Die Macht vom Hohen Bopser!

November 6th, 2011

Nürnberg II mit 3:0 nach Hause geschickt, Tabellenführung verteidigt, so kann’s weiter gehen!

P.S.: Spielbericht folgt.

SG Sonnenhof Großaspach – Stuttgarter Kickers 1:0 (1:0)

November 1st, 2011

Eigentlich wollte ich heute ja mal wieder zum Oberliga-BaWü-Hopping aufbrechen, dieses Mal wäre ich, das erste Mal seit Ewigkeiten, mal wieder mit der Bahn unterwegs gewesen, BaWü-Ticket-Single nach Offenburg. Zum Glück rief mich Uli noch rechtzeitig an und wies mich auf das ebenfalls heute stattfindende Kickers-Spiel im WFV-Pokal bei der Ponyhof Sonnenhof Großaspach hin, das hatte ich über den Urlaub gar nicht mitbekommen. Erstens war das natürlich eh das attraktivere Spiel, zweitens konnte ich aber auch in dem Spiel einen neuen Ground kreuzen, denn seit Sommer fertig gestellten, umgebauten, ehemaligen Sportpark Fautenhau, heute Comtech Arena. Ist ein nettes Stadion für die Regionalliga, vorher spielte die SGS ja im wenig attraktiven Frankenstadion in Heilbronn. Das Stadion ist ein reines Fußballstadion und bietet 10.000 Zuschauern Platz, allerdings nur dann wenn alle Sitze ausgebaut werden. Die Haupttribüne ist recht klein (386 Sitzplätze) und steht vor einem Blockhaus-Restaurant, die anderen drei Seiten sind durchgängig gebaut. Von der Haupttribüne aus befindet sich der Heim-Stehplatzlbock in der linken Ecke der Gegentribüne, der Gäste-Stehplatzblock am Rand der rechten Hintertortribüne.

Von den 3.152 Zuschauern dürften etwa 750 Kickers-Fans gewesen sein, eine durchaus gute Quote. Bei Kaiserwetter am immerhin schon 1. November gingen die Kickers besser zu Werke und hatten auch zwei dicke Chance, blödelten aber vor dem Tor unnötig rum. Gegen Ender Halbzeit übernahm Großaspach im wesentlichen das Spiel, aber ohne zwingende Chance, murmelte allerdings kurz vor der Pause einen Ball, ausgerechnet durch Ex-Kickers-Spieler Kacani, zum 1:0 rein – drei Blaue vor dem Tor sahen sehr unglücklich aus, da es keiner schaffte, den Ball wegzuschlagen.

Nach der Pause dann erstaunlicherweise Großaspach weiter aktiver, die Kickers erstmal nur hinten drin. Großaspach hatte zwei gute Chancen, gegen Ende kamen dann aber die Kickers nochmal, allerdings ohne 100%ige Chancen. Zwei Fernschusschancen konnte SGS-Torwart Ünlü parieren, ein Freistoß ging knapp drüber, damit waren die Kickers mal wieder im Viertelfinale ausgeschieden, mit dem einzigen Tor im ganzen Wettbewerb.

