Wort der Woche, Kalenderwoche 27/2008: Pojauke

Juni 30th, 2008

Pojauke war eine früher wohl geläufige Bezeichnung für Polen, heute findet sich das Wort kaum noch. Von den Comedian Harmonists gibt’s auch ein Lied, dass “Die Pojaukenhochzeit” heißt, und das einen durchaus amüsanten Text hat:

Der Schwager, dem von Stanislaus, der sieht so rot wie Apfel aus.
Didirallala…

Er frisst sich, dass sich Schwarte kracht, und hat sich alle volljepackt!
Didirallala…
(Kompletter Songtext)

Mit Dank an Hubert, der mir dieses famose Wort bekannt machte.

Projekt 52.2008.17: Orson Scott Card – Ender’s Game

Juni 27th, 2008

Ender’s Game (dt. Das große Spiel) ist ein Science-Fiction-Roman von Orson Scott Card. Der Roman spielt in einer Zukunft, in der die Menschheit schon zwei Mal von Außerirdischen, den “buggers” angegriffen wurde. Um zu verhindern dass die Menschheit die wahrscheinlich entscheidende dritte Schlacht verliert, wurde ein Auslese-System geschaffen, mit dessen Hilfe ein genialer militärischer Oberbefehlshaber ausgebildet werden soll. Die Ausbildung geschieht, in verschiedenen Disziplinen – vom Nahkampf bis zum Oberbefehl über ganze Schlachtflotten – mit Hilfe von Spielen.

Die Ausbildung beginnt mit sechs Jahren und ebenso alt ist auch Ender Wiggin, als er ausgewählt wird. Er ist ein “third”, ein drittes Kind, das seine Eltern zeugen durften, da ihre anderen beiden Kinder, Peter und Valentine, sehr vielversprechend waren, aber nicht gut genug – Ender hingegen ist ein echtes Genie. Er muss seine Familie verlassen und wird ausgebildet, mit teilweise unmenschlichen Methoden, vor allem wenn man bedenkt, dass er noch ein Kind ist. Die Härte, die ihm entgegengebracht wird, soll ihn darauf vorbereiten, von nichts und niemandem Hilfe zu erwarten.

Während Enders Ausbildung entwickeln sich seine Schwester und sein Bruder zu politischen Größen auf der Erde, indem sie sich politisch äußern, aber ihre Identität – sie sind ja auch noch Kinder – geheim halten. Ender schafft die Ausbildung bis zum Oberbefehlshaber der Flotte und kämpft dann in simulierten Schlachten gegen den siegreichen Anführer der Menschen bei der zweiten Schlacht, Mazer Rackham. In der Schlacht, in der er eine unglaublichen Übermacht gegenübersteht, schafft Ender das Unmögliche und besiegt die feindliche Flotte – nur um zu erfahren, dass die Simulationen keine Spiele waren, sondern er die ganze Zeit die echte Flotte befehligt hat und mit der letzten, siegreichen Schlacht die “buggers” vernichtet hat.

Direkt nach dem Sieg über die “buggers” bricht auf der Erde ein kalter Krieg aus, der aber mit einem Friedensvertrag, den Enders Bruder Peter ausgearbeitet hatte, endet. Peter steigt daraufhin zum Führer der westlichen Welt auf – mit ein Grund, weswegen Ender mit Valentine und Mazer die Erde verlässt, um die erste neue Kolonie auf den ehemals von den “buggers” besetzten Planete zu gründen.

Jahre später findet Ender einen verpuppte Königin der “buggers”, das letzte Überbleibsel ihrer Rasse. Zwar hatten sie die erste Invasion aggressiv gemeint und die zweite als Vergeltung durchgeführt, hatten jedoch gar keine dritte geplant. Aufgrund der Unfähigkeit, auf telepathischem Wege mit den Menschen zu kommunizieren, versuchten sie, mit Ender Kontakt aufzunehmen, doch auch das schlug fehl. Die “buggers”, die als Schwarm keinen Individuen kennen, sahen nicht, dass den Menschen der Tod einzelner so wichtig war, dass sie deswegen nochmal angreifen würden. Die Königin teilt Ender die Bitte mit, er möge für sie eine Heimat weit ab von den Menschen finden. Ender schreibt ein Buch über alles, was er von der Königin erfährt und dieses Buch wird auf der Erde sehr verbreitet. Am Ende macht er sich mit seiner Schwester Valentine auf, neue Kolonien zu besuchen und einen Platz für die “buggers” zu finden: “And always, Ender carried with him a dry white cocoon, looking for the world where the hive-queen could awaken and thrive in peace. He looked a long time”.

Ich hatte noch kein Buch von Orson Scott Card gelesen und weiß auch gar nicht, wie ich auf ihn kam; das Buch kann ich aber uneingeschränkt empfehlen. Wie Card über Ender und die anderen Kinder schreibt ist genial, ebenso das ganze Szenario der Ausbildung und die Erzählweise an sich. 10 von 10 Punkten.

Rot-Weiß gegen Dynamo

Juni 26th, 2008

Laut kicker.de wird die 3. Bundesliga am 25.07.2008 mit dem Spiel Rot-Weiß Erfurt gegen Dynamo Dresden eröffnet. Damit ist mein heißer Tipp – unabhängig davon, wer Heimrecht hätte – natürlich total daneben: ich hatte mit Fortuna Düsseldorf und den Stuttgarter Kickers gerechnet, zumindest auf jeden Fall mit einer Ex-Regionalliga-Nord- und einer Ex-Regionalliga-Süd-Mannschaft. Warum jetzt ausgerechnet zwei Ost-Mannschaften, die vorher beide in der Regionalliga Nord sowieso schon zusammen gespielt haben, die 3. Bundesliga eröffnen, erschließt sich mir nicht ganz.

Projekt 52.2008.16: Albert Camus – Unter dem Zeichen der Freiheit. Camus Lesebuch

Juni 25th, 2008

Albert Camus – wer kennt ihn nicht, zumindest dem Namen nach. Gelesen hatte ich von ihm nichts, weder in der Schule noch privat. Als Annika mir – es muss schon letztes Jahr gewesen sein – anbot, das “Camus Lesebuch” auszuleihen, hatte ich mich deswegen auch nicht nein sagen hören.

Dem Buch gegenüber bin ich etwas zwiegespalten, muss ich sagen. Einem Camus-Kenner wird das Buch wohl nicht gefallen, dafür ist es zu stark gekürzt. Ich fand, dass es zumindest einen guten Überblick über seine Werke gibt, auch wenn ich zum Beispiel von “Der Fremde” gerne mehr gelesen hätte als nur die kurzen Ausschnitte. Dafür enthält das Buch aber auch politische Schriften, die man sonst vielleicht nicht unbedingt bekommt bzw. liest.

Alles in allem fand ich das Buch durchaus gut, um einen Einblick in Camus zu bekommen, einige Sachen, wie zum Beispiel “Der Fremde”, werde ich mir wohl auch nochmal in voller Länge durchlesen. 7 von 10 Punkten.

Magic revival

Juni 25th, 2008

Vor, zwischen und während des Deutschland-Spiels habe ich mit dem lädierten Axel Axeltenschert nach mehr als zwei Jahren endlich mal wieder Magic: The Gathering gespielt. Zwar habe ich leider nur ein ordentliches Deck, aber mein zusammenstöpseltes grünes Deck war auch nicht so schlecht. Hoffentlich schaffen wir das in nächster Zeit öfters.

Wie man dem Bild entnehmen kann, gab’s auch eine leckere Mehrfrucht-Shisha dazu – wie gesagt, unbedingt wiederholenswert.