Olympique Marseille – FC Bayern München 0:2 (0:1)

März 31st, 2012

Die Auslosung zur CL hatte ich dank unglaublich schlechtem Spargang verpasst, mit Marseille als los war ich aber nicht nur sportlich sondern auch von der Örtlichkeit her zufrieden und bewarb mich also gleich um ein Auswärtsticket. Erst bekam ich noch eine Absage, zwei Tage später aber dann doch das Ticket – da musste dann alles eher schnell gehen, war ja weniger als eine Woche Zeit zum Spiel. Eigentlich wollte ich mit dem Zug fahren: ICE bis Karlsruhe, ab da TGV nach Marseille, also nur 1 Mal umsteigen, hin und zurück für 160€. Ging soweit auch mit der Buchung, im finalen Schritt hieß es dann aber “keine Reservierung im reservierungspflichtigen Zug Verfügbar” – crap, den könnte man dann auch gleich aus der Ergebnisliste nehmen… Flug war preislich nicht so ganz attraktiv, ab Stuttgart immerhin 320€, also stand als Alternative entweder eine günstigerer Flug ab Frankfurt oder Busmitfahrt an – ich entschied mich dann für letzteres und fand über die Club Nr. 12-Mailingliste eine Mitfahrgelegenheit. Da der Bus aus Bamberg kam, bot sich Zustieg an der A6 und um 23:30 war ich am Dienstag in Bad Rappenau. Statt 00:00 wurde es dann allerdings kurz nach 01:00 bis der Bus kam, gut, was will man machen, außer warten. ;)

Über Nacht ging’s dann nach Frankreich, nach einer ausgiebigen, sehr ordentlich verpflegten Vesperpause waren wir dann erst relativ spät in Marseille und hatten auch einige Probleme mit dem Verkehr in der Stadt, relativ furchtbar. Um 14:30 waren wir dann auf dem Parkplatz am Stadion und ich wackelte gleich in die Stadt, um zumindest noch ein rudimentäres Sightseeing zu machen. Auf dem Programm standen drei Sachen: Notre Dame de la Garde, Canebière und der Strand. :) Lief soweit auch alles super, mit der Metro ging’s erst mal zwei Stationen in die Stadt, von da aus auf den Berg zu Notre Dame – nette Kirche, nette Aussicht, besuchenswert. Auf der anderen Hangseite tappte ich dann zum Vieux Port – größerer Treffpunkt der Bayernfans war da wohl ein Irish Pub, interessant – und von dort auf die Canebière. Nicht dass ich mich in Marseille auskenne, aber irgendwas hab ich in Transit dann doch aufgeschnappt. ;) Von der Canebière aus ging ich eine minimale Runde shoppen, Flip-Flops waren dringend nötig bei der Affenhitze. So ausgestattet traf ich noch zufällig auf ein Museum über die Marseillaise, als ich den Cours Belsunce, ebenfalls aus Transit bekannt, kreuzte, bevor ich mir zwei Despé (nein, nicht Despo…) wichtelte und mich auf den Weg zum Strand machte. Zurück also mit der Metro zum Rond-Point du Prado und die Avenue du Prado runter zum Strand – so zwei Kilometer ziehen sich dann doch ein bisschen, Bus war mir aber auch zu blöd.

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Am Strand war’s herrlich, wie ich den Gesprächen der Einheimischen entnommen habe, wird da immer Sommer auf den Kies dann sogar feiner Sand gekippt, wobei der Kies eh relativ feinkörnig ist, wäre also auch okay. Füße ins Wasser, Despé auf, so kann man leben. :) Für den Rückweg wichtelte ich mir an einer Strandbutze dann noch ein Wegbier, meinen expliziten Französischkenntnissen sei Dank. Danach ging’s auf direktem Weg zum Busparkplatz zurück, umkleiden und ab ins Stadion.

Der Übergang hat sowas von GULAG-Einlieferung (natürlich nur im allerweitesten Sinn, die GULAG-Häftlinge hätten sich ja nach so einer Behandlung die Finger geleckt…), schmucklose Fabrikhalle mit viel Polizei, sehr detaillierter Leibesvisitation und wenig Geduld, als mal wieder eine Fuhre Fans aus der Halle getrieben wurde (“Kann ich noch ein Foto machen?” – “Nein.” – danke auch).

