Putain, c’etait niquel!

Oktober 31st, 2011

Allerheiligen-Surfcamp zum zweiten, dieses Mal ging’s zu viert auf nach Seignosse, mit von der Partie waren Hubert, Klaus und Philip. Wie letztes Mal ging’s wieder über La Mathieu, dieses Mal allerdings bereits am Freitag direkt von Stuttgart nach La Mathieu mit Zwischenstop bei Hubert. Dank fucking Zürich dauerte die Fahrt eher achteinhalb als sechs Stunden, ein Ärgernis im Herzen Europas, diese Schweiz. ;)

Samstag ging’s dann ein bisschen nach St. Marcellin und eine Reihe Nussbäume absammeln, davor und danach gab’s eine sehr reichliche Verpflegung durch Huberts Bruder Louis. Am Sonntag ging’s dann weiter nach Seignosse, dieses Mal völlig entspannt, wenn man vom ewigen Ärgernis Toulouse absieht. Wir waren sogar so zeitig da, dass Hubert und ich gleich noch eine Abendsession einlegen konnten, sehr schön. Danach ging’s traditionell wieder zum gemeinsamen Essen ins Le Napoli, sehr fein, dieses Mal mit einer deutlich größeren Gruppen, waren doch insgesamt vierzehn Surfer dabei, wobei sich in unser Bungalow auf insgesamt 7 Leute beschränkte.

Wettertechnisch war’s leider nicht ganz so fein wie letztes Jahr, am ersten Tag war’s ein bisschen unangenehm nieselnd und wir beschränkten uns auf Seignosse und La Fameuse Sud in Hossegor – endlich mal vor’m Rock Food surfen. Am Dienstag und Mittwoch ging’s nach Hendaye, auch sehr schön, allerdings am Dienstag sehr ungemütlich und ordentlich zugig, da war’s schon echt unangenehm in der Mittagspause. Donnerstag stand dann Biarritz auf dem Programm und Freitags waren die Wellen relativ lau, so dass nur eine kurze Session in Hossegor anstand – die hätte man sich auch sparen können, aber immerhin konnte man dann ohne Board noch ein bisschen Spaß mit den Wellen haben.

Im Vergleich zum letzten Jahr lief’s vom Surfen her deutlich besser, das viele Schwimmen hat schon ordentlich was gebracht, auch wenn das Paddeln natürlich eh anstregend ist. Aber obwohl ich dieses Jahr ein supergeiles Body Glove 7″6′ fuhr ging mir das Paddeln deutlich besser von der Hand beziehungsweise vom Arm als letztes Jahr mit dem Bic Magnum 8″4′ – schade nur, dass ich das Board nicht käuflich erwerben konnte, fuhr sich auch echt gut und ich bin insgesamt einige sehr ordentlich Wellen geritten, es ist also immerhin mal wieder eine positive Entwicklung zu verzeichnen gewesen. :)

Vom Surfen abgesehen war’s auch sehr gut, die Gruppe war nett und die Verpflegung, wie auch letztes Jahr, allererste Sahne: morgens jeweils frische Croissants, Schoko-Croissants und Baguettes, mittags ordentliches Vesper am Strand und insgesamt drei Mal zum Essen eingeladen – was will man schon mehr. Am Freitag ging’s dann noch in die Therme in St. Paul-les-Dax vor dem finalen Abendessen im Little Princess und am Samstag stand dann die Fahrt nach La Mathieu an – auch wieder entspannt vom Verkehr und dank Studio Braun auch sehr kurzweilig. Bei Louis gab’s dann nochmal ein sehr feines Abendessen mit lecker Ravioles und Dessert, ebenfalls niquel! Die Fahrt am Sonntag nach Stuttgart war dann auch okay, auch wenn uns die Schweiz natürlich nicht ohne Stau passieren ließ, dieses Mal war’s am Gubristtunnel wegen Gaffern und Unfall auf der Gegenfahrbahn, furchtbar. Lustig dann Philip am Zoll bei der Frage des Zöllners wo wir herkämen: “Sind Sie eine Familie? Oder ein Club? Wo kommen Sie denn her?”: “Span… äh, Frankreich”. Naja, hat den Zöllner dann aber auch nicht weiter interessiert und so stachen wir über die A81 nach Stuttgart, wo Philipp dann noch Hubert und mich nach Hause fahren “durfte”, da mein Auto ja am HLRS im Hof stand und das Tor Sonntags zu ist… lag zum Glück alles auf dem Weg zu Philip. Ein dickes Dankeschön nochmal an Hubert, der uns in La Mathieu einquartierte und durch seinen Bruder ordentlich verköstigen ließ sowie speziell an den einzigen Fahrer Philip, der in den 10 Tagen insgesamt 32 Stunden und 38 Minuten (!) hinter dem Steuer saß und uns 3206 Kilometer durch die Gegen fuhr!

