Viktoria Aschaffenburg – TSG Wörsdorf 3:1 (1:0)
April 9th, 2007An Ostern ist hat die Oberliga Hessen eigentlich spielfrei, aber wie ich heute zufällig im “Prima Sonntag” las hatte die Viktoria ein Ostermontags-Nachholspiel vom 22. Spieltag – happy happy happy, joy joy joy! Also Thomas eingepackt und bei Kaiserwetter auf an den Schönbusch, um die Viktoria auf der Suche nach dem ersten Dreier 2007 zu sehen. Für Thomas war es das erste Mal wieder bei der Viktoria seit langem, ich war im August 2006 (gegen Eintracht Frankfurt II) das letzte Mal im Schönbuschstadion gewesen.
Wir waren recht zeitig da und konnten noch eine gemütliche Runde um das “Schmuckkästchen der Oberliga” drehen (also innen) und uns dann mit flüssigem Gold zu versorgen und ans Wörsdorfer Tor zu stellen. Ich war verwundert weil Melunovic nicht aufgestellt war, wie ich aber gerade eben recherchiert – ja, wie Bob Andrews! – habe ist Melunovic bis zum Saisonende an Trier ausgeliehen.
Nach 5 Minuten gab’s schonmal den ersten dicken Aufreger, und das war sogar eine filmreife Aktion: Brüdigam wollte von hinten links einen Rückpass auf Emmel spielen, der Ball kam aber nicht flach sonder ziemlich genau auf den Winkel. Emmel ist also hochgesprungen um mit dem Kopf, Hände sind ja nicht erlaubt, den Ball abzuwheren. Immerhin getroffen, aber weil der Ball so hoch kam traf er ihn nicht ordentlich und produzierte im wesentlichen eine Kerze. Aufgesprungen und zurück ins Tor und den Ball, der dann steil runterkam, mit der Hand drübergeklatscht. Thomas und ich unterhielten uns noch ob das als Rückpass zählt und tatsächlich gab es indirekten Freistoß für die TSG. Wie von uns ausgemacht war die linke Torecke ziemlich frei, die Wörsdorfer zimmerten den Ball allerdings stramm an die Latte und verschenkten so die frühe Führungschance.
Danach ging erstmal nicht mehr viel, es dauerte fast 20 Minuten bis einigermaßen Torgefahr aufkam, danach gings aber Schlag auf Schlag: in der 17. Minute eine Flanke von halbrechts an den 16er, Ettl, schön mit dem Kopf dran, konnte den Ball allerdings nicht aufs Tor bringen. 2 Minuten später die erste Ecke für die SVA, aber nichts aufregendes. 1 Minuten später ein Querpass von rechts in 5 Metern Höhe, aber beide Aschaffenburger Spieler verpassten. In der 22 Minuten dann nochmal ein Fernschussversuch aus etwa 16 Metern, aber auch nicht wirklich gut. Danach war wieder erstmal Ruhe, aber in der 34. Minuten leitete Vörös eine weitere starke Phase der Viktoria ein. Zuerst versuchte er es aus ungefähr 16 Metern selbst, kurz danach fiel in der 37. dann das 1:0 durch Schmidt, der einen Schuss unhaltbar ablenkte und ihn so neben den rechten Pfosten trudeln ließ. Vörös danac nochmal mit einem guten Distanzschuss ehe in der 42. die Latte für die Wörsdorfer rettete. So ging es also mit 1:0 in die Pause und wir uns Biernachschub holen und uns wiederum zum Wörsdorfer Tor zu stellen – die Hoffnung auf noch einige Viktoria-Tore war durchaus vorhanden.
Auch in der zweiten Halbzeit dauerte es knapp 20 Minuten bis etwas passierte. Der zweite Ungar bei der Viktoria, Norbert Kovacs, zog nach einer Ecke und dem klärenden Kopfball, kurz vor dem 16er ab und über das Tor. Drei Minuten später dann wie aus dem Nichts das 1:1 durch Amiri, das ähnlich gurkig war wie das 1:0. Die Freude über den Ausgleich währte bei den Wörsdorfern aber nicht lange, denn gerade zwei Minuten später umkurvte Kovacs einige Wörsdorfer, ging bis an den 16er und zog dann ab auf die untere linke Ecke – 2:1 nach feiner Einzelleistung. Entschieden wurde das Spiel dann in der 75. Minute durch einen mehr als zweifelhaften Foulelfmeter für die Viktoria, den wiederum Simon Schmidt zum 3:1-Endstand verwandelte. Kurz vor Schluss noch ein Fernschuss der Viktoria-#22, allerdings nicht gefährlich.
Am Ende verdient gewinnt die Viktoria nach einem teilweise durchaus holprigen Spiel ihr erstes Spiel im Jahr 2007 und ist damit wieder stabil auf Platz 2, vier Punkte vor dem 3. Waldgirmes und zwölf Punkte hinter dem Spitzenreiter FSV Frankfurt.
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