Fare Thee Well!
September 26th, 2011So schnell ist ein Jahr rum und Supergreg hat uns wieder Richtung Griechenland verlassen – verständlich, ist doch der Promotionsvorgang für ihn dort deutlich besser überschaubar, das HLRS erzählt ja, zumindest was Ex-Distributed Systems angeht, auch nicht gerade eine Erfolgsgeschichte was Promotionen angeht, wobei sich das hoffentlich bald ändern wird.
Es war jedenfalls eine schöne Zeit und der Grieche ein guter Bürokollege, mal sehen ob ich dann als nächstes Pierre begrüßen darf – Franzosen sind in dem Büro ja fast schon Pflicht.

Axel und ich, auch beim Sit-In
Der Sonntag war jedenfalls noch mal ein superfainer Tag: Morgens holten wir erstmal einen Stadtmobil-Transporter und fuhren die letzten Sachen von Greg zu mir und luden aus. Da Axel erstmal die Karre weg bringen musste, machten wir so lange ein Staffel-Sit-In und warteten auf Axel – interessant, wie viele Leute da vorbei kommen und wer einem da alles helfen will – danke nochmal an die Kids, die Greg sogar eine Packung Lakritz schenkten.
Das Zeug reintragen – yeah, neue Couch für mich! – ging dann zu dritt auch flott, so dass wir gleich zu den Gartenfreunden konnten – so wie’s Anfang mit dem Griechen in Stuttgart, so hörte es also auch auf. Danach noch kurz einen Mittagsschlaf eingelegt, einen Abschiedssekt getrunken und dann war’s auch schon Zeit, sich zu verabschieden – hoffentlich not “for ever“.
Stuttgarter Kickers – TSV 1860 München II 2:0 (0:0)
September 26th, 2011Eigentlich hatte ich für das Wochenende ja einen fainen Plan – Freitag Abend nach München zum Donovan Frankenreiter-Konzert mit René, Übernachtung bei den Heeks, Samstags zu Bayern gegen Leverkusen und dann zurück nach Stuttgart. Den bekannten Strich durch die Rechnung machte mir dann allerdings die Prüfung am Montag, denn ich war, dank zwei Wochen Dienstreisen, quasi gar nicht vorbereitet. Zusätzlich war ich auch noch relativ platt von eben diesen Dienstreisen, so dass mir die freitägliche Fahrt nach München gefolgt von einem Konzert auch nicht so attraktiv erschien. Im Nachhinein kann ich sagen, dass die Prüfung auch ohne weitere Lernen am Wochenende erfolgreich gewesen wäre, aber das konnte natürlich vorher keiner wissen. So ergab sich außerdem die Möglichkeit, nicht nur den Griechen ordentlich zu verabschieden, sondern auch das Kickers-Heimspiel am Samstag gegen 1860 II zu besuchen. Nach Frühsport und Lernen ging’s dann über die Post in der Böblinger Straße – Vorhof zur Hölle, die Post da, es war unglaublich voll, wie immer und wenn ich nicht die Packstation zum Versand benutzt hätte würde ich wohl heute noch dort stehen – zum Marienplatz, wo ich Hubert und Ex-Funkelochsen Bernd traf. Ungewohnterweise ging’s dieses Mal über die Nägelestraße auf die Waldau – so ist das halt, wenn man Senioren dabei hat, da muss man sehen dass man Höhe gewinnt.
So war ich allerdings auch noch nie auf die Waldau gelaufen, ist auch ganz entspannt. Positiv zu vermerken war schon mal, dass der Kiosk (“Bei Patrick”) wieder offen hat, wobei das Eröffnungspublikum uns etwas suspekt war und wir uns gleich zum Paule begaben.
Vor dem Spiel war gegen den bisher sieglosen Tabellenvorletzten eigentlich ein klarer Sieg erwartet worden, vor den nur 2.520 Zuschauern taten sich die Kickers aber schwer und so ging’s nach einer reichlich unspektakulären ersten Halbzeit mit 0:0 in die Pause; die Kickers hatten deutlich mehr vom Spiel, 8:1 Torschüsse, aber die Bälle kamen meist dankbar auf den Keeper der Sechziger. Yilmaz hatte mit einem sehenswerten Schlenzer kurz nach der Pause das 1:0 auf dem Fuß, vor allem die Einwechslung von Pala kurze Zeit später brachte dann aber deutlich mehr Offensivdrang: Pala setzte Türpitz mit einem schönen Heber in Szene, der drehte sich und schoss flach von rechts ins linke Ecke – die verdiente Führung nach einer Stunde. Nach einem schönen Spielzug kam Pala dann auch noch selbst zum Torabschluss und machte damit den Sieg klar – auf jeden Fall ein erfolgreiches Comeback von ihm und verdiente drei Punkte für die Kickers.
Für uns ging’s dann noch kurz zum Paule auf einen Absacker, ehe es dann für die anderen zwei über Heslach zurück nach Kaltental ging, während ich mich daheim noch ein bisschen dem Skript für die Prüfung am Montag widmete – unnötigerweise, wie wir ja wissen.
Zulassungsvorausetzungen abgeschlossen
September 26th, 2011Sodele, etzetle. Mit der heutigen Prüfung bei Professor Westkämper habe ich endlich die letzte Zulassungsvoraussetzung für die Promotion abgeschlossen – selbige waren nötig, weil ich als Diplom-Informatiker(in) nicht so ohne weiteres an der Fakultät 7 – Konstruktions-, Produktions- und Fahrzeugtechnik promovieren kann. Nötig waren zwei mündliche Prüfungen und ein Journal-Paper, wie gesagt ist mit der heutigen Prüfung damit alles erledigt. Jetzt heißt es nur noch fertig schreiben und dann war’s das.
