VfB Stuttgart – SV Werder Bremen 4:1 (2:1)

Zurück aus England gab’s immerhin einen ganzen Ruhetag komplett ohne Fußball, ehe am Freitag schon das VfB-Heimspiel gegen Werder anstand. Trotz Negativerlebnis beim letzten Gastspiel der Bremer war natürlich Ex-Roomie Martin wieder Stargast, dieses Mal fahrgemeinschaftend mit Johannes. Pünktlich am Nachmittag riss der Himmel auf und so konnte ich beim Warten auf die Besucher am Leonhardsplatz ein Despé in der Sonne genießen. Als die beiden dann kamen ging’s endlich zum Brunnenwirt, das hatten wir ja letztes Mal schon angepeilt, aber da Sonntags erst ab 17:00 offen ist, wurde das damals nix. Lecker Pommes Schranke und Curry Spezial reingeschaufelt, noch ein Wegbier gewichtelt und ab ging’s durch den Wagenburgtunnel Richtung Schlachthof. Sagte ich Wagenburgtunnel? Schnapsidee von Herrn Kübert, über B10/14 wären wir wohl schneller gewesen, so ging’s sehr, sehr, sehr zäh und ein oder zwei weitere Wegbier wären sicherlich auch noch weg gekommen, am Schlachthof war dementsprechend schon kein Platz mehr und wir musste ein Stück weiter weg parken. Der Fußweg bis zum Gästeblock zog sich dann etwas, dürften allerdings auch gute 2,5km gewesen sein. Trotzdem waren wir rechtzeitig vor Anpfiff im dieses Mal gut gefüllten Bremer Block und bekamen akzeptable Plätze – der Zaun über dem Tor war schon etwas störend, aber hätte schlimmer sein können.

Bewundernswerterweise war Martin sehr entspannt und rechnete eh schon mit einer Werder-Pleite, was die ganze Situation sehr entspannte – Johannes (Köln-Fan) und mir war das Ergebnis ja eh nicht so wichtig, wobei ich nichts dagegen habe, den VfB in Europa aktiv zu sehen. Das Spiel war nichts besonderes, vieles spielte sich im Mittelfeld ab, abgesehen von Marins erstem Warnschuss nach einer Viertelstunde, den Ulreich parierte, sowie der Führung durch Markus Rosenzwerg Rosenberg. Das war’s dann aber von Werder, sogar vor der Pause konnte Gentner mit einem sehenswerten Schuss nicht nur ausgleichen, nach einer Ecke besorgte Harnik sogar das 2:1, Wiese hielt zwar den vorherigen Kopfball von Niedermeier, aber konnte den Ball halt nur abpatschen. Während wir uns überlegten, was man außer “Wiese, das war deine Schuld”, was ja im Bremer Fanblock schlecht ankommt, singen könnten (“Wiese ist ein Hundeklo”, oder vielleicht doch lieber “Klaus Allofs ist kein Verbrecher”?), legte der VfB noch zwei Tore nach Standards nach, sogar der eingewechselte Cacau durfte noch treffen.

Nach dem Spiel begleitete ich die zwei Gäste noch zurück zum Auto und sicherheitshalber auch bis zum Hauptbahnhof, dem türkischen Navi war wohl schon auf der Hinfahrt nicht zu trauen gewesen, bevor’s für mich dann ab nach Heslach ging. War ein netter Abend, für mich ja quasi eh unabhängig vom Ergebnis, ich hoffe den Gästen hat’s auch gefallen, teilweise trotz des Ergebnisses. Immerhin, der Brunnenwirt war ja dieses Mal im Programm. ;)

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