Komisch, dass einem Flugreisen immer so viel besser vorkommen als Bahn- oder sonstige Reisen. Heute erlebten wir jedenfalls mal wieder unwahrscheinliche Verspätungen, bei denen man sich doch fragt, warum sowas im Luftverkehr immer klaglos hingenommen wird, während die Bahn bei solchen Verspätungen quasi gesteinigt wird. Aber der Reihe nach.
Zuerst – also doch die Bahn – kam die S-Bahn nicht wie erwartet um 09:06 in Leinfelden zur Fahrt Richtung Flughafen an, sondern ungefähr 8 Minuten später. Immerhin erwischte ich aber einen Einstieg am 1. Klasse-Abteil, dass ich dank meines “Fahren & Fliegen”-Ausweises bei Dienstreisen benutzen darf. Hat sich auch sehr gelohnt für zwei Haltestellen.
Nach dem Gepäckaufgeben und Koffeinaufnahme nach der Handgepäckkontrolle begaben sich Axel, Basti und ich zum Gate, wo uns der Abflug nach London statt um 11:25 um 12:00 angekündigt wurde. Insgesamt war’s dann noch mehr Verspätung, was aber an sich halb so tragisch war, denn wir hatten in Heathrow genug Zeit für den Anschlussflug nach Edinburgh.
Auch in Edinburgh wurde nicht rechtzeitig geboardet, aber auch das war nicht so wild. Hatten wir uns vorher von einem Kaffee aus noch über ein Flugzeug, dass scheinbar endlos auf die Startfreigabe warten musste, amüsiert, traf uns dann das gleiche Schicksal, nur dass wir am Gate stehen blieben. Eigentlich sollte laut Aussage der Crew das Flugzeug voll werden, aber am Ende war es wohl nicht mal halb voll. Dann hieß, wegen schlechter Windverhältnisse würde sich der Start verzögern, was natürlich auch der Fall war. Auf dem Weg zum Start zeigte sich, dass ziemlich viele Flugzeuge auf ebendiesen warteten, wir waren also wohl nicht die Einzigen mit Verspätung. Unsere Verspätung summierte sich schließlich auf eine knappe Stunde, von der in Edinburgh dann immernoch 40 Minuten übrig blieben. Da das Meeting aber erst Morgen beginnt, war das auch kein Problem, außer dass wir, als wir im Hotel waren, schon fast 12 Stunden unterwegs waren. Gut, eine Viertel Stunde haben wir bestimmt verloren, weil wir erst am falschen Hotel waren…
A propos, das Hotel ist echt super. Die Zimmer sind riesig, es gibt neben dem Bett noch eine Couch; Toilette und Bad sind getrennt, im Bad gibt es Dusche und Badewanne getrennt. Dazu gibt’s noch einige weitere Annehmlichkeiten (siehe unten). Nur das Internet ist leider so teuer, dass ich da erstmal drauf verzichte. Da wir die Zimmer über das “National e-Science Centre” gebucht haben, gibt es freies Internet im Zimmer, woohoo! Fernsehen gibt es auch, worauf ich gleich mal zufällig in Simpsons reingezappt habe – super.
Nach kurzer Pause im Hotel zum frisch machen sind wir dann erstmal einen Supermarkt suchen gegangen, was auch wirklich nicht lang dauerte. Danach sind wir an den Pool – echt nett, relativ groß (ca. 12 Meter lang) und zusätzlich gibt’s noch Sauna, Dampfbad und Whirlpool sowie einen Fitnessraum – um ein bisschen im Whirlpool rumzugammeln und dann in die Sauna zu gehen. Später ging’s dann noch zum klassischen indischen Essen und einem Absacker in einen Pub. Morgen haben wir noch einen halben Tag für Sightseeing, danach geht’s dann mit dem Meeting los.
Alle Bilder von der Anreise gibt’s hier in der Gallerie.