Brückentags-Montag, da bot sich zur Erholung vom Allerheiligen-Surfcamp ein freierr Tag an. Da fußballtechnisch nix geboten war, ging’s mittags in die Stadt und danach mit Philip und Sabrina mal die neue Bücherei auschecken. Laut Philip soll das Gebäude nachts ganz fesch aussehen, tagsüber finde ich das äußere aber wenig ansprechend: grauer Würfel mit Fensterlöchern, sieht mehr nach einer Art Bücherknast aus, da hatte das Wilhelmspalais natürlich deutlich mehr Charme, wobei das Argument mit der Größe – die Zentralbibliothek im Wilhelmspalais war wohl die kleinste Stadtbücherei einer Großstadt in Europa – natürlich schon ein gewichtiges ist. Neben dem äußeren stört mich natürlich auch die Anreise, den das Wilhelmspalais war sowohl mit dem Rad als auch direkt mit der U1 bis Charlottenplatz erreichbar. Jetzt muss ich entweder die U1 nehmen und am labyrinthischen Charlottenplatz umsteigen oder ich nehm die U14 und laufe entweder vom Hauptbahnhof oder steige um bis Türlenstraße, beides natürlich weniger geil als vorher.
Drinnen habe ich mir jedenfalls erstmal meinen neuen Ausweis geholt und die Bücher, die ich dabei hatte abgegeben – ein Rätsel, warum die Abgabecomputer so urlahm sind, so einen gab’s ja am Wilhemspalais auch un der brauchte nach einlegen eines Buches nicht so ewig. Danach bewunderten wir kurz die Logistik, die Bücher werden mit einem Transportsystem automatisch auf die passenden Stockwerke verteilt, ganz interessant, ist aber noch im Testbetrieb.
Danach ging’s erstmal nach innen, die unteren Stockwerke 1. OG bis 4. OG, das so genannte Herz, sind so aufgebaut, dass sie um den leeren Innenraum angeordnet sind und man zwischen außen und großen, 4 Stockwerke hohen Innenraum im Treppenhaus hoch geht. Das Herz ist etwas arg dunkel, sieht man auch auf dem Foto. Etwas unübersichtlich ist es in den Stockwerken, weil an den Regalen keine Schilder mehr sind, die angeben welche Teilegebiete eines Themengebietes welche Bezeichnung haben, kommt aber ja vielleicht noch. Interessant wird es dann weiter oben, in den Stockwerken 5. OG bis 8. OG (hätte meiner Meinung nach eher das Herz sein sollen): Bücher sind dort zwar auch um den Innenraum angeordnet, dieser ist aber nicht leer sondern hat an den Außenwänden selbst Regale ist beeindruckend und vor allem die weiße Innenausstattung steht dann in starkem Kontrast zu den Büchern, die die einzigen Farbtupfen sind. Komischerweise ist nicht an jedem Treppenaufgang eine Infotafel, was in dem jeweiligen Stockwerk wo zu finden ist, da muss ich wohl nächstes Mal auch mit Faltplan hin. Leider war die Dachterasse gesperrt, dort wird wohl noch gebaut.
Gebraucht hätte ich eigentlich keine Bücher, allerdings konnte ich es mir natürlich nicht verkneifen, einige mitzunehmen, ein bisschen was über Segeln, Surfen, ein von Philip empfohlenes Buch und sogar ein PS3-Spiel (White Knight Chronicles, das ich sicher nicht platinieren werde, bei einem Aufwand von 500+h). Positiv erwähnen möchte ich noch, dass die Schließfächer im Keller jetzt ohne Pfand sind, vor allem war im Wilhelmsplais ja auch immer nervig, dass man ein 2€-Stück gebraucht hat. Achso, und Bücher über Waffen haben wir irgendwie keine gefunden, wobei ich gerade im OPAC gesehen habe, dass es zumindest bei “8.OG.D01″ eines geben soll.
Danach ging’s noch kurz in die Stadt, Strumpfhosen anschauen. Also Sabrina natürlich, nicht wir.
Philip und ich vertrieben uns die Zeit damit, lustige Hüte auszuprobieren. Nicht so gut, wie der rosane Cowboyhut, den ich mal aufhatte, aber fast genauso schön.
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