Don’t build a stadium if you can’t operate it

April 11th, 2012

So, mal wieder ein Osterfest erfolgreich mit Kollege Flopsi in England über die Bühne gebracht. :) Dieses Mal standen die folgenden Spiele auf dem Programm:

  • Burnley FC – Brighton & Hove Albion @ Turf Moor
  • Macclesfield Town – Shrewsbury Town @ Moss Rose
  • FC Middlesbrough – Cardiff City @ Riverside Stadium
  • Carlisle United – Scunthorpe United @ Brunton Park
  • Brighton & Hove Albion – FC Reading @ American Express Community Stadium

War wie immer eine vorzügliche, perfekt durchorganisierte Tour, dieses Mal gab’s auch einen freien Tag, Ostersonntag, den wir in und um Newcastle verbrachten – ManUnited – QPR und Hibs-Motherwell wäre zwar drin gewesen, aber damit halt nix neues, außerdem war das Newcastle-Umland-Sightseeing auch nett. Einzig die Abreise aus Brighton gestern war mäßig, was aber an der schlechten Organisation vor Ort lag (“Dont’ build a stadium if you can’t operate it”, wie Kollege Flopsi es treffend ausdrückte), als Resultat kamen wir erst gegen 00:30 in die Falle, aufstehen um 03:20 respektive 04:20 für mich, yay. ;) Bilder und Spielberichte werden die Tage eintröpfeln, übermorgen und Samstag steht ja schon wieder Live-Fußball an, heute nur TV mit dem kaum gehypten Gipfeltreffen BVB-FCB.

Sonnenaufgang in Stansted heute früh

Albion, once more

April 4th, 2012

Mal wieder geht’s an Ostern nach England, dieses Mal stehen Burnley, Macclesfield, Middlesbrough, Carlisle und Brighton auf dem Plan – neben reichlich Scotch Eggs, Beer & Burger Special, Greyhound Racing etc. Happy easter!

Pub office

Februar 13th, 2012

Even better than home office:

Pub office, The Standing Order

Aston Villa – Manchester City 0:1 (0:0)

Februar 13th, 2012

Sonntag Morgen ging’s, ohne das eh mäßige Continental Breakfast nochmal zu bemühen, zeitig zur Victoria Coach Station, wo der Megabus nach Birmingham um 08:30 ging; der deutsche Michel, der vor Ort die Abfertigung ich glaube der EuroLines-Busse macht, ist übrigens immer noch da, der war uns schon an Neujahr durch sein exquisites Englisch aufgefallen. Mit 5,50 GBP war die Busfahrt fast schon sündhaft teuer, immerhin war aber wenig los und ich hatte einen Zweier für mich, so dass ich ein bisschen verlorenen Schlaf nachholen konnte – das Bett im EuroHotel war schon arg durchgelegen, das ist ja nicht so mein Ding… kurz nach halb zwölf war ich dann am Priory Queensway und ging erstmal meine Bahntickets für die Rückfahrt in Moor Street abholen – Snow Hill hat wohl keinen Automaten an dem man das machen kann, auch interessant. Danach ging’s noch kurz in den Bullring; hätte ich nicht noch zum Fußball gemusst, hätte ich auch ein bisschen eingekauft, aber Zeug durch die Gegend zu schleifen war mir dann auch zu blöd und so machte ich gegen 12:00 auf den Weg zum Villa Park. Die Bahnverbdindung wäre zwar auch möglich gewesen, aber nachdem ich noch so viel Zeit hatte, entschied ich mich für die Fußmarsch-Variante. Nicht sonderlich spektakulär, aber gut, so sieht man immer mal was neues. ;)

Am Stadion war ich dann deutlich vor Öffnung des Ticket Office, denn da mein Ticket per Post nicht kam, musste ich das jetzt vor dem Spiel abholen. Ich drehte in aller Gemütsruhe eine Stadionrunde und machte mit ausgiebig Fotos, als ich fertig war, war’s aber immer noch zu früh. Das Holte End, der Pub hinter der gleichnamigen Tribüne, hat am Spieltag nur für Dauerkarteninhaber geöffnet, also ging ich nochmal ein Stück zurück wie ich gekommen war und ins Bartons Arms. Netter, sehr klassischer Pub, wo ich mir zwei Carling und ein paar Fries genehmigte; nur Fernseher gab’s keinen, sonst hätte ich noch die 1:5-Heimklatsche von Wolverhampton gegen West Brom schauen können. Nach meinem kleinen Mittagessen ging’s den gleichen Weg wieder zum Stadion, wo ich nicht nur mein Ticket abholte, sondern auch feststellen konnte, warum die Zustellung nicht geklappt hat – “Kelterstra_e” ist halt einfach keine gültige Adresse, aber soviel Galgenmännchen sollte man von der Post eigentlich schon erwarten können. Nachdem immer noch genug Zeit war, ging ich nochmal kurz in den nahgelegen Park, Aston Hall anschauen, die Sicht von da auf’s Stadion ist ganz witzig.

