Einen Tupperwal wollte ich mir heute in Wuppertal kaufen, aber leider hat Tupperware ja keine Geschäfte (also für mich habe ich den Tupperwal selbst erfunden, dank Huberts und meiner dauerhaften Anwendung des Silbenvertauschens, allerdings gibt’s den Begriff schon – 176 Hits bei Google!). Macht ja nix, geht man halt ins Stadion am Zoo und schaut sich die Borussia beim Heimspiel gegen Sandhausen an – oder war das ursprünglich schon so geplant, hmm, wer weiß.
Jedenfalls ging’s nach dem gestrigen Stuttgart-Worms-Aschaffenburg-Trip schon zeitig um 8 Uhr auf nach Wuppertal. Dank der sagenhaften A3 gab’s natürlich Stau, aber der hielt sich in Grenzen, so dass wir gegen kurz vor elf in der Nähe des Bismarckturms parkten; wir, da das ein ausgeprägter Familientrip war, denn ich hatte Mama und Omama dabei, was nicht nur bei der Fahrt angenehme Gesellschaft sondern auch geldwerte Vorteile bedeuten sollte, wie sich später herausstellte und vorher schon fast klar war.

Gut, man hätte auch am Bismarckturm direkt für Umme parken können, aber das wusste ich vorher nicht, weshalb wir im Nommsenweg parkten und den Rest zu Fuß gingen – war aber auch okay. Der Bismarckturm ist ganz nett, ebenfalls Entwurf “Götterdämmerung”, wie in Stuttgart, nur zwei Meter höher. Die Aussicht ist durchaus gut, Wuppertal ist ganz ehrlich so ein kleines bisschen wie Stuttgart, nur mehr im Tal und auf den Höhen auch nicht ganz so hoch. Hat aber was.

Aussicht vom Bismarckturm
Nach dem Bismarckturm ging’s erstmal Richtung Stadt, genauer gesagt nach Barmen, um in der Nähe der Schwebebahn zu parken, was mit schmalen zwei Euro für den Rest des Tages zu Buche schlug. In der Stadt sind wir dann über den Alten Markt erstmal eine Restauration suchen gegangen und stießen auch schnell auf das Wuppertaler Brauhaus. Preislich echt okay und wir saßen bei schönstem Sonnenschein draußen, wo ich mir Biergulasch und selbstgebrautes Weizen schmecken ließ – Herz, was willst du mehr, vor allem wenn man noch von der Omama eingeladen wird?! Innen sieht’s auch ganz schmuck aus muss man sagen, echt einen Besucht wert.

Nach dem Essen ging’s dann zügig auf zur Schwebebahn und ab Richtung Stadion/Zoo, immerhin 18 Minuten Fahrt ab “Alter Markt”, aber da das Stadion direkt an der Bahn ist war das kein Problem und ich mehr als eine halbe Stunde vor Anpfiff vor Ort während sich die zwei Damen, die mit gefahren waren, wieder zum Shopping zum Alten Markt begaben. Das Stadion ist hübsch und zum Großteil neu, die neue Haupttribüne hat noch das alte Schilddach, ähnlich dem Berliner Olympiastadion. Dazu gibt es zwei Stehplatztribünen auf den Hintertorseiten und eine kombinierte Steh- und Sitzplatztribüne auf der Gegengeraden. Teil des alten Stadion existieren noch, zum Beispiel auf der Gegengeraden, sind aber gesperrt. Insgesamt passen 23.067 Zuschauer rein, was in der 3. Liga natürlich größtenteils nicht nötig ist, aber immerhin waren 3.528 Zuschauer da, auch eine kleine Abordnung aus Sandhausen. Sehr nett ist auch das drumherum, zum Beispiel die ehemalige Stadiongaststätte und der Stadionvorplatz.

Ehemalige Stadiongaststätte

Das Spiel, von beiden Mannschaften im momentanen Standard-4-4-2 geführt, begann mit einem Übergewicht für Wuppertal. Sandhausen konzetrierte sich auf die Abwehr und sich ergebende Konter und das mit viel Erfolg. Wuppertal hatte zwar mehr vom Spiel, aber Sandhausen spielte in der 27. Minuten einen Konter mit zwei schnellen Pässen gut aus und Dorn netzte zum 0:1 ein. In der zweiten Halbzeit war das Bild ähnlich, wobei Sandhausen mit der Zeit auch besser ins Spiel kam. Das 0:2 fiel allerdings wieder durch einen Konter, nach dem Ristic zum Endstand einköpfte. Wuppertal agierte in der folgende mehr und mehr zerfahren und Sandhausen hatte keine Probleme, das Ergebnis über die Zeit zu bringen. Am Ende war’s auch verdient, die Abwehr stand halt solide und die Konter wurden gut zu Ende gespielt.

Nach dem Spiel ging’s mit der Bahn wieder in die Stadt zum Treffen mit den Mitfahrerinnen und einem Abstecher zu Starbucks – durchaus lecker und wieder eingeladen worden, nur die Witzigbubis an der Theke waren mir einen Tick zu amüsant, hielt sich aber gerade noch im Rahmen. Auf der Heimfahrt konnte ich mir dann im Radio noch den Rest der Bayern-Niederlage in Mainz anhören – nicht ganz so erfreulich, besser war dann schon Volker Pispers auf WDR5. Ansonsten ein feiner Trip mit ungewohnter Begleitung.