Morecambe FC – Northampton Town FC 1:2 (0:1)

Januar 13th, 2012

Zweiter Tag des Dreikönigs-Trips und weiter ging’s mit Viertliga-Fußball. Mit dem Zug ging’s von Birmingham aus ins Seaside Resort Morecambe, das sich ein Stück nördlich von Blackpool befindet. Nicht dass ich von Morecambe jemals vorher schon etwas gehört hatte – vom Fußball mal abgesehen… ;) Bei einer richtig steifen Brise ging’s für uns vom Bahnhof erstmal an den Strand, wo sich unter anderem auch das Art-Deco Hotel “The Midlands” befindet. Bei schönem Wetter sicherlich ganz nett war’s bei dem starken Wind etwas ungemütlich. In der völligen Off-Season war’s fast schon schwierig etwas zum Essen zu finden, nachdem wir schon halb am Stadion waren drehten wir nochmal eine Runde in der Stadt und fanden einen netten, leckeren Fish&Chips-Laden. Die Morecambe Bay Plaice war aus, also gab’s handelsüblichen Haddock – wie gesagt, jedenfalls sehr lecker.

Nach Fish&Chips ging’s fußläufig zum Stadion, der Globe Arena. Das Stadion macht ein bisschen mehr her als das Pirelli Stadium, wobei im wesentlichen der Peter McGuigan Stand der einzig große ist. Eigentlich wollten wir auf die Gegentribüne, North Terrace, um den Rest vom Stadion, sprich den Peter McGuigan Stand, gut sehen zu können, bei unsicherem Wetter war es uns allerdings zu heikel, unüberdacht zu stehen und so ging’s dann halt auf die Haupttribüne – für mich immerhin mit 3 Pfund Studentenrabatt. :)

Die Haupttribüne ist ziemlich groß, die beiden Hintertortribünen sind immerhin noch überdacht, wenn auch relativ klein, nur die North Terrace, auf der auch nur 606 Zuschauer Platz haben, ist sehr klein und wie gesagt ohne Dach. Insgesamt passen in das quasi brandneue Stadio (Eröffnung August 2010) 6.476 Zuschauer. Shrimps gegen Cobblers, das hieß 12. gegen 23. Northampton nahm am Ende die wichtigen drei Punkte mit, Morecambe kam zwar 10 Minuten vor Schluss nochmal ran, am Ende war’s aber zu wenig von Gastgebern.

Für uns ging’s, logisch, wieder per pedes zurück zum Bahnhof. Da der Warteraum abgesperrt ware – Vandalismusgefahr – trödelten wir ein bisschen beim Blockbuster rum, wo ich immerhin noch zwei PS3-Spiele für 20 Pfund mitnahm, bevor dann der Zug nach Leeds kam. Vor Ort ging’s dann im Hotel einchecken und dann zu einem späten Abendessen ins Red Hot World Buffet, auf das wir zufällig stießen und über das wir uns schon vorher unterhalten hatten. Dort gibt’s, wie der Name schon sagt, diverses Essen am Buffet – italienisch, indisch, chinesisch, Lousiana-Grill-Style, etc. – was in der Kombination mit der Eis-Bar natürlich dazu führte, dass wir kugelrund waren und im wesentlichen wie die Steine ins Bett fielen. Gut, dass wir auch am nächsten Tag nicht früh raus mussten.


Red Hot World Buffet

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Burton Albion – Accrington Stanley 0:2 (0:1)

Januar 13th, 2012

Wie die meisten England-Trips startete auch der Dreikönigs-Trip 2012 mit dem 06:50-Flug mit Germanwings nach Stansted. Easybus hatte dann meine auf 08:20 gebuchte Busfahrt auf 08:00 verschoben, was sich aber trotz leichter Verspätung ausging, es war aber auch eh wenig los für ein langes Wochenende, insofern wäre auch der 08:40-Bus wohl okay gewesen. Verkehr war wenig beim in die Stadt fahren, also entschied ich mich, von Baker Street über Bond Street, Oxford Circus, Regent Street, Picadilly Circus und Buckingham Palace zum Wetherspoon’s bei Victoria zu laufen, wo ich mich mit Kollege Flopsi zum Beer & Burger-Special traf. Danach ging’s mit dem Megabus mal wieder nach Birmingham, wo wir unser Zeug im Hotel deponierten und uns dann auf den Weg nach Burton upon Trent machten. Zünftigerweise gab’s im Zug natürlich ein Carling, befindet sich die Carling-Brauerei doch ebenda.

