FC Bayern München – SpVgg Greuther Fürth 6:2 (1:2)

Das gestrige Doktorandenseminar in Bad Boll musste ich leider vor den letzten zwei Vorträgen verlassen, sonst wäre das nix mit dem Pokalspiel geworden – 19:00 Anpfiff ist halt immer etwas früh, dafür ist man wenigstens halbwegs zeitig daheim. Gegen 15:00 machte ich mich also auf den Weg, immerhin war ich ja quasi schon am normalen Treffpunkt am Aichelberg, auch wenn ich dieses Mal alleine fuhr. Dank klirrender Kälte ging die Wischwasch irgendwann nicht mehr, also kippte ich einen Liter Spiritus hinterher als ich mir zwecks Bekämpfung der Müdigkeit sowieso einen Kaffee wichtelte. Half aber auch nix, aber im hellen ist das ja nur halb so schlimm. Eigentlich war ich auch gut in der Zeit, aber dank mehr oder weniger heftiger Schneefälle war ich dann gerade rechtzeitig am Stadion, um kurz nach 18:00 meine zweite Karte zu verkaufen. Dann flugs rein und eine halbe Stunde vor Anpfiff in den Block, wo ich gleich merkte dass meine neuen Thermosohlen gar unfain sind und wesentlich schlechter als die alten, denn bereits nach 5 Minuten hatte ich eiskalte Füße – und das für die nächsten 130 Minuten, tolle Aussicht.

Bei Schneetreiben und wenig Betrieb – 53.500 Zuschauern – ging’s eigentlich nach Maß los: quasi sofort und mit der ersten Chance das 1:0. Das war’s dann aber auch von Bayern in der ersten Hälfte. Völlig zerfahren mit einer Milliarde Fehlpässen ging gar nix mehr und das 1:2 für Fürth nahm ich zwar nur ungern hin, aber es war zu diesem Zeitpunkt mehr als verdient, es hätte durchaus höher stehen können. In der Halbzeit muss van Gaal die Spieler ordentlich geföhnt haben, denn die Bayern kamen aus der Kabine und machten gleich Druck. Einen glücklichen, aber nicht unberechtigter Elfmeter zimmerte Robben dermaßen hart in die Mitte, dass er von Lobué ins Tor ging. Der für den indisponierten Tymoshchuck eingewechselte Alaba machte gleich Alarm, setzte nach und ermöglichte Ribéry das 3:2. Danach ging’s munter weiter und mehr oder weniger unverdient am Ende 6:2 aus – immerhin fielen bis auf das 1:0 alle anderen sieben Tore auf Südkurve, so dass ich beste Sicht hatte. Mehr oder weniger versöhnt begab ich mich nach dem Spiel erstmal auf die Toilette, wo ich – unglaublicher Zufall – Gero-Björn traf, mit dem ich auf dem Weg zur U-Bahn eine Runde plauschte.

Danach ging’s mit zumindest temporär freier Wischwasch nach Hause, allerdings hielt die Freude nicht lange, denn irgendwann war seltsamerweise wieder Schluss mit dem Waschwasser. Zum guten Glück meinten die ganzen Trottel auf der A8, dass Tempo 60 ausreicht – sollen sie halt zu Hause bleiben, wenn sie sich nicht trauen, schneller zu fahren, 100 waren schon ungefährlich drin. Bei meine Burger King-Stop in Seligweiler war dann so viel los, dass ich unverrichteter Dinge zornig weiter fahren musste, weil ich nicht 20 Minuten anstehen wollte. Trotz Schneefall war ich dann um kurz nach zwölf wieder in Heslach und fand auch einen akzeptablen Parkplatz in der Benckendorffstraße. Immerhin Halbfinale also, auch wenn mit dem Auswärtsspiel in Schalke wohl meine Serie an besuchten Pokalspielen diese Saison ein Ende nehmen wird.

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Eine Antwort zu “FC Bayern München – SpVgg Greuther Fürth 6:2 (1:2)”

  1. Daniel sagt:

    sehnsüchtig erwarte ich den spielbericht über den furiosen sieg der bayern gegen dortmund…

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