Ja zur Zweiklassengesellschaft…
… aber nur wenn ich in der ersten Klasse bin, so wie eben auf dem Rückflug aus London, den ich in der Business Class (Geschäftsklasse ?) genießen durfte. Aber der Reihe nach.
Natürlich waren wir heute schon um 14:00 mit dem Meeting fertig, was schlechte Aussichten für meinen 20:05-Flug bedeutete. Da wir aber sowieso zwei Taxen nahmen wartete ich auf das zweite, dass dann um 15:00 von Fujitsu abfuhr, denn so konnte ich noch kurz was im Internet erledigen – natürlich dienstlich. So gegen 15:30 war ich am Flughafen, wo ich dann, nachdem ich den schon vorgefahrenen Peer nicht gefunden hatte, nachfragte, ob ich nicht umbuchen könne. Nein, der Flug sein schon voll, außerdem schon am boarden. Na gut, dann halt nicht. Diesmal elektronisch eingecheckt und einen guten Gangsitzplatz gewählt – hmm, Reihe 6, das sieht doch nach Business Class aus. Und steht auch drauf, seltsam. Mal sehen was das gibt.
Danach bin ich nochmal aus dem Terminal raus und hab mich kurz in die Sonne gesetzt, um einerseits die “Gelehrtenrepublik” fertig zu lesen, andererseits mein vom vorigen Abend übrig gebliebenes Carling zu verzehren, denn durch die Handgepäckkontrolle kommt damit ja nicht… ganz toll ist es auch, dass man bei der Kontrolle hier sogar die Schuhe ausziehen muss, und zwar jeder. Nein, der Boden ist nicht schmutzig und wenn man nur Sandalen an hat ist das bestimmt sehr sexy.
Peer fand ich dann im “Tin Goose”, wo wir uns bei mehr oder weniger heimischem Bier über die anstehenden Aufgaben unterhielten, aber auch nicht wirklich Klarheit erlangten. Als Peers Flug mit 25 Minuten Verspätung angekündigt wurde, meinte er noch “typisch BA”, wobei ich da noch keine negativen Erfahrungen gesammelt hatte. Irgendwie ging’s dann aber doch schneller zum Boarden als gedacht und Peer musste eilig los. Bevor ich mein Bier ausgetrunken hatte traf mich dann die Erkenntnis, dass Verspätungen am Ende wirklich “typisch BA” sind, denn mein Flug war dann schon mit 10 Minuten angekündigt. Kein Problem, aber dabei blieb es nicht, es wurden sportliche 55 Minuten daraus. Mit meinen 2,17 Pfund hätte ich zwar noch ein kleines Bier bekommen, aber da verzichtete ich dann doch besser. Um kurz vor 21:00 fing dann auch das Einsteigen an und ich durfte wirklich den angenehmen Business Class-Service erleben, den ich auf dem Hinflug schon von hinter dem Trennvorhang zu Economy Class bestaunt hatte.
Erstmal gab’s ein warmes Tuch, das hatte ich irgendwann schon mal, ich kann mich aber nicht erinnern wann. Zum Essen gab’s dann Salat mit Putenbrust, dazu ein frei auszuwählendes Brötchen, Dressing und einen Nachtisch. Und das alles mit echten Tellern und Besteck, ich war platt. Zur Krönung gab’s dazu noch ein Londoner Bier und einen Kaffee, sehr fein. Mit so einem opulenten Mahl geht der Flug auch gleich schneller rum, so dass ich nach einem bisschen Lesen zumindest keine Langeweile hatte. In Stuttgart dachte ich erst “oh, eine Stunde zu spät los geflogen aber nur 8 Minuten Verspätung” – Zeitumstellung verpennt, war ja klar. Also war’s dann doch schon 23:48 und ich konnte immerhin noch die letzte S-Bahn erwischen (wobei das Taxi natürlich sowieso bezahlt worden wäre, ich hätte nur noch extra Geld abheben müssen). Zwei Vorteile der Verspätung: da ich nach zwölf daheim war gibt’s mehr Tagesgeld. Außerdem kann ich meinen Wecker viel schneller stellen wenn es kurz nach zwölf ist als zum Beispiel irgendeine 23:XX-Uhrzeit.

25. Juni 2007 um 22:26
Das nenne ich mal ein Leben….
Habt Ihr nicht noch nen Job für mich? ;o)
Ja, die Business-Class hat schon was – durften wir auch mal genießen von LA nach Chicago, hachja – man kann sich dran gewöhnen….
Grüssle
28. Juni 2007 um 15:32
Moment ist keiner ausgeschrieben, aber dein Profil wird eher so gar nicht auf eine Stelle hier passen denke ich mal.
12. Oktober 2007 um 00:52
[...] einziger Vorteil: nach zwölf daheim gewesen, also gibt’s volles Tagesgeld – “it’s all just a little bit of history repeating” (es war echt der gleiche Flug und quasi die gleiche Verspätung, scheint wirklich [...]
09. Dezember 2007 um 01:15
[...] Heathrow hab ich ja nicht erst ein Mal schlechte Erfahrungen mit verspäteten Flügen geschafft. Nach dem heutigen – [...]