SV Sandhausen – VfR Aalen 3:0 (2:0)

August 13th, 2007

Über meine problematische Anfahrt von Stuttgart nach Sandhausen habe ich ja an anderer Stelle schon berichtet, insofern kann ich mich jetzt ganz dem Spiel an sich widmen.

Der SV Sandhausen, in Sandhausen, circa 8 Kilometer südlich von Heidelberg gelegen, trägt seine Heimspiele im Hardtwaldstadion aus. Mit 10.600 Plätzen liegt das Stadion von der Größe her im Liga-Mittelfeld, von der Attraktivität jedoch eher am Ende. Bis auf die Haupttribüne sind alles Stehplätze, die Gegentribüne ist dabei recht flach. Wenn man auf der Haupttribünenseite oben steht hat man aber immerhin eine ganz gute Perspektive und ist einigermaßen hoch, höher zumindest als zum Beispiel im Robert-Schlienz-Stadion.


Die Gegentribüne mit “Anzeigetafel”


Die Haupttribüne

Die Parkplatzsituation, wenn man sie so nennen will, ist wieder mal schlecht gelöst, man kann im wesentlichen beidseitig in der Wiese auf der Straße, die am Stadion vorbeiführt, parken.


Da musste gepark’

Mit dem VfR Aalen kam der Spitzenreiter an den Hardtwald – zwei Spiele, zwei Siege, 5:1 Tore. Sandhausen hatte da erst ein Spiel, da sie wegen des Pokalspiels gegen Offenbach (0:4 verloren) in der Liga spielfrei waren. Durch das 3:0 gegen Mitaufsteiger Ludwigshafen-Oggersheim hatte sich Sandhausen aber gleich den ersten 3er gesichert.

Zu Beginn der Partie passierte erstmal nicht viel, bis zur ersten Ecke für die Gastgeber, getreten von Alf Mintzel. Kopfball Beisel, 1:0. Beide Teams spielten teilweise katastrophale Fehlpässe, nicht verwunderlich also, dass das 1:0 aus einer Standardsituation fiel, denn kreativen Spielaufbau gab’s nicht wirklich. Bis gegen Ende der ersten Halbzeit passierte nicht mehr viel, die letzten 6 Minuten ging dann aber nochmal was. Zuerst ein Freistoß für Aalen, der auf Cescutti geflankt wurde, der direkt abzog, aber knapp am Tor vorbei. Quasi direkt im Gegenzug ein schneller Angriff der Sandhausener über rechts, Flanke auf Grgic (laut Stadionheft “saugt er den Ball an”) – 2:0. Aalen hatte noch einen Lattenschuss vor der Halbzeit, das war’s dann aber. Die Führung für Sandhausen ging zur Halbzeit durchaus in Ordnung, Aalen war zweikampfschwach und machte nach vorne sehr wenig, spielte auch kaum Chancen heraus.

Nach 4 Minuten in der zweiten Halbzeit war das Spiel dann schon entschieden, denn Petry netzte zum 3:0 ein. Sandhausen hatte noch deutlich mehr Chancen, vor allem deswegen, da auf Aalener Seite in der 61. Stahl und in der 71. Cescutti wegen groben Foulspiels den Platz verlassen mussten. Klar man mit dem 3:0 im Prinzip zufrieden sein, gegen 9 Mann wäre aber mehr drin gewesen.


Cescutti sieht rot

Links:
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Spielbericht bei kicker.de
Spielbericht beim SV Sandhausen

3 Tage, 3 Stadien

August 13th, 2007

1000km gefahren, 3 neue Stadien aus der Regionalliga Süd gekreuzt und 3 Spiele, 11 Tore, 4 Rote Karten gesehen und Sightseeing in Kassel und Siegen gemacht. Ein erfolgreiches Wochenende, dass mir noch 8 Stadien übrig lässt, für die ich aber noch 31 Spieltag Zeit habe. Life’s good.

SV Elversberg – FC Ingolstadt 1:5 (0:4)

August 10th, 2007

Hauptziel meiner Saarlandreise, bei der ich auch das Spiel Saarbrücken – Bad Kreuznach sah, war die Partie Elversberg gegen Ingolstadt im Waldstadion Kaiserlinde, das nur eine viertel Stunde Fahrzeit vom Saarbrücker Ludwigsparkstadion entfernt liegt.

Das Stadion ist nichts besonderes, klassisch Regionalliga eben. Immerhin hat es eine Kapazität von 7120 Plätzen, davon sogar 440 Sitz- und 120 VIP-Plätze. Witzig sind einige Kurvenstehplätze am Hang, wo die Absperrung eine Leitplanke ist. Keine Ahnung ob das der Gästefanblock war, Gästefans waren sonst jedenfalls keine da.


Leitplankenstehplatz

Ansonsten durfte ich noch schön in der Sonne brutzeln, aber da Anpfiff um 18:00 war, war die Temperatur durchaus erträglich. Eine vorherige Ortsbesichtigung im kleinen Rahmen brachte leider nichts interessantes zu Tage, außer der sympathischen Pilsstube.


