Feels almost like surfing

Juni 30th, 2011

Worst. Business. Trip. Ever.

Juni 28th, 2011

Letzte Woche ging’s ja direkt nach der Rückkehr aus Frankreich – 3h nach Ankunft in Stuttgart – weiter nach Umea. Die Tatsache dass ich natürlich viel lieber noch Surfen gewesen wäre ist sicherlich ein gewichtiger Grund dafür, dass ich die Dienstreise nach Umeâ als eine der schlimmsten empfand – von 25°C, am Strand liegen und Surfen auf 15°C, herbstliches Regenwetter, Anreise am Sonntag, den ganzen Tag beim Meeting und Auslassen des Feiertages am Donnerstag ganz zu schweigen. Teilweise lag’s aber auch an Umeâ, denn ich muss schon sagen da ist der Hund begraben – gut, es waren auch Semesterferien und damit die Stadt wahrscheinlich nur zur Hälfte bewohnt.

An sich ist das Städtchen, übrigens Kulturhauptstadt 2014, ganz nett, wie ich bereits schrub war ich ja vor ein paar Jahren schon mal hier, da war’s allerdings im tiefsten Winter und dementsprechend dunkel. Dieses Mal ging die Sonne zwar unter aber es blieb hell – da fühlt man sich nachts um 01:00 noch wie um 17:00 – dumm nur, dass die Geschäfte um 18:00 schließen. Selbst die Spielhalle machte am Donnerstag schon um 23:00 Feierabend, immerhin waren wir aber früh am Abend schon eine Runde Flippern. Der Minigolfplatz war leider wegen schlechten Wetters geschlossen und am Freitag fuhren dann zwar alle Busse, nicht aber der Flybuss zum Flughafen – das soll mal einer verstehen. Die Flugverbindung war dann auch nicht gerade Vergnügungssteuerpflichtig ;) , mit Zwischenstops in Kopenhagen und Stockholm.


Immerhin verheißungsvoller Auftakt


Mumins! Flughafen Kopenhagen


Leicht tot


Rathaus


Kulturhauptstadt-Logo


Nette Wohnlage


Beim Geocachen


Auch am Bahnhof wenig los


Unvermeidlich


Döbelns Park, Büste von Wilhelm Peterson-Berger


Nachts um kurz vor 01:00

Lied des Tages: “Watch the World” von Box Car Racer

Juni 28th, 2011

Lyrics:
I watched the smoke, as it grew darker and blew up through the roof
I watched the fed, saw them panic, as the fire grew
I saw Virginia, get rid of Langley, and its secrets too
I held your hand, and sat there knowing, that we’d make it through

I saw this man disposed of hunger and soap operas too
I saw this field, that grew perfection, full of things you do
I saw this box, get rid of heartache and cure cancer too
When I awoke I sat there hoping, this is what we’ll do

If we can, we will leave a letter and this song for you
And we’ll write once a day and float it through the sea to you
We’ll regret all those things we thought of but didn’t ever do

If we can we will leave a letter and this song for you
And we’ll write once a day and float it through the sea to you
We’ll regret all those things we thought of but didn’t ever do
When the sky seems to clear who will then be left, but a few, me and you

Wie die Herren so die Damen

Juni 28th, 2011

Das Problem der Englischen Herren-Nationalmannschaft, halbwegs qualifizierte Torhüter zu finden, ist ja altbekannt, man denke nur an die Kollegen David Seamann und David “Calamity” James. Bei den Damen sieht das ganze anscheinend ähnlich aus, wahrscheinlich hat sich Frau Bardsley wie weiland David Seamann lieber gerade einen Dutt geknotet als sich auf den ankommenden Schuss vorzubereiten:

Und nein, ich schaue nach wie vor eigentlich keinen Frauenfußball, außer den zwanzig Minuten Deutschland-Kanada, die mich nur in meiner Meinung bestärkt haben, dass das selbst mit Sommermärchen nichts für mich ist.

Projekt 52.2011.16: Ulrich Ritzel – Beifang

Juni 26th, 2011

Mal völlig außerhalb der Reihe der üblichen Verdächtigen, Ulrich Ritzels Beifang. Ritzel, 1940 in Pforzheim geboren, war lange Zeit Journalist und lebt seit einigen Jahren als freier Schriftsteller in Süddeutschland beziehungsweise der Schweiz; Ritzels Romane spielen meist in Süddeutschland, so auch Beifang, ein Geburtstagsgeschenk von Hubert.

Die Hauptgeschichte in Beifang ist der Mord an einer jungen Frau, die angeblich von ihrem Ehemann, einem Bundeswehrsoldaten, ermordet wurde. Der ehemalige Polizist Berndorf, jetzt als Detektiv tätig, wurde von Rechtsanwalt Eisholm beauftragt, den Zeugen zu entlasten, kommt allerdings nicht dazu sich mit seinem Auftraggeber wirklich zu verständigen, denn dieser im Ulmer Hauptbahnhof vor einen Zug gestoßen. Hartnäckig und mit seinen eigenen Methoden forscht Berndorf zusammen mit der neuen Anwältin des Angeklagten weiter nach; ein Schmuckstück, dass die ermordete Frau trug, erweist sich dabei als äußerst interessant, denn es ist ein jüdischer Hochzeitsring. Dieser steht im Bezug zum jüdischen Altersheim Herrlingen, dessen Bewohner im Dritten Reich ermordet wurden. Berndorf deckt in seinen Ermittlungen nicht nur zweifelhaftes Verhalten des lokalen Energieriesen – eine leicht verschleierte Anspielung auf die EnBW – sondern auch der Politik, namentlich der Regierungspartei auf, ebenso eine alte Feindschaft zwischen dem Ermordeten Rechtsanwalt Eisholm und dem vorsitzenden Richter Veesendonk.

Beifang ist ein sehr schön geschriebenes Buch das in einer vertrackten Geschichte viele Anspielungen auf aktuelle politische Zustände macht aber auch einen Bezug zur Geschichte Baden-Württembergs im Dritten Reich herstellt. Einige Entwicklungen in den Beziehungen zwischen den handelnden Figuren fand ich arg sprunghaft und wenig motiviert, aber alles in allem ist es ein gutes Buch, dass auch die Schilderung der Örtlichkeiten nicht übertreibt, sowas passiert bei Büchern die sich sehr auf ihren Handlungsort beziehen ja durchaus öfter.