Der Gästeblock befand sich auf der Gegengeraden, die momentan einen argen Baustellencharme an den Tag legt, denn anscheinend wird ein Oberrang draufgesetzt inklusive Dach, am Ende soll das ganze Stadion für die EM 2016 überdacht und erweitert sein. Obwohl das Stadion seinen klassischen Namen, Stade Vélodrome, behalten hat ist die Laufbahn Gott sei Dank mittlerweile verschwunden. Ansonsten ist es sehr ungewöhnlich, allein schon wegen der fehlenden Überdachung, habe ich bei einem Stadion in der Größe nur in Barcelona erlebt bisher, wenn ich mich recht entsinne (ja, bei Sharcelona passen auch nochmal 35.000 mehr rein, ich weiß), Mittelmeer halt. Die Tribünen sind auch ungwöhnlich, oben rund zulaufend, also wie eine Art Ellipse, die zur Hälfte aus dem Boden schaut, abgesehen von der Gegentribüne, die zweirangig und überdacht ist. Leider war die Tribune Ganay, abgesehen vom Gästeblock, leer, was ein bisschen schade war, ebenso wie die Tatsache, dass der Bauzaun einem die Sicht auf das eine Tor versperrte… ansonsten aber schon sehr interessant, kann man nix sagen.

Nicht viel sagen braucht man wohl über’s Spiel. Marseille für einen CL-Viertelfinalisten erstaunlich blass, mit einer guten Doppelchance nach einer Ecke, aber erst parierte Neuer gut, dann ging der Nachschuss an’s Außennetz. Wirklich viel passierte dann nicht, den Dosenöffner setzte dann Gomez, unter Mithilfe des Marseiller Torwarts, zum psychologisch guten Zeitpunkt unmittelbar vor der Pause. Robbens 0:2 in der 69. bedeutet im Endeffekt das Halbfinale (ich erinnere mich an die Aussagen letzte Saison: “nach einem Auswärtssieg im Hinspiel ist Bayern noch nie aus der CL ausgeschieden”, dem 0:1 bei Inter folgte ein 2:3 daheim… neuer Spruch wäre dann wohl “nach einem 0:2-Auswärtssieg im Hinspiel ist Bayern noch nie aus der CL ausgeschieden”). Gut, wenn man das noch verdaddelt, selbst Schuld, sehe ich in der momentanen Form aber als äußerst unwahrscheinlich an.

Nach dem Abpfiff und der abgewarteten Blocksperre – man fragt sich, wieso, waren wir doch sowieso strikt von den OM-Fans getrennt – ging’s zum Bus und direktemang Richtung Heimat. Ausgiebige Vesperpause mit warmen (!) Würstchen und Frikadellen – Generator, Würstel-Kochtopf und Mikrowelle dabei – gab’s an der A5, gegen 12:30 war ich dann wieder in Bad Rappenau abgesetzt und machte noch einen kurzen Abstecher ins Büro. “Ochsentour” trifft’s natürlich ganz gut, 26h Busfahrt + 2h mit der Karre rumgondeln für 5h Sightseeing und 90 Minuten Fußball, war aber ein echt guter Trip, bei dem Ergebnis auch eh passend. Erfolgreich ging’s danach weiter: die Unterlagen für’s Sommersemester aus dem Briefkasten gefischt, also anstatt Exmatrikulation doch noch zum letzten mal immatrikuliert worden, danach mein Ticket für VfB-Werder von der Post geholt. :)

Marseille, je viens!

März 21st, 2012

Sehr geehrte(r) Herr Roland Kübert,

Ihre Bestellung konnte wie folgt gebucht werden:
(eventuell musste ihr Auftrag, aufgrund der hohen Nachfrage, kontingentiert werden. Wir bitten Sie hierfür im Namen aller Mitglieder und Fans um Verständnis.)

Spiel: Olympique de Marseille – FC Bayern München, 28.03.2012
Kartentyp: Tageskarte
Preiskategorie: Fankurve
Sitzangaben: Block Auswärts Sitzplatzbereich, Reihe , Sitz
Preis: 51,00 EUR

FC Bayern München – FC Basel 7:0 (3:0)

März 16th, 2012

Diese Saison ist der FC Bayern mal wieder eine echte Wundertüte – wie sonst ist das neue CL-Rekord-Spiel zu erklären? Vor zwei Wochen in Basel noch 1:0 verloren, hätte auch anders ausgehen gehen können, im besseren wie im schlechteren Sinn, aber okay. Vor dem Hoffenheim-7:1 am Wochenende hätte ich nicht unbedingt auf’s Weiterkommen gewettet, nach dem Wochenende war ich zwar eher zuversichtlich, war ja auch die knappstmögliche Auswärtsniederlage ohne Auswärtstor, aber bei Bayern weiß man ja wie gesagt diese Saison nicht so genau was man erwarten soll. Gut, stimmt eigentlich auch nicht, daheim geht’s eigentlich immer gut, auswärts eher nicht.