Mal sehen ob die Idee mit einem Marokko-Surfcamp im Februar was wird, ansonsten geht’s vielleicht zur Überbrückung mal wieder auf die Kanaren. In der Gallerie gibt’s übrigens alle Bilder, hier eine Auswahl:


Auf der Fahrt nach La Mathieu


La Mathieu im Nebel


Vor’m Kamin in La Mathieu


Nüsse sammeln


Vor der Abfahrt nach Seignosse


Nach der Sonntag-Abend-Session


Die Mikaels beim Abendessen im Le Napoli


C’est niquel aussi


Hendaye


Hendaye mit Flut und Backwash


Ebenfalls in Hendaye


Nochmal Hendaye


Gruppenfoto


Kleines Gruppenfoto


Ein sehr bieriges Bier


Biarritz


Grand Plage, Biarritz


Im Fameux Rock Food


Letzter Abend im Little Princess


Brillentausch

Lied des Tages: “Led to the Sea” von Jenny Owen Youngs

Oktober 21st, 2011

Vom Titel her sehr passend zum gleich beginnenden Trip Richtung Seignosse, außerdem ein gutes Lied:

Lyrics

Wake up alone,
now you do what you’re told;
It keeps coming, coming.
Matter of fact,
I liked you like that,
But I’m done in, done in.

Followed your breadcrumbs,
they led to the sea.
Followed your breadcrumbs,
led to the sea, sea, sea…

Observe exhibit A,
who never learned to stay
there’s nothing in you for the light to hit,
pound it into the dirt,
to try and make it work.
You won’t be happy till we’ve drowned in it.
We’re never gonna fit.

Consider the trade,
your promises made were worth nothing, nothing.
Whatever you say,
well walking away,
is still running…running (darling)

Followed your breadcrumbs,
they led to the sea.
Followed your breadcrumbs,
led to the sea, sea, sea…

Observe exhibit A,
who never learned to stay
there’s nothing in you for the light to hit,
pound it into the dirt,
to try and make it work.
You won’t be happy till we’ve drowned in it
we’re never gonna fit.

Waited too long,
did everything wrong,
Said don’t worry, it’s not me.
You got what you want
and you’re not gonna start saying sorry, sorry.

Followed your breadcrumbs,
they led to the sea (sea).
Followed your breadcrumbs,
led to the sea (sea), sea (sea).
Followed your breadcrumbs,
it led to the sea (sea), sea (sea), sea (sea)

The Plumber’s Empire

Oktober 20th, 2011

Am Dienstag musste ich zum Zoll, ein Päckchen aus den USA (ein paar Sachen von Jenny Owen Youngs) nachverzollen. Immer blöd und kostet Geld, immerhin weiß ich jetzt wo der Zoll in Stuttgart am Hafen ist.

Der Zöllner, durchaus jung, made my day*: “geiles T-Shirt, wo hast du das denn her, sowas such ich schon ewig”. Sweet, ich trug mein “The Plumber’s Empire”-T-Shirt von GoApeShirts (ohne Despé allerdings):

Hab ihm natürlich gleich gesteckt wo ich das Shirt herhabe, ich helf ja immer gerne. Mode ist ja jetzt nicht so eine Disziplin in der ich normal punkte, aber immerhin mein T-Shirt-Geschmack scheint relativ erlesen, da habe ich auch bei Meetings etc. regelmäßig positive Bemerkungen gehört. ;)

* Ich nutze ja schon gerne Anglizismen, bin aber auch gerne bereit, äquivalente deutsche Formulierungen zu nehmen; “to make someone’s day” mit “jemandem den Tag retten/versüßen” zu übersetzen fühlt sich aber irgendwie von der Bedeutung her nicht gleich an… kann aber natürlich auch Gewohnheit sein.

Dane Reynolds, FCB-Fan

Oktober 20th, 2011

Schwer zu sehen, wo die Boardshort aufhört und der Wimpel anfängt. ;)

Sheffield United – Sheffield Wednesday 2:2 (2:0)

Oktober 20th, 2011

Ich muss schon sagen, so bequem wie vor dem Steel City-Derby war die Anreise zum Spiel selten: ein angenehmer Schlaf bis 10:00, Kollege Flopsi geht Tickets holen, ich geh duschen, auschecken gegen 11:00, nochmal kurz in den Ticket Shop, um zu erfahren welche Plätze auf unsere Mitgliedskarten :) gebucht wurden, Stadionrunde drehen und rein – besser geht’s wohl nicht.

