Der frühe Vogel schwimmt im Olympiastadion

Juli 5th, 2011

Laufen ist ja immer noch nichts für mich, das werde ich erst in der Woche vor dem Triathlon wieder aufnehmen. Umso schöner dass ich heute Morgen zum Schwimmen gehen konnte und dann nicht nur irgendwohin sondern sogar ins Berliner Olympiastadion. Dank guter Lage des Hotels war das ein Katzensprung mit der U12 und so war ich gegen dreiviertel Sieben an der U-Bahn-Haltestelle Olympiastadion – ist schon anders wenn kein Pokalfinale ist, muss man schon sagen. :)

Der Eingang zum Schwimmstadion ist direkt rechts vom Olympiastadion, für schmale zwei Euro – Tarif von 7h – 9h – kann man dort morgens schon seine Runden drehen. Also nix wie rein um Punkt 7:00, umgezogen und ab ins Wasser – dank Schwimmstadion natürlich 50m-Becken, mit zwei abgesperrten Sportschwimmerbahnen auf denen es sehr anständig zu ging. Mein Programm war heute im wesentlichen Intervalltraining, eine Bahn schnell, drei Bahnen normal und das ganze fünf Mal. Nachdem es am Ende erst halb acht war schob ich noch fünf entspannte Bahnen hinterher, muss ich mich ja dann langsam mal auf regelmäßig über 1.000m einstellen. Danach holte ich flugs den Foto und knipste noch ein bisschen, ist schon echt nett da zu schwimmen – Tribünen an beiden Seiten und an einem Ende das Olympiastadion, das hat schon Flair. Überpünktlich um 08:45 war ich dann auch wieder beim Meeting, ein perfekter Start in den Tag.


Echt wenig los


Wie gesagt ;)


Nette Perspektive


Kolonnaden


Schönes Panorama

Zumindest der Raum ist schon mal Bombe

Juli 4th, 2011

BonFIRE 1st Year Review in Berlin – mäßiges Wetter, Flug mit knapp zwei Stunden Verspätung, aber immerhin im Flieger was zu trinken für lau, war halt auch Lufthansa und nicht SAS. Sehr krass ist aber der Meetingraum: bunt, mit Sitzsäcken, Brunnen und Lounge-Atmosphäre in der Kaffeeecke. Aber am besten einfach selbst gucken:


Meetingraum-Zentrum, der ist echt riesengroß


Lustige Jackenständer


Nette Couches, auf beiden Seiten des Raumes an den Fenstern


Weltkarten find’ ich ja eh gut, der Brunnen ist zum Glück relativ unauffällig beim Plätschern


Kaffeeecke im Lounge-Style

Der Raum ist übrigens im Business Alliance Center, Bundesallee 171.

Worst. Business. Trip. Ever.

Juni 28th, 2011

Letzte Woche ging’s ja direkt nach der Rückkehr aus Frankreich – 3h nach Ankunft in Stuttgart – weiter nach Umea. Die Tatsache dass ich natürlich viel lieber noch Surfen gewesen wäre ist sicherlich ein gewichtiger Grund dafür, dass ich die Dienstreise nach Umeâ als eine der schlimmsten empfand – von 25°C, am Strand liegen und Surfen auf 15°C, herbstliches Regenwetter, Anreise am Sonntag, den ganzen Tag beim Meeting und Auslassen des Feiertages am Donnerstag ganz zu schweigen. Teilweise lag’s aber auch an Umeâ, denn ich muss schon sagen da ist der Hund begraben – gut, es waren auch Semesterferien und damit die Stadt wahrscheinlich nur zur Hälfte bewohnt.

