Weniger dicke Luft in Stuttgart?

März 2nd, 2008

Seit gestern, dem 01.03.2008, ist in Stuttgart schluss mit Dreckschleudern – mehr oder weniger zumindest, denn ob die neue Umweltzone wirklich was bringt, ist fraglich. Ich hätte das wahrscheinlich komplett verschlafen, wären nicht schon vor einiger Zeit zwei Schilder aufgestellt worden, die einen von Leinfelden kommend erstmal auf die gleich beginnende Umweltzone hinweisen und sie danach in Rohr beginnen lassen.

Umweltzonenschild auf dem Weg von Leinfelden nach Rohr

Gerade noch rechtzeitig kamen gestern meine zwei bestellten Plaketten: für den coolen GTI, den ich momentan hier habe, und den treuen Passat, der gerade HU und AU passiert hat und mir demnächst beim Umzug wieder gute Dienste leisten wird.

Feinstaubplaketten für GTI und Passat

Witziges auf dem Weg zur Arbeit, Teil 2: der Naturheil- und Luftbadeverein Vaihingen

Februar 12th, 2008

Oskar Lapp ist, von der Wegstrecke her, das erste, was mir an Witzigkeit auf dem Weg zur Arbeit im Weg steht. Und da meine Tage in Leinfelden bekanntermaßen gezählt sind, muss ich mich beeilen die restlichen Amüsierereien noch anzubringen.

Der Naturheil- und Luftbadeverein in Vaihingen

Jedenfalls befindet sich kurz nach Oskar Lapp, aber schon in der Heßbrühlstraße, der “Naturheil- und Luftbadeverein Vaihingen“. Wobei das einzig Witzige der Teil mit dem Luftbaden ist, ansonsten ist das einfach ein “gemeinnütziger Verein mit derzeit ca. 400 Mitgliedern”, desse “Vereinszweck (…) die Förderung der Gesundheit durch Sport und Bewegung insbesondere im Freien” ist. Und was ist jetzt nochmal Luftbaden?

Ab nach Heslach

Februar 6th, 2008

Nach vergeblichen und mittlerweile aufgegeben WG-Gesuchen habe ich mich kürzlich der Wohnungssuche zugewandt – und wurde prompt fündig! :)

Ab 01.04.2008 werde ich im schönen Heslach, meinem Wunschzielgebiet, in einer feschen 3 Zimmer-Wohnung in der Kelterstraße residieren. Der Countdown läuft: noch 54 Tage und 30 Minuten.

Der Tankwart ist wieder da

Januar 22nd, 2008

Gestern fuhr ich mal wieder an meiner Lieblingstankstelle in Leinfelden vor um die edle Karosse zu betanken. Insgesamt gibt es dort nur vier Zapfstellen, wobei der Platz in der Mitte recht eng ist; da der rechts außen aber noch enger ist, manövrierte ich mich geschickt an die zweite Position von links, obwohl mir klar war, dass ich den Schlauch natürlich meterweit um’s Heck ziehen muss. Allerdings stellte ich fest dass der rotgekleidete Mensch, den ich beim Anfahren schon gesehen hatte, wie befürchtet wirklich ein Tankwart war, der mich auch gleich diensteifrig einwies, so dass noch Platz zum benachbarten Auto wäre – hat zwar nicht funktioniert, aber hin- und hergefahren bin ich trotzdem mal.

Bevor ich, ob des wenigen Platzes zwischen Tür und Zapfsäule, aussteigen konnte, hatte er, nachdem er gefragt hatte was ich denn tanken wollte (“Super plus, oder glauben Sie etwa ich kann mir das nicht leisten?”) schon den Schlauch rausgezogen und die Betankung eingeleitet. Bevor er mich zur Kasse komplimentierte – “Sie können dann schon reingehen” – drückte er mir noch einen Zettel mit Barcode in die Hand, mit dem man für ihn einen Euro bezahlen kann und begann dann mit der Scheibenreinigung.

Da der Tankvorgang dann noch eine Weile dauerte stand ich erstmal dumm an der Kasse rum; vielleicht ist aber die Idee, dass man in dieser Zeit einkauft – aber nicht mit mir. Da ich eigentlich keine Lust auf den Tankwart hatte, er mir aber nicht mal die Möglichkeit gab, seine Dienste abzulehnen, verzichtete ich dann auch auf den 1€-Obulus.

Irgendwie seltsam, diese Tankwart-Geschichte. Nicht dass ich mich beschwere wenn meine Scheiben kostenfrei gereinigt werden, aber im Prinzip soll man dafür ja bezahlen. Und dafür mach ich’s dann doch lieber selbst, ebenso wie das Tanken an sich. Da ich ja sowieso vor Ort sein muss bis alles erledigt ist, spare ich auch nicht mal Zeit. Mal sehen wie lange das anhält.

Fasnachtsumzug in Musberg

Januar 21st, 2008

Am gestrigen Sonntag war ich an sich eher auf gammeln eingestellt, aber als ich auf dem Rückweg vom Bäcker zufällig die Ankündigung für den Fasnachtsumzug in Musberg um 13:33 (!) sah, entschloss ich mich, zumindest dafür nochmal aus dem Haus zu gehen und mich mit Basti und Caro zu treffen.

Musberg, ein Ortsteil von Leinfelden-Echterdingen, ist an sich ziemlich klein, kann aber, nachdem was ich gesehen habe, mit Fug und Recht als Fasnachtshochburg bezeichnet werden. Der Zug war richtig groß – insgesamt über 40 Nummern – und dauerte eine ganze Weile. Im Gegensatz zum klassischen Karneval, wie er auch im bayerischen praktiziert wird, ist die “Fasnet” eher traditionell geprägt. Es gibt kaum Wagen und die beliebtesten Figuren sind Hexen, Narren und Teufel. Die Figuren sind hauptsächlich maskiert, wobei die Masken durchaus aufwändig und kunstvoll aussehen. Mehr Infos zur schwäbisch-alemannischen Fastnacht gibt es auf dieser ausgezeichneten Wikipedia-Seite.


Von wegen Unfug war ich wohl leider der Auslöser für das Caro zugestoßene Unglück. ;) Nachdem weiter oben schon einigen Leuten die Schuhe entwendet wurden, dachte ich dass es nicht schaden kann, meine Stiefel ordentlich zuzubinden. Gesagt, getan, aber anscheinend zog mein Schuhbinden die Hexen magisch an. Da sie bei mir aber keinen Erfolg hatten, nahmen sie kurzerhand Caro mit, banden ihr die Beine zusammen, klauten einen Schuh und entfernten dessen Schnürsenkel. Den Schuh gab’s dann zwar zurück, der Schnürsenkel blieb allerdings verschollen. Im weiteren Verlauf wurde Caro immer wieder als dankbares Opfer ausgeschaut – zum Anmalen und durch die Haare wuscheln etc. Ich fand’s natürlich eher lustig, mir ist ja auch nix passiert. ;)

Alles in allem aber eine witzige Veranstaltung, die mich ob ihrer Größe doch angenehm überraschte. In der Form ist der Faschingszug Fasnachtszug auch witziger als das normalerweise doch eher stupide vorbeifahren auf mehr oder weniger witzigen Wagen. Alle Bilder gibt’s hier in der Gallerie.