¡Te dejé, Leinfelden!

Juni 1st, 2008

Mit Ablauf des gestrigen Tages bin ich meine Landwohnung in Leinfelden nun endgültig los, die Wohnungsabgabe war sogar schon am Montag, dem 26. Mai. Stuttgarter, genauer gesagt Heslacher, bin ich dann allerdings sogar schon seit dem 20. Mai, den an diesem Tag habe ich mich umgemeldet.

Wer mich seit dem Umzug schon gesehen hat, hat meine Begeisterung für Heslach und den Stuttgarter Süden allgemein schon erfahren. In der Stadt ist es halt einfach tausend Mal besser als auf dem Land und die zentrale Wohnlage hier ist optimal. Hinzu kommt, dass die Wohnung einfach genial ist – vor allem auch der Aufstieg von einem auf drei Zimmer. Im Vergleich zu vorher ist der Preis, obwohl er in der Summe natürlich höher ist, auch ein Witz. Und diesen Beitrag schreibe ich, natürlich ohne Internetzugang ;) , auf meinem exzellenten Freisitz.

Leinfelden hatte natürlich auch seine Vorzüge – wobei die, meiner jetzigen Wohnlage gegenübergestellt, gar nicht so groß beziehungsweise wirkliche Vorzüge sind:

  • Absolut keine Parkplatzprobleme vor der Haustür – da sieht’s im Süden natürlich anders aus, aber da ich demnächst sowieso mit den Öffis zur Arbeit fahren werde ist das nur ein bedingtes Problem.
  • Unmittelbare Nähe zur Bücherei und zum Schwimmbad – die Bücherei ist hier natürlich nicht so nah, dafür aber viel größer und einen Ramschtisch hat sie auch und ihre Auswahl ist besser; das Stadtbad Heslach dürfte auch kaum weiter weg sein als das Leinfeldener Schwimmbad von meiner alten Wohnung.
  • Eine angenehme Route, um mit dem Rad zur Arbeit zu fahren – okay, das kann ich von hier aus nicht wirklich gut; ich werde die Route mit Hubert mal austesten, aber für jeden Tag ist das nichts.
  • Im Prinzip ruhige Wohnlage – das stimmt auch nur bedingt, denn erstens habe ich neben einer Kirche gewohnt, zweitens hat man die Flugzeuge deutlich gehört und drittens bei passendem Wind auch die Autobahn; die Lage an der Böheimstraße im Süden ist natürlich trotzdem vom Verkehr her schlechter, aber nachts fällt mir das kaum auf und tagsüber ist es nicht wirklich ein Problem – und einen Tod muss man sterben, wie Hubert so schön sagte.
  • Einen Mit-Mieter, der alle Pakete annahm – tja, das war natürlich Luxus, denn außer für Einschreiben musste ich nie zur Post, aber mal sehen wie sich das hier im Haus entwickelt.
  • Keine Kehrwoche – stimmt schon, allerdings nur weil ich die gegen Geld machen habe lassen; die große Kehrwoche hier ist natürlich nicht so fein, aber alle 8 Wochen ist das auch okay.

Im Prinzip entpuppen sich die großen “Vorzüge” also allesamt als nicht wirklich haltbar. Und selbst die größten Nachteile im Süden – Parkplätze und Verkehr – stehen in keinem Verhältnis zu dem Plus an Lebensqualität, dass ich durch die Wohnung bekommen habe. Doppelplusgut ist auch, dass Hubert ziemlich genau zwei Minuten entfernt wohnt; vielen Dank auch nochmal wegen der Empfehlung für den Süden, die wirklich meinen Geschmack getroffen hat!

Eingerichtet bin ich nach wie vor zwar eher rudimentär, aber ich plane auch nicht, hier auszuziehen solange ich in Stuttgart bin, also habe ich ja Zeit meine Einrichtung in aller Ruhe zu vervollständigen. Besuch ist mir, auch ohne bisher komplett zu sein, natürlich immer und jederzeit willkommen.

Achso, vielleicht der Vollständigkeit halber nochmal meine neue Adresse (die es allerdings auch im Impressum gibt):
Roland Kübert
Kelterstraße 20
70199 Stuttgart


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¡Adiós, Leinfelden, bienvenido Heslach!

Leinfelden – Weiden 3:4 (2:2)

Juni 1st, 2008

Schlusspfiff im Städtevergleich zwischen Leinfelden und Weiden – und in der Nachspielzeit lässt sich Leinfelden noch einen einschenken und verliert zu Recht.

Wie kam das 3:4 zu Stande? Als ich vor einer Weile mit einigen Kollegen im Columbus einen kleinen Umtrunk machte, traute ich meinen Augen kaum: Weidener Brotsuppe auf der Speisekarte!

Durchaus amüsiert unterhielt ich mich mit der Bedienung, die mich aufklärte, dass sie aus Weiden sei und die Brotsuppe deshalb diesen Titel trug. Ob ureigene Weidener Spezialität oder nicht, ich halte es für eher fragwürdig, dass sich jemals außerhalb Leinfeldens eine Leinfeldener Spezialität auf eine Speisekarte verirrt, insofern ein durchaus gerechter Siegtreffer.