Die SV Elversberg-Pilsstube

Sowohl bei Elversberg als auch bei Ingolstadt gab es ein Wiedersehen mit alten Bekannten: auf Elversberger Seite Marcus Feinbier, der Ex-Fürther; auf Ingolstädter Seite Malte Metzelder (Bruder von Christoph Metzelder) und Heiko Gerber, Ex-VfB.

Zu Beginn spielte Elversberg stark und druckvoll auf das Ingolstädter Tor. Der starke Iyodo hatte eine gute Chance, ebenso Marcus Feinbier, der nur die Latte traf. Quasi im Gegenzug schlug Ingolstadt aber zu und machte in 5 Minuten 3 Tore. Ingolstadt schaltete schnell um, spielte sowohl über die Flügel als auch durch die Mitte stark und schnell und Elversberg machte gar nichts. Zu weit vom Mann weg, zu wenig aggressiv, nicht in den Kopfbällen. Paradebeispiel war der Linksaußenverteidiger Ohnesorge, der direkt vor meiner Nase rumeierte. Und er eierte wirklich, pumpte wie ein Maikäfer, führte Zweikämpfe eher Alibi-mäßig, ging nicht zum Kopfball, stand immer weit weg etc. Folgerichtig erhöhte Ingolstadt, dass Elversberg auch nicht zur Ruhe kommen ließ, nach einer halben Stunde auf 0:4 – da ware die Elversberger Fans bedient und gingen teilweise schon in Scharen heim. Zur Pause war dann Elversberg mit 0:4 auch noch gut dran, Ingolstadt hatte noch einige Chancen mehr.

In der zweiten Halbzeit blieb Anti-Fußballer Ohnesorge zum Glück draußen, aber viel ging für Elversberg nicht mehr. Der Foulelfmeter in der 49. war geschenkt, Typ “ich falle mit Schwung in den 16er”. Postwendend stellte Ingolstadt mit 1:5 dann wieder den 4-Tore-Abstand her und viel mehr passierte auch nicht.

Ingolstadt hat, gerade nach dem überraschenden 2:3 daheim gegen die Kickers, gezeigt dass es durchaus eine Mannschaft ist, die um den Aufstieg mitspielen kann. Spielerisch haben sie mich überzeugt, aber Elversberg hat natürlich auch keine Gegenwehr geleistet. Mit 1:7 Toren und zwei Niederlagen aus zwei Spielen ist Elversberg auch erstmal letzter, das Auswärtsspiel bei Regensburg am 3. Spieltag wird auch nicht einfach.

Projekt Regionalliga Süd

August 9th, 2007

Nur um’s nochmal anzubringen bevor ich über das erste Spiel aus der Regionalliga Süd berichte: nachdem ich keine Dauerkarte für den FCB bekommen hatte ich mir ja erst überlegt, eine für den VfB zu holen, was aber daran scheiterte, dass beim VfB die Dauerkarten sehr schnell ausverkauft waren. Für die Kickers wollte ich mir dann lieber keine Dauerkarte holen, denn die nächsten beiden Heimspiele werde ich mit Sicherheit verpassen, insofern lohnt sich’s eher wenig, auch wenn ich hoffe möglichst viele der restlichen Heimspiele besuchen zu können.

Also fiel mein Auge auf die Regionalliga Süd, die ja dieses Jahr zum letzten Mal so besteht. Einige Stadien hatte ich vor dieser Saison schon besucht, namentlich das Frankfurter Volksbank Stadion (FSV Frankfurt), das Stadion Grünwalder Straße (FC Bayern München II, TSV 1860 II), das Stadion an der Kreuzeiche (SSV Reutlingen), das GAZi-Stadion auf der Waldau (Kickers), das Robert-Schlienz-Stadion (VfB Stuttgart II) und das Wildparkstadion, Platz II (KSC II) – also insgesamt 6 von 17 (bzw. 7 von 18, wenn man das Grünwalder doppelt zählt). Es bleiben also die folgenden 11 Stadien, die ich diese Saison noch kreuzen will:

  • Leimbachstadion (Sportfreunde Siegen)
  • Generali-Sportpark (SpVgg Unterhaching)
  • Waldstadion (VfR Aalen)
  • Auestadion (KSV Hessen Kassel)
  • Jahnstadion (SSV Regensburg)
  • Hartwaldstadion (SV Sandhausen)
  • ALNO arena (SC Pfullendorf)
  • Bezirkssportanlage Mitte (FC Ingolstadt)
  • Wacker-Arena (Wacker Burghausen)
  • Waldstadion Kaiserlinde (Elversberg)
  • Südweststadion (FSV Ludwigshafen-Oggersheim)

Nach Elversberg sind Sandhausen, Kassel und Siegen dran, was nur noch übersichtliche 11 übrig lässt. Von denen sind Regensburg, Burghausen und Unterhaching die am weitesten entfernten, Ingolstadt und Unterhaching sind auch recht weit weg, Pfullendorf, Ludwigshafen und Aalen – vor allem Aalen – liegen quasi um die Ecke. Leider gibt’s nicht immer ein interessantes Spiel – so waren die Kickers schon in Ingolstadt und werden in Pfullendorf spielen wenn ich nicht kann -, aber als weitere sehr gute Möglichkeit bleiben ja die Bayern-Amateure.