FC Nöttingen – Stuttgarter Kickers II 4:2 (1:2)
Vergangenen Freitag war ich sowieso auf dem Weg Richtung Basel, da bot es sich an das vorverlegte Auswärtsspiel der Kickers II beim FC Nöttingen mitzunehmen, zumal der Eintritt noch frei war. Flugs ging’s nach der Arbeit noch Heim, wählen, dann Richtung Westen auf der A8. Nöttingen, ein Ortsteil von Remchingen, liegt ziemlich genau zwischen Pforzheim und Karlsruhe ist von Stuttgart aus in knapp 50 Minuten zu erreichen.
Der FC trägt seine Spiele im Panoramastadion aus, das 3.800 Zuschauern Platz bietet. Im wesentlichen hat es Oberliga-Charme, von den Stufen auf der Gegentribüne hat man aber eine echt gute Sicht auf das Spielfeld. Auf der Haupttribünenseite befindet sich das Vereinsheim, von wo aus die VIPs das Spiel verfolgen können.
Alles in allem ein nettes Stadion und relativ neu für Oberliga-Verhältnisse. Der Kiosk und die Toiletten, die sich auf der Gegengeraden-Seite befinden, sind auch ordentlich.
Im wesentlichen ging’s im Spiel ja um nichts mehr, auch wenn die Kickers einen neuen Oberliga-Punkterekord aufstellen hätten können. Nach lauem Beginn ging Nöttingen nach nicht ganz einer viertel Stunde in Führung, die die Kickers durch Mijo Tunjic noch vor der Pause drehen konnten. In der Pause wurde ich dann von einem der mitgereisten Kickers-Ultras (ich war glaube ich einer von zwei Menschen mit Kickers-Trikot im Stadion, an sich quasi keine Gästefans und als Ultra trägt man wohl eher schwarze Kapuze und so) angesprochen: “Sind Sie aus Stuttgart?” und “Gehen Sie auch zu den Heimspielen?”. Cute, ich wusste gar nicht, dass ich so alt aussehe. Vielleicht lag’s aber auch an meiner Kappe, die mir den nötigen Härtegrad verlieh.
Zu Gute halten muss ich den Ultras, dass sie immerhin am Ende etwas Stimmung gemacht haben – als einzige im Stadion. Unglücklich, dass just in dieser Phase Nöttingen zwei Konter fuhr und den Kickers noch zwei Tore einschenkte – den Ausgleich hatte Bediako schon in der 56. Minute besorgt.
Ärgerlich, dass man sich in der zweiten Halbzeit noch drei Tore einschenken lässt, aber was soll’s, wenn’s um nichts mehr geht. Mit dem siebten Platz in der Oberliga hat das U23-Team eine deutlich bessere Leistung gezeigt als die 1. Mannschaft – mal sehen wie sie den Verlust von einigen Spielern, die in die 1. Mannschaft aufrücken, verkraften können.
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