Derby County – Bristol City 3:0 (1:0)

April 5th, 2013

Zweiter Stop am Karfreitag: das Pride Park Stadium in Derby. Von Rotherham aus gings wieder nach Sheffield, wo umsteigen Richtung Derby angesagt war, aber auch noch genug Zeit um im gut gefüllten Sheffield Tap am Bahnhof noch ein Pint zu trinken. In Derby gings zu Fuß zum Stadion wo es sich als etwas schwierig erwies, den Collection-Schalter zu finden, die Beschilderung war etwas irre führend und so liefen wir eine vergebliche Stadionrunde um zum merken, dass wir eigentlich vorher schon bei der Collection waren, nur dass es jetzt viel voller war. Zeitlich gepasst hats trotzdem noch und wir konnte ohne Probleme unsere Plätze in der Nordwestecke (“Menzies Hotels Nort-West Corner Stand”, um genau zu sein ;) ) einnehmen.

Das Pride Park Stadium, Heimat der Rams seit 1997, ist schönes Stadion, dass durch den großen (Toyota) West Stand, der auch höher als die anderen Stands ist, dominiert wird. Unser Platz war genau in der Ecke, irgendwie etwas seltsam, von der Sicht aber trotzdem sehr gut. Mit Platz für 33.597 Zuschauer ist es das viertgrößte Stadion der Championship, nur Hillsborough, die Elland Road und das Riverside Stadium sind größer. Der Verein Derby County ist in Deutschland wohl eher weniger bekannt, letztmalig war der Verein in der Saison 2007/08 erstklassig, stieg aber bereits nach einem Jahr wieder ab, ich persönlich hab, seit ich The Damned United gelesen habe, eine gewissen Sympathie für die Rams, aktuell ist mit Nigel Clough der Sohn des ersten Meistertrainers Brian Clough Trainer, allerdings kam Derby bisher über Mittelfeldplatzierungen in der Championship nicht hinaus.

Auch diese Saison steht Derby aktuell im Mittelfeld, dem 3:0-Sieg gegen den Tabellenletzten aus Bristol folgte allerdings ein 1:2-Sieg bei Leeds United, was übrigens den Rücktritt von Neil Warnock zur Folge hatte, allerdings fehlen immer noch 7 Punkte auf den letzten Playoff-Platz. Bristol erwies sich jedenfalls als relativ dankbarer Gegner, Derby hatte leichtes Spiel, obwohl Jamie Ward in der 3. Minute einen Elfmeter zur frühen Führung vergab. Zwei Tore je 10 Minuten vor und nach der Pause entschieden das Spiel, in der Nachspielzeit fiel dann noch das 3:0, was unseren Torschnitt immerhin von eins auf zwei verdoppelte. :)

Nettes Stadion, flottes Abendspiel und ein Zuckerle obendrauf: eigentlich hatten wir den ersten Zug nach Abpfiff bereits abgehakt und unterhielten uns auf dem Weg zum Bahnhof darüber, dass es in Fällen wo es knapp ist dann meistens doch so ist, dass man den Zug, Bus, etc. nur um drei Minuten oder so verpasst und meint man hätte ihn noch kriegen können, als wir auf der Anzeige sahen, dass der eigentlich für 21.45 angekündigte Zug erst um kurz vor 22.00 kommen sollte – hat dann also doch noch mit dem frühen Zug geklappt und einer ausgedehnten Nachtruhe stand nichts mehr im Weg, bei viel Aufenthalt im Kalten waren wir doch relativ gemolken, auch wenn der Tag alles andere als laufintensiv war.

