Kehler FV – Offenburger FC 1:1 (0:0)

November 7th, 2011

Nach dem Handballspiel am Freitag war ich etwas zerstört, aber trotzdem ging’s um 08:30 auf nach Sonnenberg zum Schwimmen, überraschenderweise kam Kollege Axel Axeltenschert auch mit, sehr löblich, war er doch noch deutlich länger unterwegs gewesen als ich! Schwimmen war ganz nett, im wesentlichen ist das wie gesagt weniger Kurs und mehr freies Schwimmen, es trug auch durchaus zum Aufbau der Fitness bei.

Für mich ging’s dann danach nach Kehl, allerdings nicht ohne einen Zwischenstop beim Decathlon in Baden-Baden, wo ich mich mit einem Paar neuen Snowboardschuhen und einigem anderen Kleinkram versorgte. Anderthalb Stunden vor Anpfiff war ich dann am Rheinstadion in Kehl und hatte so genug Zeit, mir noch das ehemalige Landesgartenschaugelände anzuschauen: erstmal hoch auf den Weißtannenturm, der 44m hoch ist und nur aus drei, wie der Name schon sagt, Weißtannenstämmen besteht, die durch ein Stahlnetz stabilisiert werden. Interessanterweise war da überhaupt niemand, so dass ich erst mal alleine oben war und das leichte Schwanken sowie die Aussicht auf Kehl und Straßbourg genießen konnte, im Nebel war gerade noch das Münster zu erkennen. Nächster Stop war dann natürlich die Passerelle des deux Rives (“Brücke der zwei Ufer”), die auch anlässlich der Landesgartenschau Kehl-Straßbourg gebaut wurde und die die beiden Rheinufer verbindet. Ist nett gemacht, die Brücke hat einen Fußgänger und einen Radfahrer-Steg, die in der Mitte auf einer Plattform zusammen kommen, auf der es auch Sitzbänke gibt, sieht man ja auf einer Brücke auch nicht so häufig. Der Vollständigkeit halber bin ich natürlich auch auf die Straßburger Seite gelaufen und dann ging’s zurück und ich war kurz vor Anpfiff am Stadion.

Ortenau-Derby, der Begriff wird wohl für jegliche Spiele in beliebigen Sportarten verwendet, wenn die Mannschaften aus der Ortenau kommen, bei Kehl und Offenburg handelt es sich aber immerhin um die zwei höchstklassig spielenden Mannschaften der Ortenau. Da Offenburg gerade mal 20 Kilometer entfernt liegt, waren auch durchaus Gästefans da, die Gegengerade war relativ gut mit Offenburgern gefüllt. Da man vom Würstelstand aus direkt das Spielfeld sehen konnte, stellte ich mich gleich mal an, nach Frühsport und rumgehatschte hatte ich doch ordentlich Hunger, da kamen mir die Merguez im Baguette gerade recht – ist halt doch fast in Frankreich. ;)

Das Rheinstadion ist relativ oberligatypisch und hat eine große Haupttribüne, der Rest des Stadions besteht aus einfachen Stufen. In den Kurven sind diese charmant am zerfallen während die Gegengerade wohl mal renoviert wurde. Leider gibt’s eine Laufbahn und insgesamt passen wohl 12.000 Zuschauer rein.

Die Partie sorgte in der ersten Halbzeit nicht gerade für erhöhten Blutdruck, Kehl, die selbsternannte “Nummer 1 der Ortenau”, mit Vorteilen ohne zwingend zu werden, Aufsteiger Offenburg, bisher noch ohne Punkt auswärts, eher verhalten. In der zweiten Halbzeit wurde das Spiel dann zunehmend besser, Kehl erhöhte den Druck, vergab aber auch allerbeste Chancen großzügig. In der 71. fiel dann doch noch das 1:0 durch Ülker, der nach einem Freistoß alleine im Strafraum war und unbedrängt einköpfen konnte. Kehl stehlte allerdings danach das Spielen ein und Offenburg kam nochmal und erzielte durch Göhringer in der 84. Minute mit einem sehenswerten Freistoßtor ins Eck den Ausgleich. Für Kehl ein unnötiger Punktverlust, für Offenburg wie gesagt der erste Punkt auf fremdem Platz im siebten Anlauf.