In Burton gab’s wenig zu tun außer direkt zum Stadion zu latschen. Das Pirellit Stadium befindet sich ungefähr 2km vom Bahnhof entfernt und ist recht neu, erbaut 2005. Das Stadion hat vier einrangige Tribünen und bietet 6.912 Zuschauern Platz. Der South Stand ist der einzige All-Seater stand, wir standen gegenüber auf dem North Stand, an der Seite zum West Stand, auf dem sich der Heimfanblock befand.

Die Brewers hatten am Anfang mehr vom Spiel, in Führung gingen nach einer guten halben Stunde allerdings die Gäste durch einen Freistoß. Das 0:2 besorgte Brewers-Verteidiger Austin mit einem Eigentor, der Ball ging relativ kurios erst an die Latte und dann zum Torwart, der ihn aber nicht festhalten konnte. Die Brewers hatten nichts mehr entgegen zu setzen und so sahen die 2.486 Zuschauer die zweite Heimniederlage und das zweite Heimspiel ohne Tor in Folge. Burton rutschte damit aus den Playoff-Rängen während Accrington den Anschluss an ebendiese herstellte.

Für uns ging’s nach dem Spiel wieder per pedes zum Bahnhof und mit dem Zug zurück nach Birmingham. Natürlich nicht, ohne noch ein bisschen vom feinen Stöffchen aus Burton zu kosten. :)

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No rest for the wicked

Januar 5th, 2012

Winterpause? Kennt man als ambitonierter Hopper natürlich nicht. ;) Deshalb geht’s über’s verlängerte Dreikönigs-Wochenende gleich wieder nach England. Dieses Mal steht zwei Mal League 2 und ein Mal FA Cup auf dem Programm:

  • Freitag, 06.01.2012, 20:45, Burton Albion – Accrington Stanley (L2)
  • Samstag, 07.01.2012, 16:00, Morecambe FC – Crewe Alexandra (L2)
  • Sonntag, 08.01.2012, 16:30, Peterborough United – Sunderland AFC (FA)

Morgen geht’s wie üblich mit dem 06:50-Germanwings-Flug nach Stansted, von dort aus dann nach Birmingham, die Samstag/Sonntag-Übernachtung findet dann in Leeds statt, bevor es über Peterborough wieder zurück nach London geht und Montag früh direkt ins Büro.

VfB Stuttgart – Hamburger SV 2:1 (1:0)

Dezember 24th, 2011

Abschluss des Fußballjahres mal wieder mit DFB-Pokal in Stuttgart, dieses Jahr allerdings gegen den HSV und nicht gegen Bayern. Zu feiern gab’s Spiel #75 in 2011, ein deutliches Plus im Vergleich zu letztem Jahr mit 68 Spielen, wobei ich mich nicht mal bemüht habe, besonders viel zu sehen. Mehrere England-Trips tragen halt schon dazu bei, dass die Zahl an Spielen beachtlich steigt.

