledigt, weil Ziegler nach der Halbzeitpause mit Gaitan zusammen rauschte und bewusstlos liegen blieb – Ullreich kam also schneller wieder ins Tor als erwartet. Ullreich hielt gut, konnte gegen Cardozos perfekten Freistoß, der vom Innenpfosten der Mauerecke ins Tor sprang, aber nichts machen. Benfica verwaltete das 0:2, wie der Kicker so schön schreibt war “die Messe damit gelesen”, der VfB hätte ja auch 5 Tore gebraucht um jetzt noch weiter zu kommen. Letztes Highlight war die Nachspielzeit von sage und schreibe sieben (!) Minuten, in der sich Kuzmanovic nach einem humorlosen Tritt gegen Carlos Martins noch glatt Rot abholte.

Damit war das Abenteuer EL für den VfB also gelaufen und wir begaben uns auf den Weg Richtung Wilhemlsplatz/Mercedesstraße. Ärgerlich, dass die Shell in der Mercedesstraße auch nicht von dem “kein Alk zwischen 22h und 5h”-Geblödel verschont blieb, so musste ich mich nochmal fürchterbar aufregen. Abhilfe war zum Glück möglich und so ging’s dann immerhin mit einem Wegbier zurück nach Heslach.
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Oktober 22nd, 2010
Work outing zum Fußball, auch mal ne Sache. Mit Axel Axeltenschert, Le Pierre und Zeus ging’s am Dienstag über die Noodle Box in Cannstatt – wie weiland beim Segelkurs – zum Europa League-Spiel gegen Getafe, zu dem sich ganze 17.400 Fans eingefunden hatten – VfB halt. Immerhin 114 Gästefans waren da, wobei die sich glaube ich hauptsächlich aus einheimischen Spaniern rekrutierten. Leider gibt’s beim VfB – zumindest in der Europa League – keinen Bierverkäufer mehr, demletzt gegen Dortmund konnte ich bei selbigem immerhin noch Bier gegen Bargeld erwerben. Bei der Cash Card darf man erst mal 5€ für die Karte bezahlen, das war mir dann doch nix, zahlen, um zahlen zu dürfen.
Das Spiel war ansonsten vom VfB relativ solide geführt, in den Zweikämpfen hatten die Spanier wenig zu melden und auch offensiv lief gegen die aufmerksame VfB-Abwehr wenig. Das 1:0 durch Marica in der 29. Minute war dann auch durchaus verdient, unglücklich dabei Gästetorhüter Ustari, der den ersten Schuss parierte, beim Nachschuss aber nichts mehr ausrichten konnte. Im wesentlichen behielt der VfB die Oberhand, vergab dann aber gute Chancen leichtfertig, so dass Getafe auch noch zu einem Punkt hätte kommen können. Keine hochklassige Partie, vor allem bei dem unangenehm kaltem Wetter, aber gut, internationalen Fußball vor der Haustür hat man halt auch nicht alle Tage. Mal sehen ob ich beim letzten EL-Heimspiel wieder beim VfB bin, wird am 16.12. sicherlich ne kalte Partie.
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August 5th, 2010
Stadionverbote sind ja, zumindest unter Fans, ein oft diskutiertes Thema. Wenig Diskussion dürfte es allerdings um dieses Stadionverbot geben:
Gemäß § 4 Nr. 2 der Polizeiverordnung zur Aufrechthaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung anlässlich von Sportveranstaltungen in den Sportstätten Mercedes-Benz Arena und GAZi-Stadion auf der Waldau sowie gemäß § 4 Nr. 1 der Stadionordnung ist es untersagt, Gegenstände mitzuführen, die ihrer Art nach zu Verletzungen von Personen geeignet sind. Der Ordnungsdienst ist daher anzuweisen, sämtliche Vuvuzelas sicherzustellen und während der Sportveranstaltung zu verwahren. Nach Ende der Veranstaltung hat eine Aushändigung zu erfolgen. Sollte sich im Laufe der Saison die Mitnahme von Vuvuzelas als Massenproblem herausstellen, wird durch das Ordnungsamt eine Allgemeinverfügung zur zusätzlichen Regelung erlassen.
(Quelle: Stuttgarter Kickers)
P.S.: “Allgemeinverfügung ist ein Verwaltungsakt, der sich an einen nach allgemeinen Merkmalen bestimmten oder bestimmbaren Personenkreis richtet oder die öffentlich-rechtliche Eigenschaft einer Sache oder ihre Benutzung durch die Allgemeinheit betrifft.” (Quelle: Verwaltungsverfahrensgesetz für Baden-Württemberg, §35).
Edit: Passend dazu via GraphJam:

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November 2nd, 2009
Nach dem 0:4-Erfolg im Pokal in Frankfurt hatte ich mir vor dem Gastspiel beim VfB schon etwas mehr als ein Unentschieden erhofft – auch wenn für den VfB natürlich die Gelegenheit günstig war, eine Trendwende einzuleiten. So ging es dann auch vor dem Spiel extra in die Cannstatter Kurve, um sich anfeuern zu lassen. In der Baustelle Neckarstadion half das allerdings nur knapp 10 Minuten – der VfB legte zwar gut los, einige gute Paraden von Butt aber verhinderten einen frühen Rückstand und die Bayern kamen besser und besser ins Spiel – allein nach vorne ging wenig.

