VfB Stuttgart – FC Schalke 04 3:0 (1:0)

August 9th, 2011

Auf der Baustelle Neckarstadion war ich ein paar mal gewesen, dankenswerterweise durfte ich, dank Pete und Sandra, auch bei der Eröffnung des “neuen” Stadions dabei sein, denen die beiden hatte mir eine Karte für das Spiel gegen Schalke mitbestellt. Nach morgendlichem Sightseeing auf den Württemberg ging’s nochmal kurz nach Cannstatt und von da aus per pedes zum Stadion; die Fankarawane war zwar schon durch, aber wir waren immerhin so zeitig im Stadion, dass wir den Fritzle-Fallschirmabsprung noch sehen konnten. Ist schon ein nettes Stadion mit beiden “geraden Kurven”, aber man merkt halt leider schon noch dass es nicht von Anfang als reines Fußballstadion gedacht war. Unsere Plätze in Reihe 8 waren schon gut und nah dran, aber im Prinzip hätte man da schon noch steiler und näher ran gekonnt. Anyway, wenn ich da nur an solche Krätzeplätze (gut, die waren nicht auf der Geraden…) wie damals im Ligapokal zurück denke, dann ist es gut dass es damit vorbei ist.

Zur Stadioneinweihung gab’s Fähnchen und Shirts mit Brustring – letzteres allerdings nur für Zuschauer in Nicht-Weiß, auch ein bisschen seltsam, denn einen Brustring hatte man ja nur mit Trikot…? Zur Präsentation der Mannschaften gab’s sogar einen Flammenwerferspektakel, hab ich auch noch nicht gesehen, machte aber angenehm warm – wobei die Sonne, die uns auf der Gegengerade erhellte, noch etwas stärker war. Zum Glück wurde es dann irgendwann bewölkt und damit erträglich.

Der FC Schalke erwies sich dankbarer Gegner zur Stadioneinweihung; Baumjohann war zwar auf außen mal gefährlich, insgesamt machte Schalke aber zu wenig und kurz vor der Pause ging der VfB durch Cacau nach einer Ecke verdient in Führung. Im Endeffekt war mit dem 2:0 von Harnik, wiederum nach einem Standard, das Spiel erledigt, Schalke war nicht sonderlich gefährlich. Den Schlusspunkt durfte dann Okazaki ganz kurz vor Schluss setzen, der einen schönen Schuss mit Effet von rechts neben den linken Pfosten setzte – von unserem Platz aus perfekt zu sehen, wie sich der Ball schön wieder nach innen neben den Pfosten drehte.

Verdient gewann der VfB also mit 3:0, bisher ein perfektes Fußballwochenende, leider sollte das am Sonntag nicht so weiter gehen. Für mich ging’s dann kurz nach Hause, meinem allergisch-aufgequollenen Fuß kurz kühlen, bevor es nochmal auf den Fernsehturm und auf einen Absacker ins Amadeus ging, denn auf dem Stadtfest war’s dann doch zu voll. War ein wunderfainer Samstag mit entgegen der Prognose perfektem Wetter, Pete und Sandra habe ich auch ordentlich geschlaucht mit meinem Sightseeing-Programm. ;)

VfB Stuttgart – SV Werder Bremen 6:0 (3:0)

November 10th, 2010

Zum Stelldichein des SVW beim VfB kam Ex-Roomie Martin mit Bruder Stefan vorbei. Los ging’s erst mal mit einer kleinen aber feinen Stadtführung, deren Highlight leider, leider ins Wasser fiel – hätte ich ja niemals gedacht, dass der Brunnenwirt Sonntags erst um 17:00 aufmacht. Da konnten wir dann von der Tür stehend aber auch wirklich nichts machen und parkten halt trotzdem wie geplant Richtung Cannstatt um. Mehr oder weniger problemlos fanden wir dann einen Platz in der Elwertstraße an der Straßenbahnwelt, was bezüglich Abfahrt Richtung Ansbach nach dem Spiel fast optimal war. Schnell einen Döner eingeworfen und bei unfein nasskaltem Nieselwetter ab ins Stadion. Es stellte sich heraus, dass wir gar keine Karten kaufen hätten müssen, denn für den Gästeblock gab es sogar noch Abendkasse – konnte man natürlich vorher auch nicht mit Sicherheit sagen. Immerhin kam ich so in den Genuss, auch mal bei Werder Bremen Karten zu bestellen, kann mir ja fast nichts schöneres vorstellen. ;)

