Panathinaikos Athen – PAOK Saloniki 3:0 (0:0)
Bekanntermaßen war ich ja gestern meinen Länderpunkt Griechenland kreuzen, im Athener Olympiastadion gab’s Panathinaikos gegen PAOK Saloniki. Oder, wie ich’s mittlerweile auch lesen kann, Παναθηναϊκός gegen Π.Α.Ο.Κ Σαλονίκη
.
Anfahrt
Easy as pie – in die grüne Linie nach Kifisias steigen und in Iniri (“Olympic Complex”) wieder raus -, zumindest im Prinzip. Mein Problem war, dass ich nach dem einchecken im Hostel erstmal Richtung Plaka gewatschelt bin; auf dem Weg dahin habe ich mich auch kaum verlaufen und war wohl in den Schatten Athens unterwegs, wo mir gleich mal ein zwielichtiger Mensch Haschisch andrehen wollten. Gut, das war aber nicht das Problem, denn am Ende kam ich doch an der Metrostation Monastiraki raus. Da ich noch Zeit hatte, dachte ich mir ich watschel noch eine Station weiter nach Westen – allerdings war an dieser Station am Wochenende wegen Gleisarbeiten kein Zug unterwegs und die Grüne Linie fuhr erst ab Omonia Richtung Kifisias. Also doch wieder nach Monastiraki, mit der Blauen zum Syntagma-Platz, dann mit der Roten nach Omonia und rein in die Grüne, die seltsamerweise vom falschen Gleis abfuhr. Da aber einige PAOK-Fans im Zug waren, alles kein Problem.
Am Stadion wunderte ich mich erstmal, da ich keinen Ticket-Schalter fand – hätte ja sein können, dass Griechen per se kein Ticket am Spieltag verkaufen, aber nichts dergleichen. Der Ticket-Schalter befindet sich im wesentlichen am anderen Ende vom Stadion, wenn man von der Bahn kommt. 25€ für ein Oberrang-Ticket, durchaus akzeptabel.
Stadion
Wie Olympiastadien das so an sich haben ist auch das Athener ein Multi-Funktionsstadion, sprich mit Laufbahn. Ansonsten recht klassisch mit zwei Rängen, wobei der Oberrang etwas weiter nach hinten gezogen ist. Die Dachkonstruktion dagegen ist recht interessant (natürlich nichts spektakuläres, wenn man das Oly gewohnt ist
) und mit 25.000 m² Fläche ist es das größte Polykarbonatdach der Welt – ist doch auch was. Insgesamt hat das Stadion eine Zuschauerkapizät von 71.030 Sitzplätzen, die aber bei weitem nicht ausgefüllt waren.
Der Oberrang war zur Hälfte gesperrt, die Seite auf der ich war, war allerdings ganz gut gefüllt. Der Unterrang war komplett offen, im Schnitt aber nicht mal halbvoll. Trotz der geringen Zuschauermenge insgesamt und der nicht unbedingt vorteilhaften Architektur schaffte es der volle Fanblock, eine sehr gute Stimmung zu zaubern – Hut ab. Pyrotechnik gab’s auch zu hauf, was mich ja immer schnell begeistert.
Spiel
Panathinaikos gegen PAOK war ein echtes Top-Spiel, 3. gegen 2. Wirklich interessant ist wohl auch nur dieser Platz, denn Olympiakos, momentaner Spitzenreiter, hat schon 12 Punkte Vorsprung. Die erste Halbzeit war recht ordentlich – von Panathinaikos, die sich mehr und mehr gute Chancen erspielten, allerdings nicht zum Tor kamen. Von PAOK war im Prinzip gar nichts zu sehen, außer einigen Entlastungsangriffen.
Nach der Pause ging’s eigentlich weiter wie bisher, nur dass Panathinaikos die Effektivität erhöhte: drei Tore innerhalb von 10 Minuten entschieden das Spiel zu Gunsten Panathinaikos. Kurioserweise waren alle drei Kopfballtore: das erste nach einer Ecke, das zweite nach einem Freistoß, das dritte aus dem Spiel heraus. PAOK war dann erledigt und es wollte nichts mehr gelingen, Panathinaikos spielte das Spiel souverän nach Hause.
Nach dem Spiel
Nach dem Spiel war’s ja jetzt doch nicht ganz so zeitig wie erwartet, denn Anpfiff war wie gesagt ja erst um 19:00 Ortszeit. Ich nahm die Grüne Linie bis Omonia, tappte ungefähr 7 Mal um den Platz, bis ich etwas mir genehmes zu essen fand und machte mich meiner Verpflegung ins Hotel. Schnell noch an der Rezeption den W-LAN-Schlüssel besorgt und kurz mit dem Concierge über die Bundesliga geplaudert, dann konnte ich mir auf dem Zimmer immerhin noch die freudige Nachricht des Bayern-Sieges über Dortmund (sorry, Nina, immerhin nicht so demütigend wie letztes Jahr
) anschauen und sogar die Tore schon im Netz sehen.
P.S.: Alle Bilder gibt’s jetzt in der Galerie.
Tags: Athen, Fußball, Griechenland, Groundhopping, Olympiastadion Athen, Panathinaikos Athen, PAOK Saloniki



09. Februar 2009 um 14:32
Komm Du mir mal nach Hause, Freundchen!
09. Februar 2009 um 16:58
Würde ich ja gerne, wenn du mal Zeit für mich hättest.
Und ein Ticker wäre auch nett gewesen.
24. Februar 2009 um 11:46
he du nase, hast keine ahnung von griechenland+Athen..und wieso schreibst du keine zeile über die Paok-Fans ?? geh nach haus und iss deine Bayern-wurst..kotz..kotz..
02. März 2009 um 21:28
Ich würde ja nach Hause gehen, wenn ich da nicht sowieso schon wäre. Ansonsten habe ich nie behauptet, dass ich Griechenland- oder Athen-Experte wäre, aber wo man keine PAOK-Fans sieht kann man auch nicht über sie schreiben.
24. Oktober 2009 um 09:32
[...] habe, allerdings war das nicht ganz offensichtlich. Erstmal muss ich sagen, dass ich aus meinen Fehlern gelernt habe und mich jetzt “Meister Zeitverschiebung” nennen dürfen [...]