VfB Stuttgart – SC Freiburg 4:1 (2:1)

Februar 29th, 2012

Geburtstagsessen in Stuttgart, was lag da näher als nach Sektempfang, lecker Mittagessen bei den Gartenfreunden und nachfolgendem Konditoren daheim mit dem fußball-affinen Teil der Gäste einen Abstecher ins Neckarstadion zu VfB-Freiburg zu machen. Alleine die VVS hatte was dagegen und wollte uns von Stöckach aus nicht mehr weiter transportieren, so dass wir dann kurzfristig ins Taxi gehüpft sind – da hat man ein Mal Gäste beim Fußball dabei, und dann sowas… okay, das hatte ich eigentlich schon öfter und es ist noch nie was passiert. Nervt aber, dass man die U11 reihenweise Richtung Stadtmitte fahren sieht, nur zum Stadion kommt keine und natürlich auch ja keine Durchsage – schlechter Stil, sowas.

Nachdem das Spiel für mich jetzt nicht soo die Bedeutung hatte wie für die anderen (VfB- und Freiburg-Fans, alles dabei) verzichtete ich auf’s erste Taxi, mit dem Ergebnis dass ich den Anpfiff schlussendlich knapp verpasste – mehr aber auch nicht. Die ersten etwas mehr als 10 Minuten waren eh lau, ehe Harnik mit der ersten Chance gleich für den VfB einnetzte. 10 Minuten später erhöhte der überraschend effektive VfB auf 2:0, die Freiburger, immerhin Tabellenletzter, aber wenig geschockt und mit dem verdienten Anschlusstreffer noch vor Ablauf einer halben Stunde. Bis zur 60. hätte der Sportclub eigentlich locker ausgleichen können, die beste Chance setzte Makiadi allerdings an den Pfosten, das 3:1 brach den Breisgauern dann das Genick, denn groß nach vorne ging danach nicht mehr viel. Das 4:1 von Harnik war dann eigentlich etwas zu viel des Guten und Freiburg eigentlich unter Wert geschlagen.

Für uns ging’s nach dem Spiel – dieses Mal ohne Probleme – mit der Bahn ab dem Wilhemsplatz zurück nach Heslach. Das Mysterium um die Papageien klärte Hubert mir dann am Montag auf: Stuttgart hat die einzige freilebende (Gelbkopf-)Amazonen-Population außerhalb Nordamerikas (mehr dazu hier in der Stuttgarter Zeitung)! Am Ende stand nach langer Zeit mal wieder ein Absacker im Brunnenwirt an, bevor sich die Gäste wieder Richtung Bayern verabschiedeten – alles in allem ein runder Samstag.

Projekt 52.2012.04: Thomas Pynchon – Inherent Vice

Februar 29th, 2012

Mit Inherent Vice stand das aktuellste Buch von Thomas Pynchon auf dem Plan, immerhin auch schon drei Jahre alt. Und mit Inherent Vice gibt es wahrscheinlich ein neues Buch, dass zum Einstieg in die Welt von Pynchon empfohlen wird, denn Inherent Vice ist, trotz aller Pynchoneskheit, relativ leichte Kost, was auch am relativ schmalen Umfang von 350 Seiten liegt.

It was as if whatever had happened had reached some kind of limit. It was like finding the gateway to the past unguarded, unforbidden because it didn’t have to be. Built into the act of return finally was this glittering mosaic of doubt. Something like what Sauncho’s colleagues in marine insurance like to call inherent vice.
“Is that like original sin?” Doc wondererd.
“It’s what you can’t avoid,” Sauncho said, “stuff marine policies don’t like to cover. Usually applies to cargo – like eggs break – but sometimes it’s also the vessel carrying it. Like why bilges have to be pumped out?”

Inherent Vice hat Larry “Doc” Sportello zum Hauptdarsteller, ein Privatdetektiv, der ein Surfer-/Hippie-Typ ist und der von seiner Ex-Freunding Shasta angeheuert wird, einen Anschlag auf ihren Geliebten zu verhindenr. Doc stolpert dabei in allerlei bizarre Vorgänge, die teilweise schon die Zukunft und das Ende der sechziger Jahre (und speziell der Lebenseinstellung) ankündigen. Gerade auch wegen seinem Setting im Surfer-/Hippie-Milieus sehr interessant mit feinen unterschwelligen Humor und sicherlich eine der leichteren Pynchon-Lektüren, deswegen aber nicht minder packend als zum Beispiel Against the Day.