A propos Gästeblock: sehr schön, dass man da noch mit Bargeld bezahlen kann! Gibt’s auch selten, ist schon eine faire Geste vom VfB. Das war aber auch so das einzige, worüber sich die Bremer an diesem Abend erfreuen konnten: mit 6:0 gab’s eine dermaßen deutliche Packung, dass den Bremern schier hören und sehen verging. Bereits nach 10 Minuten setzte Marica einen Sonntagsschuss von halbrechts an den Innenpfosten – passte ja, war ja auch Sonntag. Danach war’s nochmal kurz ausgeglichen, den Ausgleich verpasste Frings allerdings, als er in der 24. Minute einen mehr oder weniger glücklich erhaltenen Elfmeter ziemlich kläglich verschoss. Zwei schnelle Konter brachten den VfB dann noch der Pause durch einen Doppelpack von Cacau mit 3:0 in Führung, da war eigentlich schon klar dass die bereits Messe gelesen war.


Da war Martin schon nicht mehr froh

Nach der Pause ging’s unverändert weiter, dem VfB gelang bis auf den von Cacau verschossenen Elfmeter alles und so hieß es am Ende 6:0 – das Wort “Packung” scheint hier durchaus angebracht zu sein. Einzige humoristische Aktion auf Bremer Seite war der Marsch in die Kurve danach, vor allem von Mertesacker: erstmal am Kopf gekratzt weil er nicht so recht wusste was er machen sollte, dann immerhin entschuldigend die Hände gehoben – mehr wäre da auch nicht angebracht gewesen.


Merte noch unentschlossen


Geste gefunden!

Martin und Stefan begleitete ich dann noch zum Auto, bevor ich mich dann weiter zur Mercedesstraße und in die U1 begab, wo ich zu meiner Erheiterung noch ein interessantes Gespräch über Stuttgart 21 anhören konnte.

VfB Stuttgart – Borussia Dortmund 1:3 (0:3)

August 31st, 2010

Ich hatte ja schon ein schlechtes Gewissen, dass wenn ich mit Nina Fußball schaue, Dortmund immer ordentlich auf die Mütze bekommt, egal ob Live oder vor dem Fernseher. Aber die Hoffnung stirbt zuletzt und so besorgte uns Nina zwei Tickets bei ebay – leider in der Untertürkheimer Kurve, die momentan den VfB-Fanblock beheimatet… war aber nicht so ganz klar was genau wo wie an Blöcken ist, also konnte man da wenig machen. Im Endeffekt war’s trotzdem okay, auch wenn man halt seine Emotionen da nicht so zeigen kann wie man gerne wöllte. Vorher waren wir noch im Wichtel in Feuerbach, wo’s leider keine Kässpätzle gab, aber durchaus gutes hausgemachtes Bier und lecker Wichtelkuchen gab. Gut gesättigt ging’s also mit der U13 Richtung Cannstatt und per pedes über den Wasen zum Stadion. Flugs noch einen Schal gekauft und den dann gleich wieder abgegeben bei der Kontrolle, aber wir wären schon selbst schlau genug gewesen, den nicht offen zu zeigen. ;)


