Stuttgart – Paris – Paris – Ajaccio

April 12th, 2011

So, mittlerweile bin ich auf meinem Weg nach Ajaccio in Orly eingetroffen, eingecheckt und sitze am Gate. Der Transfer von Roissy/Charles de Gaulle nach Orly war zwar problemlos – eine knappe Stunde via Busdirektverbindung – aber die 19€ einfach darf man selbst berappen, auch wenn beide Flüge Air France sind. Gelinde gesagt unverfroren, sind immerhin knapp 40€ die der Flug quasi teurer ist. Dafür waren in Orly beim Check-In auch nur zwei Schalter offen – Warteschlange wie normalerweise nur bei Transatlantikflügen. Immerhin gibt’s 15 Minuten freies Internet, vielleicht kann ich die Zeit mit etwas tricksen verlängern, schauen wir mal.;)

Cowdenbeath FC – FC Falkirk 0:0

April 1st, 2011

Ich hatte es ja nicht für möglich gehalten, aber das BonFIRE-Meeting war am ersten Tag dann doch so pünktlich fertig, dass ich mit einem flotten Fußmarsch zum Bahnhof Edinburgh Waverley den letztmöglichen Zug nach Cowdenbeath nehmen konnte – auf Nahrungsaufnahme musste ich allerdings aus Sicherheitsgründen verzichten, wobei sich im Nachhinein rausstellte, dass ich eigentlich genug Zeit gehabt hätte, nochmal beim Tesco Express vorbei zu schauen – well, better safe than sorry (s-th-s ist ausgesprochen ein ausgesprochener Zungenbrecher).

Für 6,50 Pfund für das Off-Peak Return Ticket ging’s also von Edinburgh nach Cowdenbeath. Die Zugfahrt ist reichlich unspektakulär, Highlights sind das Rugby-Stadion Murrayfield und, wirklich sehr beeindruckend, die Forth Bridge, die Brücke über den Firth of Firth, die Mündung des Forth Rivers. Danach geht’s unspektakulär weiter, einzig mir bekannter Ort auf der Strecke war Dunfermline und nach 40 Minuten war ich dann in Cowdenbeath. Von der Bahn konnte man schon das Stadion sehen, im wesentlichen muss man in Fahrtrichtung zurück laufen, die erste Querstraße rechts nehmen, unter der Bahn durch und schon ist man am Ground. Es war etwas unübersichtlich, was jetzt Haupttribüne, was Gegengerade und was Gästefans war, also bin ich um’s Stadion rum und nahm mir einen Kurvenstehplatz – 15 Pfund für einen Stehplatz in der zweiten Liga ist schon nicht sonderlich günstig, als Student kam ich immerhin für 8 Pfund rein – Ticket gab’s aber weder für 15 noch für 8 Pfund, schade. Mir war nicht ganz klar, ob ich mich nur in der Kurve aufhalten durfte oder ob ich auch auf die Haupttribüne gedurft hätte, war aber eh halb so wild, auf der Haupttribüne wäre es vielleicht etwas wärmer gewesen, so war’s schon arg schattig.

Der Central Park dürfte der abgefahrenste Ground sein, den ich bisher besucht habe. Das liegt schon mal daran, dass es nicht eine sondern zwei Haupttribünen gibt, die direkt aneinander anschließen, aber in unterschiedlichem Baustil gehalten sind. Ansonsten ist der Ground erst mal relativ unspektakulär – umlaufende unüberdachte Stehplatztribüne, wenn man von der Haupttribüne absieht. Highlight ist, dass der Ground nicht über eine Laufbahn sondern eine Rennbahn verfügt, denn dort werden auch Stock Car-Rennen ausgetragen – die umlaufende Bahn ist also asphaltiert und in den Kurven liegen Traktorreifen als Prallschutz, zusätzlich ist der Ground von einem relativ engmaschigen Zaun umgeben, wohl um fliegende Trümmerteile aufzuhalten – der Sicht nicht zuträglich, aber auf jeden Fall sehr interessant.

