Eintracht Frankfurt – FC Bayern München 0:4 (0:3)
Der Trip zum Auswärtsspiel nach Frankfurt nahm eigentlich einen eher schlechten Anfang, da ich unfähig war, den Treffpunkt mit Claus in Feuerbach zu finden. Eigentlich war ich schon richtig gewesen, nur etwa 150m falsch; mein anschließender Versuch, doch noch an den passenden Ort zu kommen, führte dazu, dass ich dann ganz falsch war. Naja, so kam Claus dann halt zu mir, was ungefähr 20 Minuten Verspätung zur Folge hatte, aber wir waren ja früh genug. Verkehr war nicht sonderlich viel, trotz der Tatsache, dass wir in den Berufsverkehr kamen, so dass wir zeitig in Frankfurt waren und in Laufdistanz zum Stadion parken konnten.
Auf dem Weg zum Stadion gönnten wir uns noch eine Kleinigkeit zu Essen und zu Trinken, bevor wir zeitig nicht ganz eine Stunde vor Anpfiff im Block waren – ist bei einem Stehplatz ja sowieso kein Fehler, früh da zu sein. Das Stadion füllte sich erstaunlich langsam, so dass man noch einen guten Blick auf den “Frankfurt”-Schriftzug der Choreographie im Oberrang hatte; der Bayern-Block im Unterrang begann so eine halbe Stunde vor Anpfiff voll zu werden.
Ganz ehrlich hatte ich mich auf einen ordentlichen Pokalfight eingestellt. Die Frankfurter zeigten erstmal eine echt ordentliche Choreographie, danach wurde es gleich richtig laut. Schon krass, da wird immer von Dortmund und Schalke von wegen toller Stimmung gesprochen, aber ich muss sagen dass ich Frankfurt für eines der Stadien mit dem besten Support in der Bundesliga halte. Wie auch immer, die Versprechungen von Michael Skibbe, Frankfurt werde anders auftreten als am Samstag vorher in München stimmte nur bedingt. Zu Beginn gab es noch eine Frankfurter Offensive, die allerdings im wesentlichen nach einer Flanke schon beendet war. Nach schönem Pass von van Bommel lupfte Klose über den heute erstaunlich schlecht aussehenden Nikolov zum 0:1 ein. Eine Viertel Stunde später war das Spiel dann eigentlich schon durch, nachdem Müller einmal nach engagierter Vorarbeit für Klose aufgelegt hatte und der sich revanchierte und für Müller vor’s leere Tor ablegte – 0:3. Die Frankfurter waren in allen Belangen bedient, so dass auch der Support erstmal kaum erwähnenswert war – im Gegensatz zum Bayern-Block, der natürlich bester Stimmung war.
In der zweiten Halbzeit durfte Problembär Toni – natürlich nach Vorarbeit von Müller – auch noch sein erstes Saisontor machen, dann war das Spiel gelaufen. Die Bayern verständlicherweise ohne viel Zug nach vorne, Frankfurt wollte wohl ein absolutes Debakel vermeiden (die höchste Pokal-Heimniederlage war’s auch so schon). Selbst als Butt den Ball an Liberopoulos verlor, war dieser nicht in der Lage, noch ein Tor für Frankfurt zu erzielen. Meiner Ansicht nach hat Müller heute den Unterschied gemacht – engagiert, keinen Ball verloren gegeben, zwei Tore aufgelegt und zur Belohnung noch eines selbst gemacht – chapeau! Toni eher grenzwertig, viel in Fouls verstrickt, wenig gute Szenen – außerhalb vom 16er kann er mit dem Ball halt doch nicht so viel anfangen. Schweinsteiger unauffällig, wenig Impulse nach vorne – wird auch nicht besser bei ihm. Braafheid scheint leider auch nicht der gewünscht starke Außenverteidiger zu sein, auch er hat zu wenig Impuls nach vorne, geht kaum mal ein 1:1 und scheint an sich auch kein sonderlich gutes Auge für das Spiel zu haben.
Sei’s drum, an so einem Abend ist das ja alles egal. Eine Runde weiter, wo sich jetzt langsam die starken Gegner sammeln – Bremen, Hoffenheim, Schalke. Dazu noch Fürth, Augsburg, Osnabrück und Köln, schauen wir mal gegen wen’s dann im Februar geht.
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Tags: Bayern München, Commerzbank-Arena, DFB-Pokal, Eintracht Frankfurt, Fußball

02. November 2009 um 22:42
[...] dem 0:4-Erfolg im Pokal in Frankfurt hatte ich mir vor dem Gastspiel beim VfB schon etwas mehr als ein Unentschieden erhofft – [...]