Schal kaufen


Zaungäste

Das Spiel war dann hoffentlich Balsam genug auf Ninas wunde Dortmund-Seele, denn der VfB präsentierte sich als guter Gastgeber, schenkte sich das erste Tor gleich selbst ein und ließ Dortmund dann vor der Pause noch zwei machen. Auch nach der Pause hatte der BVB erstmal die besseren Chancen, ehe Cacau dann zu spät immerhin noch ein Tor für den VfB erzielen konnte. Trotz der arg mauen Leistung des VfBs war die Stimmung gar nicht so schlecht, da wir den VfB-Block zwischen uns und dem Gästeblock hatten, konnten wir leider von den Dortmundern nicht wirklich was hören. Interessant ist auch, dass man wohl momentan als echter Zaungast kostenlos zum Zuschauen kommen kann, denn von der Empore hinter der momentan nicht existierenden Cannstatter Kurve hat man wohl einen ganz guten Blick auf’s Spielfeld.

VfB Stuttgart – Borussia Dortmund 4:1 (1:0)

Januar 31st, 2010

Nach einem feinen Brunch im Calwer Eck ging’s heute mit Jan under lieblichen Nina zu VfB gegen Dortmund – ich fürchte mal das vorletzte Live-Spiel (zumindest mit Dortmund-Beteiligung), dass ich mit Nina gesehen habe, warten wir aber mal das Bayern-Spiel in zwei Wochen ab. ;)


Babyweizen, immer wieder ein Spaß

Das Spiel ging flott los, Sportsfreund Lehmann leistet sich einige nette Schwächen, die leider für Dortmund nichts zählbares einbrachten und die er in der Folge auch abstellte. Der VfB ging durch ein leicht vermeidbares Eigentor von Santana in Führung. Stuttgart war dann weiterhin vor allem über die linke Außenseite gefährlich, Dortmund verschluderte im Spielaufbau oft den Ball und kam nur zu einem gefährlichen Kopfball, hatte aber die ungeliebte optische Überlegenheit.

Nach der Halbzeitpause gab’s gleich einen Elfmeter für den VfB, den Marica allerdings nur an die Unterkante der Latte zimmerte, von wo der Ball aus dem Tor sprang. Der BVB kam nach einem langem Ball auf Großkreutz, der zwar nicht wusste, wie er Lehmann ausspielen sollte, aber auf Barrios ablegte, zum verdienten Ausgleich und drückte von da an auf das 1:2, allerdings ohne Erfolg. Als Pogrebnyak in der 77. Minute nur durch ein Foul kurz vor dem 16er gebremst werden konnte war das zwar die bessere Wahl, als das 2:1 zuzulassen, das fiel dann allerdings durch den folgenden Freistoß. Dortmund war weiterhin bemüht und hätte auch noch ein Tor machen können, aber der VfB erhöhte kurz vor Schluss durch Marica auf 3:1, ehe Träsch sogar noch ein viertes Tor drauf setzte. Ob 4:1 oder 2:1 ist dann eigentlich auch egal, hätte jedenfalls auch anders ausgehen können. Pogrebnyak war einer der stärksten Stuttgarter, sehr ballsicher und kaum von selbigem zu trennen.

Wie immer nervig und nicht nur mir aufgefallen: die permanenten animierten Werbeeinblendungen auf der Anzeigetafel. Keine Wiederholungen, da müsste man dann ja auch weniger Werbung bringen. Stadionsprecher ist, wenn ich das richtig recherchiert habe, Christian Pitschmann, der auch eher nicht geht. Lustig, wie er die Dortmunder in Waldorfschul-Manier aufforderte, die “Pyros oder was das ist” zu löschen, bei der Spielstandsansage immer “Dortmund” ganz tief sprach und beim BVB-Doppelwechsel leicht irritiert “das stand aber so auf meinem Zettel” sagte, weil er wohl den Doppelwechsel nicht richtig begriffen hatte. Naja, für mich war’s als quasi neutraler ja eh egal, was auf dem Feld passierte, da war auch mein Nebensitzer, der nur “schicken!”, “ahwa” und “ja” sagte, ein kleiner Spaßfaktor. Seine Karte war übrigens in 54b, nicht 54a, aber gut, dass er trotzdem neben mir saß.