Von den insgesamt 800 Zuschauern – wohlgemerkt, zweite Liga! – waren, wie ich vermute, mehr als die Hälfte aus Falkirk, die Gegengerade, auf der die Gästefans untergebracht waren, war auf jeden Fall gut gefüllt. Stimmung wollte aber nicht so wirklich aufkommen, was am eher lauen Spiel lag. Das Niveau war ziemlich niedrig, selten habe ich so viele Abschläge und überhaupt Bälle ins aus gehen sehen, gepaart mit einer unglaublichen Fehlpassquote. Die erste Hälfte war trotzdem noch okay, Falkirk war am Anfang leicht überlegen, Aufsteiger Cowdenbeath erarbeitete sich aber im Verlauf der ersten Halbzeit immer bessere Chancen. Die erste Ecke in der 36. Minute und insgesamt nur zwei Eckbälle zeugen allerdings nicht gerade von einem Offensivfeuerwerk. Die zweite Halbzeit war dann allerdings deutlich schwächer als die erste, denn Cowdenbeath brachte offensiv quasi gar nichts mehr zustande. Falkirk hatte mit einem Freistoß an den Pfosten zu Beginn der Halbzeit schon gezeigt, dass es auf einen dreifachen Punktgewinn aus war, auch in der Folge erspielten sich Gäste einige gute Chancen, ohne allerdings wirklich zwingend zu sein. Kurz vor Schluss hätte Cowdenbeath den Spielverlauf noch auf den Kopf stellen können und das 1:0 erzielen können, schlussendlich ging’s aber torlos aus – für Falkirk bitter, für Cowdenbeath durchaus glücklich.

Nach dem Spiel hatte ich eine gute dreiviertel Stunde totzuschlagen, bevor der Zug zurück nach Edinburgh fuhr. Ich ging erst mal zurück auf die Hauptstraße und zurück Richtung Edinburgh, da gab’s aber quasi gar nix. In die andere Richtung sah’s dann nur bedingt besser aus, aber immerhin gab’s am nördlichen Ende der Hauptstraße noch einen Supermarkt in dem ich mir zwei Dosen Cider und ein paar Chips kaufen konnte. Im einzig halbwegs attraktiven Fast Food-Laden wichtelte ich mir dann eine noch überraschend leckere Pizza und plauschte kurz mit dem palästinänsischen Inhaber, bevor es dann auch Zeit war, zum Bahnhof zu watscheln. Der Zug zurück fuhr dann ungefähr 50 Minuten, aber da die Edinburgher Innenstadt relativ klein und das Novotel nicht weit vom Bahnhof entfernt ist, war ich dann noch vor halb zwölf zurück im Hotel. Länderpunkt Schottland – mein zwanzigster insgesamt – also erledigt, auch wenn das interessantere Spiel – Pokalviertelfinale Motherwell – Dundee – am Mittwoch ohne mich stattfinden musste, das war auch zeitlich nicht hinzukriegen – hätte allerdings nur 10 Pfund gekostet. ;)

Frühsport

März 31st, 2011

Etwas unglücklich, dass gestern das Social Event war, denn für mich hieß es, brav zu sein und früh Heim zu gehen, denn heute morgen stand Frühsport auf dem Programm: zusammen mit Florian von FOKUS ging’s auf Arthur’s Seat, den höchsten Berg in Quedlinburg Edinburgh. Der Aufstieg ist relativ knackig, und oben hat’s ganz schön gezogen. Da es außerdem noch geregnet hat, hielt sich unsere Zeit auf dem Gipfel arg in Grenzen. War jedenfalls ein netter Lauf, insgesamt so 1:15h und sicher besser als mit dickem Kopf im Bett zu liegen – außerdem natürlich dem Marathontraining nicht abträglich. ;)


Halb oben


Up looking down


Ganz, ganz oben

Scottish social event

März 31st, 2011

Vorspeise: Haggis, is klar!

Hauptgericht: Pork loin.

Nachspeise: Bannofeei Pie, exzellent.

Back in Dùn Èideann

März 29th, 2011

Nach zweieinhalb Jahren bin ich gerade wieder in Edinburgh, wieder im guten Novotel City Center mit Fitnessraum, Schwimmbad und Jacuzzi. Heute morgen stand erst mal Lauftraining an, wofür ich kurz mit dem Holyrood Park geliebäugelt hatte, aber der war nicht ganz trivial zu finden und so zog es mich in West Meadow Park und East Meadow Park, die gleich um die Ecke vom Hotel sind. Zur Wahl standen im wesentlichen 110 Minuten laufen oder 15km in 5:10/km und aus Zeitgründen entschied ich mich für letzteren Lauf. Am Ende stand mit 1:15:10 und einer Pace von 5:01/km eine durchaus gute Zeit zu Buche, hochgerechnet auf den Halbmarathon wäre das eine Endzeit von knapp über 1:40. :o

Danach ging’s kurz in den Pool und den Jacuzzi, bevor es zum Frühstück ging und nochmal den Rechner anwerfen um die Präsentationen zu aktualisieren. In ein paar Minuten geht’s dann los zum National eScience Center, wo das BonFIRE-Meeting stattfindet – heute hoffentlich nicht allzu lange, denn wenn es gut läuft kann ich mir heute Abend Cowdenbeath gegen FC Falkirk in der IRN-BRU First Divison anschauen – go, Blue Brazil! :)