…und Coke bei -19°C

Februar 4th, 2012

Da habe ich mir ja ein feines Wochenende für meinen Trip nach Ingolstadt ausgesucht, dürfte wohl das kälteste im Winter sein – auf der Alb waren’s auf der Fahrt vorhin mal -19°C, dürfte mein persönlicher Kälterekord sein und das Spiel gegen Düsseldorf nachher kann sich mit Bayern-Hertha im Dezember 2009 um das kälteste Spiel streiten.

Etwas blöd war, dass gestern mein Auto nicht anspringen wollte – ausgerechnet, wo ich zum Zahnarzt musste. Nach halbwegs langer Standzeit hatte ich sowas aber erwartet und vorsorglich schonmal nach den Öffis geschaut, mit denen ich dann auch zum Zahnarzt fuhr. Musberg ist jetzt gar nicht soo scheiße zu erreichen, zieht sich aber halt schon. Dementsprechend spät war ich im Büro, also fiel die Mittagspause aus, damit ich relativ zeitig nach Hause konnte, mich um’s Auto kümmern. Die Batterie wollte dann auch bei etwas wärmeren Nachmittagstemperaturen nicht, was etwas blöd war, da ich so geparkt hatte, dass ich in einem Umzugshalteverbot stand, dass für Samstag aufgestellt war. Herkulischer Krafteinsatz führte immerhin dazu, dass ich dann nur ganz am Rand vom Halteverbot stand, wäre also im Notfall wohl akzeptabel gewesen. Jetzt stellte sich die Frage “nur umparken oder mit der Karre nach Ingolstadt?” – Zug wäre mir lieber gewesen, ist aber relativ blöd von der Verbindung, ebenso die Lage des Stadions. Da ich eh um 7 hätte umparken müssen, entschied ich mich, so das Auto wöllte, gleich nach Ingolstadt zu fahren und da im McD zumindest anderthalb Stunden für mein nächste Woche fälliges Paper zu programmieren. Dazu war es natürlich nötig, erstmal die Batterie auszubauen – beim Bora nicht ganz trivial, ist etwas bekloppt gemacht, ging dann aber doch relativ schmerzfrei. Die Batterie lud ich dann über Nacht, wobei sie wohl nur die ersten 7 Stunden richtig Ladestrom zog, und am frühen Samstag hat’s dann gereicht, die Karre anzuwerfen – war aber sackrig kalt, hat ganz schön georgelt. :) Gut war, dass die Scheiben natürlich alle auch von innen gefroren waren… im Endeffekt war’s dann von der Fahrt ganz easy, nicht sonderlich viel Verkehr, und gegen kurz nach 10 war ich dann in Ingolstadt, wo ich gerade im McD sitze, schon programmiert habe und mich so in einer halben Stunde auf den Weg zum Stadion machen werde – mit Thermoskanne, ist klar, ist nämlich kein Risikospiel. ;)


Auch innen gefroren


-19°C, leicht kalt


Das ist ja immer so eine Sache…

A man can dream, a man can dream

August 2nd, 2011

Alemannia Aachen – FC Ingolstadt 04 2:1 (1:0)

Oktober 17th, 2010

Fast genau 18 Monate nach dem Besuch im Tivoli Alt ging’s heute mit Daniel und Thomas auf zum Tivoli Neu. Erste humoristische Einlage war schon die Abholung von Thomas, denn der hatte meine Nachrichten gestern nicht mehr erhalten und schlief noch, als Daniel und ich gegen halb neun bei ihm vor der Tür standen. Kurze Zeit später war er dann allerdings auch schon frisch geduscht mit seiner Marschverpflegung – zwei Dosen Adlerschoppen, witzige Sache eigentlich, auch wenn ich als Fahrer nur mal nippte – im Auto und wir auf dem Weg nach Aachen.


Hammer: Äppler aus der Dose, auch noch pfandfrei! (Quelle: Possmann.de)