Pride Park Stadium, Derby County - Bristol City

Statue am Pride Park Stadium, Derby County - Bristol City
Statue von Brian Clough und Peter Taylor

Pride Park Stadium, Derby County - Bristol City

Pride Park Stadium, Derby County - Bristol City

Pride Park Stadium, Derby County - Bristol City

Pride Park Stadium, Derby County - Bristol City

Pride Park Stadium, Derby County - Bristol City

North Stand, Derby County - Bristol City

East/South StandNorth Stand, Derby County - Bristol City

South/West Stand, Derby County - Bristol City

South Stand, Derby County - Bristol City

Logen, Derby County - Bristol City

Rams-Maskottchen, Derby County - Bristol City
Rams-Maskottchen Rammie

Mannschaften, Derby County - Bristol City

Anzeigetafel, Derby County - Bristol City

Shake hands, Derby County - Bristol City

Come on you Rams, Derby County - Bristol City

We are Derby, Derby County - Bristol City

Super Rams, Derby County - Bristol City

Anstoß, Derby County - Bristol City

Elfmeter Derby, Derby County - Bristol City

Nachgelegt, Derby County - Bristol City

Spielszene, Derby County - Bristol City

Eintrittskarte Derby County - Bristol City, Front

Eintrittskarte Derby County - Bristol City, Back

FC Middlesbrough – Cardiff City 0:2 (0:2)

April 16th, 2012

Zum Ostersamstagsspiel ging’s nach dem auschecken nach Middlesbrough, endlich mal wieder Megabus fahren. Middelsbrough ist, erstaunlicherweise, mal wieder, ein ganz nettes Städtchen mit einer ansehnlichen Innenstadt. Nach minimalem Shopping und kleiner Sightseeing-Runde ging’s zum Pubben in den Weatherspoon, der örtlichen Lage nach auch angenehm günstig, danach war’s Zeit, zum Ground zu latschen.

Middlesbrough, bekannt als UEFA-Cup-Finalist 2006, den ich damals Live in Eindhoven 4:0 gegen Sevilla verlieren sah, spielt im Riverside Stadium,das relativ nah zur Innenstadt in einem Industriegebiet liegt, umgeben von seltsamen Häusern auf Häusern und Kunstwerken. Ganz nett sind die Tore vom alten Stadion, Ayresome Park, die vor dem Stadion stehen, flankiert von zwei Statuten. Ansonsten ist das Stadion sowohl von außen als auch von innen ein klassischer Grüne-Wiese-Bau, außen gleichförmig, innen im Endeffekt auch, wenn man davon absieht, dass der West Stand ein bisschen höher gezogen ist, alle Stands jedenfalls zweirangig. Unsere Plätze waren Richtung Boro-Fans, leider neben ein paar “Frangen”, so dass wir uns in der Halbzeit weiter nach oben verzogen, um unsere Ruhe zu haben.

Boro gegen Cardiff, das hieß Kampf um die Playoff-Plätze – Boro mit drei Punkten mehr und punktgleich mit Brighton und Blackpool dabei in der besseren Position. Den besseren Auftakt hatten die Gäste, die Wembley-Style einen Schuss an die Unterkante der Latte setzen, ehe es schon nach 11 Minuten 0:1 nach einem Standard hieß. Nur sieben Minuten später tanzte sich Mason durch die Boro-Abwehr und schob cool zum 0:2 ein – vor der Halbzeit passierte nicht mehr viel mehr. In der zweiten Halbzeit zeigte Boro dann eine deutliche Leistungssteigerung, allerdings ohne zu Toren zu kommen, wobei drei Pfostentreffer zu verbuchen waren.