Ich düste nach dem Spiel nochmal kurz nach Straßbourg, ein bisschen Käse, Merguez und französisches Bier als Souvenirs einkaufen, das meiste ging dann auch abends drauf, als ich Axel zu Gast hatte und wir ein bisschen weiter Call of Duty-Special Ops spielten. Auf der Rückfahrt wurde ich immerhin auch nicht geblitzt, nicht so wie auf der Hinfahrt, wo in klassischer Abzockermanier an der Überleitung von der A8 auf die A5 Richtung Basel geblitzt wurde.

Stand Oberliga Baden-Württemberg: 12 Grounds down, 6 to go.

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Stuttgarter Kickers II – SGV Freiberg 1:2 (1:0)

April 7th, 2011

Nachdem ich ja die meisten letzten Wochenenden nicht zum Fußball kam ist meine Quote an Spielbesuchen so niedrig, dass ich quasi schon auf Entzug bin – das kann natürlich nicht angehen, da bestünde ja an Ostern die Gefahr einer Überdosis. ;) Welch glückliche Fügung des Schicksals also, dass gestern die kleinen Kickers ein Heimspiel in der Oberliga hatten – zu Gast war die SGV Freiberg (Sport- und Gesangsverein, kein Scherz!). Da ich mein Laufprogramm schon morgens absolviert hatte, gab’s keinerlei Zeitprobleme und so machte ich mich um 17.22 ab Lauchhau auf den Weg via U8 auf die Waldau. Angenehmer Nebeneffekt des traumhaften Wetters: ich konnte das Jörg Dahlmannsche “Sonnenbaden und ein Fußballspiel genießen” realisieren. Zudem gab’s noch, zu meiner unbeschreiblichen Entzückung, lecker Stadionwurst – das Rahmenprogramm passte also.

Das Spiel begann relativ gemächlich, viel spielte sich im Mittelfeld ab. Nach einer guten halben Stunde gingen die Kickers dann durch einen schönen Freistoß von Sarajlic aus etwa 20 Metern in Führung – Kollege Danielewski am Telefon konnte live miterleben, wie die 100 Zuschauer frenetisch jubelten. ;) Bis zur Pause passierte ansonsten auch nicht mehr viel, Freiberg noch mit einer guten Chance, für die Kickers rettete allerdings erst der Pfosten, dann Torhüter Aller.

Die Kickers, stark ersatzgeschwächt, hatten dann in der zweiten Halbzeit nicht mehr viel zu bieten. Der Ausgleich für Freiberg fiel dann in der 63. Minute, als Müller nach einem zu kurz geklärten Einwurf unter die Latte traf. Den Endstand stellte dann Hemmerich nur 8 Minuten später her, als er nach einem Konter erst an Torhüter Aller scheiterte, den Nachschuss aber selbst verwerten konnte.

Nach dem Spiel ging’s per pedes bei einem herrlichen Sonnenuntergang über’s Königsträßle zurück nach Heslach, wo ich mich mit Hubert und Uli am Mosquito noch auf einen Absacker traf – und ehrlich, wir wissen jetzt ganz genau und für immer, wo die Wolffstraße ist! ;)

P.S.: Das mit dem “Sonnenbaden und ein Fußballspiel genießen” habe ich übrigens aus Fifa Soccer, ich glaube Fifa ’97. Wenn man Google glauben darf war ich allerdings der einzige, für den das markant war.

