Bodenseeschifferpatent

August 27th, 2010

Nicht mal eine Woche nach der Prüfung war gestern das Bodenseeschifferpatent schon im Briefkasten! Freundlicherweise liegt auch gleich ein Formular dabei, mit dem ich den Sportbootführerschein Binnen beantragen kann – so viel Service, ich bin ganz platt!

Ein patent(iert)er Kerl

August 21st, 2010

Es ist vollbracht – seit gestern bin ich stolzer Inhaber des Bodenseeschifferpatents und damit quasi auch des Sportbootführerscheins Binnen, denn in diesen kann ich das BSSP umschreiben lassen. Letzten Samstag ging es mit dem Kurs los und im Gegensatz zum Anfängerkurs herrschte gleich ordentlich Wind. Dazu waren wir bis Montag nur zu viert auf dem Boot, so dass viel Zeit zum üben blieb. Ab Montag ging’s dann halbtagsweise mit Motor- und Segelboot weiter, gegen Mitte der Woche wurde dann leider der Wind aber etwas arg flau, so dass das Manöverkreis und Rettungsmanöver fahren doch etwas zäh wurde. Jedenfalls hatte ich am Donnerstag dann echt genug, jeden Tag 7 Stunden auf dem See ist schon echt anstrengend. Freitag früh war dann Prüfung, ich durfte beim Segeln als erster ran – also klarmachen zum ablegen, ablegen, aus dem Hafen fahren, Segel setzen und los – und beeindruckte gleich durch meine zackige Kommandosprache (KLAR BEI VORLEINE? KLAR BEI SPRING?) so, dass der Prüfer gleich zum Nachbarboot sagte, dass so laut die Kommandos sein müssen, er war gleich begeistert. :) Der Rest war dann beim Segeln echt schnell abgefrühstückt, wobei ich als erster um halb acht noch Glück mit dem Wind hatte, danach wurde er immer schwächer. Bei den anderen beiden ging’s aber auch grad noch und mit mehr oder weniger kleinen Patzern hatten wir dann alle drei relativ schnell die Segelpraxis erledigt, wobei es bei mir bis auf einen Nahezuaufschießer eigentlich fehlerfrei lief.

Danach hieß es erst mal warten, bevor es auf’s Motorboot, ging. Das vorher souverän gelöste Anlegen am Steg wollte nicht so ganz, war aber noch okay, so dass ich nach drei Manövern auch erst mal fertig war. Danach ging’s noch raus, Rettungsmanöver fahren, dann noch eine Peilung machen und das war’s. Eigentlich recht einfach, aber vorher war ich echt nervös. Es waren jedenfalls auch zwei sehr nette Prüfer, da gibt’s echt keinen Grund zur Klage. Ein dickes Lob noch an unsere Lehrer Ellmar (Segeln) und Thilo (Motorboot), die uns wirklich alles ordentlich eingepaukt haben, ohne dabei den nötigen Humor vermissen zu lassen, ich denke da nur an unsere Prinzipien “denken, lenken, Gas geben” und “immer dazwischen”. ;) Nicht zu vergessen Roberto, der den Grundkurs auch super gestaltet hatte. Nach Anfänger- und Praxiskurs kann ich nur sagen, dass ich Wassersport Schattmaier uneingeschränkt empfehlen kann, alles total nette Leute und eine super Ausbildung, jetzt habe ich also die Lizenz zum Üben. ;)

Da wird usability auch klein geschrieben

August 11th, 2010

Seit ich Donald Normans The Design of Everyday Things gelesen habe, weiß ich, dass bei schlechtem Design nicht der Benutzer – also ich – unbedingt Schuld ist, wenn er etwas nicht versteht. So zum Beispiel bei den Lichtschaltern am HLRS: in den Büros, in denen die am Schrank an der Tür angebracht sind, macht der vordere Schalter, der näher an der Tür ist, die weiter entfernte Lichtleiste am Fenster an und umgekehrt. Gut, kann man sich dann irgendwann schon mal merken, ist aber natürlich total bescheuert dass die Anordnung der Lichtschalter nicht mit der Anordnung der Lampen im Raum korrespondiert. Noch blöder wird es auf dem Klo, da sind die Schalter nämlich an der Wand und nicht am Schrank, haben also keine Anordnung die ähnlich zu der der Lampen im Raum ist. Ansonsten ist die Anordnung aber genau die gleiche, der Schalter näher an der Tür mach das entferntere Licht an und umgekehrt.

