SV Elversberg – FC Ingolstadt 1:5 (0:4)

Hauptziel meiner Saarlandreise, bei der ich auch das Spiel Saarbrücken – Bad Kreuznach sah, war die Partie Elversberg gegen Ingolstadt im Waldstadion Kaiserlinde, das nur eine viertel Stunde Fahrzeit vom Saarbrücker Ludwigsparkstadion entfernt liegt.

Das Stadion ist nichts besonderes, klassisch Regionalliga eben. Immerhin hat es eine Kapazität von 7120 Plätzen, davon sogar 440 Sitz- und 120 VIP-Plätze. Witzig sind einige Kurvenstehplätze am Hang, wo die Absperrung eine Leitplanke ist. Keine Ahnung ob das der Gästefanblock war, Gästefans waren sonst jedenfalls keine da.


Leitplankenstehplatz

Ansonsten durfte ich noch schön in der Sonne brutzeln, aber da Anpfiff um 18:00 war, war die Temperatur durchaus erträglich. Eine vorherige Ortsbesichtigung im kleinen Rahmen brachte leider nichts interessantes zu Tage, außer der sympathischen Pilsstube.


Die SV Elversberg-Pilsstube

Sowohl bei Elversberg als auch bei Ingolstadt gab es ein Wiedersehen mit alten Bekannten: auf Elversberger Seite Marcus Feinbier, der Ex-Fürther; auf Ingolstädter Seite Malte Metzelder (Bruder von Christoph Metzelder) und Heiko Gerber, Ex-VfB.

Zu Beginn spielte Elversberg stark und druckvoll auf das Ingolstädter Tor. Der starke Iyodo hatte eine gute Chance, ebenso Marcus Feinbier, der nur die Latte traf. Quasi im Gegenzug schlug Ingolstadt aber zu und machte in 5 Minuten 3 Tore. Ingolstadt schaltete schnell um, spielte sowohl über die Flügel als auch durch die Mitte stark und schnell und Elversberg machte gar nichts. Zu weit vom Mann weg, zu wenig aggressiv, nicht in den Kopfbällen. Paradebeispiel war der Linksaußenverteidiger Ohnesorge, der direkt vor meiner Nase rumeierte. Und er eierte wirklich, pumpte wie ein Maikäfer, führte Zweikämpfe eher Alibi-mäßig, ging nicht zum Kopfball, stand immer weit weg etc. Folgerichtig erhöhte Ingolstadt, dass Elversberg auch nicht zur Ruhe kommen ließ, nach einer halben Stunde auf 0:4 – da ware die Elversberger Fans bedient und gingen teilweise schon in Scharen heim. Zur Pause war dann Elversberg mit 0:4 auch noch gut dran, Ingolstadt hatte noch einige Chancen mehr.

In der zweiten Halbzeit blieb Anti-Fußballer Ohnesorge zum Glück draußen, aber viel ging für Elversberg nicht mehr. Der Foulelfmeter in der 49. war geschenkt, Typ “ich falle mit Schwung in den 16er”. Postwendend stellte Ingolstadt mit 1:5 dann wieder den 4-Tore-Abstand her und viel mehr passierte auch nicht.

Ingolstadt hat, gerade nach dem überraschenden 2:3 daheim gegen die Kickers, gezeigt dass es durchaus eine Mannschaft ist, die um den Aufstieg mitspielen kann. Spielerisch haben sie mich überzeugt, aber Elversberg hat natürlich auch keine Gegenwehr geleistet. Mit 1:7 Toren und zwei Niederlagen aus zwei Spielen ist Elversberg auch erstmal letzter, das Auswärtsspiel bei Regensburg am 3. Spieltag wird auch nicht einfach.

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