FC-Astoria Walldorf – SV Waldhof Mannheim 0:0

Februar 23rd, 2011

Traditionen sind ja manchmal auch ganz schön, insofern nett dass ich mit meinem Besuch beim FC-Astoria Walldorf am Sonntag nach dem 26km eine neue beginnen konnte, denn zumindest nach jedem 26km-Lauf- ja, bei allen beiden! – war ich bei einem Oberliga Baden-Württemberg-Spiel. Walldorf war eines der acht noch fehlenden Stadien und bot sich in zweierlei Hinsicht an: nicht sonderlich weit weg – knappe 100 km – und außerdem kam mit dem SV Waldhof eine große Fangruppe und damit Derbystimmung auf – eher selten in der Oberliga.

Das Stadion liegt gut erreichbar im Norden von Walldorf, wobei man auf der Anfahrt schon die ersten Sehenswürdigkeiten bewundern kann: das SAP-Hauptquartier und die Evangelische Kirche. Parken war kein Problem und es ging bei leichtem Schneefall auf zur Kasse. Dort gab’s allerdings nur Sitzplätze, so dass der Grieche und ich uns auf die diametral andere Seite begaben, wo uns allerdings eine lange Schlange aus Waldhöfern erwartete – mir war vorher nicht klar, dass es nur die Gegengerade als Stehplatzbereich gibt, weil es hinter den Toren keine Tribünen gibt, und dass diese dann komplett für die Gäste reserviert ist. Das war vermutlich auch nur in diesem Fall so, denn die Gegengerade kann man durch einen Zaun teilen. Immerhin konnte ich in der Schlange schon ein Ticket wichteln, an der Kasse gab’s dann aber auch noch genug und so ging’s ermäßigt für 4€ auf den Stehplatz.

Das 2006 erbaute FC-Astoria Stadion ist wie gesagt nicht spektakulär, hat aber immerhin eine ordentliche Haupttribüne und eine leidlich hohe Gegentribüne und bietet 4.000 Zuschauern Platz. Manko sind klar die Trainerbänke vor der Gegentribüne, über die man nur von den oberen Stufen aus hinweg sehen kann. Die prominentesten Besucher des Stadion dürften die Nationalmannschaften von Costa Rica und Honduras gewesen sein, die sich in den Jahren 2006 und 2010 jeweils auf die Fußball-Weltmeisterschaft vorbereiteten.

Mannheim hatte wie gesagt ordentlich Fans dabei, chapeau, so dass die Stimmung vom Anpfiff an erst mal gut war. Das Spiel konnte dem allerdings nicht folgen und Chancen blieben Mangelware. Waldhof, um den Ex-Kickers-Spieler Daniel Reule, machte ganz klar das Spiel, konnte aber auch nicht viele Chancen herausspielen; Walldorf kann überhaupt nur ein Mal vor das Tor der Mannheimer. In der zweiten Halbzeit zeigte vor allem Walldorf ein deutlich anderes Gesicht und kam zu deutlich mehr Offensivaktionen. Am Ende hatte Waldhof aber die besseren Chancen und erstaunlicherweise hielt gerade der vorher durch einige Unsicherheiten aufgefallene Walldorfer Torwart am Ende den Sieg fest.


Evangelische Kirche


Der Grieche vor dem Griechen


Katholische Kirche


Das Astorhaus

Nach dem Spiel ging’s dann nochmal kurz ins Städtchen. Auch wenn die drei Sehenswürdigkeiten außer SAP – Evangelische Kirche, Katholische Kirche und Astorhaus – schnell abgeklappert sind, ist das Städtchen doch ganz nett und hat eine recht schmucke Altstadt, wenn man mal von dem urhässlichen Sparkassenbau absieht. Ein leckeres Essen – ich glaube im Stern – gab’s zum Abschluss dann noch obendrauf. Weniger erfreulich war, dass ich die Abfahrt von der 6 auf 81 verschwendete, und wir so eine Ausfahrt auf der 6 weiterfahren mussten. Naja, war nicht das erste Mal dass ich mich am Kreuz Weinsberg verfahre… ;)

