FV Dresden-Nord – FC Carl Zeiss Jena II 0:2 (0:1)
Am vergangengen Wochenende war ich zum vierten Mal zu Besuch in Dresden und wollte unbedingt wenigstens ein Spiel sehen. Da Dynamo mir nicht den gefallen tat, am Wochenende daheim zu spielen, dachte ich schon daraus wird nichts. Aber auf dem Rückflug von Ägypten erleuchtete mich die Sport-Bild mit der Partie FV Dresden-Nord gegen FC Carl Zeiss Jena II am Samstag, ein Oberliga-Spiel und Abstiegskracher, da vor diesem Spieltag Dresden 13. und Jena 14. war.
Das Stadion ist sehr interessant, wie man auf diesen Bildern erkennen kann. Erinnert ein bisschen an das Olympiastadion in München, hat jedoch keinerlei Plätze auf dem abschüssigen Teil, abgesehen vom recht neu gebauten Gästeblock und der ehrwürdigen Tribüne. Der Gästeblock ist ein reiner Stehplatz-Block, auf der Tribüne gibt’s immerhin ein paar Sitzplätze. Ansonsten steht man oben am Rand entlang. Was wäre, wenn mal mehr als 400 Leute da sind würde mich mal interessieren; insgesamt waren 143 “zahlende Gäste” da.
Nach Spielbeginng war erstmal Jena überlegen und ging in der 9. Minute auch verdient in Führung. Eine lange Flanke von links an die rechte Ecke des Dresdner 16ers auf Schlachta , der konnte ungestört annehmen und setzte den Ball mit einem tollen Schuss ins Tor. In der 13. fast das 0:2, aber der Schuss konnte noch abgeblockt werden.
Die Dresdner kamen nach 15 Minuten erstmal zum Torschuss (Fernschuss). Danach passierte die ganze erste Halbzeit eigentlich nichts mehr. Dresden konnte nicht, Jena wollte nicht. Jedenfalls kam es einem so vor.
In der zweiten Hälfte gingen die Dresdner gleich motiviert zu Werke. Noch in der 45. Minute spielten sie sich einen Elfmeter raus, den Mario Scholze, “sonst sicherer Schütze”, allerdings drüberhob (Video). Dresden war danach weiterhin überlegen, aber aus dem nichts machte Jena in der 62. Minute das 0:2, wieder über die starke rechte Seite. 2 Minuten später hätten die Dresdner auf 1:2 verkürzen müssen, aber in der Manier von Zé Roberto legt die Dresdner #27 noch mal quer anstatt das Ding selbst aus circa 7 Metern von halbrechts reinzuschieben. In der Folge blieben die Dresdner zwar optisch überlegen, aber in Tore konnte sie das nicht umsetzen. Jena spielte das 0:2 clever nach Hause.
Die letzten 15 Minuten setzte Regen ein, was sich aber unter einer am Spielfeldrand stehenden Eiche gut ertragen ließ. Nur auf der Heimfahrt – mit einem Gang nach Loschwitz hoch, nur um dann auf nassem Kopfsteinpflaster wieder runter zu fahren – nahm der Regen immer mehr zu so dass ich am Ende doch patschnass war als ich bei Annika ankam. Aber was tut man nicht alles für einen neuen Ground.
31. Oktober 2007 um 17:25
[...] doch noch ins Rudolf-Harbig-Stadion geschafft. Das höchste der Gefühle war vorher ein Oberliga-Spiel zwischen dem FV Dresden-Nord und Carl Zeiss Jena II gewesen. Und diesmal stand nicht nur irgendein Spiel an, sondern gleich ein Ost-Derby gegen Union [...]