Ungewohnt ging’s dieses Mal über den Osten nach Cannstatt, weil ich mich mit Pierre zum Vor-Spiel-Dönern verabredet hatte. Vom Ostendplatz ging’s gemütlich per pedes zum Stadion, wo Bernd und Hubert schon auf den Plätzen auf uns warteten. Bei mäßigem Zuschauerandrang – 38.600 waren da – war der HSV die bessere Mannschaft, allerdings ging der VfB nach nicht ganz 25 Minuten mit der ersten Chance in Führung, Cacau profitierte von einem Stellungsfehler von Bruma und hatte so freien Weg zum Tor. Nach dem Tor drehte sich die Partie, der VfB von da an deutlich überlegen, aber ohne zählbares. Nach der Pause kam dann relativ schnell der Ausgleich, als Guerrero bis zur Grundlinie durchging und sein Pass nach hinten von Kvist ins eigene Tor gelenkt wurde. Unnötig, da drei VfB-Spieler Petric gewähren ließen und so erst der Pass auf Guerrero möglich war. Kurz danach ging der VfB allerdings wieder in Front, nach schöner Flanke von Molinaro musste Cacau nur den Fuß hin halten. Im wesentlichen war’s das vom VfB, wenn man mal von Sven Ullreich absieht, der gleich drei 100%ige Chancen der Gäste zunichte machte und so den Sieg fest hielt.

Alles in allem ein relativ kurzweiliger Kick, wenn man von den ersten 25 Minuten vor dem 1:0 absieht. Die nächste Runde bringt dann den FCB wieder nach Stuttgart, man darf gespannt sein wie sich die Herren Molinaro und Robben verhalten. ;)

Bayer Leverkusen – 1. FC Nürnberg 0:3 (0:2)

Dezember 18th, 2011

Letzter Spieltag der Hinrunde und da ich erstens keine Karte für das Köln-Spiel hatte und das zweitens auch undankbar am Freitag Abend war gab’s ein kleines verfrühtes Weihnachtsgeschenk: eine Karte für’s Leverkusen-Heimspiel gegen Nürnberg, womit ich endlich die ganze Bundesliga abgehoppt habe. Leverkusen hat sich lange gezickt, für Bayern-Auswärtskarten habe ich mich ewig lange beworben und nichts bekommen, jetzt ging’s halt zu einem Nicht-Bayern-Spiel (natürlich werde ich jetzt in der Hinrunde nochmal LEV bekommen, eh klar ;) ). Auf dem Zwischenstop in AB konnte ich immerhin am Freitag Abend das 3:0 der Bayern gegen Köln verfolgen; Junge, Junge habe ich mich über die Kölner aufregen müssen, das war ja echt Anti-Fußball. Es gibt aber halt doch einen Fußball-Gott und der findet Anti-Fußball auch scheiße, weshalb sich gerade der hässliche Vogel Geromel als Vorbereiter für das 1:0 der Bayern betätigten durfte. Mit 10 Mann die Kölner humorlos 3:0 abgefrühstückt, so muss das sein. Einem entspannten Samstags-Trip stand also nichts mehr im Weg.


Harhar ;)

Gegen kurz vor elf machte ich mich dann auf den Weg nach Leverkusen, von AB aus in etwas mehr als zwei Stunden erreichbar. Eigentlich wollte ich relativ nah am Stadion parken, im Gegensatz zu München wird allerdings das umliegende Wohngebiet bereits frühzeitig gesperrt. Ich fand dann aber einen guten Parkplatz am Bahnhof
Leverkusen-Schlebusch‎, kostenlos und vom Stadion auch nur eine Viertelstunde entfernt. Für mich ging’s allerdings erstmal auf Schusters Rappen in die Stadt, um wenigstens ein minimales “Sightseeing” zu machen. Leverkusen ist jetzt nicht gerade für seine vielen Attraktionen bekannt, aber ich muss zugeben dass die Innenstadt ganz nett ist, Fußgängerzone zum ordentlich einkaufen, zu dieser Jahreszeit natürlich mit Weihnachtsmarkt. Ich zog es allerdings vor, mir einen Döner + Wegbier zu holen, preislich auch deutlich besser als Wurstwaren auf dem Weihnachtsmarkt (Döner für 3 €, Bier für 1,30€). Weiter per pedes ging’s dann von der Innenstadt durch den Stadtpark zum Stadion. Ist jetzt nicht so, dass Stadion mittem im Wohngebiet liegt (nicht so wie zum Beispiel in Everton), aber nördlich und südlich/südöstlich schließen schon Wohngebiete an. Immerhin nicht ganz so auf der grünen Wiese, Daumen halbhoch dafür. Äußerst charmant ist es von außen jetzt nicht, die Dachkonstruktion sieht relativ gewagt aus, führt aber in ihrer Ausführung immerhin dazu, dass man auch vor dem Einlass noch trocken steht. Der McD, der mal im Stadion war, befindet sich jetzt übrigens auf der gegenüberliegenden Straßenseite. Positiv ist, dass man im Stadion nicht zwingend eine Stadion-Karte braucht (Karte im Sinne von Kreditkarte, nicht Straßenkarte ;) ), denn man kann auch mit Geldkarte bezahlen. War mir zwar egal, weil ich eh nichts kaufte, finde ich aber vom Prinzip her schon okay.