Irgendwann ging es dann doch auf den Anpfiff zu und ich machte mich auf den Weg in den North Stand – von außen ein urhässlicher Block, was sehr schade ist, denn das Stadion ist von außen schon sehr geil, vor allem das Holte End (quasi der South Stand), ebenso die Lage. Ist halt schon ein Unterschied zu diesen Grüne-Wiese-0815-Stadien wie es sie vor allem in Deutschland öfter gibt (Wolfsburg, Hoffenheim, Augsburg, ich schaue unter anerem in eure Richtung). Wie gesagt ist der North Stand von außen die Ausnahme, wirkt wie ein hingekotzter Betonklotz, innen ist’s aber schon okay. Bis auf den Trinity Road Stand, die Haupttribüne, sind die Stands eigentlich gleich, jeweils zweirangig mit Logen als Trennung der Ränge. Nur der Trinity Road Stand hat 2 Reihne Logen und teilt sich deshalb in Lowe, Middle und Upper. Ist ein bisschen weniger kompakt als die White Hart Lane, aber auch ein schmuckes Stadion.

Vom Spiel her war’s ein bisschen witzig, hätte auch ein Bayern-Spiel in Köln oder so sein können. ManCity mit viel Ballbesitz und bemüht, das Spiel zu machen, Villa nur hinten drin aber sehr engagiert, da wurde sich in jeden Schuss geworfen und jede Flanke abgegrätscht. Das ging auch eine Halbzeit gut, City fehlten die Kreativen Ideen, eine Ecke brachte dann nach knapp 70 Minuten aber die Führung für City. Villas Taktik war also hinfällig und relativ erstaunlich klappte es ganz gut, dass Villa auf ein mal City hinten rein drückte. Das 1:1 wäre sogar drin gewesen, Citys Keeper rettete allerdings ein Mal in höchster Not gegen Darren Bent, dann war’s auch überstanden, nachdem kurz zuvor noch eine humoristische Flitzereinlage zu bewundern war. City übernahm also wieder die Tabellenführung, Villa steht nach wie vor unten drin, wobei man mit der eigenen Leistung schon zufrieden sein kann. Wie sich das Ergebnis auf Alex McLeish auswirkt, bleibt abzuwarten, vor dem Spiel wurde schon sein Rausschmiss gefordert.

Nach dem Spiel hatte ich mehr als zwei Stunden Zeit, meinen Zug in Snow Hill zu erwischen, also ging’s wieder fußläufig in die Stadt. Nach einem Abstecher zum Tesco hatte ich noch Zeit, ein bisschen Pub Quiz zu spielen, bevor ich dann den 20:35-Zug nach London-Marylebone nahm, wo ich um kurz vor 23:00 eintraf, der Zug hielt halt auch überall. In Clapham gab’s noch ein kleines Vesper vom KFC, dass ich meiner Stinkbude konsumierte, bevor’s dann ohne weitere Heldentaten in die Kiste ging.

Tottenham Hotspur – Newcastle United 5:0 (4:0)

Februar 13th, 2012

Irgendwie war mir am Samstag so gar nicht nach Sightseeing, also ließ ich den Morgen sehr gemütlich angehen. Das Continental Breakfast war, wie das halt so ist, ein okayner Magenfüller, das war’s dann aber auch. Danach schlenderte ich ein bisschen durch Clapham Common, ein ganz netter Park. Highlight des Morgens war dann ein Squirrel Fight, bei dem Squirrel 1 von Squirrel 2 aus Baum A vertrieben wurde – der Flug nach Baum B ging genau über mich, weil ich dem Treiben schon vorher zugeschaut hatte, allerdings klappte das nicht so ganz und so schlug Squirrel 1 aus geschätzten vier Metern platt auf den Betonweg auf. Entweder hat’s nicht weh getan oder auch bei Eichhörnchen gibt’s den Reflex, so zu tun als hätte es nicht weh getan, denn von unten ging’s dann doch auf Baum B.