Gelb-Schwarz, aber kein Alemannia-Fan

Die Fahrt war total entspannt und wir dann trotz verspäteter Abfahrt schon gegen viertel nach elf in Aachen. Wie “immer” parkten wir von der Autobahn aus gesehen hinter dem Stadion, ein Stück Richtung Innenstadt – vielleicht war’s sogar der gleiche Parkplatz wie das Letzte Mal. ;) Dann ging’s erst mal zum erneut minimalistischen Sightseeing beziehungsweise zur Nahrungsaufnahme, diesmal aber nicht ins Kaiserwetter sondern in den Hofgarten, wo uns die Bedienung in der Art “rheinische Frohnatur” schon mal sehr erheiterte. Die Jägerschnitzel meiner Mitfahrer waren wohl sehr gut, meine Currywurst war okay, aber die Soße war etwas untypisch Richtung süß-sauer, nicht so mein Fall. Danach noch eine Runde um den Dom gedreht und Daniel bewundert, wie er sich nach seinem Schnitzel noch anderthalb riesengroße Printen einfuhr – chapeau! Da war Thomas mit seiner Schokobanane nur zweitbester Esser. ;) Aber wir hatten ja sowieso noch den Fußmarsch zurück zum Stadion, um die angefutterten Kalorien gleich wieder abzutrainieren. Und im Hinblick auf das durchaus frostige Wetter war es wohl keine schlechte Idee, noch schnell ein bisschen Brennstoff einzuführen.


Hmm, der Finger des Teufels!

Schon witzig, dass man von der Stadt aus auf dem Weg zum Tivoli Neu erst mal am Tivoli Alt vorbei kommt. Dort spielt in dieser Saison noch die zweite Mannschaft der Alemannia – wer noch nicht da war, kann also nochmal schnell reinhoppen, denn irgendwann wird das alte Stadion wohl abgerissen. Der Neubau ist natürlich im Vergleich zum Altbau schon ein ordentlicher Klotz und steht erst mal sehr hoch in der Landschaft. Auch wenn’s nur minimal ist finde ich aber die Lage des alten Stadions, auch wenn nur ein paar Hundert Meter weiter Richtung Stadt gelegen, netter, denn dort liegt man halt direkt am Rand des Wohngebiets, während man im neuen Stadion eher im Industriegebiet liegt. Wie gesagt, nur minimal, aber da bin ich halt etwas pingelig. ;)


Finde Daniel und Thomas!

Im Vergleich zum alten Tivoli (21.300 Plätze) ist der neue deutlich größer und hat eine Kapazität von 32.960 Plätzen. Von den 11.681 Stehplätzen befinden sich witzigerweise schon 10.584 auf der Südtribüne, wo die Alemannia-Fans stehen, den Gästefans bleiben also nur 597 Stehplätze, was aber schon deutlich mehr war, als Ingolstädter da waren, die Schätzungen belaufen sich auf circa 25. Die Südtribüne ist auf jeden Fall relativ mächtig und wirkt als reine Stehplatztribüne schon sehr ordentlich. Ansonsten ist das Stadion echt nett, alles in schwarz-gelb gehalten und von einem niedrigen Dach beschirmt. Leider war’s halt nur halb voll, aber trotzdem machten die Aachener Fans schon ordentlich Stimmung (ich sag nur “Kaiserstadt AC” ;) ). Die mitgereisten Ingolstädter Fans hat man immerhin ein Mal hören können.

Während Thomas sich gleich mit seiner Nebensitzerin anfreundete, ging das Spiel relativ munter los. Die Alemannia kurzfristig oben auf, aber dann gab’s die erste, gute Chance für die Gäste. Die Alemannia kam dann aber doch besser ins Spiel, als Auers Abseitsposition nach langem Ball von Stieber nicht geahndet wurde und er den Ball locker annehmen und im leeren Tor unterbringen konnte, denn Kirschstein hatte den Ball wohl anders eingeschätzt. Naja, sollte nicht der einzige Torwart-Bock sein, insofern halb so schlimm. Aachen blieb aktiver, ließ mit zunehmender Spieldauer aber Ingolstadt mehr und mehr ins Spiel kommen, die allerdings bei einem Schuss von Buchner nur die Latte trafen. Gleiches Bild dann in Halbzeit zwei: Aachen zu defensiv, Ingolstadt mit mehr Druck. Bei einer Kerze von Müller im Alemannia-Strafraum übersprang Hartmann Torwart Hohs und köpfte zum 1:1 – Ausgleich im Spiel und an Torwart-Böcken. ;) Ingolstadt blieb danach spielbestimmend, ohne aus der Überlegenheit Kapital schlagen zu können. Ein Fehler von Matip, bei dem er Stieber den Ball in den Fuß spielte, führte dann zum 2:1, als ebendieser Stieber satt ins Eck schlenzte – 2:1 für Aachen, nicht wirklich verdient, aber das interessierte natürlich (fast) niemanden im Stadion.

Die Abfahrt gestaltete sich dann etwas zäh, als wir mal auf der Autobahn waren ging’s aber flott und die einzigen Probleme waren meine vergeblichen Versuche, im Radion Live-Berichte von den Bundesliga-Spielen zu finden. Aachen war mal wieder eine Reise wert, war auch schön mal wieder mit dem fast schon verschollen geglaubten Thomas unterwegs zu sein. Und ein Heimsieg für die Alemannia gab’s auch noch, die Gefahr einer Negativserie, wenn ich und Thomas im Stadion sind, scheint also gebannt zu sein.