Stadion unter Wasser…


Flutlichtstimmung

Ich hatte mir eine (Eintritts-)Karte im Oberrang gewichtelt, Ecke Süd-/Osttribüne, Reihe 1, als Student für schmale 15€. Von dort war sowohl der Blick auf die Gästefans (Ecke Süd-/Westtribüne) als auch auf die Heimfans (Ecke West-/Nordtribüne) okay. Interessanterweise sind beide Stehplatzblöcke in der Kurve, die Heimfans befinden sich also nicht hinter dem Tor. Ist wohl dem geringen erwarteten Aufkommen an Stehplatzfans geschuldet. Das Stadion hat einen umlaufenden Unterrang, bis auf die Südtribüne, so einen komischen VIP-Komplex, gibt’s darüber auch einen kleinen Oberrang. 30.210 Zuschauer passen rein, damit ist Leverkusen glaube ich drittkleinstes Stadion, nur Wolfsburg und Freiburg haben noch kleinere.

Meine Traumergebnisse für den 17. Spieltag wären, von etwaigen Dortmund-, Gladbach- und Schalke-Niederlagen abgesehen, Siege von Nürnberg, Augsburg, Lautern und Stuttgart gewesen – rein opportunistisch, um Wolfsburg auf einem Abstiegsplatz überwintern zu sehen. :) Wie immer wenn’s um den Wolfsburger abstieg ging war’s wieder nur ein Traum, alleine schon der Wolfsburger Sieg gegen den VfB machte ja meinen Wunsch zunichte.

Der Club, eigentlich eher der Außenseiter in dieser Partie, legte gleich gut los und nutzte die erste Chance zum 0:1: langer Diagonalpass von Eigler auf Didavi, der von rechts ins linke Ecke abzog, keine Chance für Leno. Leverkusen war leicht konsterniert und kam gegen zweikampfstarke Nürnberger überhaupt nicht ins Spiel. Allerdings haderte Leverkusen auch zurecht mit dem Schiedsrichter, denn die Nürnberg legten eine italienisch anmutende Spielweise an den Tag: selbst ordentlich zulangen und bei Zweikämpfen möglichst leicht fallen. Schiedsrichter Schmidt aus Stuttgart ließ die Nürnberger jedenfalls gewähren, mehr als die am Ende insgesamt nur eine Gelbe Karte gegen Feulner wäre da schon drin gewesen. Sei’s drum, die erste Ecke verwandelte Nürnberg auch gleich, mit dem 0:2 ging’s auch in die Pause. Leverkusen war nach der Pause bemühter, allerdings ohne Erfolg. Nach dem 0:3 durch Pekhart in der 73. Minute war der Drops gelutscht – dritte Ecke, zweites Tor, gute Quote. Spielerisch war’s kein Leckerbissen aber alles in allem ein okaynes Spiel, wobei mir die Nürnberger Spielweise schon mächtig auf den Senkel ging, obwohl ich für Bayer ja an sich auch keine Sympathien habe. ;)

Wie auch immer, die Bundesliga habe ich jetzt also endlich mal komplett abgehoppt und überhaupt Leverkusen das erste Mal live gesehen, auch interessant. Letztes Spiel vor der Winterpause: VfB-HSV am Mittwoch.