ASV Durlach – FC Nöttingen 0:0

November 23rd, 2010

Nach dem 26km-Lauf ging’s am Sonntag nach einer kurzen Rancho Relaxo in der Badewanne und dem Frühstück ab nach Durlach, um weiter am Projekt Oberliga Baden-Württemberg weiter zu arbeiten. Zeitlich lief’s so gut, dass vorher noch ein Abstecher auf den Turmberg, der dem Stadion auch den Namen gab, möglich war. À la Heslach ging’s mit einer Standseilbahn hoch und runter, den einerseits war ich doch etwas platt vom Laufen, andererseits wäre es sonst auch etwas knapp geworden. Und meine wunden Oberschenkel waren auch dankbar, nicht hoch und runter laufen zu müssen. ;) Das Umparken vor dem Spiel hatte dann zwar nicht viel gebracht, aber immerhin ein paar Meter näher dran war der Parkplatz dann schon. Außerdem konnte ich noch dieses tolle Schild fotografieren:

Das Stadion ist schon etwas in die Jahre gekommen, hat aber allein schon durch seine Lage unterhalb des Turmbergs und am Rande eines Wohngebietes einen gewissen Charme. Die Bewohner an der Hintertorseite müssen jedenfalls keinen Eintritt bezahlen. Ansonsten gibt’s immerhin eine überdachte Stehtribüne und sogar einen Gästekäfig, die Hintertorseiten sind allerdings verwaiste Naturtribünen. Ansonsten ist man relativ nah dran und die Stufen sind ausreichend hoch um eine relativ gute Sicht zu bieten. Von der Gegentribüne aus war die erste Rote Karte im Spiel direkt vor der Nase, wenn man an der Mittellinie von hinten rein geht ist das halt auch zu erwarten – Durlach also schnell nur noch zu zehnt, und das gegen Spitzenreiter Nöttingen, sowieso quasi ein Derby. Auf dem ackerartigen Platz ging aber nicht viel und so ging’s mit 0:0 in die Pause.

Nach der Pause ging’s bunt weiter und Durlach holte sich gleich den nächsten Platzverweis – Gelb-Rot und Elfmeter für Nöttingen, den die Gäste allerdings fahrlässig vergaben. Auch die dritte (!) Rote Karte für Durlach erwies sich als wenig hilfreich und Nöttingen schaffte es nicht, gegen acht Durlacher ein Tor zu erzielen. Paradoxerweise rettet zwei Mal ein Nöttinger das 0:0 für die Durlacher, ein Mal sogar in dem ein Nöttinger kurz vor der Linie den Ball aus versehen weg köpfte und so ein Eigentor verhinderte. Die Stimmung stieg gegen Ende und beide Fangruppen – Fanblöcke kann man’s nicht wirklich nennen – maulten, was das Zeug hielt. Für 4€ auf jeden Fall eine äußerst unterhaltsames Spiel, einziger Wermutstropfen war, dass es keine Rote mehr gab. :)

26km

November 21st, 2010

Zweiter langer Lauf im Trainingsplan, 26km, das wäre auch erledigt. Um 7:06 ging’s am Bihlplatz mit der U1 zum Charlottenplatz, von da aus wieder durch den Schlossgarten Richtung Neckar und dann bis Remseck und zurück. Auf dem Rückweg konnte ich gerade noch eine U14 erwischen (ich glaube an der Haltestelle Münster Rathaus), so dass ich nicht im Kalten warten musste, meine Klamotten – vor allem die Lauftights *rrr* – waren teils patschnass.

Ansonsten war’s gefühlt anstrengender als der 24km-Lauf, ab Kilometer 20 vor allem wurde es ganz schön zäh. Trotz allem waren Puls und Pace gleich, insofern kann ich durchaus zufrieden sein.

Zur Belohnung ging’s erstmal in die Badewanne, war dann doch ganz schön schattig als ich am Bihlplatz wieder aus der Bahn stieg. Jetzt geht’s dann auf nach Karlsruhe, Oberliga-Hopping: der ASV Durlach empfängt den Spitzenreiter aus Nöttingen.