Auf dem (Fuß-)Weg nach Clapham North fiel mir dann auf, dass um 12.45 ManU gegen Liverpool spielte und so warf ich meinen ursprünglichen Plan, einen Abstecher in die Tate Britain zu machen, für einen sehr klassischen Fußballsamstag über den Haufen, denn anstatt zur Tate Britain ging’s gleich zu Seven Sisters und auf den Fußweg zur White Hart Lane. Der zweite Pub war dann vom freien Platz her noch akzeptabel und so schaute ich mir die letzte 60 Minuten vom Spiel an. Danach war noch mehr als genug Zeit, kurz beim McD was zu essen einzufahren und dann den Rest des Weges zur White Hart Lane zurückzulegen.

Von außen ist die Lane ein ganz schön hässlicher Kasten, muss man sagen, wenn auch die Lage sehr schön ist. Da die Route nach Stansted hier vorbei geht, habe ich das Stadion im Vorbeifahren schon ein paar Mal gesehen, war also högschde Zeit, endlich mal vorbeizuhoppen, wobei es nur Kollege Flopsi zu verdanken ist, dass ich das attraktivere Spiel der beiden Lononder Premier League-Matches heute gewählt habe, denn nicht nur vom Namen war Tottenham-Newcastle attraktiver als Fulham-Stoke, auch vom Endergebnis her.

Nach ausgiebiger Stadionrunde ging’s auf meinen Platz im Oberrang, direkt neben dem Gästeblock, auf dem South Stand. Eigentlich wirkt das Stadion, durchgehend zweirangig und rundum geschlossen, von innen, relativ groß, es passen aber nur gut 36.000 Zuschauer rein. Ist natürlich bei reinen Sitzplatzstadien so, dass die dann tendenziell eher klein sind, man sitzt jedenfalls echt nah dran, hat mir sehr gut gefallen.

Tottenham gegen Newcastle hieß Duell Dritter gegen Fünfter, allerdings war das Spiel keineswegs auf Augenhöhe, denn Newcastle, mit den ehemaligen Bundesliga-Profis Demba “Der weiße Neger Dembaba” Ba und Papis Cisse erlitt ordentlich Schiffbruch, vor allem weil die Offensive Tottenhams mit Deadline Day-Transferschnäppche Lhasa aus Everton, einen Sahnetag erwischt hatte. Quasi direkt nach dem Anpfiff ging Tottenham in Führung, bereits nach fünf Minuten stand’s zwei Null, zur Halbzeit dann 4:0. Newcastle kriegte nach vorne gar nix gebacken und war hinten offen wie ein Scheunentor, was der Halbzeitstand auch recht treffend widerspiegelt. Naturgemäß verflachte das Spiel nach der Halbzeit, Tottenham setzte immerhin noch einen drauf, Newcastle hatte im wesentlichen zwei gute Chancen, die ein bisschen slapstikhaft vergeben wurden, die erste gute Chance im ganzen Spiel gab’s erst in der 77. Minute! Immerhin die Newcastle-Fans sorgten für Stimmung, der klassische halbnackte Dicke darf da natürlich nicht fehlen – und das bei dem Wetter…

Zurück entschied ich mich für den gleichen Weg wie hin, allerdings legte ich meinen Zwischenstop dieses Mal beim Asda ein, um ein bisschen Abendessen einzukaufen. Mit der Victoria ging’s bis Stockwell und dann mit der Northern wieder nach Clapham, wo ich noch einen kleinen Abstecher zum Old Town machte, hätte nicht gedacht, dass da quasi wirklich ein Kneipenviertel ist, ist aber so. Groß alt wurde ich dann nicht mehr, schließlich ging’s am Sonntag zeitig raus, den Megabus nach Birmingham erwischen, zum letzten Spiel des Wochenendes.

P.S.: Auch witzig, dass die Tottenham-Fans auf die gleiche Melodie, auf die die Newcastle-Fans “Harry Redknapp, you should be in jail” “Harry Redknap, we want you to stay” sangen. Ebenfalls merkenswert: “Four nil, and you still don’t sing”.