Nach dem Spiel ging’s nach Newcastle, wo wir nach einigen Schwierigkeiten – wenn die Ortsangabe bei Google Maps nicht stimmt, wird’s halt schwierig ein Haus zu finden – auch unser Hotel fanden, wie erwartet kein Highlight der Hotelerie, aber dafür günstig und irgendwie auch ein bisschen humorig. Nach dem Spiel ging’s dann mal wieder zu einem echt englischen Vergnügen, Greyhound Racing. Das Stadion zu finden, erwies sich leider als schwieriger als erwartet, nachdem mein 50MB-Roaming-Paket schon am Samstag Mittag leer gewesen war, konnte Kollege Flopsi aber zum Glück die Navigation per Handy übernehmen. Für schmale 8,95 Pfund gab’s das Party Package Plus: nicht nur mit Eintritt sondern auch mit Burger-Gutschein und drei Freigetränken, yay. Der Burger war, dem Preis und der Örtlichkeit nach, sehr mau und schmeckte immerhin nach gar nichts, aber egal, immerhin was zu knasten. Wetten war dann wie immer unterhaltsam, es stellte sich heraus, dass ich da ein ganz glückliches Händchen hatte, im weiteren Tourverlauf sollte sich bei anderen Arten des Glücksspiels allerdings Kollege Flopsi als geeigneter erweisen. Nach einem langen Tag, einer Folge Pete vs. Life und noch zwei Folgen FotC ging’s dann gegen eins auch pennen, mit mäßigem Erfolg, denn um drei schlugen die besoffenen Flurnachbarn auf, lärmten bis fünf und dann ab sieben wieder – awesome. Immerhin hatten wir das Zimmer abgeschlossen, sonst hätten die uns wohl nachts mal besucht und wer weiß was angestellt, vielleicht unser Zimmer mit einem der Shared Bathrooms verwechselt. ;)

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FC Burnley – Brigthon & Hove Albion 1:0 (1:0)

April 13th, 2012

Erster Stop der Ostertour war Burnley, die das Karfreitag-Mittag-Spiel gegen Brighton & Hove Albion bestritten – passend, da Brighton selbst auch letzter Stop der Tour am Osterdienstag war. Luxuriös ging’s dieses Mal nicht mit dem Megabus sonder per Zug nach Manchester. Dort kurz den Bahnhof von Picadilly nach Victoria gewechselt und ab ging’s nach Burnley. Kurz die Tickets abgeholt und eine Stadionrunde gedreht und ab ging’s ins Turf Moor.

Turf Moor ist ein kultiges Stadion, das 22.546 Zuschauern Platz bietet und in dem Burnley seit dem 17 Februar 1883 (!) spielt. Gibt natürlich die alte Frage, was da noch vom ursprünglichen Stadion übrig ist, aber trotzdem krass. Die vier Tribünen stehen frei, die Ecken sind nicht verbunden. Zwei Tribünen – der Bob Lord Stand, auf dem wir saßen, und der David Fishwick Stand, auf dem sich die Gästefans befanden – sind einrangig, die Haupttribüne (James Hargreaves Stand) und die andere Hintertortribüne (Jimmy McIlroy Stand) sind zweirangig). Die alten Tribünen sind noch nicht freitragend und so hatte ich einen schönen Stahlträger im Blick auf’s Tor. Trotzdem ein sehr netter Ground mit Old-School-Charme – vor allem die Holz-Klappsitze auf den alten Tribünen sind witzig. Und sehr breit und bequem.

Für Burnley ging’s quasi um nix mehr, das Team hängt im Mittelfeld der Tabelle, der Abstand zu den Play-Off-Plätze dürfte schon zu groß sein, Brighton dagegen musste punkten, um nicht aus den Play-Off-Plätzen zu fallen. Das Tor des Tages erzielte allerdings Burnleys Austin: nach einer Flanke als einziger Burnley-Spieler alleine im 16er schoss er erst einen Verteidiger an, nahm dann den Abpraller, umkurvte den Torwart und schob den Ball ins Tor. Weitere Chancen gab’s auf beiden Seite, kein schlechtes Spiel, aber Tore fielen keine weiteren, auch nicht in der sechsminütigen Nachspielzeit.

Nach dem Spiel ging’s für uns zeitig zurück zum Bahnhof, den Tesco ignorierend, stand doch gleich danach das zweite Spiel am Karfreitag in Macclesfield an. Von Manchester Road ging’s also wieder zurück nach Manchester und dort wiederum den Bahnhof zu wechseln und dann ab nach Macclesfield.

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Bristol City – Nottingham Forest 2:3 (0:2)

Mai 6th, 2011

Finale Station des Oster-Trips 2011 war Bristol und zumindest für mich stand das letzte Mal früh aufstehen auf dem Programm – 7:51 ging unser Zug von Sheffield nach Meadowhall, von dort ging’s mit dem Megabus um 08:40 weiter nach Bristol, wo wir um 13:00 auch ankamen. Bristol macht einen netten Eindruck, am Hafen entlang ging’s gemütlich zum Stadion wo wir auch zeitig genug ankamen um die obligatorische Stadionrunde zu drehen.

