Am Wochenende ging’s nach einem bisher unsportlichen Winter – hat sich hier in der Gegend aber auch nicht so viel Angeboten, von wegen Schwäbischer Alb oder so – mal wieder dem alpinen Wintersport frönen. Auf dem Programm stand Bregenzerwald, bekannt schon vom Skiurlaub
letzten Winter in Mellau.
Claus hatte eine Unterkunft in Schoppernau, schon vom Namen her total sympathisch, ausgeguckt und dank freiem Freitag ging’s auch zeitig um 07:00 los. Dank Dreckelwetter schon auf der Fahrt zog sich das alles und so waren wir erst nach 12:00 in Mellau, wo auf Grund des herrschenden Windes kein Liftbetrieb war. Die Fahrt nacht Schröcken war dann eher weniger erfolgreich, wir kamen zwar hoch, aber am ersten Parkplatz war’s schon wie in Alaska im Schneesturm, so dass wir wieder umdrehten. In Au selbst versuchten wir dann noch den Diedamskopf auf, dort war aber nur der Übungslift offen.

Schneereiche Anreise in den Bregenzerwald

Wenig zu holen am Diedamskopf
Nach einigem Beratschlagen öffnete zum Glück die Gondel bis zur Mittelstation, so dass wir uns eine Nachmittagskarte kauften. Bei der zweiten Abfahrt bog ich dann ein Mal falsch ab und landete auf einem Tiefschneefeld – mein Versuch, den Weg zur Piste abzukürzen in dem ich quasi abseits in Tal fuhr, war am Ende schon erfolgreich, aber sehr schweißtreibend und eher fragwürdig. Und meinem Vater hatte ich noch versprochen, nicht Freeriden zu gehen…
Mehr als die zweite Abfahrt wäre allerdings eh nicht drin gewesen, denn die Gondel war dann schon wieder zu. Mehr als den Übungslift mal ausprobieren war dann auch nicht sinnvoll und so ging’s dann zeitig in die sehr geräumige Bude, wo es erst lecker Kübert’sche Bolo, äh, Asciutta, gab (Hint an Deutsche und Ösis: da ist eines so falsch wie das andere, siehe auch hier bei Wikipedia), bevor wir uns über das Bayernspiel aufregen durften – war immerhin gut, um sich in den Schlaf zu weinen.

Claus in der Gondel am Diedamskopf

Herr Kübert in der Gondel am Diedamskopf

Herr Kübert im Nirgendwo

Asciutta, is klar
Am Samstag ging’s nach lukullischem Frühstück erstmal daran, das Auto freizuschaufeln, denn über Nacht waren selbst im Tal mehr als 30cm Schnee gefallen. Nach getaner Arbeit ging’s nach dann nach Mellau, wo leider die Gondel Richtung Damüls gar nicht in Betrieb war – sie wurde zwar angefahren und wir standen auch zwanzig Minuten davor, am Ende ging aber doch nix, wobei man munkelte, dass wohl Leute drin gewesen wären, auf Grund des Windes aber wieder rückwärts zur Station gefahren worden wären. Was auch immer, die Lifte in Mellau sind halt schon übersichtlich, vor allem verteilt sich das alles ganz schön schlecht wenn erst mal nur die Schlepplifte offen sind und die auch noch alle zwei Minuten stehen bleiben. Am Ende war’s dann aber doch ein relativ guter Tag mit gutem Schnee; die Talabfahrt hätten wir uns allerdings schenken können, ein einziger Ziehweg, zum guten Glück regnete es unten auch noch. Nächstes Mal hab ich’s bestimmt wieder vergessen, fahr sie nochmal und reg mich wieder auf.
Abends ging’s dann gemütlich in der fußläufig erreichbaren Ur-Alp essen – lecker und ganz nett gemacht, das mit dem “lebendigen Wasser” ist aber auch Käse, macht mir den Laden schon wieder unsympathisch…

Natürlicher Sanwald-Kühli

Herr Kübert in der Uralp
Am Sonntag ging’s nach morgendlichen Packem nach Damüls, damit wir auf der sicheren Seite wären, falls die Gondel nicht ginge. Natürlich ging die Gondel dann, eh klar. War dann aber ein guter Tag mit frisch präparierten Pisten, quasi null anstehen und echt vielen Pistenkilometern. Nicht dass ich ein großartiger Heizer wäre, aber am Sonntag konnte man’s wenigstens auch mal laufen lassen. Zur Krönung gab’s am Ende sogar noch ein bisschen Sonne, fain. Gegen 16:00 ging’s dann auch wieder auf den Weg nach Stuggi, die Fahrt ging zügig und gegen viertel nach Acht war ich dann wieder daheim, ganz ehrlich auch schon ein Stück weit gemolken. War aber ein lohnenswerter Ausflug, mal sehen ob das dieses Jahr eventuell noch mal was wird.

Sonne am Sonntag in Mellau