Um ehrlich zu sein: auch wenn’s knapp wirkt und das 3:4 selbst vielleicht etwas fragwürdig ist, im Prinzip hat Leinfelden, genauer gesagt Leinfelden-Echterdingen-Leinfelden, selbst gegen eine kleine Stadt wie Weiden, die ich ja besser finde als ursprünglich befürchtet, wenig zu melden. Das liegt im wesentlichen daran dass Leinfelden-Echterdingen mit fast 37.000 Einwohnern zwar nicht gerade klein ist, der Doppelname aber mehr vermuten lässt, als da ist. Schon alleine Leinfelden und Echterdingen liegen räumlich so weit auseinander, dass es fraglich ist, ob daraus jemals “eine Stadt” wird, die restlichen Ortsteile sind kaum der Rede wert. Und Leinfelden als Ortsteil selbst hat zwar einige positive Eigenschaften, auf die ich im Rahmen meines Auszugs noch eingehen werde, kann aber gegen eine “echte” Stadt doch nicht anstinken.

Glückwunsch also von Leinfelden nach Weiden, man ist ja ein fairer Verlierer!

Leinfelden – Weiden 3:3

Juni 1st, 2008

Eigentlich schon lange überfällig, aber erst verschludert und dann auf Grund von nicht vorhandenem Internet total vergessen: Leinfelden gleicht zum 3:3 aus! Womit, fragt sich da der geneigte Leser, es scheint, als wären alle positiven Punkte von Leinfelden schon eingesetzt worden? Mitnichten, kann ich da nur sagen, und verweise auf das famose Deutsche Spielkartenmuseum.

Es ist die größte öffentliche Sammlung von Spielkarten in Europa und durchaus einen – kostenfreien – Besuch wert. Wenn man es nicht so macht wie ich sondern die Internetseite ordentlich liest, steht man auch nicht vor verschlossenen Türen, ich wollte nämlich erst in der Umbaupause der Ausstellung im März reinschauen. Gezwungenermaßen verschob ich meinen Besuch dann auf den April und durfte die Ausstellung “Abenteuer Technik” bewundern. Durchaus amüsant, was da so an quasi antiken Spielkarten zu sehen war. Besonders ein ostdeutsches Kartenspiel, bei dem Axel (leider nicht Axel Axeltenschert) die Welt der famosen Autos in der DDR erkundet, und eines, das die westdeutsche Automobilwelt in den 50er Jahren zeigt, fand ich sehr amüsant. Ansonsten ist man mit der Ausstellung auch recht schnell durch, mehr als eine Stunde braucht man bestimmt nicht, wenn man nicht wirklich jede Karte einzeln anschaut.

Meisterstück

April 16th, 2008

Also mein Meisterstück habe ich heute Abend wohl nicht gemacht, aber wohl die Bayern. Bei mir fing es schon damit an, dass ich mir erst um 20:45 eine Kneipe gesucht habe, wohl weil ich den klassischen Donnerstags-UEFA-Cup-Zeitplan im Kopf hatte. Gut, dass es schon fast Halbzeit als ich ankam merkte ich erst, als ich schon saß. Ebenso wie ich erst nach der Bierbestellung gemerkt habe, dass in der Kneipe – das Soho am Neuen Markt in Leinfelden – geraucht werden darf. Und natürlich war die ganze Bude voll mit Rauchern, aber zum Glück musste ich nur eine Stunde und zwei Hefe aushalten. Trotz allem stinken jetzt nicht nur meine Klamotten sonder auch ich wie ein abgestandener Aschenbecher – wenn sich noch jemand fragen sollte, warum mittlerweile fast überall Rauchverbot ist, dann soll er mal in diesen Laden gehen. Warum da geraucht werden darf, weiß ich allerdings nicht mal, ich dachte das wäre in BaWü überall verboten – da sieht man mich jedenfalls nicht wieder.

Wie bei mir ging es auch bei den Bayern holprig los, ich denke aber das am Ende auch verdiente 1:3 war das Meisterstück – 10 Punkte Vorsprung bei nur noch 5 ausstehenden Spielen und das nach einem 0:1 Rückstand mit – teilweise – einer B-Elf. Immer wieder amüsant: die Unterhaltungen anderer Gäste, denen so ziemlich alles egal ist außer einem Bayern-Sieg – süß. ;) Achso, Bielefeld hat gewonnen und der Club verloren – scheint alles nach Plan zu laufen.

Die Gasleitung im Spitzhau

April 13th, 2008

Dieser Beitrag wird wohl der letzte sein, in dem ich auf irgendwelche Kuriositäten auf dem Weg von Leinfelden zum HLRS hinweise. Diesmal ist es auch gar nicht witzig, aber immerhin die vor ewiger Zeit versprochenen Bilder vom im Spitzhau errichteten Gashahn.

Durchaus imposant, da darf die Baustelle auch mal ein bisschen länger dauern.