FC Middlesbrough – Cardiff City 0:2 (0:2)
April 16th, 2012Zum Ostersamstagsspiel ging’s nach dem auschecken nach Middlesbrough, endlich mal wieder Megabus fahren. Middelsbrough ist, erstaunlicherweise, mal wieder, ein ganz nettes Städtchen mit einer ansehnlichen Innenstadt. Nach minimalem Shopping und kleiner Sightseeing-Runde ging’s zum Pubben in den Weatherspoon, der örtlichen Lage nach auch angenehm günstig, danach war’s Zeit, zum Ground zu latschen.
Middlesbrough, bekannt als UEFA-Cup-Finalist 2006, den ich damals Live in Eindhoven 4:0 gegen Sevilla verlieren sah, spielt im Riverside Stadium,das relativ nah zur Innenstadt in einem Industriegebiet liegt, umgeben von seltsamen Häusern auf Häusern und Kunstwerken. Ganz nett sind die Tore vom alten Stadion, Ayresome Park, die vor dem Stadion stehen, flankiert von zwei Statuten. Ansonsten ist das Stadion sowohl von außen als auch von innen ein klassischer Grüne-Wiese-Bau, außen gleichförmig, innen im Endeffekt auch, wenn man davon absieht, dass der West Stand ein bisschen höher gezogen ist, alle Stands jedenfalls zweirangig. Unsere Plätze waren Richtung Boro-Fans, leider neben ein paar “Frangen”, so dass wir uns in der Halbzeit weiter nach oben verzogen, um unsere Ruhe zu haben.
Boro gegen Cardiff, das hieß Kampf um die Playoff-Plätze – Boro mit drei Punkten mehr und punktgleich mit Brighton und Blackpool dabei in der besseren Position. Den besseren Auftakt hatten die Gäste, die Wembley-Style einen Schuss an die Unterkante der Latte setzen, ehe es schon nach 11 Minuten 0:1 nach einem Standard hieß. Nur sieben Minuten später tanzte sich Mason durch die Boro-Abwehr und schob cool zum 0:2 ein – vor der Halbzeit passierte nicht mehr viel mehr. In der zweiten Halbzeit zeigte Boro dann eine deutliche Leistungssteigerung, allerdings ohne zu Toren zu kommen, wobei drei Pfostentreffer zu verbuchen waren.
Nach dem Spiel ging’s nach Newcastle, wo wir nach einigen Schwierigkeiten – wenn die Ortsangabe bei Google Maps nicht stimmt, wird’s halt schwierig ein Haus zu finden – auch unser Hotel fanden, wie erwartet kein Highlight der Hotelerie, aber dafür günstig und irgendwie auch ein bisschen humorig. Nach dem Spiel ging’s dann mal wieder zu einem echt englischen Vergnügen, Greyhound Racing. Das Stadion zu finden, erwies sich leider als schwieriger als erwartet, nachdem mein 50MB-Roaming-Paket schon am Samstag Mittag leer gewesen war, konnte Kollege Flopsi aber zum Glück die Navigation per Handy übernehmen. Für schmale 8,95 Pfund gab’s das Party Package Plus: nicht nur mit Eintritt sondern auch mit Burger-Gutschein und drei Freigetränken, yay. Der Burger war, dem Preis und der Örtlichkeit nach, sehr mau und schmeckte immerhin nach gar nichts, aber egal, immerhin was zu knasten. Wetten war dann wie immer unterhaltsam, es stellte sich heraus, dass ich da ein ganz glückliches Händchen hatte, im weiteren Tourverlauf sollte sich bei anderen Arten des Glücksspiels allerdings Kollege Flopsi als geeigneter erweisen. Nach einem langen Tag, einer Folge Pete vs. Life und noch zwei Folgen FotC ging’s dann gegen eins auch pennen, mit mäßigem Erfolg, denn um drei schlugen die besoffenen Flurnachbarn auf, lärmten bis fünf und dann ab sieben wieder – awesome. Immerhin hatten wir das Zimmer abgeschlossen, sonst hätten die uns wohl nachts mal besucht und wer weiß was angestellt, vielleicht unser Zimmer mit einem der Shared Bathrooms verwechselt.