Eine liebgewonnene Tradition

Februar 29th, 2012

Alles was man mehr als ein Mal macht ist ja sowieso eine Tradition, insofern gilt das jetzt auch für den frühmorgendlichen Lauf bei einem BonFIRE-Meeting. Ging’s in Edinburgh auf den höchsten Berg vor Ort, Arthur’s Seat, stand leider in Southampton nichts vergleichbares auf dem Programm, halten sich die natürlichen Sehenswürdigkeiten doch arg in Grenzen.

Wir trafen uns in Southampton Common und peilten eine relativ großzügige Runde über St. Deny’s und Bitterne an, am Ende machten wir aber doch schon in der Stadtmitte Schluss, das waren dann aber auch trotzdem die anvisierten anderthalb Stunden, anderweitig wäre es eher schwierig gewesen, pünktlich zum Meeting zu kommen. Eine Sehenswürdigkeit gab’s dann auf dem Weg doch noch, die Brücke über den Itchen, immerhin 28 Meter hoch. Erstaunlich, wie grün der Fluss von oben war. Und was an der Brücke so an Plaketten angebracht ist.


Mal wieder ganz oben

Sektempfang

Februar 25th, 2012

Just in time alles fertig, Wohnung sauber und frisch geduscht – die Gäste können kommen. :)

FC Basel 1893 – FC Bayern München 1:0 (0:0)

Februar 24th, 2012

Schon wieder ging’s in der CL in die Schweiz, eine auffällige Häufung in den letzten zwei Jahren, ist es doch schon das dritte Mal dass wir gegen Schweizer spielen, das zweite Mal gegen Basel. Basel war zwar ManU-Bezwinger aber sicher eines der Wunschlose nicht nur meinerseits, sind doch schweizer Mannschaften im Allgemeinen von überschaubarer Gefährlichkeit. Dass es zum CL-Auswärtsspiel nicht viel weiter ist als nach München ist natürlich auch kein Fehler, so kam ich also zu CL-Auswärtsspiel Nummer 3 diese Saison, ob’s mehr wird…

Als ich mir gerade meinen Spielbericht von letzter Saison durchlas, musste ich feststellen, dass vom Grobverlauf her das aktuelle Spiel nicht so unähnlich war, wenn man mal von der Anzahl der Tore absieht und das dieses mal am Ende Basel die Nase vorn hatte – bitter, da es ja letztes Mal eh nur ein Gruppenspiel war… Die Aussage “hätte Ribéry eine der ersten zwei Chancen gemacht, hätten wir sicher ein anderes Spiel gesehen” ist natürlich ein No-Brainer, aber so falsch natürlich nicht. Die Basler wären dann wohl nicht so ins Spiel gekommen, wie sie es taten: erst Neuer geprüft, dann Neuer und den Pfosten, dann die Latte – im Hinterkopf hatte ich schon den Spruch “nach dem zweiten Holzschuss war mir schon klar dass Basel heute kein Tor schießt”, aber ich befürchtete schon, dass das doch noch schief gehen könnte. Erstaunlicherweise ging es nicht nur mit einem 0:0 in die Pause, trotz all der Chancen, nach dem Wiederanpfiff war auch von Basel nix mehr zu sehen in der Offensive. Die Bayern wie überhaupt in der letzten Zeit mäßig inspiriert, zwar mit Chancen, aber auch ohne Glück. Und am Ende reichte den Baslern ein echter Angriff in Halbzeit 2, um sich eine sehr gute Position für’s Rückspiel zu schaffen – und das beim ersten Auftritt in der CL-KO-Runde überhaupt, da müssen halt schon die Bayern kommen, um sowas möglich zu machen.

Brauche ich wohl eh nicht

Äh, danke, Thomas (macht dann 3,90 sFR)!

Wie so oft in der Rückrunde wäre mehr drin gewesen, keine Ahnung was die Mannschaft für ein Problem hat. Auf der Rückfahr, auf der wir noch einen Fahrgast hatten, den wir in Herrenberg absetzten, konnten wir trefflich diskutieren, aber eine Lösung für die momentane Kakabaum-Situation fiel uns auch nicht ein. Gut bedient war ich jedenfalls um kurz nach 2 daheim, ich hatte mir ein schöneres “reinfeiern” in meinen Geburtstag erhofft… mal sehen ob ich überhaupt zum Rückspiel kann, da muss ich eventuell auf Meeting. Ist aber vielleicht auch besser so.