Eintracht Frankfurt – Hannover 96 2:0 (0:0)
Schon zum dritten Mal in diesem Jahr im Waldstadion, diesmal schon zu einem “Abstiegsendspiel” für die Eintracht, die nach einigermaßen guter Position nach der Hinrude zunehmend Richtung Abstiegsplätze rutscht. Die letzten beiden Heimspiele (Schalke, Stuttgart) mit meiner Beteiligung gingen verloren, so dass Thomas schon gedroht hat mich dieses Saison auf keine weiteren Heimspiele mitzunehem – was wohl trotz allem keine ernsthafte Drohung war, da ich schon angekündigt hatte dass das Spiel gegen Hannover wohl mein letztes in Frankfurt diese Saison sein wird; die restlichen Gegner sind mäßig interessant bis auf Bayern, wofür ich natürlich mal wieder keine Eintrittskarte habe.
Nun, zum mittlerweile schon klassischen Eintracht-Duo, Thomas und ich, gesellte sich immerhin noch Flopsi. Holger (Grippe vom Kölner Karneval – et kütt wie et kütt), Daniel (musste wohl arbeiten) und Dennis (ebenfalls bei der Arbeit) hatten mehr oder weniger kurzfristig abgesagt, obwohl diese drei eigentlich die Initiatoren des Stadionbesuchs waren. Holger hatte seine Karte selbst, also hatten wir immerhin zwei Karten über, die wir vor dem Spiel auch noch völlig unter Wert für 20 € an den Mann brachten (wie sich später erweisen sollte war das aber für die weitere Abendplanung ungemein wertvoll). Mehr oder weniger knapp vor Anpfiff waren wir dann am Platz, ausgerüstet mit Thomasens Eintracht-Gummitalern.
Anfangs tat sich wenig auf dem Feld. Die Eintracht war zwar bemüht, aber Hannover stand in der Defensive kompakt und verschob gut, so dass nicht viel Platz zum spielen blieb. Hannover versuchte derweil mit Steilpässen die Viererkette auszuhebeln, was im Ansatz zwar auch gefährlich aussah, aber nicht zu großen Chancen führte. Nach einer halben Stunde legte die Eintracht einen Zahn zu, das alte Problem der Chancenverwertung verhinderte aber die Führung der Hausherren. Von Hannover kam gegen Ender der Halbzeit auch fast nichts mehr.
Interessant: vor uns war ein Pärchen (sie saß permanent, er stand permanent), dass sich sehr seltsam gebärdete. Er die ganze Zeit am rumhüpfen und vor allem immer schnell dabei mit dem Stinkefinger während sie dasaß und fror. Warum man dann zusammen zum Spiel geht…?
Von Hannover kam in der gesamten zweiten Hälfte fast nichts mehr, was mich angesichts des Spiels gegen Dortmund doch sehr überraschte. In 58. Minute dann das verdiente 1:0 für Frankfurt: anstatt zu klären schlägt Lala eine Kerze, der Ball kommt zu dem in Höhe des 5-Meter-Raums stehenden Ochs, der auf den langen Pfosten spielt. Dort rutscht Takahara in den Ball und drückt ihn über die Linie. Eine knappe Viertelstunde später fiel dann das entscheidende 2:0: Thurk gewinnt im Mittelfeld einen Zweikampf gegen Bruggink, geht aufs Tor und zieht aus 20 Metern ab. Ob Enke was hätte machen können/müssen kann ich nicht sagen, ohne eine Wiederholung gesehen zu haben. Mit dem 2:0 war das Spiel jedenfalls verdientermaßen gelaufen. Die Eintracht fuhr den ersten Rückrunden-Dreier ein und Naohiro Takahara durfte nach dem Spiel noch für die Fans tanzen – fast so schön wie weiland Papa Ewald.
Unglücklich für Frankfurt: da am Sonntag Aachen und Cottbus noch gewinnen sollten steht man trotzdem auf einem Abstiegsplatz.
Am Bahnhof hieß es erstmal Gepäck holen und dann die Rückfahrt planen. Da Flopsi und ich nichts vorhatten entschieden wir uns für die “ehrliche” Route Frankfurt-Großkrotzenburg und Großkrotzenburg-Aschaffenburg, mit Ticketkauf in Großkrotzenburg. Thomas hatte leider keine Zeit da seine Busverbindung ab Aschaffenburg nicht wirklich gut ist. Flopsi und ich nutzten noch das Schnäppchenangebot einer Dose Faxe für 2,19 € und dann ging’s ab in den Zug. In Hanau dann Thomas weiterfahren lassen und in die gute Hessische Landesbahn um über Großauheim nach Großkrotzenburg zu fahren. Dort dann nochmal den Zugplan überprüft und rausgefunden dass es neben der 20:10 Großkrotzenburg-Aschaffenburg-Verbindung und der 20:30 Großrotzenburg-Hanau-Aschaffenburg auch noch eine 20:20 Großkrotzenburg-Aschaffenburg-Verbindung gab. Also schnell eine Fahrkarte gekauft und dann ab, eine Örtlichkeit suchen.
Auf die Empfehlung zweier Edeldamen suchten wir dann den “Zum Römer – Da Gabriele” auf. Und was soll ich sagen, so auf dem Land kann man wirklich mal den reichen Schnösel aus der Stadt raushängen lassen: Weizen für 2,- €, Schnitzel für 6,- €. So konnten wir uns für die vorher verdienten 20,- € pro Nase 2 Bier und 1 Schnitzel leisten. Das Schnitzel kam leider etwas spät und musste verschlungen werden, dafür gab’s dann aber auch noch einen Schnappes aufs Haus dazu.
Dann zurück zum Bahnhof geeilt und den 20:20-Zug erwartet. Tja, der kam dann mal nicht, weil wir übersehen hatten dass der nur Sonntags bzw. Feiertags fährt. Also doch mit dem 20:30-Zug nach Hanau und von dort nach Aschaffenburg. In Hanau hatten wir noch fast eine halbe Stunde Zeit, so dass wir in der Bahnhofsgaststätte, in die früher schonmal Thomas nicht wollte, noch ein Pils trinken konnten. Dann zurück nach Aschaffenburg wo Flopsi gerade noch den letzten Bus nahm und ich mich zu Fuß auf den Heimweg machte. Den Abend ließ ich dann bei meiner Schwester ausklingen, mit Weizenbier und Mondfinsternis und Geschenken.
Links:
Bilder
Spielbericht bei kicker.de
06. Mai 2007 um 22:49
[...] Florians Navigationskenntnissen und einem Atlas im Auto kamen wir auch problemlos hin. Leider sind seit dem letzten Besuch die Preise erhöht worden, aber mit 2,20 € für ein Weizen und Schnitzel immernoch ab [...]
28. Oktober 2009 um 14:40
[...] letzte Mal war ich vor fast zweieinhalb Jahren in der Commerzbank-Arena, die ich früher recht häufig frequentiert habe und die in meiner [...]