TuS Koblenz – FC St. Pauli 1:5 (0:2)

Dezember 7th, 2009

Am Wochenende musste ich mal wieder nach Aschaffenburg: erstens musste ich am Bora die Winterreifen aufziehen und ihn gegen den coolen GTI tauschen, da der Bora noch vor Ende des Jahres einen Partikelfilter bekommen soll, zweitens feierte Nina ihren, hmm, 24 Geburtstag oder so. ;) Da ich am Samstag tagsüber keine weiteren Pläne hatte, bot es sich an Koblenz zu kreuzen, da das von Aschaffenburg nur schmale 160km sind. Da die zweite Liga Samstags jetzt Samstags spielt, war das erst überhaupt möglich, aber die Anstoßzeit um 13:00 Uhr ist schon verflixt früh, vor allem wenn man vorher noch zwei Geburtstagskuchen vorbereiten und Winterreifen aufziehen muss. War also nix mit ausschlafen, aber immerhin ging’s um kurz nach neun los und da quasi kein Verkehr war, war ich, begleitet von meiner Frau Mama, gegen 11:00 in Koblenz. Das reichte gerade zum parken, das Deutsche Eck von nahmen und die Festung Ehrenbreitstein von weitem zu sehen und einen Glühwein zu trinken, bevor ich dann mit dem Bus problemlos schnell zum Stadion kam – der Fußweg von 4km war mir dann doch etwas zu lang.

Das Stadion Oberwerth ist nicht gerade ein Schmuckkästchen – die Haupttribüne ist ganz nett und die Gegentribüne recht ordentlich, eine der Kurven ist eine Sitzplatz-Stahlrohrtriübne. Von meinem Platz in Block hatte ich allerdings nicht mal einen Blick auf die Haupttribüne, weil da eine seltsame Containerkonstruktion davor ist, in der wohl die Haupttribüne bewirtet wird. Trotz Laufbahn ist die Sicht auf beide Tore aber eigentlich okay, gefühlt ist man zumindest nicht furchtbar weit weg. Humoristisch ist auf jeden Fall die Musik vorher, das Schängellied sollte man sich auf jeden Fall mal anhören. :) Sehr gut ist auch die “Blue Black Schängel Army“, während “So a schöner Tag” auf Hochdeutsch doch etwas komisch klingt.


Cowelenzer Schängelsche

Mit Pauli hab ich mir offensichtlich kein schlechtes Spiel rausgesucht, alleine stimmungstechnisch macht Pauli ja einiges her. Erwartungsgemäßg gab es beim Spiel 16. gegen 2. nichts für Koblenz zu holen, dass es so knüppeldick kommt hatte wohl aber auch keiner erwartet. Nach mauem Beginn ging Pauli schnell in Führung und verdient auch mit 0:2 in die Pause, Koblenz leistete offensiv kaum Gegenwehr. In der zweiten Halbzeit spielte Pauli solide weiter und hätte auch deutlich mehr als fünf Tore erzielen können. Der Koblenzer Ehrentreffer war dann eigentlich nicht mal Ergebniskosmetik.


Yeldell erneut geschlagen

Danach ging’s mit dem Bus zurück in die Stadt und zügig nach AB, so dass ich vor der abendlichen Party bei Nina immerhin noch kurz Zeit hatte, daheim was zu Essen zu schnappen.

Links:
Alle Bilder in der Galerie
Spielbericht beim FC St. Pauli
Spielbericht bei TuS Koblenz

Alemannia Aachen – FC St. Pauli 1:3 (0:1)

März 15th, 2009

Für dieses Wochenende hatte ich mit Thomas eigentlich einen kleinen Roadtrip geplant: für Samstag stand die Partie Willem II Tilburg – Twente Enschede auf dem Plan, danach sollte es zum Übernachten nach Aachen gehen und am Sonntag war ein Besuch im Tivoli geplant. Kurzfristig reduzierten wir das Programm dann auf den sonntäglichen Aachen-Trip, denn das Spiel der Eintracht gegen Hoffenheim wurde auf den Samstag verlegt. Das war mir einerseits auf Grund meiner nicht kompletten Fitness nicht unrecht, andererseits konnte ich außerdem das Heimspiel der Kickers gegen Erfurt noch mit Hubert zusammen anschauen und musste ihn nicht alleine auf der Waldau lassen.