Die Bramall Lane hatten wir ja von außen schon an Ostern 2010 begutachtet, als wir bei Wednesday gegen Bristol City waren, anscheinend ein gutes Omen, denn fast alle Stadien, an denen ich mal ohne Spiel war, in denen war ich danach dann auch wirklich.

Die Bramall Lane ist ein richtig historischer Ground, das älteste Stadion, in dem immer noch professionell Fußball gespielt wird, die Blades spielen dort seit 1889! Mittlerweile passen 32.702 Zuschauer rein, vor Ort waren 28.136, wobei ich nicht weiß, ob da Plätze frei blieben, weil der Gästeblock nicht voll sein durfte. Unsere Plätze waren im South Stand, relativ weit vorne, aber doch nicht ganz unten, sehr fein. Überhaupt ein nettes Stadion, vier schöne Tribünen mit nur teilweise Sitzplätzen in den Ecken, sehr schön. Und dann noch ein Derby, was kann man sich mehr wünschen? :)

Wäre Sheffield letztes Jahr nicht aus der Championship abgestiegen, hätte es natürlich eh kein Derby gegeben, so hatten wir die Blades eigentlich als Favoriten auf dem Zettel. Rassig ging’s zu, sehr umkämpft, kein Ballgeschiebe, aber nicht übermäßig hart, perfekte Derbystimmung. Die Heimfans waren guter Dinge, als Quinn nach zehn Minuten einen von den Wednesday-Verteidigern an den eigenen Pfosten abgefälschten Ball zum 1:0 ins Tor drosch. Zehn Minuten später erhöhten die Blades nach einem Freistoß von rechts auf den kurzen Pfosten auf 2:0, sag eigentlich nach einer sicheren Sache aus, obwohl Wednesday auch gut mit spielte. In der Halbzeit konnte ich mich dann mit einem vor uns sitzenden Engländer austauschen, ein Student der auch Deutsch sprach, nette Sache.

United versäumte es dann, die Partie wirklich klar zu machen und Wednesday hatte ein bisschen Glück, als eine Flanke vom 16er zwei Mal hin und her geköpft wurde, der Keeper von United nicht raus kam und O’Grady zum Ausgleich in der 82. Minute verwandelte. Wednesday jetzt natürlich mit Schwung und der Stimmung der zahlreichen eigenen Fans im Rücken und ein ähnliche blödes Tor (aus United-Sicht) brachte dann nur vier Minuten später den Ausgleich: der United-Keeper unglücklich außerhalb vom 16er, den reintrudelnden Kopfball konnte die Abwehr dann nicht mehr klären. Leider fiel dann keine Entscheidung mehr, so dass das Spiel 2:2 ausging – für Wednesday natürlich trotzdem ein gefühlter Sieg, Wednesday damit auch weiterhin drei Punkte vor United und auf Platz 3, United auf 5. War jedenfalls ein schönes, stimmungsvolles Derby, da hat sich die Mitgliedschaft schon gelohnt. ;)

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Für uns ging’s nach dem Spiel gemütlich in die Stadt, in unseren Stamm-Weatherspoon, mit dem üblichen desaströsen Ergebnis beim Pub-Quiz, und dann noch kurz was zu knuspern kaufen für die
Busfahrt nach London. Sehr interessant war das kreative Anstehverhalten, bin ich in England eigentlich so nicht gewohnt, aber gut. Interessant war auch eine Mitfahrerin, deren Handy ungefähr 208 mal klingelte und die irgendwie nicht richtig verstand, dass es nicht lautlos war. Naja, war trotzdem easy und gegen 21:00 waren wir wieder in London und konnten am Marble Arch raushüpfen. Noch ein kurzer Tube-Ride, dann ging’s ins Travelodge an der Liverpool Street, wo wir den Abend bei The Illusionist ausklingen ließen, ehe am nächsten Morgen frühes aufstehen angesagt war. Einziger Aufreger auf dem Trip nach Stuttgart: der Terravision-Busfahrer, der darauf bestand, dass ich meinen Rucksack unten im Bus ablegte, obwohl der Bus nicht voll war und der Rucksack nicht so groß. Naja, irgendwas ist ja immer. ;)

Ansonsten gibt’s die üblichen Worte: perfekte Orga, super Trip, looking forward to next time. :)

Links:
Spielbericht bei den Blades
Spielbericht bei den Owls