An sich ist das Städtchen, übrigens Kulturhauptstadt 2014, ganz nett, wie ich bereits schrub war ich ja vor ein paar Jahren schon mal hier, da war’s allerdings im tiefsten Winter und dementsprechend dunkel. Dieses Mal ging die Sonne zwar unter aber es blieb hell – da fühlt man sich nachts um 01:00 noch wie um 17:00 – dumm nur, dass die Geschäfte um 18:00 schließen. Selbst die Spielhalle machte am Donnerstag schon um 23:00 Feierabend, immerhin waren wir aber früh am Abend schon eine Runde Flippern. Der Minigolfplatz war leider wegen schlechten Wetters geschlossen und am Freitag fuhren dann zwar alle Busse, nicht aber der Flybuss zum Flughafen – das soll mal einer verstehen. Die Flugverbindung war dann auch nicht gerade Vergnügungssteuerpflichtig ;) , mit Zwischenstops in Kopenhagen und Stockholm.


Immerhin verheißungsvoller Auftakt


Mumins! Flughafen Kopenhagen


Leicht tot


Rathaus


Kulturhauptstadt-Logo


Nette Wohnlage


Beim Geocachen


Auch am Bahnhof wenig los


Unvermeidlich


Döbelns Park, Büste von Wilhelm Peterson-Berger


Nachts um kurz vor 01:00

Fika än en gång

Juni 20th, 2011

Unfaine Transition: Samstag Morgen um 09:15 noch in Seignosse, Sonntag Abend dann gegen 22:00 in AB, Sonntag um 12:00 schon wieder in Stuttgart und nach 3 Stunden schon wieder auf dem Weg nach Umea – so sah das Wochenende aus. Die Rückfahrt aus Seignosse – mehr dazu später – war dank gutem Team trotz mehr als zwölf Stunden Fahrzeit eigentlich entspannt, trotzdem war ich am Sonntag etwas erschlagen nach knapp 7h Schlaf. Auf dem Weg nach Stuttgart durfte ich dann mal wieder die Motorraumabdeckung vom Bora abmontieren, die sich wieder selbständig gemacht hatte – nerviges Teil, das. Vor Ort blieb gerade genug Zeit zum Auto ausladen und umpacken bevor es gegen halb vier auf zum Flughafen ging, dankenswerterweise nicht alleine sonder mit Kollege Greg, wobei unsere Befürchtungen über verpasste Anschlussflüge oder verlorenes Gepäck nicht eintrafen und nach Umsteigen in Kopenhagen und Arlanda waren wir gegen Mitternacht in Umea.

Ich hätte mir ja auch nicht träumen lassen dass ich hier nochmal herkomme, mein erster Trip hierher war ein Besuch der lieblichen Nina während ihres Auslandssemesters, allerdings im Dezember. Die Lichtverhältnisse waren da irgendwie schon anders denn gestern war es auch um 02:00 nicht dunkel sonder wirkte eher wie an einem bewölkten Herbsttag. Ein Déja Vu gab’s aber am Flughafen, denn der (letzte?) Bus fuhr einfach davon und es war erst mal kein Taxi zu bekommen. Nach ein paar Minuten warten kamen dann aber noch ein paar nicht vorgebuchte Taxen und es ging auf direktem Weg ins Hotel.


Lecker Fika

Heute Morgen gab’s dann noch mehr Déja Vus auf dem Fußweg vom Hotel zur Uni, wo das Meeting stattfindet: die Fußbrücke über den Bla Vägen und das Haus nebenan, in dem damals zur Weihnachtszeit sehr viele Lichtpyramiden in den Fenstern standen. Gerade eben gab’s landestypisch erstmal eine Fika, nachher geht’s hoffentlich zum nächsten Déja Vu in den Systemet am Vasagatan.

