Alemannia Aachen – FC St. Pauli 1:3 (0:1)
März 15th, 2009Für dieses Wochenende hatte ich mit Thomas eigentlich einen kleinen Roadtrip geplant: für Samstag stand die Partie Willem II Tilburg – Twente Enschede auf dem Plan, danach sollte es zum Übernachten nach Aachen gehen und am Sonntag war ein Besuch im Tivoli geplant. Kurzfristig reduzierten wir das Programm dann auf den sonntäglichen Aachen-Trip, denn das Spiel der Eintracht gegen Hoffenheim wurde auf den Samstag verlegt. Das war mir einerseits auf Grund meiner nicht kompletten Fitness nicht unrecht, andererseits konnte ich außerdem das Heimspiel der Kickers gegen Erfurt noch mit Hubert zusammen anschauen und musste ihn nicht alleine auf der Waldau lassen.
Anfahrt
Die Anfahrt zum Tivoli kannte ich noch vom 2. Spieltags-Trip 2007 mit Flopsi, bei dem wir uns den Tivoli mal von außen angeschaut hatten als wir auf dem Weg nach Sittard waren. Relativ Langweilig ging’s also von Thomas aus auf die A3, bei Köln auf die A4 bis Aachen-Zentrum, dann waren wir schon am – alten und neuen – Tivoli. Wir sind noch ein Stückchen weiter gefahren und haben eigentlich optimal an der Straße geparkt, was kein Problem war, da wir so gegen 11:30 schon vor Ort waren – Bleifuß und freier Autobahn sei Dank.
Einem kurzen Stadtrundgang – im wesentlichen um Rathaus und Dom herum – ließen wir ein Mittagessen im Kaiserwetter folgen, so dass Thomas dieses Mal auch endlich seine Pizza essen konnte, nicht wie demletzt in Mannheim, als am Ende nur der Pizza Hut blieb. Durchaus lecker, wobei komischerweise meine Off the shelf-Spinat/Gorgonzola-Pizza teurer war als Thomas’ selbst zusammengestellt Spezial, aber was soll’s. Zum Glück war nicht viel Betrieb, so dass wir nicht ganz eine halbe Stunde vor Anpfiff am Stadion waren.
Stadion
Dort war schon unglaublich viel los und als wir drin waren entpuppte sich unser Block V als im wesentlichen voll. An der Seite zur Tribüne war zwar noch Platz, von dort aus war allerdings ein Tor nicht zu sehen, so dass wir es vorzogen ganz unten an den Zaun zu gehen, von wo aus wir auch eine bessere Sicht auf das Stadion an sich hatten.
Der Tivoli fasst hat insgesamt 21.300 Plätze, von denen kurioserweise nur 3.700 Sitzplätze sind, die restlichen 17.600 sind Stehplätze. Die Hintertor-Stehplatztribünen wirken dann – gerade von unten besehen – auch mächtiger als die beiden überdachten Sitzplatztribünen. Alles in allem ein durchaus kultiges Stadion und durchaus einen Besuch wert, bevor die Alemannia demnächst in den “Neuen Tivoli” umziehen wird, der sich nur ein Stück weiter Richtung Autobahn befindet.
Spiel
Das Spiel begann relativ mäßig, große Torchancen waren Mangelware. Aachen zwar feldüberlegen, aber ohne Effektivität, ganz im Gegensatz zu St. Pauli, dass aus der ersten Chance nach 16 Minuten gleich das 0:1 machte. Bis zur Pause war’s das dann allerdings auch schon gewesen, was der Aachener Stimmung, die vor dem Anpfiff und zu Beginn des Spiels ganz ordentlich rüber kam, natürlich nicht förderlich war. Einzig die Aussagen eines Aachener Vizemeisters von 1969, der in der Halbzeitpause ein Trikot überreicht bekam, das speziell zum Saisonabschluss entworfen wurde, dass man sich doch jetzt mal zusammenreißen und gewinnen sollte, wurden mit Jubel quittiert.
Geholfen haben die Worte es alten Recken allerdings nichts, denn Pauli erhöhte innerhalb der ersten zehn Minuten gleich auf 0:3, jeweils durch Konter. Aachen kam zwar knapp 10 Minuten später noch zum 1:3, allerdings war schon zu merken, dass der Kampfgeist fehlte und so blieb’s auch dabei. Das Publikum war ordentlich sauer und die Mannschaft traute sich nicht einmal in vor die Fans – beziehungsweise sie versuchte in die Ecke zu kommen, zog aber auf Grund der Beschumpfung durch das Publikum dann doch gleich Richtung Spielertunnel ab. Bei einer besseren Leistung hätte es vielleicht noch ein paar mehr Gesänge à la “Olé, olé, olé – Kaiserstadt AC” gegeben.
Nach dem Spiel
Nach Abpfiff ging’s genauso entspannt wie vorher in nicht mal fünf Minuten zum Auto zurück. Kurz gewendet, schnell auf die Autobahn und nach etwas über zweieinhalb Stunden war Thomas abgeliefert, das Auto wieder voll getankt und ich auch daheim, und das bei auf der Rückfahrt deutlich ökonomischerer Fahrweise. Tja, die Stimmung hätte besser sein können, aber das Ergebnis ließ halt verständlicherweise nur wenig Aachener Begeisterung aufkommen. Das Stadion ist aber schon sehr cool, durchaus klassisch halt und bei einem engeren Spiel herrscht dort bestimmt eine tolle Atmosphäre – zumindest noch bis Saisonende.
Links:
Spielbericht auf kicker.de