Ashton Gate ist sehr nett gelegen, direkt an einem Wohngebiet und dem Greyville Smith Park, in dem sich vor dem Spiel recht viele Fans tummelten und sich die Sonne auf den Bauch scheinen ließen. Ashton Gate hat recht klassisch zwei große Tribünen an den Längsseiten und zwei kleinere auf den Hintertorseiten. Die kleinere, nicht freitragende, beherbergt auch die Gästefans. Die “Robins” spielen seit 1904 in Ashton Gate, das 21.497 Zuschauern Platz bietet. Nachdem man sich lange mit dem Gedanken trug, das Stadion massiv zu erweitern, sieht es so mittlerweile so aus, dass es wohl einen 30.000 Zuschauer fassenden Neubau geben wird.



Das ist wohnen am Stadion!

Für Bristol City ging’s in diesem Ostermontagsspiel eigentlich um nicht – 13 Punkte vor den Abstiegs- und 12 Punkte hinter den Playoff-Plätzen. Ganz anders für die Gäste, die zwar den letzten Playoff-Platz, Platz 6, inne hatten, das allerdings punktgleich mit Leeds und Burnley. Für Forest war ein Sieg also eminent wichtig – passend also, dass Boyd bereits nach 4 Minuten einen Abstauber zum 0:1 verwandelte. Kurz vor der Pause verwandelte Boyd einen Elfmeter zum 0:2 – blöd verteidigt von City, der Elfmeter hätte nicht sein müssen. Kurz vor der Pause gab’s dann aber Alarm von anderer Seite, denn hinter uns standen ein paar Typen die meinten, sich mit den Ordnern anlegen zu müssen – schlechte Idee, denn die holten kurzer Hand die Polizei und raus ging’s. Gleichzeitig gab’s dann noch eine Pitch Invasion, allerdings Flitzer-untypisch mit Klamotten. Es war also was geboten abseits des Platzes und auch auf dem Platz ging’s dann munter weiter. Bristol kämpfte sich zurück ins Spiel und konnte durch zwei Kopfballtore ausgleichen, die Punkte nahm dann aber doch Forest mit, als eine Kopfball-Bogenlampe sich gerade so über dem Verteidiger am langen Pfosten ins Tor senkte. Nach dem 5:1-Heimsieg gegen Scunthorpe am nächsten Spieltag steht Forest jetzt drei Punkte vor Leeds, hat aber die um 6 Tore bessere Differenz – der Playoff-Platz sollte also geritzt sein.


Für uns ging’s nach dem Spiel zurück in die Stadt, ein bisschen über den Queen Square und durch den Castle Park flanieren, bevor das erste – und letzte – Mal KFC auf dem Speiseplan stand. Dann gab’s noch das letzte Pub-Bier, bevor’s mit dem Megabus weiter nach London und mit der Tube nach Hounslow ging. Auf dem Weg noch schnell beim Paki ein Bier gewichtelt, ins Hotel eingecheckt, dann konnten wir sogar noch den Spielbericht vom heutigen Spiel sehen, bevor’s in die Heia ging. Kollege Flopsi musste bereits um 04:00 aus der Kiste, ich konnte auspennen, was ich allerdings auch nur bis 8:00 nutzte. Dann schaute ich ein bisschen Fernsehen, bevor es über den McD in Hounslow wieder zur Tube und ab nach Heathrow ging.

