Projekt 52.2012.01: Joe Bauer – Stuttgart – my Cleverly Hills. Geschichten aus der Stadt

Januar 25th, 2012

Joe Bauer ist eine Stuttgarter Institution. Der Kolumnist der Stuttgarter Nachrichten veröffentlich auch Bücher und tourt mit seinem Flaneursalon durch Clubs und Theater und ist ein präziser Beobachte und humorvoller Beschreiber des Lebens im Allgemeinen und in Stuttgart im speziellen.

Stuttgart – my Cleverly Hills ist das erste, 1998 erschiene Buch von Joe Bauer und enthält Kolumnen zwischen Februar 1997 und Juli 1998 aus der Rubrik »Joe Bauer in der Stadt« der Stuttgarter Nachrichten. Pointiert und immer mit einer Prise Ironie, gerade in Bezug auf das klassisch schwäbische ist Stuttgart – my Cleverly Hills eine äußerst kurzweilige Lektüre. Teils fühlt man sich in die Vergangenheit zurück versetzt (»In der 83. Minute, als Elber nach einem sagenhaften Spurt über das halbe Spielfeld das 3:1 erzielt hatte…«), teils wähnt man sich in der Gegenwart – Stuttgart 21 war auch vor 15 Jahren aktuell…

Projekt 52.2011.33: Christian Felber – 50 Vorschläge für eine gerechtere Welt: Gegen Konzernmacht und Kapitalismus

Januar 4th, 2012

50 Vorschläge fing mal als Klobuch an, irgendwann war’s mir aber zu schwere Kost und ich wollte das Buch auch nicht noch weitere 2 Jahre rumliegen haben. ;) Wie man dem Titel unschwer entnehmen kann, ist es ein globalisierungskritisches Buch – früher wurde man bei sowas ja eher schief angeschaut, heute haben wohl einige Leute gemerkt, dass bedingungslose Marktfreiheit auch nicht der Königsweg ist.

In verschiedenen Blöcken – Finanzmarkt, Zinsen, Entwicklungshilfe, Steuern, Patente und andere – stellt Felber kurz das Problem aus seiner Sicht dar und gibt dann alternative Ansätze. Teilweise vielleicht etwas arg utopisch, teilweise aber auch sehr realistisch.

Projekt 52.2011.32: Manfred Kluge – Das große Heyne Jubiläums- Lesebuch. Die prominentesten Autoren aus “40 Jahre Heyne-Taschenbücher”

Dezember 21st, 2011

Das große Heyne Jubiläums- Lesebuch enthält Geschichten von 48 verschiedenen Autoren, darunter unter anderem Mario Puzo, Stephen King, Dean Koontz, Clive Barker, Thomas Harris, John Le Carré, John Grisham, Tom Clancy, Anthony Burgess, Douglas Adams und Stephen Fry. An sich eine gute Sammlung, weniger gelungen finde ich es immer, wenn keine Kurzgeschichte des Autors vorliegt sondern einfach ein Buchkapitel, wie zum Beispiel bei John Grisham (aus Die Kammer), Tom Clancy (aus Befehl von oben) oder Robert Harris (aus Vaterland). Alles in allem trotzdem gut und rechte abwechslungsreich, da kann ich wieder ein paar Autoren auf die Leseliste setzen. ;)

Projekt 52.2011.31: Christian Mähr – Von Alkohol bis Zucker: 12 Substanzen, die die Welt veränderten

Dezember 9th, 2011

Mal wieder ein Buch, über das ich zufällig gestoßen bin. Bei Von Alkohol bis Zucker: 12 Substanzen, die die Welt veränderten ist der Name Programm. Außer Alkohol und Zucker geht es dabei noch um Ammoniak, Anilin, die Anti-Baby-Pille, Benzin, Chinin, Coffein, DDT, Gummi, Penicillin, Soda und Zucker. Der chemische Teil ist auch für Laien verständlich, ich als Chemie-Interessierter (Chemie-LK verpflichtet!) hätte mir ein bisschen mehr Details gewünscht, aber die kann man natürlich auch woanders nachschauen.

Gerade der geschichtliche Aspekte der Stoffe ist sehr interessant, vor allem die Entstehung der Anti-Baby-Pille war mir so nicht bekannt. Eine der schwärzesten Geschichten dreht sich um den Gummi und den Kongo, der Privatbesitz des belgischen Königs Leopold II. wurde; Resultat der Kongogräuel war der Übergang des Kongo in belgischen Staatsbesitz.

Chemisch nett gemacht, historisch interessant und mit einer netten Prise Humor gewürzt, ein durchaus lesenswertes Buch.

Projekt 52.2011.30: John Updike – Forty Stories

Dezember 2nd, 2011

Marriages, like chemical unions, release upon dissolution packets of the energy locked up in their bonding

Es sind diese Sätze, die die literarische Fähigkeit von John Updike am Besten beschreiben. Forty Stories ist, wie der Name schon sagt, eine Sammlung von vierzig Kurzgeschichten von John Updike. Nicht alle Geschichten sind gleich gut, allen gemein ist aber, dass Updike das Leben sehr detailliert beschreibt – teilweise schon beängstigend, wie real Updike seine Charaktere beziehungsweise den Erzähler beobachten lässt.

We spoke, as people do whose fields of knowledge are miles apart, of matters where all men are ignorant – of politics, children, and, perhaps, religion.