Als ich letztens auf dem Klo war und mich über das bescheuerte Design gewundert habe, habe ich mich gefragt, ob es eigentlich in arabisch- oder hebräischsprachigen Ländern (oder wo man sonst noch von rechts nach links liest) auch eine Senseo gibt und ob dann der Schalter für 1 Tasse rechts und der für 2 Tassen links ist. Wäre ja eigentlich nur logisch und entspricht meiner Meinung nach schon der “natürlich” erwarteten Anordnung. Allerdings habe ich auf der Senseo-Webseite (wo man auch “Mitgleid” werden kann) nichts gefunden, ebenso wenig gibt es in den Ländern Amazon, eine Marktlücke? Muss ich wohl dumm sterben, zumindest was Senseo und die Knopfanordnung angeht…

Fast schon Triathlonreif

August 3rd, 2010

Nachdem ich ja im September für eine Woche surfen fahre bin ich im Moment wieder mehr ins Schwimmtraining eingestiegen – dem Plan nach zumindest zwei Mal die Woche. Gestern Mittag war ich dann gleich in Vaihingen, war eigentlich der beste Zeitpunkt für das erste Mal schwimmen diese Woche, mit Klettern und Laufen muss man ja erst mal schauen dass man das alles unterkriegt. Da es Mittags ordentlich kübelte war wenig los, im Schwimmerbecken waren mit mir immerhin drei Leute. Vielleicht lag’s am vielen Platz, aber es lief erstaunlich gut und mein neuer Rekord liegt jetzt bei 500m (10 Bahnen) am Stück kraulen. Hinten dran noch 500m mit Pull Buoy, war durchaus ein gutes Training. Mittelfristig stehen die 20 Bahnen am Stück ohne Pull Buoy auf dem Programm, mal sehen wie sich’s entwickelt.

Verbot tut Not

Juli 27th, 2010

Baden-Württemberg mausert sich langsam zum Verbotsmusterland, zumindest wenn es nach den Plänen von Innenminister Rech geht. Dann bleibt es nämlich nicht mehr beim nächtlichen Verkaufsverbot von 22:00 bis 05:00:

Innenminister Heribert Rech (CDU) bereitet eine Änderung des Polizeigesetzes vor, wonach Kommunen in Zukunft den Griff zur Bierflasche an sozialen Brennpunkten verbieten können. Der Entwurf liegt zurzeit zur Abstimmung bei Justizminister Ulrich Goll (FDP). Golls Sprecher wollte sich zu dem Thema nicht äußern, verwies aber darauf, dass man zusätzlichen Verboten skeptisch gegenüber stehe. Die FDP-Fraktion lehnte eine schnelle Gesetzesänderung ab.
(Quelle: Stuttgarter Zeitung)

Die FDP war ja auch schon nicht für das Verkaufsverbot, stimmte dem aber trotzdem zu, insofern mal abwarten wie sich das mit der Skepsis entwickelt. Laut Innenministerium ist ein sozialer Brennpunkt “ein Gebiet, dass sich deutlich von anderen in der Anzahl der alkoholbedingten Ordnungswidrigkeiten und Straftaten abhebt”. Wenn aber erst mal die Möglichkeit besteht, auf öffentlichen Plätzen den Konsum von Alkohol zu verbieten, wird das aber sicherlich auch breit genutzt; dass damit meistens nur der Konsum verlagert wird, ist wohl sowieso klar.

Amüsant ist aber die Reaktion auf die Zierde der FDP:

Der Fraktionschef der CDU, Peter Hauk verlangte von den Liberalen, ihre Bedenken aufzugeben. “Es gibt zwei Möglichkeiten, entweder wir überzeugen die FDP oder wir machen das mit zum Wahlkampfthema.” Der Städtetag unterstützt den Vorstoß von Rech. “Alkoholgenuss führt oftmals zu Randalen und Schwierigkeiten”, sagte Referentin Iris Bohlen.
(Quelle: Stuttgarter Zeitung)

Ich würde mich ja nicht darauf verlassen, dass die Bevölkerung die CDU wegen so eines Verbotes abwatscht, aber ich wäre mir an deren Stelle auch nicht zu sicher, dass das ein positiv zu besetzendes Wahlkampfthema sein wird. Die Tendenz ist jedenfalls klar, bald wird auch noch Fast Food verboten, demnächst darf man außer Wasser und Kartoffeln wahrscheinlich gar nichts mehr konsumieren – und auch das nur daheim.