Wie immer eine perfekt organisierte Tour, bei der ich dieses Mal immerhin auch halbwegs ordentlich vorbereitet war. ;) Danke für die Orga auch noch mal an dieser Stelle, ich freue mich schon auf’s nächste Mal. ;)

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Spielbericht bei Bristol City
Spielbericht bei Nottingham Forest

Coventry City – Scunthorpe United 1:1 (1:1)

Mai 4th, 2011

Karfreitag und zweiter Tag des Ostertrips, es ging mit dem Megabus nach Coventry für gerade mal 6 Pfund für zwei. Karfreitag sei Dank gab es auf der M40 einen recht ordentlichen Stau, so dass wir eine gute Stunde zu spät im Cannon Park ankamen. Dort schnell den Bus in die Stadt gebucht und im Travelodge eingecheckt, dann ging’s auch schon auf den Weg zur Ricoh Arena. Zum Glück nahmen wir dann doch den Bus, die Strecke zu Laufen wäre ganz schön lang geworden und es war so schon knapp. Am Stadion noch schnell Tickets geholt und dann nix wie rein und auf unseren Platz im Tesco Stand – ausnahmsweise also keine Stadionrunde, wobei wir da wohl nicht viel verpasst haben.

Die Ricoh Arena existiert seit 2005 und bietet 32.609 Zuschauern Platz. Ursprünglich war ein Stadion mit 45.000 Plätzen geplant, das allerdings nach dem Abstieg Coventrys 2001 und dem Vergabe der Fußball-WM 2006 an Deutschland nicht realisiert werden konnte. Neubautypisch hat das Stadion keinen besonderen Charme, aber immerhin zwei relativ steile Hintertortribünen. Bis auf den Telent Stand, die Haupttribüne, die einen kleinen Oberrang besitzt, haben alle Tribünen nur einen Rang.

Für die Sky Blues ging’s eigentlich nur noch um die goldene Ananas, während The Iron, Station auf dem Ostertrip letztes Jahr, gegen den Abstieg kämpfte. Die Hausherren gingen bereits in der fünften Minute in Führung, als Bell von rechts außen an den Fünfmeterraum zurücklegte und King den Ball ins Tor hämmerte. Scunthorpe, in furchtbar hässlichem Grün-Schwarz, glich durch Nunez kurz vor der Pause aus, wobei er Glück hatte dass sein Schuss noch abgefälscht wurde und den Torwart auf dem falschen Fuß erwischte. Das war’s dann auch an Toren, auch wenn’s ansonsten relativ kurzweilig war. Für Scunthorpe war’s am Ende zu wenig, mittlerweile ist auch klar dass der Weg in die League 1 führt.

Nach dem Spiel ging’s dann wieder mit dem Bus zurück in die Stadt und auf dem Weg zum Bahnhof immerhin noch ein minimales Sightseeing-Programm absolvieren, bevor’s mit dem Zug nach Northampton zum zweiten Karfreitagsspiel ging.

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Spielbericht bei Coventry City
Spielbericht bei Scunthorpe United

Ipswich Town – Norwich City 1:5 (0:2)

Mai 3rd, 2011

Zum diesjährigen Ostertrip nach England ging’s am Gründonnerstag völlig gechillt erst um 12:35 in Stuttgart los – so konnte ich mich immerhin vorher noch mit einer Tonne E-Mails in BonFIRE rumschlagen, wobei ich die letzte erst im Bus zum Flugzeug schrub. ;) Dank Zeitverschiebung war ich zeitig in Heathrow – angenehmer als Stanstead, denn so konnte ich easy mit der Tube nach Paddington gurken, um ins altbekannte Easyhotel einzuchecken – nicht ohne mich, nachdem ich in Paddington ausnahmsweise den Ausgang direkt aus der Tube und nicht aus dem Bahnhof genommen hatte, erst mal zu verlaufen, wobei mir relativ schnell klar war, dass die Richtung falsch war. Schnell beim freundlichen Inder noch zwei Bier und zwei Packungen Walker’s gekauft und ins Hotel, wo Kollege Flopsi unerwartet schon vor mir aufgeschlagen war. Mehr oder weniger direkt ging’s mit der Tube zur Liverpool Street, wo bereits um 16:30 der Zug nach Ipswich fuhr – auf dem Weg konnte ich mich erst als ortskundig erweisen (Ich mich! in London! Da merkt man schon dass die Frage Quatsch war. ;) ), danach war immerhin noch Zeit für das erste Bier des Trips, bevor wir den Zug enterten. Die Fahrt war mit 1:04 angenehm kurz und knapp 2 Stunden vor Anpfiff waren wir am Bahnhof. Kaum aus dem Bahnhof raus kann man auch schon das Stadion sehen, ist also ein No-Brainer.