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Im Endeffekt kein gutes Spiel, das man auch verlieren kann, so ein dummes Tor kann immer fallen und Großaspach hatte vorher schon die Möglichkeit auf ein Tor, stellte sich aber im wesentlichen dumm an. Gerade die linke Kickers-Abwehr-Seite, vor allem die Außenverteidigung, war nicht auf der Höhe und so musste Leist immer wieder aus der Innenverteidigung rausrücken und fehlte dann in der Mitte. A propos, Leist heute einer der Besten. Vor dem Tor darf man sich halt auch nicht so dumm anstellen und muss eine der Chancen machen, dann ist das Tor auch erledigt. Keinen direkten Einfluss auf das Ergebnis genommen, sich aber sonst auch nicht gerade mit Ruhm bekleckert hat Schiedsrichter Steinberg: zu Beginn erstmal die Aspacher fleißig holzen lassen und beim ersten Kickers-Foul gleich Gelb gegeben. Auch ansonsten ein Heimschiedsrichter, der erst gegen Ende Partie halbwegs normal Pfiff. Zeitspiel dann noch zu ahnden, hätte er sich allerdings sparen können, aber gut. War im wesentlichen also ein mauer Hiperclásico und ich frage mich, wie eine Mannschaft wie die SGS so lange oben stehen konnte in der Liga. Da mit Heidenheim und Aalen eh noch zwei Drittligisten im Pokal sind, wäre der Gewinn natürlich sowieso eher schwierig gewesen, insofern auch halb so wild. Bleibt zu hoffen, dass das ein Schuss vor den Bug des frisch gebackenen Spitzenreiters der Regionalliga Süd ist, der sich positiv auswirkt und dass das Gastspiel im Fautenhau in der Liga am 4. Dezember erfolgreicher sein wird.

TSG Hoffenheim II – FC Bayern München II 0:1 (0:1)

Oktober 9th, 2011

400km für ein Auswärtsspiel in Hoffenheim? Komisch, kommt aber vor wenn man Samstags hin fährt und dann vor Ort erst feststellt dass das Spiel erst am Sonntag statt findet. Und man dann nochmal hinfährt, halt am Sonntag. Gut, über meine eigene Dummheit brauche ich mich nicht aufregen, verwunderlich allerdings dass auch Kollege Claus auf den Samstag gepolt war, was auch immer uns da gerissen hat. Immerhin kamen wir so in den Genuss, uns auf dem P+M-Parkplatz in Mundelsheim ordentlich zuhageln zu lassen, also am Samstag.

Heute gab’s dann Sonnenschein, allerdings sollte die Fahrt der reinste Horrortrip werden und da musste und muss ich mich furchtbar aufregen: Verkehrsfunk gehört, Strecke gecheckt, Navi hat Verkehrsfunkempfang – keine Probleme, das brennende Fahrzeug zwischen Bad Rappenau und Sinsheim war uns also bekannt und leicht zu vermeiden durch Abfahrt in Bad Rappenau. Pustekuchen, denn obwohl wir auch noch während der Fahrt die ADAC-Seite überprüften, wurde der so genannte “stockende Verkehr” nach Untereisesheim erst angekündigt, als wir gerade an der Ausfahrt vorbei gefahren waren, wirklich nicht mehr als zwei Minuten später. Bis dahin war alles easy und wir auf eine Ankunftszeit von 13:15 eingestellt, für die 10 Kilometer bis zur Abfahrt Bad Rappenau brauchten wir dann aber fast eine Stunde. In Bad Rappenau sind wir dann raus und hatten wie immer mit Schleichern zu kämpfen: 70 fahren bei erlaubten 100, innerorts dafür nur 30, läuft. I-Tüpfelchen war dann noch das Stadtfest in Sinsheim, dass wir umfahren mussten und das uns dann schlussendlich das Tor des Tages verpassen ließ – immerhin kamen wir noch fast rechtzeitig, nur halt in der 13. Minute eine Minute zu spät. Fußball gespielt wurde dann allerdings ja auch noch ein bisschen, aber wie Claus schon geunkt hatte, war das 0:1, übrigens durch Usami, natürlich das Tor des Tages. ;)

Hoffenheim, anscheinend ohne 6 oder 7 Stammspieler, wie uns ein Ordner verriet, spielte relativ mau und wurde nur gegen Ende mal gefährlich, was aber eher an Nachlässigkeiten in der Bayern-Abwehr lag. Die kleinen Bayern hätten schon noch eine Kiste machen können, aber egal, der zweite Saisonsieg brachte immerhin Anschluss ans untere Mittelfeld und half auch den Kickers, die jetzt drei Punkte auf Hoffenheim gut gemacht haben. Das Stadion hat sich übrigens ein bisschen verändert, der Gästeblock war bei meinem letzten Besuch vor viereinhalb Jahren deutlich kleiner, die Bilder zum damaligen Besuch gibt’s hier in der Galerie.