Anfahrt

Die Anfahrt zum Tivoli kannte ich noch vom 2. Spieltags-Trip 2007 mit Flopsi, bei dem wir uns den Tivoli mal von außen angeschaut hatten als wir auf dem Weg nach Sittard waren. Relativ Langweilig ging’s also von Thomas aus auf die A3, bei Köln auf die A4 bis Aachen-Zentrum, dann waren wir schon am – alten und neuen – Tivoli. Wir sind noch ein Stückchen weiter gefahren und haben eigentlich optimal an der Straße geparkt, was kein Problem war, da wir so gegen 11:30 schon vor Ort waren – Bleifuß und freier Autobahn sei Dank.

Einem kurzen Stadtrundgang – im wesentlichen um Rathaus und Dom herum – ließen wir ein Mittagessen im Kaiserwetter folgen, so dass Thomas dieses Mal auch endlich seine Pizza essen konnte, nicht wie demletzt in Mannheim, als am Ende nur der Pizza Hut blieb. Durchaus lecker, wobei komischerweise meine Off the shelf-Spinat/Gorgonzola-Pizza teurer war als Thomas’ selbst zusammengestellt Spezial, aber was soll’s. Zum Glück war nicht viel Betrieb, so dass wir nicht ganz eine halbe Stunde vor Anpfiff am Stadion waren.

Stadion

Dort war schon unglaublich viel los und als wir drin waren entpuppte sich unser Block V als im wesentlichen voll. An der Seite zur Tribüne war zwar noch Platz, von dort aus war allerdings ein Tor nicht zu sehen, so dass wir es vorzogen ganz unten an den Zaun zu gehen, von wo aus wir auch eine bessere Sicht auf das Stadion an sich hatten.

Der Tivoli fasst hat insgesamt 21.300 Plätze, von denen kurioserweise nur 3.700 Sitzplätze sind, die restlichen 17.600 sind Stehplätze. Die Hintertor-Stehplatztribünen wirken dann – gerade von unten besehen – auch mächtiger als die beiden überdachten Sitzplatztribünen. Alles in allem ein durchaus kultiges Stadion und durchaus einen Besuch wert, bevor die Alemannia demnächst in den “Neuen Tivoli” umziehen wird, der sich nur ein Stück weiter Richtung Autobahn befindet.

Spiel

Das Spiel begann relativ mäßig, große Torchancen waren Mangelware. Aachen zwar feldüberlegen, aber ohne Effektivität, ganz im Gegensatz zu St. Pauli, dass aus der ersten Chance nach 16 Minuten gleich das 0:1 machte. Bis zur Pause war’s das dann allerdings auch schon gewesen, was der Aachener Stimmung, die vor dem Anpfiff und zu Beginn des Spiels ganz ordentlich rüber kam, natürlich nicht förderlich war. Einzig die Aussagen eines Aachener Vizemeisters von 1969, der in der Halbzeitpause ein Trikot überreicht bekam, das speziell zum Saisonabschluss entworfen wurde, dass man sich doch jetzt mal zusammenreißen und gewinnen sollte, wurden mit Jubel quittiert.

Geholfen haben die Worte es alten Recken allerdings nichts, denn Pauli erhöhte innerhalb der ersten zehn Minuten gleich auf 0:3, jeweils durch Konter. Aachen kam zwar knapp 10 Minuten später noch zum 1:3, allerdings war schon zu merken, dass der Kampfgeist fehlte und so blieb’s auch dabei. Das Publikum war ordentlich sauer und die Mannschaft traute sich nicht einmal in vor die Fans – beziehungsweise sie versuchte in die Ecke zu kommen, zog aber auf Grund der Beschumpfung durch das Publikum dann doch gleich Richtung Spielertunnel ab. Bei einer besseren Leistung hätte es vielleicht noch ein paar mehr Gesänge à la “Olé, olé, olé – Kaiserstadt AC” gegeben. ;)

Nach dem Spiel

Nach Abpfiff ging’s genauso entspannt wie vorher in nicht mal fünf Minuten zum Auto zurück. Kurz gewendet, schnell auf die Autobahn und nach etwas über zweieinhalb Stunden war Thomas abgeliefert, das Auto wieder voll getankt und ich auch daheim, und das bei auf der Rückfahrt deutlich ökonomischerer Fahrweise. Tja, die Stimmung hätte besser sein können, aber das Ergebnis ließ halt verständlicherweise nur wenig Aachener Begeisterung aufkommen. Das Stadion ist aber schon sehr cool, durchaus klassisch halt und bei einem engeren Spiel herrscht dort bestimmt eine tolle Atmosphäre – zumindest noch bis Saisonende.

Links:
Spielbericht auf kicker.de