Baustelle Neckarstadion
Eigentlich reicht es, die einzelnen Bayern-Spieler durchzugehen, auf’s Spiel brauche ich dann eigentlich gar weiter eingehen, denn im wesentlichen spielte es sich außerhalb der Strafräume ab. Die Bayern-Abwehr war relativ solide, gab aber null Impulse nach vorne – auch Lahm bildete, von einigen missglückten Versuchen, keine Ausnahme. Braafheid ist einfach zu limitiert – nicht so wie Lell, aber auch nicht viel besser. Wie van Bommel im defensiven Mittelfeld auf eine 3,5 beim Kicker kommt kann ich mir nicht erklären, er produzierte im wesentlichen Fehlpässe. Tymoschuk probierte auch mal einen Schuss, den habe ich schon schlechter gesehen. A propos: Schweinsteiger, was war denn das? Auch hier kann ich mir die 4 wieder nicht erklären. Das ist ein gesetzter Nationalspieler und dann macht der das ganze Spiel nur Mist! Zur Belohnung darf er aber durchspielen, Altintop kam dann erst in der Nachspielzeit für den verletzten Braafheid. Müller hatte heute auch einen schlechten Tag, bei einem jungen Spieler kann das aber durchaus mal vorkommen, bei so jemandem wie Schweinsteiger – vor allem in der Häufigkeit – eher nicht. Über den Sturm gibt’s wenig zu sagen, da kaum verwertbare Bälle nach vorne gespielt wurden. Entweder hoch und keiner rückte mit oder gewartet bis die Stürmer im Abseits stehen. Toni brachte nach seiner Einwechslung noch mal frischen Wind, aber der führte auch zu nichts. Alles in allem war das Spiel der Bayern eine einzige Enttäuschung, ich kann mich nicht erinnern wann ich mich live im Stadion das letzte Mal so dermaßen lange – quasi 90 Minuten – aufregen durfte (vom beschissenen Stadion und den arschigen VfB-Fans brauche ich gar nicht mehr anfangen…). Vielleicht ist es Morgen gleich wieder so weit, dann geht’s zum Heimspiel gegen Bordeaux. Und mit der Einstellung gibt’s da vielleicht einen Blumentopf zu gewinnen, mehr aber auch nicht.
Links:
Spielbericht beim FCB
Spielbericht beim Kicker
Spielbericht beim VfB
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Dezember 22nd, 2008
Am vergangenen Donnerstag ging’s spontan mit Axel Axeltenschert zum letzten VfB-Heimspiel der Hinrunde gegen den amtierenden belgischen Meister Standard Lüttich. Da wir keine Lust hatten, zur S-Bahn zu laufen, ging’s per Bus zum Schillerplatz und dann mit der U1 nach Cannstatt, von wo aus wir uns zu Fuß auf den Weg zur Untertürkheimer Kurve machten – in die Cannstatter wollte ich eher nicht, da wir für Stehplätze sowieso schon recht spät waren. In der Untertürkheimer angekommen mussten wir dann nicht mal den Kartenschalter bemühen sondern kamen recht günstig an zwei Haupttribüne Seite-Karten (20€ das Stück). Dank der wenigen Zuschauer konnten wir uns auch anstatt auf die zugewiesen Plätze weiter Richtung Haupttribüne setzen, so dass unsere Sicht echt gut war, vor allem natürlich auf das eine Tor, denn wir saßen ziemlich genau auf der Torauslinie.
Das Spiel war wenig spektakulär, was wohl auch daran lag, dass Lüttich mit drei Siegen schon sicher qualifiziert war, der VfB aber eben nicht. Bereits nach fünf Minuten klingelte es zum ersten Mal für den VfB, als Khedira – der schon wieder
– von rechts zum 1:0 einschoss. Lüttich danach hinten besser, so dass der VfB vor der Pause nur noch zu zwei Chancen durch Martin Lanig kam während Lüttich offensiv harmlos blieb. Bis zur Halbzeit war’s aber trotzdem ganz untererhaltsam.
Die zweite Halbzeit begann wie die erste: durcheinander im Lütticher Strafraum, der Ball kommt zu Hilbert – 2:0. Sah so aus, als hätte der Torwart rauskommen können, kann aber auch täuschen, da das Tor auf der anderen Spielfeldseite fiel. Danach war Lüttich durchaus im Glück, Khedira setzte einen Schuss nur an die Latte und Gomez an den Pfosten. Bis auf das 3:0, das Marica nach schöner Drehung erzielte, war dann nur noch wenig geboten.
Alles in allem ganz amüsant, der Spontanbesuch hat sich durchaus gelohnt. Schon erschreckend, dass bei einem UEFA Cup-Entscheidungsspiel gegen die doch nicht ganz namenlosen Lütticher gerade mal 28.000 Zuschauer ins Stadion kamen…
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