Der Öffner von Robben – im Stadion hatte ich noch fast Abseits vermutet, war aber astrein – fiel dankbar früh nach einer mächtigen Druckphase, danach zog sich Basel erstmal zurück, die Bayern verschnauften auch kurz, um gerade im richtigen Moment, direkt vor der Pause, zwei Tore nachzulegen. Bermerkenswert Robbens Spurt vor dem 2:0 um den Ball noch vor dem Seitenaus zu stoppen, danach Müller mit einem, nun ja, Müller-typischen Tor, endlich mal wieder! Beim bisherigen Rekordspiel, dem 7:1 gegen Lissabon, hatte er ja bei seinem ersten CL-Spiel den Schlusspunkt gesetzt. Gomez sorgte dann noch für den 3:0-Halbzeitstand – beruhigend, hätte Basel da doch zwei Tore gebraucht. Die Bayern zeigten sich aber auch in der zweiten Halbzeit spielfreudig und ließen Basel absolut keinen Raum, insgesamt gab’s glaub ich überhaupt nur eine Chance für Basel. In der zweiten Halbzeit war dann nur ungläubiges Kopfschütteln angesagt als Tor um Tor fiel. Ein echt unglaubliches Spiel und ich bin dermaßen dankbar, da live dabei gewesen zu sein.

Die Rückfahrt zu viert, dieses Mal mit Le Frank und Claus und Mike, den ich nach dem Spiel noch im Westen absetzte, war mit dem Ergebnis auch ein Zuckerschlecken, gut gelaunt wie ich war hätte ich auch an der Uni parken und Heim laufen können. Bis Samstag, 18:30, ist erstmal alles Smiles and Sunshine. You win some, you lose some. :)

FC Basel 1893 – FC Bayern München 1:0 (0:0)

Februar 24th, 2012

Schon wieder ging’s in der CL in die Schweiz, eine auffällige Häufung in den letzten zwei Jahren, ist es doch schon das dritte Mal dass wir gegen Schweizer spielen, das zweite Mal gegen Basel. Basel war zwar ManU-Bezwinger aber sicher eines der Wunschlose nicht nur meinerseits, sind doch schweizer Mannschaften im Allgemeinen von überschaubarer Gefährlichkeit. Dass es zum CL-Auswärtsspiel nicht viel weiter ist als nach München ist natürlich auch kein Fehler, so kam ich also zu CL-Auswärtsspiel Nummer 3 diese Saison, ob’s mehr wird…

Als ich mir gerade meinen Spielbericht von letzter Saison durchlas, musste ich feststellen, dass vom Grobverlauf her das aktuelle Spiel nicht so unähnlich war, wenn man mal von der Anzahl der Tore absieht und das dieses mal am Ende Basel die Nase vorn hatte – bitter, da es ja letztes Mal eh nur ein Gruppenspiel war… Die Aussage “hätte Ribéry eine der ersten zwei Chancen gemacht, hätten wir sicher ein anderes Spiel gesehen” ist natürlich ein No-Brainer, aber so falsch natürlich nicht. Die Basler wären dann wohl nicht so ins Spiel gekommen, wie sie es taten: erst Neuer geprüft, dann Neuer und den Pfosten, dann die Latte – im Hinterkopf hatte ich schon den Spruch “nach dem zweiten Holzschuss war mir schon klar dass Basel heute kein Tor schießt”, aber ich befürchtete schon, dass das doch noch schief gehen könnte. Erstaunlicherweise ging es nicht nur mit einem 0:0 in die Pause, trotz all der Chancen, nach dem Wiederanpfiff war auch von Basel nix mehr zu sehen in der Offensive. Die Bayern wie überhaupt in der letzten Zeit mäßig inspiriert, zwar mit Chancen, aber auch ohne Glück. Und am Ende reichte den Baslern ein echter Angriff in Halbzeit 2, um sich eine sehr gute Position für’s Rückspiel zu schaffen – und das beim ersten Auftritt in der CL-KO-Runde überhaupt, da müssen halt schon die Bayern kommen, um sowas möglich zu machen.