Die Rückfahrt war immerhin, wie es so oft ist, entspannt, für mich ging’s dann, weil ich ja eh schon mit der Karre unterwegs war, nochmal zum Bärensee, einen gemütlichen 10er Laufen. War okay, irgendwie tut das Bein beim Laufen nicht meckern, fühlt sich aber jetzt wieder irgendwie komisch an… naja, mal weiter belasten und sehen wie es sich entwickelt.

Stuttgarter Kickers – Wormatia Worms 1:1 (0:1)

Oktober 7th, 2011

Kaum zurück aus Madeira ging’s schon wieder mit Fußball weiter, denn am Mittwoch stand gleich das nächste Heimspiel der Kickers zu Buche – nach dem vergangenen “Kickers-Spieltag” mit der theoretischen Chance auf Platz 1 bei einem, dazu hätten allerdings Großaspach verlieren und der KSC und Hoffenheim nicht gewinnen dürfen. Auf den Tag genau zwanzig Jahre nach dem 4:1 der Kickers beim FC Bayern München sollte das Spiel zwar nicht die Tabellenführung bringen, sich aber in die Reihe der Spiele mit zweifelhaften Schiedsrichterentscheidungen einreihen, auch wenn Robert Kempter nicht ganz so bekloppt pfiff wie seine Kollege Foltyn vor knapp einem Jahr.

Der frühe Rückstand in der 6. Minute lag allerdings nicht am Schiedsrichter, eine Ecke an die 16er-Linie verwandelte Daniele Toch etwas glücklich als Schlenzer in den Winkel – keine Chance für Wagner und das 0:1. Für das Kickers-Spiel war das Gift, Worms machte in der Folge das Spiel eng, verschob gut und war zweikampfstark, die Kickers taten sich extrem schwer. Höchststrafe für den im letzten Heimspiel noch starken Pala: in der 35. Minute musste er für Maskenmann Marco Grüttner raus. Natürlich war die Hoffnung, dass die Kickers nach der Halbzeitpause mehr Druck entwickeln wurden, im Mittelpunkt stand allerdings erstmal Schiedsrichter Kempter: als Alessandro Abruscia einem mal wieder an Fallsucht leidenden Wormser die Meinung geigte kam es zur Rudelbildung und Abruscia bekam, direkt vor’m Assistenten, einen Kopfstoß ab. Rudel aufgelöst, kurz beraten, Ergebnis: Rot für Kopfstoßer Bauer und für Abrusica, warum auch immer. Wenig hilfreich, wie einer der Zuschauer dann den an der Mittellinie stehenden Assistenten relativ lange beschimpfte – beim nicht gegebenen Tor von Leist war’s schon knapp, möglicherweise spielt sowas dann auch eine Rolle, aber Schiedsrichter oder Assistent derart beschimpfen gehört sich an sich nicht.

Das 10 gegen 10 kam irgendwie den Kickers mehr entgegen, das Tor wollte aber einfach nicht fallen. Stattdessen hatte dann Kempter noch eine Aktion, als er Grüttner wegen eines meiner Meinung nach nichtigen Fouls mit Gelb-Rot vom Platz schickte. 9 Kickers belohnte U23-Spieler Andre Kriks dann in der 90 Minute aber zum Glück noch mit dem verdienten Ausgleich – im Endeffekt wohl ein gefühlter Sieg, auch wenn Großaspach leider wieder zwei Punkte auf die Kickers gut gemacht hat.

