Madrid in 4 Kapiteln

April 16th, 2008

Lange hat’s gedauert, aber nach Madrid und direkt danach Weiden war ich etwas durch den Wind. Mittlerweile gibt’s immerhin die Madrid-Bilder online: Stadttour vor dem Spiel, Getafe-FC Bayern, Santiago Bernabeu am Freitag Morgen, Stadttour am Freitag Mittag. Enjoy!

FC Getafe – FC Bayern Muenchen 3:3 n.V. (1:0, 1:1, 3:1)

April 11th, 2008

Oder auch der Alternativtitel “hasta enloquecerme”, wenn ich Ninas Stil, meine Beitragsueberschriften aus Liedtexten zu rekrutieren, benutzen wuerde. ;)

Alter, was war das denn fuer ein Spiel!? Nach zehn Minuten wieder das “gefuehlte” 0:1, dass die Bayern pomadig machte und es lief auch gegen 10 Mann einfach nichts zusammen. Getafe spielte mit 10 Mann echt gut und machte dann vor der Halbzeit das 1:0 – gut, aenderte an der Ausgangslage ja eh nichts, also was soll’s. Nach dem Tor direkt gab’s erstmal Randale im Bayernblock, ich stand weiter oben und habe das erst mitgekriegt als die Polizeiknueppelbrigade auf einmal mit gezogenen Knueppel und Helm neben uns stand. Oben war zum Glueck Ruhe, warum das unten los ging weiss ich allerdings auch nicht, laut Augenzeugenberichten war’s von der Polizeiseite unmotiviertes kloppen.

Tja, und es kam wie es kommen musste, die Uhr tickte runter und Bayern machte nicht genug. Getafe hatte zwei gute Chancen auf ein weiteres Tor, ich habe mich fast kaputt gelacht als der eine Getafer Spieler vor dem leeren Tor ausrutschte. Und wie im Hinspiel gab’s dann den vielleicht nicht verdienten Ausgleich.

Okay, gegen 10 Mann sollte der Drops in der Verlaengerung ja gelutscht sein, aber weit gefehlt. 2:1 Getafe – na gut, ein Tor haetten wir sowieso machen muessen um nicht ins Elfmeterschiessen zu muessen. Und dann gleich das 3:1 – da dachte ich, das ist gelaufen. Und dann duseln sich die Bayern mit dem letzten Angriff ins Glueck – unglaublich, der gesamte Bayernblock flippte aus und die Getafer waren total am Boden. Achso, eins noch zu Getafe: geile Fans, da hat echt das ganze Stadion Stimmung gemacht.

Eines der krassesten Spiele, die ich je live gesehen habe. Das koennte eine gute Initialzuendug fuer den Cup-Sieg sein, der wenn wer so aus einem komplett selbst verbloedelten Spiel zurueck kommt kann echt alles erreichen.

Bilder gibt’s wohl erst am Montag oder Dienstag, heute geht’s weiter in Madrid und morgen ab nach Regensburg.

Voy a Madrid! Y a Regenburg también

April 9th, 2008

Heute, nach überstandener EU-Call-Deadline, gibt’s einen frühen Feierabend um um 17:20 nach Madrid zu entschweben, wo ich mir morgen das UEFA-Cup-Auswärtsspiel der Bayern am FC Getafe anschauen werde. Zusätzlich zum Spiel habe ich fast zwei Tage für Sightseeing, denn am Freitag geht es erst um 20:25 aus Madrid zurück, so dass ich um kurz vor elf wieder in Stuttgart lande. Dann gibt’s die erste Übernachtung in der neuen Wohnung, so dass ich es am Samstag früh nicht so weit zum Bahnhof habe, denn um 06:40 geht schon mein Zug nach Regensburg, wo ich auch gemütliche 3:59 später eintreffen werde. Auch in Regensburg gibt’s Fußball mit der lieblichen Nina (Hessen Kassel ist zu Gast), danach geht’s nach Weiden in der schönen Oberpfalz und am Sonntag wieder zurück nach Stuttgart

Bis Montag gibt’s eventuell mal zwischendurch was aktuelles, davon abgesehen habe ich einige Beiträge, die ich sowieso schon länger veröffentlichen wollte, vorbereitet, so dass niemand ohne seine tägliche Dosis bimberstube auskommen muss.

