FC Bayern München – 1899 Hoffenheim 2:0 (1:0)
Nach kurzer Winterpause gab’s gleich das nächste Bayern-Heimspiel zum Rückrunden-Auftakt, zu dem ausgerechnet meine Lieblingsmannschaft Hoffenheim gastierte. Dank winterlicher Verhältnisse und Freitagabendspiel – hatte früher nicht immer der Meister beide Runden-Auftaktspiele bestritten? – war der Andrang eher gering, so dass ich meine anderweitig nicht an den Mann gebrachte Karte deutlich unter Wert verkaufen musste.
Danach ging’s mit Kollege Claus in den Oberrang, von wo aus wir ein munteres Spiel beginnen sahen, dass im wesentlichen die Hoffenheimer bestimmten – ballsicher und passgenau, dafür auch äußerst rüde im Körpereinsatz und mit Glück dass Schiri Kinhöfer wohl nicht die Spendierhose anhatte und seine Karten lieber einstecken ließ. Die einzige echte Chance in Halbzeit eins verwandelte der vor der Winterpause noch äußert unglücklich (zum Beispiel ein Eigentor (Scorer- und Torpunkt) Hertha) agierende Demichelis zum nicht unverdienten 1:0, denn nach dem Anfangsschwung der Gäste spielte Bayern stärker und kontrollierte das Spiel.
Zur Halbzeit wechselte Rangnick den Gelb-Rot-gefährdeten Vukcevic aus – Glück gehabt, der hätte auch schon vor der Halbzeit duschen gehen können, aber da war ja noch die Sache mit den Spendierhosen. Hoffenheim war jetzt erstmal abgemeldet, Bayern spielte sich schöne Chancen heraus, allein die Verwertung fand nicht statt. Gomez scheiterte nach Konter und tollem Pass von Robben an Hildebrand und wenn die Bayern sich nicht auf den Füßen standen hielt ebendieser die Hoffenheimer im Spiel. Die einzige Chance in Halbzeit zwei hätte dann fast den Ausgleich gebracht, als Ba einen Maicosuel-Freistoß nicht richtig erwischte und Butt gerade noch klären konnte. Das war’s aber von Hoffenheim und die Bayern machten dann doch noch alles klar: Joker Klose stach in der 86. Minute, Gomez war das Glück nicht hold und sein schöner Schuss unter Hildebrand durch sprang vom Pfosten weg.
Auch wenn nicht alles Licht war – vor allem viele Fehlpässe in Halbzeit eins, teilweise haarsträubend leichtsinnig (vor allem von van Bommel), leichtes Ballvertändeln (Schweinsteiger) und zu wenig Einsatz -, trotzdem ein gutes Spiel das leicht 4:0 (oder auch 1:1) ausgehen hätte können. Die Hoffenheimer waren auf jeden Fall technisch stark und nur äußert schwer vom Ball zu trennen – bleibt zu hoffen dass sie nächste Woche gegen Leverkusen mehr Erfolg haben.
P.S.: Hinfahrt lau (3:30 ab Aichelberg), Rückfahrt angenehm (2:20 bis daheim).
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