Für unsere ungewöhnlich große Gruppe – mit zu diesem Zeitpunkt prädestiniertem und mittlerweile tatsächlichem Opa Bernd, Huberts Cousin Romain, der klassischen Waldau-Crew und noch einem Quasi-Ex-Kollegen von Hubert und einem, wie sich heraus stellte, gemeinsamen Bekannten mit Flopsi – ging’s nach dem Spiel gelöst zu Paule, die Partie ausklingen lassen. Und für Hubert, Bernd und mich am Ende noch auf einen finalen Absacker ins Wikinger-Stüble – was will man auch machen, wenn man am Charlottenplatz 12 Minuten auf die nächste Bahn warten muss. ;)

Erstaunlich viele Wormser für Mittwoch Abend

Immerhin Hubert und ich aufmerksam ;)

Doppel-Rot für Bauer und Abruscia

Grüttner schon im Kabinengang

Stuttgarter Kickers – TSV 1860 München II 2:0 (0:0)

September 26th, 2011

Eigentlich hatte ich für das Wochenende ja einen fainen Plan – Freitag Abend nach München zum Donovan Frankenreiter-Konzert mit René, Übernachtung bei den Heeks, Samstags zu Bayern gegen Leverkusen und dann zurück nach Stuttgart. Den bekannten Strich durch die Rechnung machte mir dann allerdings die Prüfung am Montag, denn ich war, dank zwei Wochen Dienstreisen, quasi gar nicht vorbereitet. Zusätzlich war ich auch noch relativ platt von eben diesen Dienstreisen, so dass mir die freitägliche Fahrt nach München gefolgt von einem Konzert auch nicht so attraktiv erschien. Im Nachhinein kann ich sagen, dass die Prüfung auch ohne weitere Lernen am Wochenende erfolgreich gewesen wäre, aber das konnte natürlich vorher keiner wissen. So ergab sich außerdem die Möglichkeit, nicht nur den Griechen ordentlich zu verabschieden, sondern auch das Kickers-Heimspiel am Samstag gegen 1860 II zu besuchen. Nach Frühsport und Lernen ging’s dann über die Post in der Böblinger Straße – Vorhof zur Hölle, die Post da, es war unglaublich voll, wie immer und wenn ich nicht die Packstation zum Versand benutzt hätte würde ich wohl heute noch dort stehen – zum Marienplatz, wo ich Hubert und Ex-Funkelochsen Bernd traf. Ungewohnterweise ging’s dieses Mal über die Nägelestraße auf die Waldau – so ist das halt, wenn man Senioren dabei hat, da muss man sehen dass man Höhe gewinnt. ;) So war ich allerdings auch noch nie auf die Waldau gelaufen, ist auch ganz entspannt. Positiv zu vermerken war schon mal, dass der Kiosk (“Bei Patrick”) wieder offen hat, wobei das Eröffnungspublikum uns etwas suspekt war und wir uns gleich zum Paule begaben.

Vor dem Spiel war gegen den bisher sieglosen Tabellenvorletzten eigentlich ein klarer Sieg erwartet worden, vor den nur 2.520 Zuschauern taten sich die Kickers aber schwer und so ging’s nach einer reichlich unspektakulären ersten Halbzeit mit 0:0 in die Pause; die Kickers hatten deutlich mehr vom Spiel, 8:1 Torschüsse, aber die Bälle kamen meist dankbar auf den Keeper der Sechziger. Yilmaz hatte mit einem sehenswerten Schlenzer kurz nach der Pause das 1:0 auf dem Fuß, vor allem die Einwechslung von Pala kurze Zeit später brachte dann aber deutlich mehr Offensivdrang: Pala setzte Türpitz mit einem schönen Heber in Szene, der drehte sich und schoss flach von rechts ins linke Ecke – die verdiente Führung nach einer Stunde. Nach einem schönen Spielzug kam Pala dann auch noch selbst zum Torabschluss und machte damit den Sieg klar – auf jeden Fall ein erfolgreiches Comeback von ihm und verdiente drei Punkte für die Kickers.

Für uns ging’s dann noch kurz zum Paule auf einen Absacker, ehe es dann für die anderen zwei über Heslach zurück nach Kaltental ging, während ich mich daheim noch ein bisschen dem Skript für die Prüfung am Montag widmete – unnötigerweise, wie wir ja wissen. ;)