FC Barcelona – CA Osasuna 8:0 (5:0)
September 21st, 2011Dienstlicher Barcelona-Trip, was da lag da näher als endlich mal den mir kaum auf die Nerven fallenden FC Barcelona abzuhoppen? Eigentlich wollte ich den FC und Espanyol mitnehmen, allerdings wurde das Espanyol-Spiel unglücklich auf Donnerstag terminiert – naja, kann man nix machen, immerhin FCB also und am Sonntag stand ja noch ein Drittliga-Spiel auf dem Programm.
Am Samstag ging’s mit dem Flieger echt zeitig los, 6:50 ab Stuttgart, passend nach einem Skatabend, musste so natürlich kaum früh raus, netterweise hat mich Kollege Axel Axeltenschert an den Flughafen gefahren, es soll nicht umsonst gewesen sein, das Souvenir hab ich schon gekauft (der Fairness halber muss man eigentlich sagen, dass ich mich selbst an den Flughafen gefahren habe und Axel nur das Auto zurück, aber gut
). In der Stadt bin ich erstmal ins Hostel, mein Gepäck loswerden, bevor ich die Tickets abholte – a propos, 44€ als günstigste Karte für ein Spiel gegen Leichtgeweicht Osasuna, gelinde gesagt eine Unverschämtheit, aber gut, was will man machen, ein Mal musste das halt sein. Die Karten ging übrigens hoch bis glaube ich circa 170€, wohlgemerkt ambulant für ein stinknormales Ligaspiel. Immerhin ging das bestellen und abholen problemlos, danach konnte ich erst mal an den Strand, wo mir – das Glück ist mit den Dummen – mein Rucksack nicht gestohlen wurde, ungleich Kollege Alexey, dem genau das passierte, zum Glück im Unglück war nichts wichtiges drin. Danach begab ich mich auf die Suche nach einer kurzen Hose, da ich vor lauter Skatabend vergessen hatte, eine einzupacken. Das erwies sich als relativ schwierig, schlussendlich war ich aber dann doch erfolgreich, ist immer so eine Sache wenn schon die Herbstmode präsentiert wird…
Gegen 18:00 ging’s dann zum Treffen mit Alexey auf die Plaza Catalunya und von da ab zum Stadion. Per Metro ist das aus der Innenstadt problemlos erreichbar, von den verschiedenen Optionen wählten wir die zum Palau Real, so dass wir noch einen Sight auf dem Weg mitnehmen konnten. Das Stadion ist von außen jetzt kein Highlight, viel Beton, wenig Atmospähre. Die Größe kann man schon erahnen, aber von außen wirkt es nicht so mächtig wie von innen. Das sieht vom Oberrang, wo unsere Sitze waren, schon ganz anders aus, ist das doch quasi der 4. Rang. Das Camp Nou fasst 99.354 (!) Zuschauer und ist damit das größte Stadion in Europa. Trotz der Größe und der Höhe im Oberrang war die Sicht nicht schlecht; die Spieler sind natürlich etwas klein, aber gut, das war ja zu erwarten.
Tja, dann zum Spiel. Ich denke mal die Taktik von Osasuna war “kein frühes Tor kassieren und hinten sicher stehen”, was auch 5 Minuten funktionierte: flacher Pass nach innen, 1:0 Messi. Das sollte der Auftakt zu einer Demontage Osasunas sein, das tatkräftig mithalf und das 4:0 in der 40. gleich noch selbst erzielte, ehe Messi eine Minute später noch zum 5:0 vor der Pause erhöhte. Der FC konnte machen was er wollte, Osasuna hatte das Spiel wohl relativ früh abgeschrieben, bis auf Torwart Andres Fernandez, der aber natürlich alleine keine Chance hatte auch nur irgendwas zu verhindern. Am Stande 8 Kisten für Barcelona auf der Anzeigetafel, 3 Mal trafen die Blaugrana noch Aluminium – Osasuna war also mit dem 8:0 nicht mal so ganz schlecht bedient.
- Mit nagelneuer Hose
- Sonnenuntergang
- Osasuna-Fanblock
- Barca-Fanblock
- That’s all, folks!
Zur Stimmung muss ich sagen, dass die, 8:0 hin oder her, nicht besonders war. Erst mal waren nur 70.549 Zuschauer da – klar, immer noch viel, aber fast 30.000 weniger als rein passen – und dann war die Stimmung relativ mau. Fanblock gibt’s nur einen ganz kleinen, am lautesten ist die Stimmung wohl je vor der Halbzeit, wenn das Vereinslied läuft. Ansonsten ist auch klar dass man bei einem Spiel gegen Osasuna jetzt nicht die Hammerstimmung erwarten darf, da ist man in Barcelona halt auch andere Gegner gewöhnt – ist wohl auch ein Operettenpublikum. Gab halt ein bisschen La Ola und so, aber wie gesagt, alles in allem überschaubar.
Für uns ging’s nach dem Spiel noch mal auf die Rambla und für Alexey das erste Mal zum KFC, bevor’s dann für mich ins Hostel und für Alexey ins Hotel ging. War dann auch echt Zeit, denn nach dem frühen Start in den Tag war ich ganz schön gemolken.




















