Ein patent(iert)er Kerl
Es ist vollbracht – seit gestern bin ich stolzer Inhaber des Bodenseeschifferpatents und damit quasi auch des Sportbootführerscheins Binnen, denn in diesen kann ich das BSSP umschreiben lassen. Letzten Samstag ging es mit dem Kurs los und im Gegensatz zum Anfängerkurs herrschte gleich ordentlich Wind. Dazu waren wir bis Montag nur zu viert auf dem Boot, so dass viel Zeit zum üben blieb. Ab Montag ging’s dann halbtagsweise mit Motor- und Segelboot weiter, gegen Mitte der Woche wurde dann leider der Wind aber etwas arg flau, so dass das Manöverkreis und Rettungsmanöver fahren doch etwas zäh wurde. Jedenfalls hatte ich am Donnerstag dann echt genug, jeden Tag 7 Stunden auf dem See ist schon echt anstrengend. Freitag früh war dann Prüfung, ich durfte beim Segeln als erster ran – also klarmachen zum ablegen, ablegen, aus dem Hafen fahren, Segel setzen und los – und beeindruckte gleich durch meine zackige Kommandosprache (KLAR BEI VORLEINE? KLAR BEI SPRING?) so, dass der Prüfer gleich zum Nachbarboot sagte, dass so laut die Kommandos sein müssen, er war gleich begeistert.
Der Rest war dann beim Segeln echt schnell abgefrühstückt, wobei ich als erster um halb acht noch Glück mit dem Wind hatte, danach wurde er immer schwächer. Bei den anderen beiden ging’s aber auch grad noch und mit mehr oder weniger kleinen Patzern hatten wir dann alle drei relativ schnell die Segelpraxis erledigt, wobei es bei mir bis auf einen Nahezuaufschießer eigentlich fehlerfrei lief.
Danach hieß es erst mal warten, bevor es auf’s Motorboot, ging. Das vorher souverän gelöste Anlegen am Steg wollte nicht so ganz, war aber noch okay, so dass ich nach drei Manövern auch erst mal fertig war. Danach ging’s noch raus, Rettungsmanöver fahren, dann noch eine Peilung machen und das war’s. Eigentlich recht einfach, aber vorher war ich echt nervös. Es waren jedenfalls auch zwei sehr nette Prüfer, da gibt’s echt keinen Grund zur Klage. Ein dickes Lob noch an unsere Lehrer Ellmar (Segeln) und Thilo (Motorboot), die uns wirklich alles ordentlich eingepaukt haben, ohne dabei den nötigen Humor vermissen zu lassen, ich denke da nur an unsere Prinzipien “denken, lenken, Gas geben” und “immer dazwischen”.
Nicht zu vergessen Roberto, der den Grundkurs auch super gestaltet hatte. Nach Anfänger- und Praxiskurs kann ich nur sagen, dass ich Wassersport Schattmaier uneingeschränkt empfehlen kann, alles total nette Leute und eine super Ausbildung, jetzt habe ich also die Lizenz zum Üben.
Tags: Allgemeines, Bodensee, Motorboot, Segeln
23. August 2010 um 16:15
*proud*!!!!!!!