Projekt 52.2008.23: Philip K. Dick – The Man in the High Castle

The Man in the High Castle (dt. “Das Orakel vom Berge”) ist eine Alternativweltgeschichte von Philip K. Dick, die im Jahr 1962 spielt, dem gleichen Jahr in dem sie auch veröffentlicht wurde. Das Deutsche Reich hat zusammen mit Japan den Zweiten Weltkrieg gewonnen und die USA sind besetzt – die Westküste bilden die “Pacifc States of America”, die von den Japanern besetzt sind, während die Ostküste vom Deutschen Reich besetzt ist, im Mittelwesten gibt es die neutralen “Rockie Mountain States”.

Den Krieg haben die USA verloren, weil Roosevelt 1933 ermordet wurde und es den New Deal nie gegeben hat; so hatten die USA den Achsenmächten nichts entgegenzusetzen. Deutschland ist technisch den Japanern weit voraus, leidet aber unter der Ausrottungspolitik, die nicht nur Juden und Osteuropäer betraf, sondern auch auf ganz Afrika ausgeweitet wurde, wo die gesamte indigene Bevölkerung ausgerottet werden soll. Um noch mehr Lebensraum zu bekommen, wurde das Mittelmeer trocken gelegt und besiedelt. Wie gesagt, technisch sind die Deutschen die am weitesten fortgeschrittene Nation und betreiben Weltraumforschung und Raketenflüge auch auf der Erde. Italien ist, trotz des Sieges der Achse, quasi unbedeutend und Japan ist die einzig andere Großmacht – technisch allerdings rückständig, moralisch und ethisch den Deutschen aber sehr, sehr weit voraus. In Deutschland ist Martin Bormann Reichskanzler, der aber im Verlauf des Buches stirbt; um seine Nachfolge entbrennt ein Machtkampf, denn Goebbels erst einmal für sich entscheiden kann. Vor diesem Hintergrund spielt die Handlung im wesentlichen in San Francisco und in den Rockies, wo verschiedene Charaktere aufeinander treffen – Deutsche, Japaner, Amerikaner und Italiener.

The Man in the High Castle behandelt viele verschiedene Themen durch die Erlebnisse der Charaktere, wie zum Beispiel Gerechtigkeit und Verfolgung (die Nazis verfolgen überlebende Juden), den Zusammenhang von Geschlecht und Macht, kulturelle Identität und allgemein die Effekte von Rassismus und Faschismus. Für viele Kritiker gilt The Man in the High Castle als bestes Werk Dicks, er erhielt dafür auch den Hugo Award für den besten Roman. Ich fand das Buch sehr gut, auch wenn ich das Ende etwas seltsam finde, wobei ich die eigentliche Überraschung nicht verraten möchte. Für mich 9 von 10 Punkten.

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Eine Antwort zu “Projekt 52.2008.23: Philip K. Dick – The Man in the High Castle”

  1. ?- bimberstube(rocks).» Blogarchiv » Wort der Woche, Kalenderwoche 32/2008: Adstringens sagt:

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