The Man in the High Castle (dt. “Das Orakel vom Berge”) ist eine Alternativweltgeschichte von Philip K. Dick, die im Jahr 1962 spielt, dem gleichen Jahr in dem sie auch veröffentlicht wurde. Das Deutsche Reich hat zusammen mit Japan den Zweiten Weltkrieg gewonnen und die USA sind besetzt – die Westküste bilden die “Pacifc States of America”, die von den Japanern besetzt sind, während die Ostküste vom Deutschen Reich besetzt ist, im Mittelwesten gibt es die neutralen “Rockie Mountain States”.
Den Krieg haben die USA verloren, weil Roosevelt 1933 ermordet wurde und es den New Deal nie gegeben hat; so hatten die USA den Achsenmächten nichts entgegenzusetzen. Deutschland ist technisch den Japanern weit voraus, leidet aber unter der Ausrottungspolitik, die nicht nur Juden und Osteuropäer betraf, sondern auch auf ganz Afrika ausgeweitet wurde, wo die gesamte indigene Bevölkerung ausgerottet werden soll. Um noch mehr Lebensraum zu bekommen, wurde das Mittelmeer trocken gelegt und besiedelt. Wie gesagt, technisch sind die Deutschen die am weitesten fortgeschrittene Nation und betreiben Weltraumforschung und Raketenflüge auch auf der Erde. Italien ist, trotz des Sieges der Achse, quasi unbedeutend und Japan ist die einzig andere Großmacht – technisch allerdings rückständig, moralisch und ethisch den Deutschen aber sehr, sehr weit voraus. In Deutschland ist Martin Bormann Reichskanzler, der aber im Verlauf des Buches stirbt; um seine Nachfolge entbrennt ein Machtkampf, denn Goebbels erst einmal für sich entscheiden kann. Vor diesem Hintergrund spielt die Handlung im wesentlichen in San Francisco und in den Rockies, wo verschiedene Charaktere aufeinander treffen – Deutsche, Japaner, Amerikaner und Italiener.
The Man in the High Castle behandelt viele verschiedene Themen durch die Erlebnisse der Charaktere, wie zum Beispiel Gerechtigkeit und Verfolgung (die Nazis verfolgen überlebende Juden), den Zusammenhang von Geschlecht und Macht, kulturelle Identität und allgemein die Effekte von Rassismus und Faschismus. Für viele Kritiker gilt The Man in the High Castle als bestes Werk Dicks, er erhielt dafür auch den Hugo Award für den besten Roman. Ich fand das Buch sehr gut, auch wenn ich das Ende etwas seltsam finde, wobei ich die eigentliche Überraschung nicht verraten möchte. Für mich 9 von 10 Punkten.
Am Sonntag sollte es nach samstäglichen Sportprogramm eigentlich nur zum UI-Cup-Spiel VfB-Saturn Ramenskoje gehen, aber sowas lässt sich ja trefflich mit Sightseeing kombinieren. Zum angepeilten Ausflug auf den Württemberg fehlte leider die Zeit, denn der Noch-Bittenfelder Axel Axeltenschert hat nur wenige Möglichkeiten, in die Stadt zu fahren. So ging es dann, mit eben jenem Turm-Besichtigungs-Buddy, alternativ zum Burgholzhofturm und in eine Ecke von der Stuttgart, in der wir beide noch nicht warten. Die Aussicht ist deutlich anders als auf dem Bismarckturm, da man viel weiter am Neckar entlang schauen kann, also nach Cannstatt und bis Esslingen. Und da der Turm kostenlos begehbar ist, kann man auf jeden Fall mal hinschauen.
Nach einem gekühlten Wegzäpfle auf dem Turm ging’s Richtung Cannstatt und über den Wilhelmsplatz und ein leckeres Eis zum Stadion. Karten gab’s – bei am Ende stolzen 12.600 Zuschauern – natürlich in Massen. Es war sogar soviel Andrang, dass die Untertürkheimer Kurve gar nicht geöffnet war. Im Stadion durften wir dann erstmal feststellen, dass es nur alkoholfreies Bier gab – an Herrn Kübert war somit also kein Geld zu verdienen.
Das Spiel, meine Saisoneröffnung und Axels erster Besuch im Gottlieb-Daimler-Stadion der Mercedes-Benz-Arena, war eher durchwachsen, was aber auch nicht anders zu erwarten war. Die erste viertel Stunde kämpfte ich im wesentlichen gegen das einschlafen, danach ging’s aber. Der VfB tat sich jedoch schwer gegen defensiv stehende Russen, kam aber nicht unverdient durch einen schönen Freistoß von Simak in der 83. Minute zum 1:0 und folglich ging’s in die Verlängerung.
Dort avancierte gerade der bisher wenig erfolgreiche Ciprian Marica – 2 Tore in 28 Bundesligaspielen für den VfB letztes Jahr – zum Matchwinner. Erst köpfte er eine schöne Flanke von Hilbert von der Grundlinie ein, dann drückte er einen Ball, den die Russen nach einer Ecke von Khedira nicht klären konnten, zum 3:0-Endstand über die Linie.
Alle drei Tore
Danach ging’s über den Wilhelmsplatz zum Brunnen-Wirt, wo es klassisch Curry Spezial und Pommes Schranke gab. Mit Schrecken mussten wir allerdings feststellen, dass das Hefe dort 3,60€ kostet – nächstes Mal also doch wieder nur Imbiss.
Nachdem ich demletzt mit Hubert an der Miniramp an der Sport-Uni war und ihm beim Fahren zugeschaut habe, war ich doch heiß, mir mal wieder ein Skateboard zuzulegen. Mit Hubert habe ich ja einen kompetenten Skater als Berater und seinem Rat folgend habe ich mich dann für ein ordentliches Board entschieden, nicht so ein lummeliges 30-Euro-Teil von eBay wie das letzte Mal als ich eins hatte. Bei den netten Leuten von …ing-direct habe ich dann das Woirld Industries “Wet Willy Komplettpaket” inklusive Rucksack bestellt.
Und nach wie vor kann ich natürlich gar nix, mein erster Ollie-Versuch war mal wieder mehr als deprimierend – zwei Linke Füße halt. Heute war ich dann mit Hubert in der Miniramp und das war für’s erste Mal echt zufriedenstellend. Mal sehen wie sich das über den Rest vom Sommer entwickelt.
Ein neues Jahr, eine neue Mitgliedsnummer: diese Jahr ist es die 74787, also immerhin 2828 Nummer weniger als die 77615 von letztem Jahr, aber um knapp 900 Nummern weniger nach unten gerutscht als im Jahr vorher.
Und was macht man mit seiner neuen Mitgliedskarte? Zum VfB-Spiel gegen Saturn Ramenskoje gehen…
Mit Kolumbarium bezeichnet man heutzutage ein Gebäude, in dem Urnen aufbewahrt werden. Ursprünglich kommt der Begriff vom lateinischen columbiarum, Taubenschlag: wegen der Ähnlichkeit der einzelnen Verschläge mit den übereinander angebrachten Nischen zur Aufnahme von Urnen wurde Begriff im alten Rom dann auch für Grabkammern verwendet.