Projekt 52.2008.17: Orson Scott Card – Ender’s Game
Ender’s Game (dt. Das große Spiel) ist ein Science-Fiction-Roman von Orson Scott Card. Der Roman spielt in einer Zukunft, in der die Menschheit schon zwei Mal von Außerirdischen, den “buggers” angegriffen wurde. Um zu verhindern dass die Menschheit die wahrscheinlich entscheidende dritte Schlacht verliert, wurde ein Auslese-System geschaffen, mit dessen Hilfe ein genialer militärischer Oberbefehlshaber ausgebildet werden soll. Die Ausbildung geschieht, in verschiedenen Disziplinen – vom Nahkampf bis zum Oberbefehl über ganze Schlachtflotten – mit Hilfe von Spielen.
Die Ausbildung beginnt mit sechs Jahren und ebenso alt ist auch Ender Wiggin, als er ausgewählt wird. Er ist ein “third”, ein drittes Kind, das seine Eltern zeugen durften, da ihre anderen beiden Kinder, Peter und Valentine, sehr vielversprechend waren, aber nicht gut genug – Ender hingegen ist ein echtes Genie. Er muss seine Familie verlassen und wird ausgebildet, mit teilweise unmenschlichen Methoden, vor allem wenn man bedenkt, dass er noch ein Kind ist. Die Härte, die ihm entgegengebracht wird, soll ihn darauf vorbereiten, von nichts und niemandem Hilfe zu erwarten.
Während Enders Ausbildung entwickeln sich seine Schwester und sein Bruder zu politischen Größen auf der Erde, indem sie sich politisch äußern, aber ihre Identität – sie sind ja auch noch Kinder – geheim halten. Ender schafft die Ausbildung bis zum Oberbefehlshaber der Flotte und kämpft dann in simulierten Schlachten gegen den siegreichen Anführer der Menschen bei der zweiten Schlacht, Mazer Rackham. In der Schlacht, in der er eine unglaublichen Übermacht gegenübersteht, schafft Ender das Unmögliche und besiegt die feindliche Flotte – nur um zu erfahren, dass die Simulationen keine Spiele waren, sondern er die ganze Zeit die echte Flotte befehligt hat und mit der letzten, siegreichen Schlacht die “buggers” vernichtet hat.
Direkt nach dem Sieg über die “buggers” bricht auf der Erde ein kalter Krieg aus, der aber mit einem Friedensvertrag, den Enders Bruder Peter ausgearbeitet hatte, endet. Peter steigt daraufhin zum Führer der westlichen Welt auf – mit ein Grund, weswegen Ender mit Valentine und Mazer die Erde verlässt, um die erste neue Kolonie auf den ehemals von den “buggers” besetzten Planete zu gründen.
Jahre später findet Ender einen verpuppte Königin der “buggers”, das letzte Überbleibsel ihrer Rasse. Zwar hatten sie die erste Invasion aggressiv gemeint und die zweite als Vergeltung durchgeführt, hatten jedoch gar keine dritte geplant. Aufgrund der Unfähigkeit, auf telepathischem Wege mit den Menschen zu kommunizieren, versuchten sie, mit Ender Kontakt aufzunehmen, doch auch das schlug fehl. Die “buggers”, die als Schwarm keinen Individuen kennen, sahen nicht, dass den Menschen der Tod einzelner so wichtig war, dass sie deswegen nochmal angreifen würden. Die Königin teilt Ender die Bitte mit, er möge für sie eine Heimat weit ab von den Menschen finden. Ender schreibt ein Buch über alles, was er von der Königin erfährt und dieses Buch wird auf der Erde sehr verbreitet. Am Ende macht er sich mit seiner Schwester Valentine auf, neue Kolonien zu besuchen und einen Platz für die “buggers” zu finden: “And always, Ender carried with him a dry white cocoon, looking for the world where the hive-queen could awaken and thrive in peace. He looked a long time”.
Ich hatte noch kein Buch von Orson Scott Card gelesen und weiß auch gar nicht, wie ich auf ihn kam; das Buch kann ich aber uneingeschränkt empfehlen. Wie Card über Ender und die anderen Kinder schreibt ist genial, ebenso das ganze Szenario der Ausbildung und die Erzählweise an sich. 10 von 10 Punkten.
Tags: Ender's Game, Orson Scott Card, Projekt 52
08. September 2008 um 10:12
[...] Speaker for the Dead ist ein Science Fiction-Roman von Orson Scott Card und der zweite Teil im “Ender-Universum”, somit also der Nachfolger zu Ender’s Game. [...]