Wir drehten also die übliche Stadionrunde, natürlich inklusive Stop an den Statuen von Sir Alf Ramsey und Sir Bobby Robson, den zwei Ipswich-Trainer die später auch Nationaltrainer waren, wobei wir auf einen Hopper aus Wales stießen. Selbiger war in seiner Arbeitskluft und steckte uns, dass er so umsonst rein konnte – auch eine nette Sache. Da noch genug Zeit war, tappten wir nochmal ins Städtchen, wo allerdings nicht viel geboten war und nach einem Bier in der Nähe des Stadions ging’s dann auch rein, wobei wir auf dem Weg zum Eingang noch die lokale Samba-Gruppe bewundern konnten und uns an Mr. Ed erfreuen konnten.

Die Portman Road ist schon ein netter Kasten, kann man nix sagen. Insgesamt passen knapp über 30.000 Zuschauer rein und interessanterweise sind die Hintertortribünen größer als die Tribünen auf den Längsseiten. Ipswich Town spielt schon seit 1884 an der Portman Road, wobei wohl nichts mehr vom ursprünglichen Stadion übrig geblieben ist. Eh klar dass das Stadion ein All-Seater ist. Unsere Plätze waren im Britannia Stand, auf der Höhe des 16m-Raums vor dem South Stand.


Das Spiel war ein echtes Highlight, sind doch die Partien von Ipswich gegen Norwich auch als East Anglia Derby, oder, in Anlehung an das schottische Old Firm, als Old Farm Derby bekannt. Mitglied werden hätten wir zwar wohl doch nicht müssen, aber sicher ist sicher. Die Zielrichtung war eigentlich klar: Ipswich im Mittelfeld der Tabelle ohne Perspektive nach oben oder unten, Norwich als Tabellenzdritter auf dem einen Punkt hinter dem zweiten, Cardiff City (wer’s nicht weiß: in der Championship steigen 1. und 2. direkt auf, 3. bis 6. spielen den dritten Aufsteiger aus). Die erste Chance hatte zwar Ipswich, Norwich drückte danach aber und Surman staubte in der 13. Minute zum 0:1 ab, nachdem Lee-Barrett einen Schuss nur abklatschen konnte. Das 0:2 besorgte McAuley dann nach 24 Minuten nach einer Ecke am langen Pfosten per Kopf ins eigene Tor. Norwich war auch in der zweiten Hälfte effektiver, wobei ausgerechnet ein von uns eher als Justus-Jonas-Typ identifizierter Spieler sich vor dem 0:3 schön auf außen durchsetzte, so dass in der Mitte Jackson den Ball nur noch rein drücken musste. Ipswich kam zwar mit einem Traumtor aus 25 Metern zentral in den linken oberen Winkel nur fünf Minuten später noch mal ran, wiederum zwei Minuten später erhöhte Norwich nach einem Konter allerdings wieder auf 3 Tore Differenz. In der Schlussminute setzte Norwich den Ball quasi aus identischer Position erst an die Latte, ehe Pacheco den Ball zum 1:5-Endstand verwandelte. Norwich überholte damit Cardiff City und ist mit dem gestrigen Sieg gegen Portsmouth auch aufgestiegen, wie sogar der Kicker berichtete – wahrscheinlich weil Ex-Dortmund-Spieler Paul Lambert, Norwichs Trainer, einigen noch bekannt sein dürfte.