AJ Ajaccio – Grenoble Foot 38 1:0 (0:0)

April 18th, 2011

Roland im Glück: am letzten Tag der PARENG 2011 stand noch ein Heimspiel des AJ Ajaccio an. Eh komisch, die Franzosen, da spielt die ganze zweite Liga am Freitag Abend, nur ein Spiel ist am Montag – wieder mal echt Glück gehabt, Ajaccio hätte ja auch am Montag spielen können. Das Stadion Francois Coty, benannt nach dem fachistischen, antisemitischen Bürgermeister Ajaccios, Francois Coty, liegt relativ weit von der Innenstadt entfernt, von meinem Hotel bei der Zitadelle waren’s ziemlich genau 5km. Um mal zu sehen ob das überhaupt so tut war ich am Donnerstag früh erst mal joggen – man weiß ja nie wie da die Gehwege sind etc. Ging aber problemlos und mein 10km-Morgenlauf eröffnete mir immerhin die Möglichkeit, ein paar Fotos vom leeren Stadion zu machen – wenn auch nur von außen.

Bis Freitag fand ich dann immerhin auch raus, dass ich zumindest hin auch mit dem Bus fahren konnte – das war mir ganz recht, denn zurück musste ich eh laufen, da die Busse so spät nicht fahren und mir schon klar war, dass es nach Spielschluss kein Bus-Shuttle in die Innenstadt geben würde. Für einen Euro ging’s also vom Place de Gaulle bis direkt zum Stadion, wo ich deutlich mehr als eine Stunde vor Anpfiff eintraf – lieber auf der sicheren Seite, der Verkehr in Ajaccio ist teilweise katastrophal. Der Bus erwies sich nicht nur als bequemes Transportmittel sondern ersparte es mir, patschnass im Stadion sitzen zu müssen, es regnete nämlich mittlerweile ganz ordentlich. Also schnell ein Ticket für 6 Euro erworben und nichts wie rein.

Ist natürlich klar, dass Stadion an sich ist jetzt kein Kracher. Immerhin bietet es, weil eine Hintertorseite unbebaut ist, einen wunderbaren Blick auf’s Mittelmeer. Davon abgesehen ist es ein All-Seater, bei dem sich die Haupttribüne momentan noch in Renovierung befindet. Die zwei großen Tribünen sind einrangig, die Ecken sind offen, aber immerhin ist alles überdacht, ebenso die Hintertortribüne, bei der sich der Oberrang noch in Bau befindet. Vorne Blick zum Meer, hinten dran eine Felswand, eigentlich ganz urig, wenn’s nur nicht so bitterkalt gewesen wäre. Der Wind pfiff ganz ordentlich und es fühlte sich eher nach Februar an als nach April…

Die Partie 3. gegen 20. – Grenoble trägt schon länger die Rote Laterne spazieren – ließ sich nicht sonderlich aufregend an, obwohl beiden Parteien nur ein Sieg half. Wirklich dicke Chancen gab’s in der ersten Halbzeit nicht, Ajaccio kontrollierte das Spiel mehr oder weniger, Grenoble stand eher tief. Trotzdem hätte es in der 76. Minute fast zum 0:1 gereicht, als es bei Grenoble mal schnell nach vorne ging, Matsui scheiterte aber an Torwart Debès. Ajaccio behielt dann schlussendlich doch noch die 3 Punkte: einen Freistoß von Kinkela konnte Grenbole-Torwart Viviani nur an den Pfosten abklatschen, Poulard staubte aus dem Getümmel den abspringenden Ball zum 1:0 ab, sehr zur Freude fast aller der knapp 3.000 Zuschauer – waren glaube ich vielleicht 5 Grenoble-Fans im Gästeblock. ;) Ajaccio hatte keine Schwierigkeiten, die knappe Führung über die restliche Spielzeit zu bringen und gewann am Ende verdient und schob sich damit auf Platz 2.

Nach dem Spiel ging’s wie erwartet zu Fuß zurück – immerhin hatte es aufgehört zu regnen und den Weg kannte ich ja auch. 50 Minuten waren’s dann am Ende, war aber okay zu laufen und als ich im Hotel ankam war mir auch wieder warm. Viel mehr als Tasche packen war dann nicht mehr zu tun, es war ja schon halb elf und am nächsten Tag musste ich um fünf raus um zeitig zum Flughafen zu kommen.