Brauche ich wohl eh nicht

Äh, danke, Thomas (macht dann 3,90 sFR)!

Wie so oft in der Rückrunde wäre mehr drin gewesen, keine Ahnung was die Mannschaft für ein Problem hat. Auf der Rückfahr, auf der wir noch einen Fahrgast hatten, den wir in Herrenberg absetzten, konnten wir trefflich diskutieren, aber eine Lösung für die momentane Kakabaum-Situation fiel uns auch nicht ein. Gut bedient war ich jedenfalls um kurz nach 2 daheim, ich hatte mir ein schöneres “reinfeiern” in meinen Geburtstag erhofft… mal sehen ob ich überhaupt zum Rückspiel kann, da muss ich eventuell auf Meeting. Ist aber vielleicht auch besser so.

Manchester City – FC Bayern München 2:0 (1:0)

Dezember 10th, 2011

Mittwoch früh ging’s auf nach London Victoria, den Megabus nach Manchester nehmen – whoppin’ 2,50 GBP für Hin- und Rückfahrt. Angenehm unter der Woche, dass der Bus nur halb voll war, so konnte ich auf der Fahrt noch eine Runde mützen. Auf der Fahrt sach ich auch die ersten Bayern-Fans, ein Bamberger Bus, die Megabus-London-Route war anscheinend nicht sonderlich beliebt. Gegen 12:00 war ich dann in Manchester und wackelte kurz im Hostel vorbei, einchecken ging allerdings erst nach 14:00, also ging ich erstmal in die Stadt, Auftragseinkäufe erledigen für Daniel und Pierre. Nachdem das abgeschlossen war und ich beim Pizza Hut All You Can Eat 12 Stück Pizza verdrückt hatte – mehr Bayern-Fans, durchaus bekannt dass das Werktags-AYCE ein guter Deal ist – konnte ich auch einchecken und erstmal eine halbe Stunde im 18er-Dorm relaxen. Danach ging’s nochmal ins Arndale, Klamotten und PS3-Spiele shoppen – gut, wenn man denkt der Pfundkurs liegt bei 1,00-1,08 EUR wenn er in Tatsache 1,17 EUR ist. ;) Dann hieß es, die Einkäufe im Hostel ablegen, bevor ich mich auf den Fußmarsch zu Stadion machte – Busse fuhren zwar auch, aber laufen ist eh immer eine nette Sache, wenn möglich und von der Stadt aus ist man in einer sehr bequemen halben Stunde am Stadion. Dort war auch örtliches Fernsehen, dass im wesentlichen scharf auf Bayern-Fans in Lederhosen war, lustige Sache. Ziemlich bekloppt war dagegen der Einlass, weil es da eine Warteschlange gab, die nicht bis zum Einlass vor ging und man sich nicht in am Einlass anstellen durfte. Dafür ging’s aber hinreichend schnell.

Wie ich in einer Zeitung danach lag, ist es wohl ungewöhnlich, dass die Gästefans im Oberrang untergebracht sind, war wohl eine Vorsichtsmaßnahme auf Grund der erwarteten Stimmungsmache der Bayernfans. Die Stimmung war eigentlich auch gut, wobei mich der Dauersingsang während des Spiels ein bisschen anödete. Glücklicherweise hatte ich einen netten Nebensteher, mit dem ich mich gut unterhalten habe. Das Stadion hatte ich ja vorher schon mal auf einem England-Trip mit der Tour besucht – gutes Omen, wenn ich mal bei einem Stadion war, dann komme ich meistens auch nochmal zum kreuzen – und es ist eigentlich ganz nett. Der aufgesetzte Oberrang auf den beiden Tribünen erinnert mich ein bisschen an das Olympiastadion in München, wobei das natürlich untendrunter natürlich nur einrangig ist. Die Stimmung der Heimfans war erschreckend, außer bei den Toren kam absolut nichts rum.