¡Adiós y hasta la próxima semana!

Mein erstes Derby

Februar 28th, 2008

Und das hatte es gleich in sich: 15.000 Löwen-Fans, eine geile Choreographie, Bombenstimmung in der Arena, zweifelhafte Schiedsrichterentscheidungen, 7 Karten – davon 4 Gelbe und 3 Gelb-Rote, 0:0 nach 90 Minuten, 0:0 nach 120 Minuten, 1 Elfmeter für Ribéry den er in der Nachspielzeit verwandelte, nochmal schießen musste und wie McCool nochmal verwandelte – spielerisch kein Glanzpunkt. aber ein packendes Derby mit Happy End. Achja, und heute gilt wieder mehr denn je:

Ribery nouveau roi de la Bavière
(Bild von Dom Blog)

FC Bayern München – FC Aberdeen 5:1 (2:0)

Februar 22nd, 2008

Zwei Live-Spiele der Bayern in 4 Tagen, ich weiß nicht ob ich das jemals schon hatte. Diesmal ging’s nach dem vom Ergebnis her akzeptablen 2:2 in Aberdeen um den Einzug ins UEFA-Cup-Achtelfinale. Dank Hitfelds Rotation durfte Kroos aufs links von Anfang an ran, ebenso wie in der Spitze Podolski für Klose; im defensiven Mittelfeld vertrat Ottl Zé Roberto.

Schon in der zweiten Minute hätte es nach einer Traumkombination klingeln können: Lucio spielte hoch in die Spitze auf Toni, der legte mit der Brust (!) auf Podolski ab und der setzte den Ball volley leider nur an die Latte – das wäre ein Krachertor gewesen. Weiterhin spielten nur die Bayern, die Aberdeen in der eigenen Hälfte einschnürten. Folgerichtig dann auch das 1:0, das allerdings nach einem Freistoß fiel und nicht aus dem Spiel heraus, als Lucio sich den Ball vorlegen ließ und einfach mal ordentlich draufhielt. In der Folge machtne die Bayenr das Spiel, Aberdeen kam nur ein Mal nicht ganz ungefährlich vor’s Tor und hatte prompt die Chance zum 1:1. Die Bayern gingen leider nicht konsequent mit den Chancen um, so dass es van Buyten nach einem Kroos-Freistoß vorbehalten war, das 2:0 zu köpfen. Mit dem Ende der ersten Halbzeit hatte Lucio noch ein Chance vor dem leeren Tor, traf den Ball aber nicht richtig und traf nur den Pfosten.

In der zweiten Halbzeit ging das Spiel erstmal weiter wie gehabt, aber man merkte den Bayern an, dass sie das Tempo ein bisschen rausnehmen wollten. Das führte dann auch fast zum 2:1 in der 56. Minute, aber Mackie stand im Abseits und es blieb beim 2:0; wer weiß, was sonst noch passiert wäre… Eine viertel Stunde später kamen die zwei Gala-Auftritte des auch sonst gut spielenden Podolski. Zuerst rettet er den Ball vor der Auslinie, spielte nach innen auf Klose und verwandelte den Abpraller nach dessen Schuss gleich selbst zum 3:0, nach einer Ecke von Schweinsteiger besorgte er dann auch noch das 4:0 per Kopf. Damit war das Spiel sowieso gelaufen, aber die Schotten spielten nicht wirklich ehrgeizig auf den Ehrentreffe, den sie aber trotzdem noch bekamen, als nach einem Freistoß Lovell ungedeckt nur noch einnicken musste. Frank Bommel Van Bommel stellte aber nur zwei Minuten später den 4-Tore-Abstand wieder her, als er aus 17 Metern flach ins linke Eck schoss.

Das 5:1 war hochverdient, auch wenn es durchaus anders ausgehen hätte können. Ein Mal gab es die gute Chance zum 1:1 für die Schotten in der ersten Hälfte, dann das – ich denke aber zu Recht – nicht gegebene 2:1. Dann wäre wahrscheinlich wieder das große Zittern losgegangen, so aber gab’s fast nichts auszusetzen. Nächste Gegner auf dem Weg nach Manchester ist der RSC Anderlecht – durchaus machbar.