Nach dem Spiel ging’s erst mal direkt zum Bahnhof, wo sich der Menschenauflauf zum Glück relativ schnell auflöste. Blöd war, dass es weder was zum einkaufen gab und auch die Automaten nicht gingen, so dass wir nichts mehr zu trinken kaufen konnten – ich war dann doch etwas dehydriert, aber da konnte man nichts machen. Immerhin konnte ich an einem der Automaten ein 2-für-1-Wispa abziehen, am anderen Automat konnten wir im wesentlichen zuschauen wie Leute Geld einwarfen obwohl nichts raus kam. Trotz Verspätung des Zuges waren wir dann gegen 0:20 wieder in London und erwischten immerhin noch eine Tube, so dass wir gegen 1:20 dann auch in die Falle gingen – aufstehen war für 8:00 angesetzt, nicht super, aber auch nicht wirklich früh. War jedenfalls ein guter Auftakt für den Trip, die 6 Tore bleiben dann im weiteren Verlauf allerdings unerreicht.


Easyhotel, yeah

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Spielbericht bei Ipswich Town
Spielbericht bei Norwich City

Sheffield Wednesday – Bristol City 0:1 (0:0)

April 13th, 2010

Finaler Stop der Ostern-Tour 2010 war Sheffield, wo wir erstmal im Stammhotel Ibis eincheckten und uns dann eine kleine Innenstadtbesichtigung inklusive Missionierungsversuch und Pubbesuch gönnten. Am Ostermontag ging’s dann erstmal den guten Pfundkurs ausnutzen und nach Meadowhall zum einkaufen; immerhin zwei Jeans und ein Hemd, unglaublich erfolgreich für meine Verhältnisse. Zum Glück konnten wir danach nicht nur die Rücksäcke sondern auch die Einkäufe im Ibis deponieren – zahlt sich manchmal doch aus, nicht im Travelodge oder im Easyhotel zu übernachten. ;) Nach der klassischen Nahrungsaufnahme im Pub ging’s dann mit der Tram nach Hillsborough, eines der ältesten Stadien der Insel und 1989 Schauplatz der Hillsborough-Katastrophe.

Das Stadion ist schon etwas in die Jahre gekommen, liegt aber relativ sympathisch zum Teil von einem Wohngebiet flankiert und am Ufer des Don. Der South Stand mit einer Uhr und dem Stadionnamen strahlt schon durchaus Charme aus, auch der Rest des Stadions ist ganz nett und bietet immerhin Platz für 40.000 Zuschauer und trotz der schlechten Lage von Wednesday und den wenigen mitgereisten Bristol-Fans war das Stadion knapp halb voll.

Wie’s halt läuft wenn’s nicht läuft spielte Sheffield zwar überlegen, kriegte aber kein Tor zustande. Und wie’s dann weitehrin läuft machte Bristol natürlich kurz vor Schluss noch das 0:1 – die Sheffield-Fans waren ordentlich bedient und begannen sofort, das Stadion zu verlassen. Immerhin wurden so die Tribünen relativ schnell leer und wir konnten noch gute Fotos machen. ;)

Nach dem Spiel ging’s mit der Tram wieder in die Stadt und auf einen kleinen Rundgang um das Stadion von Sheffield United – viel von innen konnte man von außen nicht sehen, aber sieht nett aus. Dem Hinweis des Tram-Schaffners wären wir allerdings besser nicht gefolgt, unser Weg zum Stadion war ziemlich bescheuert, aber wenn einem ein Einheimischer das so empfiehlt… danach hieß es nur noch Gepäck aus dem Hotel holen und ab mit dem Zug nach Doncaster, wo es endlich auch einen kleinen Stadtbummel gab – wenn man das abends um acht noch so nennen kann. Nach einigen Fehlversuchen gab’s dann sogar noch was zu essen, bevor wir am Bahnhof leider feststellen mussten, dass unser Zug verspätet war – das hieß dann keine Tube in London sondern Nachtbus, was dann hieß dass wir erst um 2:00 statt um 0:30 im Hotel waren – war also eine kurze Nacht im genau gleichen 7m²-Zimmer wie letztes Mal, wobei ich ja erst um 05:45 los musste. Und das erste Mal im Leben ging’s dann von Heathrow aus auch pünktlich los und direkt wieder ins Büro. Feine Tour, danke wie immer an Organisator Flopsi, ich freue mich schon auf die nächste Tour. ;)

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