Zum Spiel gibt’s an sich ja nicht viel zu sagen, ich war ganz dankbar, dass das ein reiner Urlaubstrip war und ich mir keine Sorgen machen musste, ob die Bayern noch weiter kommen, sogar der Gruppensieg war ja schon eingetüte. Mit einer relativ klaren B-Elf gab’s dann auch wenig zu holen für die Bayern, nach einer Pinball-Situation netzte Silva zum 1:0 ein, Toure besorgte dann das 2:0 kurz nach der Halbzeitpause. Die Offensive war natürlich schwach besetzt ohne Müller, Gomez, Ribery, Robben und Kroos, die Defensive aber immehrin zu drei Vierteln Stammaufstellung (Rafinha, Badstuber, Boateng), also im Endeffekt schon ein bisschen schwach, was von den Bayern kam. Butt war im Endeffekt der beste Mann, Usami, als er kam, auch gut. Petersen bemüht, hin aber in der Luft. Boateng muss dringend an seinen Pässen im Spielaufbau arbeiten, allgemein war die Fehlpassquote überhaupt erschreckend hoch. ManCity war, trotz oder gerade wegen der Scheich-Scheinchen, eigentlich erschreckend schwach für ein Team, dass eine der stärksten Ligen der Welt dominiert; natürlich muss man auch berücksichtigen, dass das Ergebnis in Villareal nach der Halbzeit klar machte, dass für ManCity eh nur der Fiat-Punto-Clio-Cup, chapeau @ Frank Bommel, blieb.

Pizza Hut All You Can Eat

Eine Feine!

Etihad Stadium, Manchester Ci

Etihad Stadium

Stupid queueing

Chipotle!

Selten war ich nach einem Spiel so durchgefroren wie nach diesem Spiel, im Oberrang zieht’s da echt ganz ordentlich durch. Deshalb entschied ich mich, in die Stadt zurück zu laufen, um ein bisschen aufzuwärmen. Die ersten zehn, fünfzehn Minuten zitterte ich noch nach, dann war’s irgendwann warm. ;) Zurück im Städtchen ging ich dann nochmal kurz in den Printworks vorbei schauen, wobei es da auch nix ordentliches gab und als ich wieder an den Picadlly Gardens zurück war, war schon Closing Time im Wetherspoons. Als Alternative ging’s nochmal kurz in die Penny Arcade, die 1p-Geldschiebe-Maschine spielen, wie immer mit sehr mäßigen Erfolg, aber gutem Spaß für 1 Pfund. :) Danach blieb nix mehr übrig, als ins Hostel zu gehen. Pennen lief auch gut bis ungefähr 3:00, als ich kurz aufwachte und was trank. Um die Zeit schnarchte einer der 17 Mitschläfer gotterbärmlich, so dass an weiteren Schlaf nicht mehr wirklich zu denken war – you get what you pay for, vor allem wenn man seine Oropax vergisst. Eher humorig war ein Engländer im Bett schräg über mir, der das gleiche Problem hatte und selbiges mit lapidaren Flüchen (“oh for fuck’s sake”) kommentierte. Irgendwann bin ich dann natürlich trotzdem eingeschlafen, anscheinend hatte sich der Ronfler mal auf die Seite gedreht.

Donnerstag früh ging’s dann zurück zum Shudehill Interchange, den Megabus nach London buchen. Die angekündigten 40 Minuten Verspätung auf Grund von “Bad Weather” in Schottland – der Megabus-Service von London nach Manchester beziehungsweise umgekehrt geht bis nach Aberdeen – traten dann doch nicht ein und nach einer Runde Schlaf nachholen im Bus kam ich pünktlich gegen 14:00 in London an – Zeit genug, nochmal in Covent Garden shoppen zu gehen, angenommener Pfundkurs immer noch 1 zu 1,00 bis 1,08 EUR, ein letztes Pint zu pubben und dann beim Chipotle an der Baker Street Ecke York Street vorbei zu schauen, dem ersten Chipotle in Europa, denn Chipotle fand ich bei meinem Chicago-Besuch bei Flopsi 2003 schon total gut. Ist allerdings nicht ganz günstig, gegen 7 Pfund darf man für einen Burrito schon anlegen. Ich nahm dann den ersten Easybus, der mir über den Weg lief und war sehr pünktlich in Stansted, eigentlich unnötig, denn der Flug nach Stuttgart hatte ein bisschen Verspätung. Das einzige Ärgernis des ganzen Trips stand danach an, denn in Stuttgart verpasste ich die S-Bahn für eine Minute und durfte neunundzwanzig weitere warten. Darauf kamen dann noch fünfzehn Mintuen Wartezeit in Vaihingen, weil der S-Bahn-Takt nicht gut auf die U-Bahn abgestimmt ist – alleine fünfundvierzig Minuten Wartezeit, VVS rocks… Trotzdem ein guter Trip, vom sowas lässt man sich ja nicht wirklich die Laune verderben.